Die armenisch-apostolische Kirche
Einige Jahre ging M. zu mir in den Religionsunterricht. Ihre Eltern
hatten den Antrag gestellt, dass sie den (römisch-)katholischen Religionsunterricht
besuchen soll. Eigentlich ist ihre Familie aber armenisch-apostolischen
Bekenntnisses. Das war für mich Herausforderung genug, mich in die
Welt dieser ältesten und traditionsreichen christlichen Nationalkirche,
die im Jahr 2001 auf ihr 1700jähriges Bestehen zurückblicken
konnte, hineinzuarbeiten. Für weitere Informationen und Korrekturen
wäre ich sehr dankbar. Hier nun mein bisheriges Ergebnis (Stand: Februar
2004 - Helmut Zenz):
GESCHICHTE
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14.-1. Jahrhundert vor Christus: Politische Entstehung Armeniens
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1388/1347 v. Chr.: Armenien und seine Bewohner wurden erstmals in den hethitischen
Keilschriften aus 1388 bis 1347 v. Chr. erwähnt.
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9. Jahrhundert v. Chr.: Die armenischen Stämme schlossen sich zu dem
in der Bibel erwähnten Staat Urartu zusammen, der bis zum 6. Jahrhundert
Bestand hatte und eine herausragende Kultur entwickelte, die sich auf assyrische
Techniken der Bewässerung, der Baukunst und der Verteidigung gründete.
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521 v. Chr.: In der "Behistunischen Inschrift" von König Darius I.
von Persien erscheint der Name "Armenien", nachdem 612 v. Chr. das Land
durch die Meder erobert, bis 549 v. Chr. auch von den Medern regiert worden
war, in diesem Jahr Cyrus der Große, der Gründer des Persischen
Reiches, das Land in Besitz nahm.
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4. Jahrhundert v. Chr.: Alexander der Große erobert Persien und damit
auch Armenien, das einige Jahre nach seinem Tod (323 v. Chr.) unabhänig
wird.
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212 v. Chr. König Antiochus III von Syrien erobert Armenien und teil
es in zwei Satrapien unter Armenischen Prinzen, die schließlich von
190 v. Chr. - 94 v. Chr. unabhängige Königreiche waren.
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94 v. Chr.: König Tigranes der Große von Armenien (ca. 140-55
v. Chr.) vereinigt die beiden Satrapien zu einem Königreich und erobert
Teile von Kleinasien und Mesopotamien.
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69 v. Chr.: König Tigranes wird in Kleinasien und Mesopotamien von
den Römern geschlagen und Armenien wird ein Satellit von Rom. In den
Kämpfen zwischen Rom und den Parthern, die Persien herrschten, versuchte
sich Armenien so neutral und unabhängig wie möglich zu halten.
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Mit der Ernennung Tiridates I. im Jahre 53/54 n. Chr. begann die Dynastie
der Arsakiden.
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1. Jahrhundert nach Christus: Christliche Mission auf armenischem
Gebiet
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50-60 n.Chr.: Die Apostel Thaddäus und Bartholomäus
sollen als Prediger nach Armenien gekommen sein und dort den Märtyrertod
gestorben sein. Im Thaddäus-Kloster in Nordpersien werden die Reliquien
des einen dieser beiden Aposteln aufbewahrt, und dort liegt auch sein Grab.
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Thaddäus (hebr. Taddaj; griech. Thaddaios) wird nur in Mk 3,18 und
in Mt 10,3 (Zwölferlisten) erwähnt; eine Reihe von Bibelhandschriften
nennen hier jedoch entweder den Namen Lebbäus (so etwa die Handschrift
D, in einer lateinischen Übersetzung des Origenes) oder sprechen von
Judas Zelotes (so in altlateinischen Handschriften des NT zu Mt). Die altkirchliche
Tradition wie etwa Origenes im Vorwort seines Römerbrief-Kommentares
identifiziert Th. mit Judas, dem Sohn des Jakobus (vgl. Lk 6,16; Apg 1,13)
und benennen ihn in der Folge mit Judas Thaddäus. Die apokryphen Akten
des Thaddäus wie auch einige Textzeugen für das Mk- und Mt- Evangelium
setzen ihn schließlich mit Lebbäus gleich. Nach ihren Legenden
missionierte Thaddäus im syrischen und armenischen Raum. In der Abgarlegende
erscheint Thaddäus unter dem Namen Addai als ein vom Apostel Thomas
nach Edessa gesandter Jünger. Erstmals bezeugt diese Legende Eusebios,
später (um 400) erscheint eine erweiterte Thaddäuslegende (die
sog. »Doctrina Addaei«). Nach der armenischen Tradition sind
es Thaddäus und Bartholomäus, die, in Anknüpfung an die
syrische Thaddäus/Addai-Legende, das armenische Gebiet christianisieren.
Thaddäus erleidet nach der älteren armenischen Legende (»Martyrium
des heiligen Thaddäus«) unter einem König namens Sanatruk
das Martyrium. - Da die Zwölferkataloge bis auf einen Namen im Grunde
übereinstimmen - sie differieren zwischen Mk/Mt und Lk 6,16 bzw. Apg
1,13 in der Benennung des Thaddäus - ist vielleicht die Annahme zulässig,
neben Judas Iskariot einen weiteren Jünger namens Judas anzunehmen,
der zur Unterscheidung mit dem Beinamen Taddaj resp. Thaddäus versehen
wurde; allerdings kann dieser Judas mit dem Zusatz `des Jakobus' auch einer
Sonderüberlieferung angehören.

Martyrien der Apostel Bartholomäus (rechts) und Thaddäus
von Cranach (um 1512)
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Die armenischen Kirchen sehen in der Missionstätigkeit der
beiden Aposteln ihre Wurzeln.
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3. Jahrhundert nach Christus: Zwischen Eroberung und Bekehrung
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3. Jahrhundert n. Chr.: Die Sassanidischen Perser besiegen die Parther
und erobern Armenien, doch der Arsacidische König Tridates III (238-314
n.Chr.) befreit das Land mit Hilfe des Römischen Kaisers Diokletian.
