Gstanzlsingen
Einige Nachbemerkungen zum Gstanzlsinger-Seminar in
Waldhausen am 16.11.2002
von Helmut Zenz SDB
Was sind Gstanzln ?
-
Gstanzln sind vier- oder mehrzeilige Reime, die
früher
bei verschiedenen Tänzen oder in geselliger Runde und damals auch
nahezu ausschließlich von den Burschen gesungen wurden. Meist
handelte
es sich um einen kurzen Spaß- oder Spottgesang.
-
eigentlich: Ge-stanz-eln (vgl. Karl May, 1886, Der Weg zum Glück,
S. 168; S. 206); auch: Gstanzeln, Gestanzln (Julius Stinde, 1904,
Emma),
Stanzeln, Stanzln
-
Verschiedene Erklärungen für das Wort:
-
"ursprünglich: Lärm, Ständchen, alles was zum
Stehenbleiben
- lat. stare - verführt"
-
von: Stanze (Ausschneider), stanzen = ausschneiden => stanzeln,
Gstanzl
(vgl. ähnliche Wortbildung: Hacke, hacken, hackeln, Ghackl)
-
von: Stanze = italienisch: Wohnung, Zimmer, Aufenthaltsort, dann
Reimgebäude,
"Wohnraum der poetischen Gedanken", Oktave (Ottava rima) =
(achtzeilige)
Strophe (vgl. auf der Stanz = auf dem Zimmer)
-
Am Wahrscheinlichsten ist der Zusammenhang zwischen dem Gstanzl und der
Stanze. Denn die Stanze ist die herrschende Strophenform der
klassischen
italienischen Epik (Ariost "Rasender Roland", Tasso "Befreites
Ierusalem"),
die sich gerade in den romanischen Ländern jedoch früh auch
in
Dramatik und Lyrik durchsetzte. Eine Stanze besteht aus acht
Elfsilbern,
die sich nach dem Schema ab / ab / ab / cc reimen. Das durch die
Reimabfolge
herausgehobene letzte Verspaar ist meist auch inhaltlich von besonderer
Bedeutung, indem das Gesagte zusammengefaßt, gesteigert oder
pointiert
wird. In Deutschland ist die Stanze seit dem 18. Jahrhundert als
lyrische
Strophenform gängig, um die Jahrhundertwende gab es eine
regelrechte
Stanzenmode. Als Beispiel die erste Strophe des im Jahre 1800
entstandenen
Gedichts Wiedergeburt von Johann Wilhelm Süvern:
-
"Ins Dunkel will des Jahres Licht sich neigen (a); Des Lebens
heiße
Glut, sie kehret wieder (b)
-
In ew’gen Feuers Schooß zurück; es schweigen (a) Die sie
entzündet,
schon im Hain die Lieder (b);
-
Die Liebe flieht, und kalt entlöst den Zweigen (a) Sich mattes
Laub,
der Blumen Schmuck sinkt nieder (b).
-
Das Herz erstirbt, die Adern sind verschlossen, (c) Worin Gedeihn und
Kraft
sich frisch ergossen." (c)
-
(aus: Johann Wilhelm Süvern: Wiedergeburt, in: Das
deutsche Gedicht.
Epochen der deutschen Lyrik, 1800-1830, hg. v. Jost Schillemeit,
München
1970.)
-
Gstanzl wäre dann eben das Vortragen von Stanzen, wobei man sich
im
Dialekt natürlich nicht mehr an die Reimfolge der Stanze hielt.
-
Je nach Herkunft und Melodie werden die Gstanzln anders genannt:
-
Schnadderhüpfl (v.a. in der mittleren Schweiz, Schwaben,
Elsaß,
Thüringen, Obersachsen, und Schlesien)
-
Possen-, Trutz- und Spitz-, Plopper- und Plepper-, Schwatz-, Schelme-,
Schlumper-, Flausen- und Schmetter-, Haarbrecher-Lieder bzw.
Gesänge,oder
einfach nur: Lieder, Liedlan, Liedla, Liedln, Liedle bzw. Gsangln.
-
Stückl,
-
Schleifer,
-
G'setzln,
-
Basseln,
-
Vierzeilige,
-
Kurschza, chorze
-
Rappedietzle,
-
Rundâs (Vogtland)
-
Sprüchle (Elsass)
-
Versle (Schwaben)
-
Schanderhagge,
-
usw.
-
Gstanzln werden oft von Generation zu Generation mündlich
weitergegeben
und erleben je nach Region und Zeitraum verschiedenste Varianten. Sie
werden
aber auch heute neu "erfunden", um aktuelle und auch politische
Begebenheiten
scherzhaft zu beschreiben.
-
Gstanzln im engeren Sinn sind vor allem verbreitet im
österreichisch/bayerischen
Raum verbreitet, und dort wiederum vor allem in Südbayern,
Salzburg,
Oberösterreich und Tirol.
-
Vor allem in Oberösterreich ist das Gstanzlsingen mit dem Paschen
verbunden und wird traditionsgemäß nur von Burschen und nach
festen
Regeln ausgeübt.
-
Eine von vielen möglichen Gstanzlmelodien ist folgende:
-
Natürlich gibt es auch Gstanzllieder. Das bekannteste dürfte
der "Boarisch Hiasl" sein, den es sogar in verschiedensten Versionen
gibt.
-
"I bin da boarisch Hiasl, koa Kugl geht mar ei, drum fürcht i koan
Jaga, und sollts da Teifi sei."
-
"I bin da boarisch Hiasl, gar a lustiga Bua, steck i a paar Fedan aufi
auf an grean Huat."
