Jeder Tag ist ein besonderer Tag,
aber der 3. Oktober ist mein Geburtstag!
Gedenk- und Namenstage
An meinem Geburtstag feiern, soweit er überhaupt noch gefeiert
wird, auch viele ihren Namenstag, da am 3. Oktober Gedenktag für
folgende
Heilige und Selige ist, die zum großen Teil am 3. Oktober
gestorben
sind.
- Adalgott/Adelgott
(althochdt.: durch Gott geadelt): Geboren um 1100. Er war seit 1151
Bischof
von Chur in der Schweiz und starb dort am 3. Oktober 1160. Zuvor war
Adalgott
Mönch im Zisterzienserkloster Clairvaux und somit Schüler
Bernhards
von Clairvaux. Als Bischof reorganisierte das Bistum und
erneuerte
das religiöse Leben, reformierte die Klöster Müstair,
Cazis
und Schänis und ordnete ihre wirtschaftlichen Verhältnisse,
übertrug
1154 St. Luzi in das Martinsspital von Chur, den Besitz des
aufgehobenen
Frauenklosters Mistail und die Aufsicht über Cazis, er
veranlaßte
den Bau der Kathedrale in Chur und gründete das
Benediktinerkloster
Mals in Südtirol. Mehrfach findet man ihn im Gefolge Kg. Konrads
III.
und Ks. Friedrichs I. Im Todesjahr 1160 weihte er noch die Krypta des
von
Scuol in den Vinschgau verlegten Stifts Marienberg. Der Besitz des
Hochstifts
im Vinschgau, Unterengadin, Oberhalbstein und Bergell wurde 1160 durch
eine Schenkung Ulrichs III. von Tarasp in bedeutendem Umfang vermehrt.
Adalgott wird seit dem 17. Jh. im Bistum Chur als Hl. verehrt.
- Ambrosius Franziskus Ferro, Priester, Märtyrer, und 27
Gefährten:
Antonius Baracho, Märtyrer, und Antonius Vilela Cid,
Märtyrer,
und Antonius Vilela, der Jüngere, sein Sohn, Märtyrer,
und Didacus Pereira, Märtyrer, und Emmanuel Rodrigues
Moura, seine Frau, Märtyrerin, und der Sohn von Franciskus
Dias,
dem Jüngeren, Märtyrer, und Franciskus de Bastos,
Märtyrer,
und Franciskus Mendes Pereira, Märtyrer, und Johannes
da Silveira, Märtyrer, und Johannes Lostau Navarro,
Märtyrer,
und Johannes Martins, Märtyrer, und seine 7 Kinder,
Märtyrer,
und Joseph do Porto, Märtyrer, und Matthäus
Moreira,
Märtyrer, und Simon Correia, Märtyrer, und
Stephan
Machado de Miranda, Märtyrer, und seine 2 Kinder,
Märtyrer,
und Vinzenz de Souza Pereira, Märtyrer am Ufer des Flusses
Uruaçu
in Brasilien (+ 1645)
- Aura (Paris)
- Blanca, Bianca hieß eine junge Frau, die in Rom in nicht
mehr
feststellbarer
Zeit den Märtyrertod erlitt. Sie ist nicht zu verwechseln mit der
1188 in Kastilien geborenen und am 1.12.1252 in Maubuisson,
Frankreich
gestorbenen Königin Blanca, Mutter des Hl. Ludwig IX. von
Frankreich.
- Candida,
Märtyrerin in Rom
- Candidus
(latein.: der Glänzende) und Victor
(latein.: der Sieger) von Agaunum (von Solothurn?/von Xanten?). Beide
starben
als Märtyrer um 286/302 bei Agaunum, dem heutigen St. Maurice im
Wallis.
Candidus gehörte zur Thebäischen Legion des Mauritius, die
sich
weigerten, an der Christenverfolgung mitzuwirken. Victor gehörte
nach
der Überlieferung nicht unmittelbar der Thebäischen Legion
an,
weigerte sich aber, an dem Opfermahl nach der Hinrichtung des Mauritius
(Maurice) und seiner neun Gefährten teilzunehmen. Daraufhin
wurde
er ebenfalls enthauptet. Ihre Gebeine wurden zusammen mit denen der
anderen
Märtyrer 380 wieder aufgefunden. Über den Grabstätten
entstand
eine Kirche, die zum Wallfahrtsort wurde. Ihr eigentlicher Gedenktag
ist
der 22. September, mancherorts wird er aber auch am 3. Oktober
begangen.
Candidus wird als dunkelhäutiger Ritter dargestellt.
- Cyprianus, Bischof von Toulon, geboren in Marseilles um 476, + am
3.10.546.