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287: Gregor "der Erleuchter" bekehrt das ganze Land zum christlichen Glauben.
Nicht selten wird die Armenische Kirche heute auch oft "Armenisch-gregorianische
Kirche" genannt. Gregor wird 302 vom Bischof des reichskirchlichen Kaisereia
zum Bischof geweiht.
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4./5. Jahrhundert nach Christus: Das Christentum wird zur armenischen
Staatsreligion und bildet eigene Züge aus
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Anfang des 4. Jahrhunderts: Noch standen in Armenien die urartäische
Keilschrift bzw. die syrische, griechische oder persische Schrift in Gebrauch
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301/303: Gregor der Erleuchtete (Krikor Lusavoric) hat aufgrund
einer Heilung Einfluß auf König Tridates III (283-294
und 298-330) von Armenien, so dass dieser im Unterschied zum römischen
Christenverfolger Diokletian das Christentum und die armenische Kirche
schon zwanzig Jahre vor Konstantin zur Staatsreligion bzw. Nationalkirche
machte. Gregor wird zum ersten Katholikos. Er gab Gregor den Auftrag,
eine Kirche in Wagarsapat (heute Etchmiadsin unweit von Eriwan)
zu errichten.
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Nach dem 4. Jahrhundert n. Chr.: Armenien tritt als Zentrum der Christenheit
den Zoroastrianischen Persern entgegen.
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387/um 390: Armenien wird zwischen dem persischen und dem griechischen
(römischen) Reich aufgeteilt. Infolgedessen stand die Kirche unter
wechselnder Fremdherrschaft. Die Gottesdienstsprachen waren demzufolge
Syrisch und Griechisch. Weitere Sprachen waren die urartäische Keilschrift
und die persische Schrift. Von Syrien her findet die Jakobusliturgie
aus Jerusalem Eingang in Armenien, über Kappadokien die Traditionen
des Basilius, außerdem die Chrysostomosliturigen. Liturgisch
gehört sie also zur großen antiochenischen Liturgiefamilie.
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Anfang 4. Jhdt./5. Jhdt.: Einführung der armenischen Schrift
durch Mesrop Maschtoz im Jahr 406. Er selbst prägte die Entwicklung
der Liturgie durch übersetzte und durch eigene Gebete und Hymnen (außer
ihm auch noch solche von Eznik von Kolb). Diese eigene armenische Schrift
verstärkt eigene Züge der armenischen Kirche.
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Der hl. Mesrop (auch Maštoc'/Maschtoz genannt wurde ca. 360 in Katzikk'
in der armenischen Provinz Taraun geboren und starb am 7.2. 440. Hellenistisch
gebildet und bekannt mit Theodor von Mopsuestia, stand er für kurze
Zeit als Soldat im Dienst des armenischen Königs in Walarschapat,
der ihn schließlich zum Sektretär machte. Nach der Aufteilung
Armeniens zwischen dem römischen Reich und Persiens wurde er ca. 390
Mönch und empfing 392/393 durch Handauflegung des Katholikos Sahak
(Isaak) des Großen (ca. 357-438) die Priesterweihe. Er war zusammen
mit Gleichgesinnten als Missionar bis in die entlegensten Provinzen Armeniens
unterwegs. Dabei erschien es ihm immer wieder als Behinderung seiner Arbeit,
daß es weder die Heilige Schrift noch die Liturgie in der armenischen
Sprache gab. Mit Unterstützung des Katholikos und des Königs
Vramšapuh (401-408/409) erarbeitete er zusammen mit anderen Gelehrten das
auf dem Griechischen basierende armenische Alphabet (36 Buchstaben). Anschließend
begann er mit mehreren Mitarbeitern, die Bibel ins Armenische zu übersetzen;
er selbst soll das Neue Testament und das Buch der Sprüche übersetzt
haben. Es bestehen erhebliche Zweifel, ob die 23 Briefe und Homilien, die
den Namen Gregors des Erleuchters tragen, ihn zum Verfasser haben; dagegen
bestehen gute Gründe für die Annahme, daß die sog. »Lehre
Gregors« bei Agathangelos auf ihn zurückgeht. Er gründete
Schulen und förderte vor allem das Mönchtum, er missionierte
auch unter den Georgiern und Albanern und bekämpfte die Irrlehren
seiner Zeit, besonders die der Borborianer. Nach dem Tode des Katholikos
Sahak 438 wurde er selbst zum Katholikos gewählt, doch konnte er die
armenische Kirche nur sechs Monate leiten, bevor er 440 selbst starb. Sein
Leben beschrieb sein Schüler Korium, der ihm außer der Schaffung
der armenischen Alphabets auch die des georgischen zuschreibt. Die katholische
Kirche verehrt ihn als Heiligen und feiert sein Fest zusammen mit dem des
heiligen Sahak des Großen am 4. Donnerstag nach dem Fest der heiligsten
Dreifaltigkeit.
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435/436: Übersetzung der Heiligen Schrift ins Armenische. Außerdem
wurden auch die wichtigsten Kirchenväter ins Armenische übersetzt.
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Seit dem 5. Jahrhundert gibt es eine armenische Religionsgemeinschaft in
Jerusalem.
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5./6. Jahrhundert nach Christus: Ablehnung des Konzils von Chalzedon
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451: Auf dem 4. Ökumenischen Konzil von Chalzedon nahm auf
Grund des Krieges gegen die Perser nur eine Minderheit von armenischen
Bischöfen teil, so dass das Konzil zunächst in Armenien nicht
rezipiert wurde.
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551: Einführung eines eigenen armenischen Kalenders.
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555: Auf dem 2. Konzil von Dwin wurde das Konzil von Chalzedon offiziell
verworfen. Vorher (502, 538, 551/552) hatten mehrere armenische Nationalsynoden
Chalzedon zurückgewiesen. Seither gehört die armenisch-apostolische
Kirche zu den fünf altorientalischen (nichtchalzedonensischen) Kirchen.