-
"I bin da boarisch Hiasl, koa Jaga hat a Schneid, der mir mei Feder und
Gamsbart vom Hüadal aba keit."
-
In unserer Gegend auch bekannt ist das Spottlied der Salzburger auf die
Chiemgauer und Oberösterreicher, das aber fälschlicherweise
als
echtes "Chiemgauer Liedgut" angepriesen wird:
-
Wann d´Chiemgauer Buam tanzn, no tanzt koana mit, ea miaßt
si sonst fiachtn, ea kriagat an Tritt.
-
Ja de Dirndl vo Linz, hobm an wundascheen Gang, hom d´Schienboana
hint´n und d´Wadl vorn dran.
-
bin a lustiga Bua, hob tanzt übaroi, und an Kaisa sein Soi, tanz i
a no a moi.
Berühmte Gstanzldichter und Gstanzlsänger
Der Roider Jackl (1906-1975)
-
Nicht vielen bayrischen Humoristen ist auf dem Viktualienmarkt ein
Brunnen
gewidmet: Karl Valentin, Weiß Ferdl, Liesl Karlstadt, Ida
Schumacher
und Elise Aulinger und eben dem Roider Jackl: "Der am 17. Juni 1906 in
Weihmichl bei Landshut geborene Roider Jackl stammt aus Niederbayern.
Von
Beruf war er eigentlich Förster. Er schaffte es, das Gstanzlsingen
von Wirtshausbühnen in das Licht der Scheinwerfer zu heben, indem
er mit überdurchschnittlicher Könnerschaft diese Form des
kurzen
Spottliedes darbot. Er nahm sowohl aktuelle politische Geschehnisse
aufs
Korn wie auch allgemein menschliche Schwächen. Er war Mittelpunkt
in der "Weißblauen Drehorgel" oder auch beim Salvatoranstich auf
dem Nockherberg. Zwei Jahre nach seinem Tod am 8. Mai 1975 in Freising,
wo er bei St. Georg begraben liegt, kam er auf dem Viktualienmarkt in
dem
von Hans Osel gestalteten Brunnendenkmal zu Ehren. Der Bronzeguß
wurde von der Kunstgießerei Werner Braun ausgeführt, der
Brunnenaufbau
aus Marchinger Muschelkalk durch den Münchner Steinmetz Hans Rehm
gestaltet. Die eingravierte Inschrift gibt bekannt: "Roider Jackl,
Förster,
Gstanzlsänger, Levitenleser". Die Brunnensäule hat sechs
Ausläufe,
die wie kleine Kanonen auch nach Roider Jackls Tod auf Politiker,
Großkopferte,
Siebengescheite, Protzerte, Großmäulige, Gwapplte und Bazis
zielen. Die Brunnenenthüllung fand am 23. September 1977 statt, am
gleichen Tag wie für die ebenfalls aus Niederbayern stammende Ida
Schumacher und für die Elise Aulinger. Der Gstanzlsänger und
Politiker-Derblecker ist mit geöffnetem Mund dargestellt und
scheint
mit dem Singen gar nicht mehr aufhören zu wollen. Er hält
seine
Klampfen in der linken Hand, als wolle er gerade a capella die Pointe
eines
hinterfotzigen Gstanzls ins Publikum schleuzen, vielleicht dieses:
"Jetzt
muaß i aufhörn zum singa, sonst werd i no berühmt und
kriag
so a Denkmal, wos Wassa rausrinnt." Doch alle Vorsätze sind
buchstäblich
ins Wasser gefallen. Singen hört man ihn noch heute auf den
vielen Platten, die es von ihm gibt, und ein Denkmal hat er auch
gekriegt,
und berühmt und beliebt ist er allemal, der Roider Jackl, nicht
bloß
bei Viktualienmarkt-Besuchern." (aus: "Das große Buch vom
Viktualienmarkt",
Verlagsanstalt "Bayernland" Dachau, von Alfons Schweiggert (Hrsg.), S.
112-121)
- Sein musikalischer Werdegang begann 1931 mit der Teilnahme am 1.
Niederbayerischen
Preissingen in Landshut. Damals ersang er sich nicht nur mehrere
Preise,
sondern wurde auch vom Rundfunk entdeckt. Zahlreiche Rundfunkauftritte
bis 1945 machten ihn schon sehr bald bekannt. Seine eigentliche
Karriere
als Sänger politischer Gstanzl und Kommentator politischer
Ereignisse
nahm nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Anfang. Roider bewegte sich
trittsicher
auf seiner Bühne: Ob beim Salvatoranstich auf dem Münchner
Nockherberg,
bei bundespolitischen Ereignissen und Festlichkeiten in Bonn oder in
der
ab 1952 im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlten "Weißblauen
Drehorgel".
Als der Roider Jackl 1975 starb, sprachen die Medien vom "Hingang einer
weißblauen Institution". Recht hatten sie, denn bis heute ist er
einmalig und seine Kunst unerreicht geblieben. Zwei typische
Roider-Gstanzl:
-
Wenn mia Bayern a koa Geld ham - dafür hamma a Kultur, aber:
wenn´s
vo draussn net so vui reibracht hättn - na glaub i hätt ma no
mehr.
-
Wenn blos de Staatsmänner in Kriag miastn - ja na waar da Kriag
z´haus,
do wärat bei Kriegsbeginn o´zapft - und wenn´s Fassl
lar
war, na wara aus"
Franz von Kobell (1803-1882)
-
Franz von Kobell gibt 1846 seine "Schnadahüpfln und Sprüchln"
und 1872 seine "Schnadahüpfln und Gschichtln" heraus. Eine
Kostprobe:
-
A´Gambs möcht´ i sei´, ja dees waar wohl
a´Freud,
allewei´ bei der Höch, allewei´ bei der Schneid!