Er war bester Schüler vom Hl. Caesarius von Arles, der ihn 506 zum
Diakon weihte und 516 zum Bischof von Toulon. Cyprian scheint 524 auf
der
Synode von Arles dabei gewesen zu sein und besuchte in den folgenden
Jahren
eine Reihe von Konzilen. Auf all diesen Versammlungen zeigte er sich
als
vigoröser Gegner des Semipelagianismus. Bald nach dem Tod von
Caesarius
(543) schrieb Cyprian das Leben seines großen Lehrers in zwei
Büchern
auf, dazu bewegt von der Äbtissin Caesaria der Jüngeren, die
seit 529 an der Spitze des Konvents in Arles stand. Die Bischöfe
Firminus
und Viventius, Freunde von Caesarius, unterstützen ihn dabei
ebenso
wie der Priester Messianus und der Diakon Stephen.
- Dionysios
von Korinth (latein./griech.: dem Gott Dionysius geweiht), "der
Areopagite",
Bischof von Athen. Der katholischen Christen ehren ihn am 8. April,
doch
in den orthodoxen Kirchen feiert man sein Fest am 3. Oktober. Der
Bischof
lebte im 2. Jahrhundert und starb in Korinth.
- Dionysius, Priester und Mönch, Einsiedler in den Kievan
Höhlen
in Pechersk, die man Schepa nennt (15. Jahrhundert) (orthodox)
- Brüder
Ewald(i) (althochdt.: der mit dem Gesetz Herrschende): Geboren
in Irland oder England. "Der weiße und der schwarze Ewald" wurden
sie wegen ihrer Haarfarben genannt. Sie waren Ende des 7. Jahrhunderts
aus ihrer Heimat zu den heidnischen Sachsen gekommen und wirkten von
Willibrord
in Echternach angeheuert als Glaubensboten in Westfalen. Die beiden
Priester
wurden nach einer Missionspredigt um 695 in Westfalen gemartert. Ob sie
wirklich Brüder waren oder nur wegen der Namensgleichheit oder als
Klosterbrüder so genannt wurden, weiß man nicht. Am 3.
Oktober
1074 erhob Bischof Anno von Köln die Gebeine der Brüder Ewald
und ließ sie in der Kölner Kirche St. Kunibert beisetzen, wo
die Reliquien bis heute zusammen mit dem Bahrtuch, der sog.
Ewaldi-Decke,
aufbewahrt sind. Reliquien verehrt man auch in Münster/Westfalen.
In Köln ist der 22. Oktober Gedenktag. Die Patrone von Westfalen
werden
als Priester mit dunklen und hellen Haaren, der eine mit Schwert, der
andere
mit Keule dargestellt. Selten fehlt die Palme.
- Eusebius von Laodicea, Bischof von Laodicea (Syrien), Heilige, †
um 268.
- Faustus, Märtyrer, und Caius, Märtyrer, und
Petrus,
Märtyrer, und Paulus, Märtyrer, und Eusebius,
Märtyrer,
und Chaeremon, Märtyrer, und Lucius, Märtyrer,
und
2 Gefährten, Märtyrer in Alexandria (+ im 3. / 4. Jahrhundert)
- Franziskus von Assisi, Ordensgründer. Während er von
den
katholischen
Christen am 4. Oktober verehrt wird, gedenken die evangelischen
Christen
seiner am 3. Oktober (siehe unten)
- Gendulf/Gendolf/Gandulf/Gandolf, Bischof von Paris
- Gerhard
von Brogne: Geboren im 9. Jahrhundert in Belgien. Der
Benediktinerabt
von Brogne starb am 3. Oktober 959 in Brogne, dem heutigen
St.-Gérard
in Belgien.
- Hesykhios Khorebites (VI) (sel.), Hesychast (6. Jahrhundert),
Hesychius,
der Stille vom Berg Athos (orthodox)
- Irma
- Irmgard
(althochdt.: die allumfassende Schützerin). Lebte im 13.
Jahrhundert.
Irmgard war Witwe, als sie Äbtissin im Zisterzienserinnenkloster
in
Baindt in Schwaben wurde.
- Johannes Kozebites, Bischof von Caesarea (6. Jahrhundert)
(orthodox)
- Jovinus, Einsiedler (Châlons-sur-Marne)
- Khorebites, Hesychast (6. Jahrhundert)
- Kreszenz García Pobo, Priester, Mönch, Märtyrer
(+
1936)
- Leodegar/Luidger/Ludger/Lutgar/Léger
von Autun: Geboren um 616, wurde 653 Abt von St. Maixent
in
Poitiers.
Königin Balthild, die er in vielen Fragen beriet, ernannte den
Kirchenmann
663 zum Bischof von Autun. Er hatte wegen seiner Reformtätigkeit
viele
Repressalien zu erleiden. 675 wurde er von König Childerich II.
für
kurze Zeit verbannt. 676 wurde er vom fränkischen Hausmeier Ebroin
dem Schrecklichen erneut gefangengenommen, geblendet und der Zunge
beraubt.