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Bei den nicht-chalzedonensischen Kirchen handelt es sich um Kirchen des
Ostens - Armenier, Kopten, Äthiopier und Syrer -, die die Lehrbeschlüsse
des Konzils von Chalcedon (451) von den zwei Naturen Christi (vollkommener
Gott und vollkommener Mensch) ablehnen. Die nicht-chalzedonensischen Kirchen
halten an der monophysitischen Lehre von der einen, göttlichen
Natur in Christus fest.
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Die koptisch-orthodoxe Kirche hat ihre Wurzeln in Ägypten, wo große
Bevölkerungsteile während der ersten Jahrhunderte christlich
wurden.Nach der Tradition kamen die Kopten mit Helena, der Mutter des römischen
Kaisers Konstantin, nach Jerusalem. Die koptische Kirche übte früh
erheblichen Einfluß auf die Entwicklung des Mönchstums in der
Judäischen Wüste aus. Die Gemeindschaft blüte während
der Mameluckenzeit (1250-1517) und noch einmal unter Mohammed Ali im Jahre
1830.
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Die äthiopisch-orthodoxe Kirche
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Die syrisch-orthodoxe
Kirche ist die Nachfolgerin der antiken Kirche von Antiochia und damit
eine der ältesten christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten. Zu ihren
Traditionen gehört der kontinuierliche Gebrauch der alt-syrischen
Sprache (West-Aramäisch) in Liturgie und Gebet. Die syrisch-monophysitische
Kirche ist auch unter dem Namen der Jakobiten bekannt (nach Jakob Baradai,
der die Kirche im 6. Jahrhundert organisierte). Ihr Patriarch residiert
in Damaskus. Seit 793 (und seit 1471 kontinuierlich) gibt es syrisch-orthodoxe
Bischöfe in Jerusalem.
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Die apostolische Kirche des Ostens (bisweilen irrtümlich auch als
Nestorianer bezeichnet) hat ihre Ursprünge in der Grenzregion zwischen
der Türkei, dem Iran und dem Irak. Ihre Liturgie- und Gebetssprache
ist das Ost-Aramäische, also eine Form der alt-syrischen Sprache.
Seit 1917 residiert ihr Patriarch in Chicago und Kerala (Indien).
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Im 12., 16. und 18. Jahrhundert gab es Unionserfolge mit der lateinischen,
d.h. rümisch-katholischen Kirche bei Teilen der apostolisch-orthodoxen
Bewegung:
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Die Kirche der Maroniten ist eine christliche Gemeinschaft syrischen Ursprungs,
deren Mitglieder heute mehrheitlich im Libanon leben. Die Maroniten sind
seit 1182 formal an die römisch-katholische Kirche angegliedert. Dies
ist die einzige Ostkirche, die völlig katholisch ist. Als eine unierte
Körperschaft (eine an die römisch-katholische Kirche angegliederte
Ostkirche mit jeweils eigener Sprache, eigenem Ritus und kanonischen Gesetzen)
besitzen die Maroniten eine eigene Liturgie, die ihrem Wesen nach ein antiochenischer
Ritus in alt-syrischer Sprache ist.
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Die syrisch-katholische Kirche, eine unierte Absplitterung der monophysitischen
syrisch-orthodoxen Kirche, ist seit 1663 an Rom angegliedert. Die syrischen
Katholiken haben ihr eigenes Patriarchat (Sitz in Beirut).
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Zur armenisch-katholischen Kirche siehe unten
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Die koptisch-katholische Kirche ist seit 1741 mit der römisch-katholischen
Kirche uniert.
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Die chaldäisch-katholische Kirche ist als unierte Kirche die Nachfolgerin
der alten nestorianischen (assyrischen) Kirche. Ihre Mitglieder haben die
altsyrische Sprache in Liturgie und Gebet bewahrt. Die Kirche wurde 1551
gegründet. Ihr Patriarch residiert in Bagdad.
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7. -11. Jahrhundert nach Christus: Einschnitt durch die Entstehung
des Islams.
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638: Armenische Quellen datieren den ersten Patriarchen nach der Ernennungsurkunde
des Kaliphen Omar an den Patriarchen Abraham.
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639/640 n. Chr. fielen arabische Truppen in Armenien ein, unter deren Herrschaft
das Land bis zum 9. Jh. n. Chr. verblieb.
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639/642: Die Araber erobern Persien, was auch zu deren Oberherrschaft über
Armenien führte, die bis zum 9. Jahrhundert dauerte..
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653: Der arabische Kalif wählt einen armenischen Prinzen zum Verwalter
des Landes mit dem Titel "Patrizier von Armenien", die sich schließlich
zu Königen emporarbeiteten.
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886: Die Bagratiden-Dynastie errichtet das armenische Königtum wieder
und regiert das Land während des 9. und 10. Jahrhunderts. Viele Kirchen
überlebten in dieser Ära.
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10. Jahrhundert: Gregor von Narek verfaßt viele Gebete und
Hymnen in armenischer Sprache
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Papst Johannes Paul II würdigt den Armenischen Theologen in seiner
Marien-Enzyklika: "In seinem Lobgesang an die Theotokos vertieft der hl.
Gregor von Narek, eine der berühmtesten Gestalten Armeniens, mit machtvoller
poetischer Begabung die verschiedenen Aspekte des Geheimnisses der Inkarnation,
und jeder von ihnen ist ihm eine Gelegenheit, die außergewöhnliche
Würde und herrliche Schönheit der Jungfrau Maria, der Mutter
des menschgewordenen Wortes, zu besingen und zu preisen.(83)"
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11. Jahrhundert: Der Hauptfeind des mittelalterlichen Armeniens war das
Byzantinische Reich und die Seljuks, die das Land dann auch überrannten
und die Armenier zur Flucht trieben.
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1065/1082 Beginn des kleinarmenischen Reiches in Kilikien. Der Katholikos
(entspricht Patriarch) verlegt seinen Jurisdiktionssitz nach Kilikien
(Sis), das bis 1375 Bestand hatte.