-
No´ du wann d´a´ Gambs waarst, dessell´ war nit
aus, du kaamst all´Täg´ um´s Fuada zu der Gredl
in´s Haus.
Karl Stieler (1842-1885)
-
Vgl. seine zahlreichen Gedichtsammlungen, z.B. "Bergbleamln" (1865),
darin
z.B. sein Gstanzl-Lied über "D´Liab":
-
Und d´Liab is a Büchsei, ma siecht nur koa Gschloß,
kannst
lang damit spielen, aufamal gehts dir los.
-
Und d´Liab is a Bleaml, kannst pranga damit, aber oft wenn mas
brockt,
nacher halt se si nit.
-
Und d´Liab is a Rößl; im Anfang gehts frumm, aber
wenns
a Weil lauft, schmeißts as Wagerl leicht um.
-
Und d´Liab is a Vögei, schön singa kanns scho, aber
balst
es willst fanga, fliegts dieweiln davo.
-
Und d´Liab is a Glasl, aber dös lass dir sagen, trags nur
nit
zviel umi, sonst werds dir derschlagn.
-
Und d´Liab is a Büchel, dös lusti angeht, aber dös
woaß zerscht koaner, was hint no(ch) drinn steht.
-
Und d´Liab is a Ratsel, hat viele scho plagt - abers Ganze, was
s´is,
dös hat koaner no gsagt!
Max Dingler (1883-1961):
-
Das bairisch Herz, Erstausgabe München 1940;
größtenteils
auch in: Altbairische Gesänge, München (2)1983, darin: seine
Himmel- und Höllgstanzln:
-
Da drobn is da Himmi, da druntn is d´Höll, und
d´Deandln
san luschti und i bin fidöll.
-
Und i bald oa´n plattl, des wern ma scho kriagn, da müassn
de
draahradn Weibaröck fliagn.
-
Und da Wirt hots grod ozapft, des große Faß Bier. Bals saua
werd, kinnan mir gwiß nix dafür.
-
Wia, Deandl, heit draahn ma und fahrn Karussöll! Da drobn is da
Himmi
und druntn is d´Höll.
-
Dingler hat auch sog. "Beitlgstanzln" gedichtet.
Einige Gstanzlregeln:
-
Bei Gstanzln ist es wichtig die Verslängen richtig zu erwischen.
Ein
paar Silben mehr oder weniger kann man durchaus unterbringen,
grundsätzlich
hat das Idealgstanzl aber 4x5 Silben.
-
Man hat dabei zwei Verszeilen, wobei sich entweder die beiden
Verszeilen
am Ende (1. Gstanzl) oder die Verszeilen in sich reimen müssen (2.
Gstanzl), um als Gstanzl durchgehen zu können.
-
In Ausnahmefällen darf der boarische Gstanzlsänger um des
Reimes
willen ins Hochdeutsche abgleiten, z.B. müßte es im 2.
Gstanzl
eigentlich "ned" hoaßn, weil der Endreim aber auf "dicht" geht,
heißt
es halt dann "nicht".
-
Manche Gstanzl reimen sich dagegen nur in einer bestimmten Mundart
(vgl.
4. Gstanzl: "Gschtried" - "nit"; dagegen kann man bei uns "ned" auf
"G´red"
reimen)
-
Mitunter können die Auftakte zu den einzelnen Versteilen entfallen
(siehe z.B. 4. Gstanzl).
-
Umgekehrt erlaubt es die Lautfolge, dass man verschiedene weiche
Mitlaute
als Reim durchgehen lassen kann, wenn der Selbstlaut davor absolut
gleich
gesprochen wird, z.B. "Stellt´s eich nur vor, wenn´s lauta
Gscheite gab, dann werat´s auf dera Welt boid ganz sche fad".
Auch die Endsilben "ben" und "men" lassen sich in der Regel im
Boarischen
reimen, denn aus "haben" wird "ham" und aus "zusammen" wird "zsam".
| 1 tief |
2 tief |
3 tief |
4 steigen |
5 hoch |
|
6 mittel |
7 hoch |
8
1. sinken/
2. hoch |
9 tief |
10
1. hoch/
2. mittel |
| 1. Liabe |
Leit |
heart´s |
guat |
zua |
- |
und |
ruckts |
a |
weng |
zsam |
| mia |
sing-an |
Eich |
iatzt |
fia |
- |
wos ma |
z´letzt |
ois |
do |
ham |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 2. Mia |
sing-an |
a |
paar |
Sach-an |
- |
wo-de-oan |
woa-nan de |
an- |
dern |
lachan |
| aba |
z´ernst |
nem-ma |
deaft es |
nicht |
- |
wei ma beim |
Dichtn |
warn |
oft |
dicht |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 3. Und de |
Gstan- |
zl´n |
han |
gsun-ga |
- |
und des |
Lia- |
dl |
is |
aus |
| und |
de- |
ne |
wos |
gfalln hat |
- |
de |
gebm uns |
an |
App- |
laus |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Da |
Toat |
und |
da |
Tuifl |
- |
de |
ham |
a |
mords |
Gschtried |
| weil da |
Tui- |
-fl |
a |
Schwanzl hod |
- |
- |
und |
da |
Toat |
nit. |
Was sich beim Gstanzlsinga nicht schickt!