Drei Jahre später, am 2. oder 3. Oktober 679 wurde er enthauptet
und
starb somit als Märtyrer. 681 wurden seine Gebeine in das Kloster
St-Maixent übertragen, einige Reliquien gelangten auch in die
Kirche
St. Léger in Ebreuil. Häufig wird er mit Schwert, Palme und
Bohrer dargestellt. Er ist Landesheiliger des Elsass. (manchmal ist
auch
der 2. Oktober angegeben)
- Leodegar/Luidger/Ludger/Lutgar (althochdt.: der Speer des
Volkes):
Geboren
742 in Friesland, die vornehme Familie von Liudger mußte nach der
Missionierung Frieslands zunächst ins Frankenland fliehen. Liudger
hatte aber als elfjähriger Junge noch den greisen Bonifatius
erlebt,
besuchte dann die Klosterschule von Utrecht als Schüler des Gregor
und studierte bei Alkuin in York. Zum Priester geweiht wurde er im Jahr
777 in Köln, um dann nach der Eroberung Frieslands durch die
Franken
im Auftrag von Karl Martell als Missionar nach Friesland
zurückzukehren.
Von einfallenden Sachsen vertrieben, ging er nach Rom und lebte zwei
Jahre
bei den Benediktinern in Montecassino; dort hat er wohl auch Kaiser
Karl,
den Großen, persönlich kennengelernt. Um 785 wirkte Liudger
als Missionar in der Gegend um Münster; Kaiser Karl hatte ihm
fünf
Gaue als Missionsgebiet gegeben. Liudger konnte als Einheimischer den
neuen
Glauben in den Herzen der Menschen verankern. Sein ganzes
Missionsgebiet
habe er auf wunderbare Weise von der Plage der Wildgänse befreit.
805 wurde Liudger erster Bischof von Münster. Bestattet wurde
Liudger
seinem Wunsch entsprechend in der Krypta des von ihm gegründeten
Klosters
Werden an der Ruhr. Sein Kelch mit Inschrift von 788 repräsentiert
eine der ersten deutschen Kelchformen, er wird heute im Kirchenschatz
der
Ludger-Kirche in Essen verwahrt. Am Ort des von ihm aufgebauten
geistigen
Zentrums, einem Dom ("Münster") mit einer Schule, bildete sich
später
die nach diesem "Münster" genannte Stadt. Sein eigentlicher
Gedenktag ist der 26. März, da er an diesem Tag im Jahr 809 in
Billerbeck
in Westfalen starb. Doch im Regionalkalender von Essen, Hildesheim,
Münster,
Osnabrück wird die Übertragung der Gebeine am 3. Oktober
gefeiert,
in Münster darüberhinaus die Niederlegung der Gebeine am 24.
April. Auch die evangelischen Christen ehren Leodegar, allerdings auch
am 26. März. Er wird gerne mit Wildgänsen dargestellt.
- Maximianus, Bischof (+ um 410)
- Menna, Jungfrau, Märtyrerin (Toul)
- Niketius
von Trier: Geboren in Limoges (?). Er wurde zu einem
frühchristlichen
Bischof von Trier, als der er für eine bessere Bildung im Klerus
und
eine Förderung des Mönchtums sorgte, den einfachen Menschen
Freund
und Ratgeber war und die Rechte der Armen gegenüber dem
mächtigen
Adel verteidigte. Er starb um 565. Niketius ist in St. Maximin in Trier
begraben.
- Odilo
von Stablo: Geboren im 9. Jahrhundert. Der Benediktinerabt von
Stablo in Belgien starb am 3. Oktober 954 ebendort.
- Patusius, Bischof von Meaux (orthodox)
- Peter, Märtyrer, und Paul, Märtyrer (+ 265) (orthodox)
- Piatus, Priester, Märtyrer (Langres)
- Romana, Jungfrau, Märtyrerin (Beauvais)
- Rusticus, Presbyter, und Eleutherius, Diakon (+ 96) (orthodox)
(andernorts
mit 9. Oktober angegeben)
- Sulpitius, Märtyrer, und Servilianus, Märtyrer
(Augsburg,
Bamberg,
Breslau, Lebus)
- Theagenes, Märtyrer (orthodox)
- Theobald, Bischof (Kammin)
- Theoctistus, Märtyrer (orthodox)
- Theodosia, Märtyrerin (orthodox)
- Utto
(Udo; eigentlich Udalrich, daher auch für einige "Ul(l)i") von
Metten: Geboren im 8. Jahrhundert.. Der "Rodungsmönch",
gründete
nach einer Überlieferung 766 auf seinem Besitz das
Benediktinerkloster
Metten in Niederbayern und wurde auch dessen erster Abt. Einer anderen
Überlieferung zufolge gründete das Kloster Gamelbertus, der
dann
seinen Patensohn Utto zum Abt berief. Jedenfalls rodete er mit seinen
Mitbrüdern
große Gebiete und machte sie so der Besiedlung durch bayrische
Bauern
zugänglich. Er starb am 3.10.829 in Metten und wurde dort auch
beigesetzt.
Die Bauernregeln zum St. Leodegar-Tag (2. oder 3. Oktober):
- "Laubfall an Sankt Leodegar kündet an ein fruchtbar' Jahr."
- "Weht der Wind an Sankt Leodegar, so kündet er an ein
fruchtbares
Jahr."
- "Fällt das Laub an Leodegar, so ist das nächste
ein
fruchtbares
Jahr."
Helmut
Zenz - 2004