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11.-14. Jahrhundert nach Christus: Unionsversuche und ihr Scheitern
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11.-13. Jahrhundert: In den folgenden Jahrhunderten verliefen mehrere Unionsversuche
mit der byzantinischen Reichskirche erfolglos.
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1197 kam es zur kurzzeitigen Union mit Rom. Der Kaiser erhob daraufhin
das Fürstentum Kilikiens zum Königreich. Die Union mit Rom wurde
aber nicht von vielen Armeniern akzeptiert. Die armenisch - katholische
Kirche anerkennt den päpstlichen Primat, weist jedoch einige liturgische
Besonderheiten auf (unvermischter Wein, ungesäuertes Brot, etc.).
Die 7 ökumenischen Konzilien werden anerkannt.
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Es kam aber zum Aufstand und 1361 nahm man die Verbindung mit Rom zurück.
Die geschaffenen Latinismen wurden mühsam beseitigt.
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Im 17. und 18. Jahrhundert versuchte Rom erneut eine Union mit der armenischen
Kirche zu bilden. Man gründete daher in Aleppo eine unierte Körperschaft.
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1741/1742 wurde ein armenisch - apostolischer Bischof als Patriarch von
Kilikien vom Papst bestätigt. Es kam jedoch zu weiteren Spannungen
und so wurde er Sitz der unierten Kirchen nach Beirut in den Libanon verlegt,
danach nach Rom.
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Durch Verfolgungen des jungtürkischen Regimes während und nach
dem 1. Weltkrieg reorganisierte man die Kirche und verlegte das Patriarchat
wieder nach Beirut, weil die Behörden des osmanischen Reiches seine
Residenz in Konstantinopel ablehnten.
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Die meisten armenisch - katholischen Gläubigen leben heute in Beirut
und Aleppo.
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Ein Patriarchalvikariat wurde 1842 in Jerusalem errichtet. Die armenisch-katholische
Gemeinde im Heiligen Land hat ungefähr 900 Mitglieder, die in Jerusalem,
Bethanien, Ramallah, Haifa und Gaza leben.
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Die armenisch-katholische Kirche hat in Deutschland etwas mehr als 10000
Gläubige. In Wien gibt es ein armenisch-katholisches Benediktinerkloster
(sogenannte Mechitharisten - siehe unten)
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1982: Jean-Pierre XVIII. Kasparian wird neuer Patriarch.
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1992: Der armenisch-katholische Patriarch Johannes-Bedros= Jean-Pierre
XVIII. ruft in einem Schreiben "Rückkehr nach Armenien" von 1992 zur
Neuevangelisierung Armeniens aufgerufen, was von apostolischer Seite als
Aufbau eines Konkurrenzverhältnisses verstanden wurde. Papst Johannes
Paul II. hat dieses Schreiben relativiert, es gebe nicht die Meinung
der katholischen Kirche wieder.
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1999: Rücktritt des Patriarchen von Kilikien, Jean-Pierre XVIII. Kasparian
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1999: Anfang Oktober wurde Nerses Bedros XIX Tarmouni zum neuen Patriarchen
gewählt.
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Tarmouni war von der Synode seiner Kirche im libanesischen Bzommar gewählt
worden.
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Der neue Patriarch ist 59 Jahre alt und bisher international wenig hervorgetreten.
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2001: Besuch in der Ukraine.
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Trotz der Union mit Rom unterhält die armenisch-katholische Kirche
in Israel gute Beziehungen zur armenisch-orthodoxen Kirche. Beide Kirchen
arbeiten zum Wohl der gesamten Gemeinschaft eng zusammen. Das Verhältnis
zwischen armenisch-apostolischer und armenisch-katholischer Kirche ist
dennoch nicht ganz entspannt.
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13. Jahrhundert: Nerses Schnorhali, Khatschatur von Taron (13. Jahrhundert)
und Nerses von Lambron (der die lateinische Messe ins Armenische
übersetzt) verfassen zahlreiche armenische Gebete und Hymnen. Infolgedessen
wird der Eingangsteil der lateinischen Messe in die armenische Liturgie
aufgenommen, der allerdings vom herrlichen armenischen Hymnus "Khorhurt
Khorin" (von Khatschatur von Taron), d.h. "Tiefes Mysterium", eingeleitet
wird.
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1220/1240: Die Mongolen fallen mehrmals in Armenien ein und regieren bis
ins frühe 15. Jahrhundert.
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Um 1253 n. Chr. Bündnis mit den Mongolen durch den Herrscher des kilikischen
Armeniens Hethum I. verhindert nicht fortdauernde Aufstände gegen
die Mongolen.
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1307 Ermordung des armenischen Königs Leo III. und 40 armenischer
Fürsten durch den mongolischen Feldherrn Bilarghu besiegelt den Bruch
des armenisch-mongolischen Bündnisses.
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14. Jahrhundert: Der Union mit Rom zerbrach bald an deren Latinisierungsversuchen.
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14.-17. Jahrhundert nach Christus: Die armenische Kirche in der Reichsteilung
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1311: Das armenische Patriarchat von Jerusalem wird gegründet.
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1375: Untergang des kleinarmenischen Reiches führt auch zur Teilung
der armenischen Kirche in zwei Jurisdiktionen. Die Synode beschloß
die Rückkehr des Jurisdiktionssitzes nach Etchmiadzin, der Katholikos
folgte diesem Beschluss aber nicht, worauf die Synode einen zweiten Katholikos
wählte.
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Jurisdiktion von Etchmiadzin, dem alten Sitz des Katholikos vor 1065.
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Jurisdiktion von Kilikien (Sis), dem neuen Sitz des Katholikos nach 1065.
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Enstehung der armenischen Diaspora
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1439: Einrichtung eines armenischen Katholikates. Zurückverlegung
des Sitzes nach Etchmiadzin.
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1453: Die Hauptstadt des byzantinischen Reiches, Konstantinopel fiel unter
türkische Herrschaft.
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1461: Auf Anordnung des Sultans wird das armenische Patiarchat von Konstantinopel
gegründet.