- Iimmer wieder erlebt man Attacken auf anwesende Personen oder auf
Berufsgruppen
"unter der Gürtellinie", d.h. die auf deren Sexualleben anspielen,
besonders beliebt sind dabei die zölibatären
Berufsstände
der Kirche (Pfarrer, Nonnen). Das schickt sich nicht.
-
Überhaupt sollte man beim Thema Sexualität den "Anstand"
nicht
vermissen lassen.
-
Auch auf Behinderungen oder Krankheiten von Menschen singt man in der
Regel
keine Gstanzl.
-
Wer glaubt, Gstanzl sind nur gut, wenn sie vor derben
Kraftausdrücken
nur so strotzen, irrt. Das ist einfach nur "krachert" und
"g´schert".
-
Wenn ein "Amateur" oder "Anfänger" dagegensingt, dann gehört
ihm geholfen. Auf keinen Fall gehört er niedergesungen. Wenn man
selbst
betroffen ist, eignet sich folgendes Gstanzl als "Retourkutsche":
-
Wenn du moanst du bist gescheit - dann liegst du verkehrt, denn des wos
du jetzt gsunga host - war einfach nur g´schert.
Einige weitere Hinweise zum Gstanzlsinga:
-
Wahrer Humor zeigt sich, wenn man auch über sich selbst lachen
kann.
Am besten man fangt beim Aussingen bei sich selbst an:
-
In bin hoit a Lehra, a Worteverdreha, d´Kinda lernan bei mia, wos
Gscheit´s oba nia.
-
Auch kann man durchaus zugeben, dass man nur ein Amateur ist:
-
Ja i bin beim Gstanzlsinga - grod an Amateur, aba i sogs eich
gewiß
- des is gar koa Malheur.
-
Denn wenn´s auf dera Welt - grod lauta Profis gab, dann
werad´s
auf d´letzt - boid a ganz schee fad.
-
Wenn man sich beim Anfangen versingt, lieber absetzen und nochmal
anfangen,
als weiterwursteln.
-
Wenn man sich am Ende versingt und auf keinen Reim kommt, das Gstanzl
auf
lustige Art und Weise zu Ende bringen. Auch wenn sich´s nicht
reimt,
hat man dann die Lacher auf seiner Seite. Und so schlimm wie´s
ein
Gstanzl sagt, wird´s schon nicht werden:
-
Do hat oaner g´sunga - des hat sich ned g´reimt; do
ham´s
iahm die Zung´ - aufn Arsch aufig´leimt!
-
Bestimmte Gstanzl lassen sich planen und letztlich auswendig lernen. So
eignet sich zum Beispiel folgendes Gstanzl, wenn man beim Dagegensingen
auf einer Hochzeit wieder zu Ende kommen will:
-
I glab iatz hear i dann - wieda auf zum Singa, doch zum Schluss woin ma
no -
aufs unsa Brautpaar tringa.
- Hoch soll es leben - mit Gottes Segen, dass d´Liab nia
vageht
- sondan ewig besteht.
Literatur zu und über Gstanzl und
Schnaderhüpfal:
-
1800-1849
-
Seidl, Johann G.: Flinserln. oest'reichischi G'stanz'ln, G'sang'ln und
G'schicht'ln, Erstausgabe Wien 1828-30; [Mikrofiche-Ausg.] München
: Saur, 1992.
-
Allgemeines Liederbuch für fröhliche Gesellschaften: Mit e.
Anh.
Schnaderhüpferln aus d. bayrischen Hochlande u. unterhaltender
Spiele.
- 2. verm. Ausg., München : Michaelis, 1831. - 298, 10 S. : Ill.
-
Kobell, Franz von:
-
Schnadahüpfln und Sprüchln. München, 1846; 1976
-
Schnadahüpfln und Gschichtln. München, [1872]; ca. 1900
-
-
1850-1899
-
Vogl, Johann Nepomuk: Schnadahüpfln. Wien, 1850
-
Das¬ Klee-Blattl von Schnadahüpfen, Almalied'ln und
Wiener'sang'ln:
/ gepflückt von Bruder Kreuzlustig, Alttötting :
Lutzenberger,
ca. 1850. - 96 S.
-
Lindner, J.A.: Lustige Schnaderhüpfeln: den Jugendbündnissen
der Jünglinge und Jungfrauen gewidmet, Ragensburg : Pustet, 1854.
- 35 S. : Ill., Notenbeisp.
-
Der¬ fröhliche Sänger: Taschen-Liederbuch gewidmet den
Freunden
des Gesanges ; eine Sammlung der beliebtesten neueren Lieder,
dann
einigen komischen Parodien meist bekannter Lieder, und als Anhang
mehrere
Schnadahüpfeln und schwäbische Volksliedle, Burghausen
: Lutzenberger, [ca. 1860]. - 96 S.
-
Huschak, Josef Andreas: Almbleameln: eine Sammlung der besten
Schnaderhüpfeln,
Staudnlieadeln, Stanzeln, Gsangeln und Vierzeiligen - 2. Ausg. Wien :
Wenedikt,
1870. - 221, 93 S. [Angeb.:] Neue Sammlung von Räthseln und
Charaden
mit einem Gefolge von Palyndromen und Scherz-Fragen. Von Josef Andreas
Huschak. 1868. -
-
Feyertag, Friedrich: Des Zitherspielers Liederbuch : 2. Slg. ; Volks-
&
Gebirgslieder & Schnaderhüpfel für 1 oder 2 Singstimmen
mit
Zitherbegl., einger. von F. Feyertag, München : Falter, [1872]
-
Dunger, Hermann: Rundâs und Reimsprüche aus dem Vogtlande:
mit
22 vogtländ. Schnaderhüpfl-Melodien, gesammelt und hrsg. von
Hermann Dunger, Plauen : Neupert, 1876. - LXVI, 304 S. : Noten
-
Bonn, Franz: 's Nibelungenringerl: harmlose Schnadahüpfeln
für
drei Tage und einen Vorabend / von v. Miris, München : Braun &
Schneider, [1878]. u.ö. - 32 S.
-
Großbauer, L. Fr.: Neuestes deutsches Volksliederbuch: enthaltend
eine Auswahl der besten und sangbarsten Chor-, Studenten-, Volksund
Liebeslieder,
Arien, Couplets und Schnadahüpfln ..., Wien : Winkler, 1880 ca.. -
XVI, 336 S.
-
Hörmann (Hoermann), Ludwig von: Schnaderhüpfeln aus den
Alpen.
Innsbruck, 1881; 1882; (3. verb.) 1894
-
Grasberger, Hans:
-
Nix für unguet! : Schnaderhüpfeln, Leipzig : Liebeskind,
1884.
- IX,115 S
-
Die Naturgeschichte des Schnaderhüpfels: Eine litterarhistor.
Studie.
Leipzig, 1896
-
Tiroler Alpenlieder, : Sammlung der beliebtesten u. schönsten
Nationalgesänge,
Jodler u. Schnaderhüpf'ln. - 3.verm.Aufl., Lienz : Mahl, 1890 ca..
- 80 S.
-
Gundlach, Fritz (Hrsg.): Tausend Schnadahüpfln. Leipzig : Reclam,
1892; 1893. - 211 S. : mit Noten
-
Schnadahüpfln und Sprüchln füa Bürga und Bauan,
Oppeln,
1899
-
-
1900-1909
-
Seidl, Stefan: S'¬ Alma-Gläut: : 26 beliebte Volkslieder,
Tänze
u. Schnadahüpferl aus den Bergen / ges. u. für Zither einger.
von Stefan Seidl, München : Monachia-Verl., (1900)
-
Matzner, F.J. (Hrsg.): Gaudeamus: Kommersbuch für deutsche
Sänger
und Studenten, mit 100 Schnaderhüpfeln in bairischer Mundart, Gera
: Griesbach, [ca. 1900]. - VIII, 206 S.
-
Blümml, Emil Karl: Ausseer und Ischler Schnaderhüpfel.
Leipzig,
1906
-
Hartenstein, Carl:
-
Einunddreißig deutsche Volkslieder und Rundas zu Schnozelborn.
Gera,
1908
-
Die Rockenstube, Jena 1922
-
Rotter, Curt: Der Schnaderhüpfl-Rhythmus: Vers- u. Periodenbau d.
ostälpischen Tanzlieds. Nebst e. Anh. selbstgesammelter Lieder.
Eine
Formunters. Halle a.S. 1909; Berlin, 1912, 236 S.
-
-
1910-1919
-
Kassel, August: Sprüchle (Schnaderhüpfeln) im
elsässischen
Volksmund. Mit 35 Melodien. Strassburg, 1912, 61 S.
-
Buchner, Ernst (Hrsg.): Lieder aus dem Oberland : 60 Lieder u. 60
Schnadahüpfln
aus Bayern u. d. Alpenländern ; mit Klampfenbegl. / unter Mitw.
von
Hans Fitz u. Otto Kapferer hrsg. von Ernst Buchner. - 5. Aufl.-7. Aufl.
Leipzig : Hofmeister, (1913). - 75 S.
-
Schricker, Michael: Der¬ Klampf'n Toni: Eine Samml. humorist. echt
bayer. Lieder, urwüchsiger G'sang'ln u. 92 Schnadahüpf'ln
für
Gesang mit gefälliger leicht spielbarer Gitarrebegleitung,
komponiert
von Michael Schricker, München : Hieber, 1915; Seibert, Ulrich:
Der
Klampfn-Toni: eine Samml. lustiger alpenländ. Lieder, Gstanzln,
Wirtshauslieder,
Moritaten u. Wildschützen-Lieder mit Gitarre- oder
Akkordeon-Bezifferung
; vorgesungen vom Surrer Franz, Bauer in Hiensdorf u. d. Nieder
Christine,
genannt Sederin Sägewerks-Inhaberin in Mühlen / aufgezeichnet
u. hrsg. von Ulrich Seibert. Ins Buch gebracht u. geschmückt von
Wilhelm
Neufeld. - Gesang mit Akkordbezifferung, München : Hieber, (1974).
- 195 S., 6 Bl.; Well, Christoph (Hrsg.): Klampfn Toni: eine Sammlung
bairischer
Lieder und Gstanzl, Moritaten, Couplets, Wirtshaus- und
Wildschützenliede,
zs.gestellt aus Schrift- und Tondokumenten - 1. Aufl., Neuausg. zum
Jubiläum,
München : Hieber, 1996. - 456 S. : Ill., Notenbeisp.
-
-
1920-1929
-
Dreyer, Aloys: Unsere Bayern: Volkshumor in Vers u. Prosa.
(Schnaderhüpfeln,
Hausinschriften, Marterln, launige Lieder, Ortsneckereien, Scherze,
Teufelssagen,
Possen, Kasperlspiele u.a.), München : Parcus, 1925. - 149 S.
-
Pommer, Helmuth: Volkslieder aus Vorarlberg. Österreichisches
Volksliedunternehmen
3. Schnaderhüpfel und Jodler. Wien, 1926
-
Laßleben, Michael (Hrsg.): Bayerische Schnadahüpfel.