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16. Jahrhundert: Die Ottomanen erobern die Region, worauf ständige
kriegerische Auseinandersetzungen zwischen der Türkei und dem Iran
begannen. Die Armenier verblieben im iranisch-kontrollierten Teil, wurden
dann aber im frühen 17. Jahrhundert in einen anderen Landesteil verfrachtet,
während die Armenier im türkischen Teil nach dem Fall von Konstantinopel
unter der Führung eines armenischen Bischofs reorganisiert wurden,
der ihnen einen hohen Grad an religiöser, kultureller und politischer
Autonomie verschaffte.
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1639 Der Friedensschluß von Konstantinopel beendete die persisch-osmanischen
Auseinandersetzungen. Mit diesem Vertrag ging Westarmenien an die Türkei
und Ostarmenien an Persien.
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17. Jahrhundert nach Christus: Zeit der internen Klärungen
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1652: Die Zuständigkeiten der beiden Katholikate, ebenos wie zwischen
den anderen kirchlichen Zentren der armenisch-apostolischen Kirche (Aghtamar,
Jeruslam und Istanbul) konnte weitgehend geklärt werden.
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Das Katholikat von Etchmiadzin ist allgemein anerkannter Hauptsitz. Ihm
unterstehen die Patriarchate von Jerusalem und von Istanbul. In Etchmiadzin
werden ihre Bischöfe geweiht und diese erhalten dort das Myronöl.
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Das Katholikat von Kilikien (mit Sitz in Antelius bei Beirut im Libanon)
ist vergröbert ausgedrückt, für die Armenier in den arabischen
Ländern zuständig.
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Beide Katholikate haben zahlreiche Diaspora- bzw Auslandsgemeinden.
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Durch die Einführung von gedruckten Liturgiebüchern kommt die
Entwicklung der armenischen Liturgie zu einem vorläufigen Abschluß.
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17. Jahrhundert nach Christus: Erste Armenier im deutschsprachigen
Raum
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17. Jahrhundert: Erste Armenier in Österreich, vor allem Kaufleute
im Dienst des Hauses Habsburg.
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19. Jahrhundert nach Christus: Zeit der Kriege und Beginn der Massaker
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1826-1828 Russisch-persischer Krieg führt zum Anschluss Ostarmenien
an das Russische Reich. Die Eroberung Kaukasiens durch die Russen im 19.
Jahrhundert wurde durch die Armenier begrüßt. Viele gingen sogar
in die eroberten Gebiete und wurden dort zunächst auch von den Russen
willkommen geheißen, was sich später jedoch drastisch änderte.
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1869 Gründung der Georgian-Akademie zur Priesterausbildung in Etchmiadssin.
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1894-1897 Beginn der türkischen Massaker an Armeniern innerhalb des
Osmanischen Reiches auf Veranlassung von Abdul Hamid. Allein 1896
fanden ca. 200000 Armenier den Tod. In der Zwischenzeit hatten auch die
Russen den Armeniern die eigenen Sprache, die eigenen Schulen und Kirchen
verboten.
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Während des 19. Jahrhunderts sowie während und unmittelbar nach
dem Ersten Weltkrieg wuchs die Jerusalemer armenische Gemeinde durch die
Aufnahme der Überlebenden der Massaker in Anatolien, insbesondere
derjenigen von 1915.
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1. Hälfte des 20. Jahrhundert: Der Völkermord am armenischen
Volk
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1909-1921, ab 1909 in Kilikien, 1914-1915 in der ganzen Türkei, dann
vor allem zwischen 1915 und 1918: Holocaust am armenischen Volk mit insgesamt
über 1,5 Millionen Tötungen und Vertreibungen, davon während
der Kriegszeit 800000 Tote und über 200000 Flüchtlinge allein
nach Rußland, nachdem Armenien zum Schlachtfeld des Krieges zwischen
der Türkei und Rußland wurde. Infolgedessen ist das Patriarchat
von Istanbul beinahe ausgestorben.
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1915: Besonders schlimmer Genozid: Ein
besonderer Gedenktag ist jedoch der 24. April, der Gedenk- und Trauertag
für die Toten des Genozids von 1915.
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Die Überlebenden des Genozids an
den Armeniern im Jahr 1915, kamen nach Deutschland in einer geringen Anzahl
und ließen sich hauptsächlich in Berlin und Hamburg nieder.
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1917-1920: Unabhängiger armenischer Staat, der allerdings dann wieder
gewaltsam in die Sowjetunion eingeglieder worden ist.
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24.5.1918: Erwähnt sei auch das
Gedenken an den verzweifelten Versuch der Armenier, die vordringenden türkischen
Truppen im Kampf am Araxes (türk.: Aras) bei Sardarabad am 24 Mai
1918 aufzuhalten.
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1. Hälfte des 20. Jahrhundert: Die erste Gemeinde der Armenier
in Deutschland
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1923: In Deutschland wird die erste Diaspora-Gemeinde der Armenier in Berlin
gegründet, die sog. "Armenische Kolonie zu Berlin". 1922 kam Erzpriester
Krikor
Schahlamian als Student nach Deutschland. Er wurde 1926 der erste Gemeindepfarrer
in Berlin und Stuttgart bis zu seinem Tod am 21.2.1952.
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1923 wurde die "Armenische Kolonie zu
Berlin" gegründet und damit die erste armenische Gemeindeorganisation
in Deutschland.
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1. Hälfte des 20. Jahrhunderts: Zeit der Zerstreuung
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1925 Gründung eines Priesterseminars in Jerusalem
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1930 Gründung eines Priesterseminars in Antelias.
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1932-1938 härteste Phase der Religionsverfolgung in der Sowjetunion,
bei der alle Kirchen in Armenien geschlossen, 1200 Geistliche inhaftiert
wurden und der Katholikos Khoren Muratbekjantz an seinem Amtssitz eines
unnatürlichen Todes starb.
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Vor 1939 zählte die Jerusalemer Gemeinde über 15.000 Mitglieder
und war damit die drittgrößte christliche Gruppe in Israel.