Kallmünz
1928, 24 S.; 2. Aufl. Kallmünz : Laßleben, o. J.. - 28 S.
-
-
1930-1939
-
Huber, Kurt/Kiem, Pauli (Hrsg.): Oberbayerische Volkslieder,
München
: Knorr & Hirth, 1930. - 81 S., 1 Bl. : Ill.; Kiem, Pauli (Hrsg.):
Oberbayerische Volkslieder, Vorw. 1stg. Gesang, München :
Süddt.
Verl., (1954). - 109 S.; Kiem, Pauli (Hrsg.): Sammlung oberbayrischer
Volkslieder
/ hrsg. von Kiem Pauli. Mit e. Nachwort von Karl Alexander von
Müller.
- Gesang 1- u. mehrstg; München : Callwey, (1965). - 462 S.,
zuletzt:
Köln 2001
-
Schmidkunz, Walter:
-
Auf der Alm .... Erfurt, 1934; 1949; München 1949; Rosenheim 1974
-
... gibts koa Sünd! 365 Schnaderhüpfln, wieder lauter
waschechte,
Erfurt, 1936; München 1949; Rosenheim, 1974
-
... Da is a Leben! 580 neue, waschechte, bairische Schnaderhüpfln,
Erfurt 1941; München 1949; Rosenheim, 1974
-
Weitnauer, Alfred: Versle: Aus d. Schwabengau, d. sind d.
auserlesensten,
ernst- u. scherzhaften schwäb. Schnaken. Faigg- u. Fitzverslein,
auch
Ränzlein oder Schelmenliedlein, Gras-, Stumpen-, Trutz-,
Trätz-,
Spott- u. Sauliedlein geheißen, so man im Bayr. insgemein
Schnaderhüpfl
zu nennen pfleget. Gesammelt, geläutert u. aufgeschrieben. Zur
Erheiterung
mit farb. Fig. verziert von Remigius Pölcher, Lindau : Stettner,
1936.
- 44 S. : Ill.
-
-
1940-1949
-
Jungbauer, Gustav: Da Mensch muaß a Freud habn. :
Böhmerwälder
Schnaderhüpfeln, gesammelt von Gustav Jungbauer, Reichenberg :
Ullmann,
1940 ca.. - 190 S. : zahlr. Ill., Notenbeisp.
-
Roider, Jakob: Gstanzl'n. Zeichn.: Jos. Oberberger. - 1. - 5. Tsd.
München
: Hieber, [1949]. - 96 S.
-
-
1950-1959
-
Thies, Hans A.: Zwei Knaben auf dem Schüttelrost: : die
schönsten
und neuesten Schüttelreime, Klapphornverse, Leberreime,
Schnadahüpfl
und Limericks, München : Braun & Schneider, 1954. - 79 S. :
Ill..
München, 1954
-
-
1960-1969
-
Fanderl, Wastl (Hrsg.): Annamirl Zuckaschnürl: altbair.
Kindersprüchl,
Wiegenreime, viel schöne Liadl u. lustige Gsangl,
Bauernrätsel
u. Spiele - 1-4stg., München : Ehrenwirth, (1961). - 92 S.;
1977; 1980; 1985; 1986; 1990
-
-
1970-1979
-
Freisleder, Franz: Apropos: Gstanzln ohne Musi, München :
Süddt.
Verl., 1971. - 88 S. : Ill.
-
Riegler, Theo: Das Schnaderhüpfl-Büchl. München 1972;
Pfaffenhofen,
1989
-
Kerschbaum, Fritz: "Derf is Deandl liam...?". Gsangl, Gstanzl,
Schnadahüpfl,
Feldafing : Brehm, 1975. - 36 S.
-
-
1980-1989
-
Bachl, Hans: Schnadahüpfl aus Pongau. Wien ; München, 1980
-
Peter Ilka: Gaßlbrauch und Gaßlsprüch in
Österreich;
Verlag Alfred Winter, Neuauflage 1981
-
Friedl, Paul:
-
Drah di Waberl: glückl. bayer. Kinderland ; e. Buch für
Eltern,
Erzieher, Betreuer u. Volkskundler ; Kindersprüchl, Kinderversl,
Kinderratsl
; vom Fangamanndl, Versteckerlspieln u. Ringelreihen, Tanzl, Spiele,
Schnaderhüpfle,
Liedl. - 1. Aufl. Grafenau : Morsak, 1981. - 123 S. : Ill.
-
Friedl, Paul: Schnaderhüpfl des "Baumsteftenlenz". Tittling,
Passau,
1982c
-
Brenner, Rosa (Hrsg.): Hinter der Hollerstaudn : Erot.
Schnaderhüpfeln
u. Schwänke aus d. Alpenland, Wien : Kremayr & Scheriau, 1981.
- 157 S.
-
Jahreis, Ilse: [Zwanzig Rundas und vogtländische Lieder].
Scheeberg,
1982
-
Stern, Josef: Handbuch mit praktischen Anregungen, Gstanzln und
Sprüchen
für die Feier von Hochzeiten. Wimpassing, 1984
-
Münzer, Ulrike: Rundas und Volkslieder im Vogtland. Schneeberg,
1986
-
Frauenberger, Egon L. (Hrsg.): Holladaratata: wer ko, der ko; ;
Liedertexte
; lustige Verse und zünftige Gstanzln der Lieder des Jodler- und
Stimmungskönigs
Franzl Lang, München : Ed. Effel-Music, 1987. - 39 S. : Ill.
-
-
1990-1999
-
Zellner, Hans (Hrsg.): Roasts's aussi, ös Gsangl : Lieder und
Weisen
zwischen Lech und Isar, München : Hieber, c 1990. - 128 S. : Ill.
Enth. d. Liedgruppen: Fischerlieder und Starnberger Heimatlieder.
Liebeslieder.
Tanzlieder und Gstanzl. Jahreszeiten-Lieder. Jäger- und
Ständelieder.
Nachtwächterrufe. Jodler. Advent-, Weihnachts- und Neujahrslieder.
Musikstückl. - Für 1 - 3 Singstimmen.. -
-
Seefelder, Maximilian:
-
Der Roider Jackl und seine Gstanzl: Liberalitas bavarica in
Vierzeilern,
in: Sänger- und Musikantenzeitung . - München. - 34 (1991),
S.
312 - 320
-
"I betracht an jeden als Freind ...", sagt der Stempfl Franz, Landwirt,
Trachtler und Gstanzlsänger, in: Sänger- und
Musikantenzeitung
. - München. - 43 (2000),1, S. 5 - 10
-
Der Roider Jackl, Volkssänger, Gstanzlsänger, Kommentator,
in:
Sänger- und Musikantenzeitung . - München. - 44 (2001),4, S.
255 - 261
-
Seiberl, Herbert/Palme, Johanna: Gstanzln aus dem Salzkammergut. 730
Vierzeiler.
Bad Aussee, 1992
-
Göttler, Norbert: "Oamol san alle Gstanzln gar ... " : Max Dingler
zum Gedächtnis, in: Literatur in Bayern / hrsg. im Auftr. der
Vereinigung
der Freunde Bayerischer Literatur e. V. ... vom Institut für
Bayerische
Literaturgeschichte der Universität München . - München.
- 29 (1992), S. 34 - 38, 1992
-
Heiligmann, Georg: Mein Tegernsee: Lieder und Gstanzln / aufgeschrieben
u. gezeichnet von Georg Heiligmann, München : Bezirk Oberbayern ;
Bruckmühl : Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern, 1993. - 95 S.
: Ill., Notenbeisp.
-
Hrsg.: NÖ Heimatpflege: Lieder aus dem Mostviertel: Mödling
1993
(Gibt´s auch für Waldviertel, Weinviertel,...)
-
[Dokumente regionaler Musikkultur in Oberbayern / Liederblatt]. 14.
Greimharting
vor und nach dem Zweiten Weltkrieg : Gstanzl aus mündlicher
Überlieferung
/ aufgeschrieben von Max Weidenspointner, München 1994. - [4] S.
-
Pilgerstorfer, Heinrich: 500 Schnadahüpfl aus'n Mühlviertl.
Linz,
1994
-
George, Rudolf: Unvergessenes Original: mit zielsicherem Humor
Mißstände
angeprangert ; der Roider Jackl, ein begnadeter Gstanzlsänger und
Erzähler, in: Frigisinga . - Freising. - 1995, N.F.24, S. 96
-
Aigner, Franz: Bayrische Schnaderhüpfel. München, c 1995
-
Masel, Andreas: "Arien haben wir reichlich; Schnadahüpfl
hat's
gschneit": zur Volksliedpflege der Zwischenkriegszeit in Greising und
den
Greisinger Liedaufzeichnungen im "Niederbayerischen Liederbuch", Ill.,
Notenbeisp., in: Volksmusik in Bayern . - München. - 13 (1996),2,
S. 13 - 24
-
Sigl, Rupert: "Wenn's die Leut bloß gfallt": vor 20 Jahren
verstummte
der Gstanzlsänger Roider Jakl, in: Straubinger Kalender . -
Straubing.
- 400 (1996), S. 149 - 154
-
Hildebrandt, Maria: Schnaderhüpfl in der Christmette: wie
Studenten
im Freisinger Dom 1842 die Andacht störten, in: Sänger- und
Musikantenzeitung
. - München. - 40 (1997),6, S. 382 - 384
-
Falkner, Hans-Peter:
-
1234 Gstanzln. Weitra, (2)1997
-
567 Gstanzln. Weitra 1999
-
Wald Hella/Jeglitsch Helmut: Gstanzln für's Tanzln; Eigenverlag
1998
-
Vom Fensterln und anderen Sünden. 150 freche Gstanzln, Rosenheim,
1999
-
-
2000-2002
-
Schreiber, Justina: Wie Schnaderhüpfl und Alpenglühen nach
Berlin
kamen: von der Bayernsehnsucht der Preußen um 1900,. - Ms.,
München
: Bayerischer Rundfunk, 2000. - 25 S.
-
-
Hofer Anton, Strohmayer Wolfgang: Heut gemma nimmer hoam: im Auftrag
der
ARGE "Singen & Musizieren" im NÖ Bildungs- und Heimatwerk,
Eigenverlag
o.J.
-
Junker, August: Münch'ner Gstanzln. München o.J.
-
Schnaderhüpfl, Gstanzl, Vierzeiler, hrsg. vom Bezirk Oberbayern.
Bruckmühl
o.J.
-
Holzapfel, Otto: Vierzeiler-Lexikon: Schnaderhüpfel,
Gesätzle,
Gestanzeln, Rappeditzle, Neck-, Spott-, Tanzverse und verwandte Formen
aus mündlicher Überlieferung ; ein kommentiertes
Typenverzeichnis,
Bern u.a. : Lang (Studien zur Volksliedforschung ; ...) o.J.
-
Stuckenschmidt, J.H. Schnaderhüpfeln: Gedicht in oberbayer.