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Während des Zweiten Weltkriegs
gründete Abeghian in Berlin den Nationalrat, der sich insbesondere
mit dem Schicksal von Kriegsgefangenen beschäftigte. Neben Abeghian
engagierten sich auch: Tro, Karekin Njteh, Wahan Papazian(Goms), Offizier
Ter Baghdasarian, Sahak Der Tomasian, Armen Djamalian,
Brüder Zartarian Tawit Tawitkhanian,
Brüder Frundschian Mouradian usw. Der Nationalrat sah sich auch veranlaßt,
den arischen Ursprung der Armenier nachzuweisen, um die Gunst und das Vertrauen
des Naziregimes zu gewinnen. 1943 wurde der Nationalrat durch den "Verbindungsstab"
ersetzt. Ihm stand Oberst Sarkisian, ein Gefangener der Roten Armee, vor.
Im November 1944 erhielt dieser Stab den Namen "Nationalkomitee", das bis
15 April 1945 seine Arbeit fortsetzte. Von 1944 bis 1949 beschäftigte
sich eine kleine Gruppe im Kriegsgefangenenlager in Baden-Württemberg
mit dem Schicksal der Gefangenen und deren Familien.
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Darüber hinaus entfaltete diese
Gruppe auch kulturelle Tätigkeiten: Er gründete einen Chor, eine
Schule, Sportgruppe, Tanzgruppe und Theatergruppe.
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2. Hälfte des 20. Jahrhunderts: Entwicklung in Deutschland nach
dem 2. Weltkrieg
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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs
flüchteten Armenier, insbesondere Kriegsgefangene, aus der Sowjetunion
in die US-amerikanisch besetzten Gebiete Deutschlands. Die Mehrzahl von
ihnen reiste über die Lager der "Displaced Persons", von denen das
letzte erst 1952 aufgelöst wurde, in die Vereinigten Staaten weiter.
Bis zu den 60er Jahren lebte so nur eine kleine Anzahl von Armeniern in
Deutschland.
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1945-1948: Erzpfarrer Wahan Askarian, der aus der Krim stammte und
ein Schulfreund von Katholikoi Kevork und Karekin Hovsepianz
war, war Gemeindepfarrer in Stuttgart und Esslingen.
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1952-1965 Die Stelle des Gemeindepfarrers in Deutschland blieb vakant.
Eine Ausnahme bildete Berlin.
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1953: Gründung eines Priesterseminars in Kontantinopel.
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1955: Katholikos Vasgen von Etchmiadzin konnte mit Diplomatie gegenüber
Sowjetfunktionären teilweise einen größeren Freiraum für
seine Kirche schaffen, was aber mit übertriebenem Lob der Sowjetunion
und mit einem problematischen Umgang mit Dissidenten einherging.
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1956: Die Diözesen Griechenland und Persien werden auf staatlichen
Druck hin Kilikien unterstellt.
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1961/1962: Die Armenisch-Apostolische Kirche wird Mitglied im Weltkirchenrat.
Sie hat Mahlgemeinschaft mit altorienalischen Kirchen.
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Kalter Krieg: In den USA enstanden Parallelstrukturen zum eher prosowjetischen
Etchmiadzin und zum eher prowestlichen Kilikien.
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Sechziger Jahre: Das Seminar in der Türkei in Skytari ist ebenso wie
das orthodoxe auf Chalki geschlossen.
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1960er: Armenische Familien kamen in
den 60er Jahren im Rahmen der Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer
aus der Türkei in die Bundesrepublik
Deutschland. Nach der Revolution
im Iran und nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Libanon, suchten
auch Armenier aus diesen Ländern Asyl in Deutschland. Diese waren
häufig im Handel oder Handwerk beschäftigt, während die
Armenier aus der Türkei hauptsächlich Arbeiter, Handwerker oder
auch Kleinhändler waren.
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1962: Karekin Sarkassian ist Beobachter des II. Vatikanischen Konzils.
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1965: Karekin Bekdjian, heute Bischof in Deutschland, kam als Student
nach Deutschland und feierte auf Wunsch ansässiger Armenier Gottesdienste
in Köln, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Mainz und Pforzheim.
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Im Jahr 1965 lebten ca. 2000-3000 Armenier
in Deutschland. Sie konnten jedoch keine funktionierenden armenischen Institutionen
vorfinden. Im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten gründeten sie
kleinere Kultur- und Kirchenvereine.
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1966: Aufnahme der Armenisch-apostolischen Kirche in den ÖRK Österreichs.
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1968: Am 21. April erfolgt die Einweihung der Kirche St. Hripsime in Wien.
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1968: Karekin Sarkassian ist Beobachter der Lambeth Conference
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Am 22. März 1968 in Aachen riefen
Armen Haghnazarian (Aachen), Alfred Muradian (Berlin), Seta Muradian (Berlin),
Pastor James Karnusian (Schweiz), Mercedes Manikian (Aachen) und Ara Berkian-Bilesikian
(Aachen) einen Ausschuß unter der Leitung von Alfred Muradian und
der Mitwirkung von Pastor James Karnuzian sowie Armen Haghnazarian ins
Leben. In den nächsten Monaten fanden in Aachen und Berlin drei weitere
Sitzungen statt. Am 22. und 23. November 1969 traten dann Vertreter von
11 Vereinen (aus Aachen, Bern, Frankfurt, Hamburg, Mainz, München,
Stuttgart und West Berlin) sowie 8 Privatpersonen zu einer gemeinsamen
Sitzung zusammen. Mit insgesamt 40 Teilnehmern gründeten sie den "Verband
der armenischen Vereinigungen in der BRD und West Berlin". In dieser Sitzung
wurde eine gemeinsame Satzung verabschiedet und ein Vorstand gewählt:
Pastor James Karnusian (Vorsitzender), Dr. H.Sarkisian (Stellvertretender
Vorsitzender), A. Hairapetian (Schriftführer), Garo Nahapetian (Kassenwart),
M. Gurigian (zuständig für Archiv und Bibliothek), H.Yanesian
(Koordinator), N. Bosabalian (zuständig für kulturelle Angelegenheiten).