Mundart
von Franz von Kobell ; in Musik gesetzt für 2 Singstimmen mit
Begl.
d. Pianoforte ... , Gesang 2stg. mit Klavier, München : Aibl. o.J.
- 8 S.
-
Treu, Joseph B.: Auserlesene Sammlung von Schnaderhüpfeln, Volks-
& Gebirgsliedern, o.O., o.J.
-
Brakl, Franz Josef: Schliersee'r Schnadahüpfeln, gesammelt und
hrsg.
von Franz Josef Brakl. Schliersee o.J.
-
Fünfundzwanzig beliebte Tiroler Lieder sowie Schnadahüpfl'n:
aus d. Repertoir d. weltberühmten Tiroler Sänger Gesellschaft
Egger-Rieser. - Für Piano mit vollst. unterlegten Text, Hamburg :
Benjamin. o.J. - 30 S.
Gstanzln im Internet:
Beispiele über Beispiele:
| 4. Wenn´s |
s´boa- |
risch´ |
Bier |
regn´t |
- |
und |
Brat- |
wür- |
st´l |
schneibt, |
| ja |
dann |
bitt´ |
ma an |
Herr-gott |
- |
dass as |
We- |
da |
so |
bleibt. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 5. De |
Bäu- |
rin |
is |
gran-ti |
- |
wo- |
ran |
mog |
des |
liegn? |
| de |
is |
gwiß |
beim |
Auf-steh |
- |
an |
Kuh- |
dreck |
nei- |
gstiegn. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 6. Mei |
Va- |
ta, |
der |
fau-lenzt |
- |
mei |
Mua- |
ta |
pflegt |
d´Ruah, |
| mei |
Brua- |
da, |
reißt´s |
Mei auf |
- |
und |
i |
schaug |
eam |
zua. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 7. Mei |
Dirn- |
dl |
is |
sau-ber |
- |
vom |
Fuaß |
bis |
zum |
Kopf, |
| nur am |
Hals |
hod´s |
a |
Pin-ckerl |
- |
des |
nennt |
ma |
an |
Kropf. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 8. Fia |
d´Flöh |
gibt´s |
a |
Pul-va |
- |
fia |
d´Schuah |
gibt´s |
a |
Wix, |
| fian |
Durst |
gibt´s |
a |
Was-sa |
- |
bloß fia |
d´Dumm- |
heit |
gibt´s |
nix. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 9. Und a |
Floh |
und |
a |
Fliagn |
- |
de |
san so |
schwar |
zum |
kriagn |
| hätt da |
Floh |
d´Fliagl |
vo da |
Fliagn |
- |
war er |
no |
schwa-ra |
zum |
kriagn. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 10. Je |
he- |
cha |
dass |
d´obn bist |
- |
desto |
tia- |
fa |
konnst |
foin, |
| je |
sche- |
na |
die |
Dirndln |
- |
desto |
meh-ra |
is |
zum |
zoin. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 11. De |
Dirn- |
dl |
vo |
... (Ort) |
- |
de hom an |
selt- |
sa- |
men |
Gang |
| mit |
oan |
Ha-xn |
mahn´s |
Gros |
- |
mitn |
an- |
dan |
heign´s |
zam. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 12. Do |
hob i |
d´Goas |
o- |
gschaugt |
- |
hod |
mi de |
Goas |
o- |
gschaugt |
| do |
hob i |
d´Goas |
o- |
gschaugt |
- |
- |
mei |
hot |
de |
gschaugt. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 13. Da |
Sepp |
is |
a |
schee-na Bua |
- |
und |
wann a |
so |
schee |
bleibt. |
| dann |
stöi |
man |
in |
Gartn |
- |
dass a |
d´Vö- |
gl |
vo- |
treibt! |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 14. Ja |
i |
und |
da |
Rausch |
- |
mia |
ma- |
chan |
an |
Tausch |
| z´erst |
hod |
da |
Rausch |
mi |
- |
und dann |
hob |
an |
Rausch |
i! |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| 15. De junga |
Leit |
sogn |
heit |
Ciao |
- |
und wenn´s |
passt |
sogn´s |
o- |
kay (ke) |
| aba i |
bin |
no a |
echta |
Bayer |
- |
i sog |
"Pfiat |
eich, |
i |
geh" |
Hilfen zum Reimen
* Mann, kann, an, voran, Hahn
* Seitn, leutn, leidn
* (Weiba)Leit (Leute), Seit, Streit, weit, Freid (Freude), gscheit,
gedeiht, Zeit
* tragn, schlagn
* Rua, Bua, zua, Schuah
* Klarinett´: Quartett
* anglogn, gflogn, betrogn
* dischkriert, gspürt
* Zeitvertreib, Weib
* alloa, kloa
* bleib´m, schneid´n
* nia, Knia, mia, Bia (Bier), Kia (Kühe)
* tat, fad
* vorn, verlorn
* treu, dabei
* gwißt, dawischt
* lacht, Nacht, Wacht, sacht
* schwer, mehr, Gwehr
* Geld, Welt
* schreits, Kreuz
* glei(ch), fei(n), sei(n)
* Beicht, leicht, seicht
* klappn, Pappn
* Kaffee, geh, steh, sche (schön), Reh, weh, See
* süaß, Füaß
* Ruam (Rüben), Buam
* kemma (kommen), nehma
* Universität, bläd
* schaun, traun, haun (schlagen)
* rührn, fotogarfiern
* Wirt, zviert
* bist, Mist
* Händ, End
* oan (einen), koan (keinen)
* sitzt, schwitzt
* tuat, Muat, Gluat (Glut)
* vagunnt, Hund, rund, Schund
* nix, Bix (Büchse)