Das Amtsgericht hat die Satzung des Verbandes am 28. Februar 1970 bestätigt.
Diese überparteiliche und überreligöse Organisation nahm
im Laufe der Zeit verschiedene Namen an: "Verband armenischer Vereine der
deutschsprachigen Länder in Europa" (dazu zählten auch Schweiz,
Österreich, Deutschland und teilweise auch Niederlande) und "Verband
armenischer Vereinigungen in Deutschland und West Berlin".
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1969: Schließung des Priesterseminars in Konstantinopel.
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1970er: Da sich seit den 70er Jahren
die beiden großen Kirchen in Deutschland vermehrt für Christen
aus der Türkei einsetzten, konnten die armenischen Gemeinden als Gäste
in kirchlichen Räumlichkeiten ihr Gemeindeleben entwickeln. Zur Gruppe
der westarmenisch sprechenden Arbeitnehmer aus der Türkei, die meist
aus ländlichen Gegenden kamen, gesellten sich ostarmenisch Sprechende
hinzu. Die gemeinsame armenische Kirchensprache und das kulturelle Zusammengehörigkeitsbewußtsein
ließ die Integration der Neuankömmlinge gelingen. Bis 1975 entstanden
armenische Vereine in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart
und München.
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1972: Karekin Bekdjian verläßt die Bundesrepublik.
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1975-1977: Erzbischof Karekin Nersisian (heute Primas von Eriwan)
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1978-1983: Bischof Hagob Keledjian (heute Primas von Uruquay)
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1979 gründen Dr. Gerayer Koutcharian
und Dr. Tessa Hofmann einen Ausschuß, der neben der "Gesellschaft
für Bedrohte Völker" die Zusammenarbeit mit
Armeniern pflegt. Dieser Ausschuß
versucht Informationen über den Völkermord von 1915/16 zu verbreiten,
dessen internationale Verurteilung zu erreichen und über gegenwärtige
Verfolgungen der Armenier sowie Menschenrechtsverletzungen zu berichten.
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1980-1984: Archimandrit Vazken Tatoyan
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1980: Am 2.1. errichtet Katholikos Vasken eine Diözese für
Mitteleuropa mit Sitz in Wien.
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1980er: Der Bürgerkrieg im Libanon,
die sogenannte islamische Revolution im Iran, der ständig gewachsene
Nationalismus, der islamische Fundamentalismus in der Türkei, die
Bedrängungen der Sowjetrepublik Armenien in den 80er Jahren, die Massaker
von Sumgait und Baku (Aserbaidschan) an der armenischen Bevölkerung,
schließlich das Erdbeben von 1988 sowie die Eskalation der Gewalt
in Berg Karabach setzten die Katastrophen, denen Armenier ausgesetzt waren,
fort und rissen die dortigen, großen und lebendigen armenischen Gemeinden
auseinander. Heute leben ungefähr 3,5 Mio. Armenier in der Diaspora,
außerhalb der Republik Armenien.
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1980er: In den 80er Jahren wurden
weitere Vereine in Bremen, Braunschweig, Bielefeld, Duisburg, Neuwied,
Bonn, Hanau, Eppingen, Nürnberg, Kehl und an anderen Orten gegründet.
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1983-1985 Erzbischof Davit Sahagian in München (heute Grandkristan
von Jerusalem)
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1983 Pfarrer Magar Nadjarian in Stuttgart
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1984 Archimandrit Jirare Tschadjian in Stuttgart
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1985 Ebenfalls auf Initiative von Dr.
Gerayer Koucharian und Dr. Tessa Hofmann besteht in Berlin seit 1985 das
"Informations- und Dokumentationszentrum Armenien", das den Völkermord
dokumentiert und ihn der breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.
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1986 Erzpfarrer Hagob Geuktchian in Köln
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1987 Archimandrit Gomidas Hovnanian in Erlangen
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1987-1990: Ein Entwurf aus den Jahren 1983-1987 für ein neues kanonisches
Recht war nur für drei Jahre provisorisch und partiell in Geltung
gesetzt worden, aber aufgrund der politischen Entwicklungen nie allgemeines
Recht geworden.
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1988: Erdbeben in Leninakan (in Leninakan lebt heute nur noch 1/3 der Bevölkerung
von vor dem Beben)
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Ende der Sowjetunion: Die Beziehung zwischen den beiden Katholikaten wurde
besser. Die beiden Oberhäupter trafen insgesamt sieben Mal zu Gesprächen
zusammen.
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Krieg mit Ascherbaidschan um Berg-Karabach mit großen Folgen.
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1989: Im Jahre 1989 wurde das
Institut für Genozid- und Diasporaforschung im Stiftverband für
die Deutsche Wissenschaft gegründet. Finanziell getragen von privaten
Spendern stellte sich die Stiftung die Aufgabe der Förderung sozialwissenschaftlicher
und historischer Forschungen, die die Erfahrungen der Armenischen Kultur
und Geschichte berücksichtigen. Die Stiftung für Armenische Studien
bemüht sich neben Forschungsarbeiten um Aufgaben im Bereich der Erwachsenenbildung
sowie des Kulturkontakts. Eine Institutionalisierung hatten die von der
Stiftung für die Armenischen Studien initiierten Forschungsprojekte
zunächst am Arbeitsschwerpunkt Armenische Studien an der Sektion für
Sozialpsychologie der Ruhr-Universität Bochum finden können.
Mit der Errichtung des Instituts für Armenische Studien im April 1994
wurde der dringend notwendig gewordene erweiterte Rahmen geschaffen, auch
wenn die räumliche Vergrößerung sowie die Erweiterung des
Mitarbeitersstabs ein finanzielles Risiko bedeuteten. Der Vorstand der
Stiftung besteht von Zolak Ter-Harutunian (Vorsitzender), Dr. Mihran Dabag,
Garbis Papazian, Ernst-Albrecht v. Renesse. Parallel dazu ist auch ein
wissenschaftlicher Rat tätig, der aus wissenschaftlichen Mitarbeitern
besteht.
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23.03.1989 in Tübingen gründete
Madeleine Bayer die "Tübinger Armenien-Initiative". Dieser Verein
ging aus einem Tübinger Freundeskreis für Armenien
hervor, der sich nach dem schweren
Erdbeben vom 7. Dezember 1988 in Armenien zusammengefunden hatte. Der Freundeskreis
hat sich aus humanitären Gründen zum Ziel gesetzt, mit Hilfe
von Sammlungen und Eigeninitiativen schwerverletzten armenischen Kindern
und Jugendlichen durch eine optimale Versorgung mit orthopädischen
Hilfsmitteln, den Weg in die Zukunft zu erleichtern.
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1990: Katholikos Vasken I. stellt die armenischen Gemeinden in Deutschland
unter die Jurisdiktion der Diözese Wien. Voher wurden sie von einem
einzigen Gemeindepfarrer betreut, der dem Delegierten in Paris unterstand.
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1990 haben armenische Ärzte den
"Verein armenischer Mediziner in Deutschland" gegeründet. Vom Amtsgericht
wurde dieser Verein am 6. April 1991
anerkannt. In der ersten konstituierenden
Versammlung wurde der Vorstand wie folgt gewählt: Dr. R. Papanian
(Vorsitzender), Dr. A. Manukian (stellvertretender Vorsitzender), Dr. G.
Kalatasch (Schriftführer). Dr. Suren Boghossian (Kassenwart), Dr.
A. Dono, Dr. R. Agopian und Dr. S. Adam (Beirat). Der Verein verfolgt folgende
Ziele: 1.- Unterstützung von politisch, rassisch oder religiös
diskriminierten armenischen Obdachlosen. 2.- Hilfe bei der Verbesserung
des gegenwärtigen Gesundheitssystems in Armenien und der Modernisierung
der medizinischen Geräte. 3.- Organisation von armenischen und internationalen
Seminaren. Im September und Oktober 1992 besuchten Vertreter des Vereins
eine Reihe von Krankenhäusern in Armenien (Yerewan, Artaschat, Ararat)
und überbrachten die ersten medizinischen Hilfen und Medikamente.
Bis 1996 übergab der Verein insbesondere dem Krankenhaus in der Stadt
Ararat wertvolle medizinische Geräte, wie Sonographen, Röntgengeräte,
zahnärtzliche Stühle, Medikamente, Nahrungsmittel, Brennstoffe
für Aggregate zwecks Erzeugung elektrischen Stroms usw.. Über
diese Hilfen hinaus, kamen auf Einladung des Vereins armenische Ärzte
nach Deutschland, um sich medizinisch fort- und auszubilden.
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1991: Gründung der Unabhängigen Republik Armenien mit 3 Millionen
Einwohnern.
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1991: Am 15.4. 1991 kündigt Katholikos Vasken I. an, daß
der damalige Priester der armenischen Gemeinde in Marseille, Erzpriester
Karekin
Bekdjian, zum geistlichen Direktor der armenischen Kirche in Deutschland
bestimmt wurde.
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1991: Das "Institut für Armenische
Fragen e.V." ist nach der Auskunft der russischen Enzyklopädie "Armenische
Frage" (Yerewan, 1991) ein wissenschaftliches Institut, dessen Forschungsbereiche
die armenische Frage, die armenische Kunst, Religion und Geschichte sind.
Dieses Institut wurde im Januar 1977 in München gegründet. Am
27. April desselben Jahres wurde es von der Bayerischen Regierung als ein
wissenschaftliches Institut anerkannt. Seine Gründungsmitglieder sind:
Dr. Eduard Oganessian, Alice Maroukhian, Ara Movsesian, Schawarsch Hovasapian,
Krikor Balikdjian, Prof. Ludwig Bazil, Levon Mikirtichian, Rafael Akopian,
Schalwa Kalatadze. Seit der Gründung hat Dr. Eduard Oganessian den
Vorsitz des Instituts inne. Seine Stellvertreterin ist Alice Maroukhian.
Mitglied des Instituts sind Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern,
die sich mit den o.g. Forschungsgebieten beschäftigen. Im Bezug auf
die armenische Geschichte gab das Institut das mehrbändige Werk "The
Armenian Genocide - Documentation", die Untersuchung vom deutschen Historiker
Peter Lane "Armenien: Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts",
"Arzach-Karabagh" von Levon Mikirtichian usw. heraus. Auf Initiative dieses
Instituts wurde auch das "Komitee zur Verteidigung des armenischen Volkes"
gegründet, dem namhafte Wissenschaftler und Politiker angehören.
Das Institut befaßt sich zudem mit der Frage der Reparationszahlungen
an die Armenier.
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1992: Am 31.1.1992 Gründung der Diözese in Köln als Jurisdiktion
für die Gemeinden in Deutschland durch eine Enyzklika. Am 28.9.1992
Weihe von Archimandrit Karekin Bekdjian zum Bischof von Köln
in Etchmiadzin. Mittlerweile ist Karekin Bekdjian zum Erzbischof
ernannt worden.
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1993: Zusammentreffen der Religionsführer in Montreux
-
1994: Katholikos Vasgen stirbt.
Katholikat Karekin I.
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1995: Angeblich wünschte der verstorbene Katholikos sich Karekin
(Sarkassian) II. von Kilikien als Nachfolger, der zudem Wahlhilfe vom
armenischen Staatspräsidenten bekam. Er wurde aber von den 400 Wahlberechtigten
(von denen nur etwa 40 Kleriker waren) erst im zweiten Wahlgang zum Patriarch
und Katholikos (Aller Armenier) Karekin I. von Etchmiadzin gewählt,
nachdem der Kandidat mit den zweitmeisten Stimmen zu seinen Gunsten verzichtet
hat. Gleichzeitig wählte man aber für Kilikien einen neuen Katholikos,
nämlich Aram Keshishian, so dass sich die Vereinigung der Jurisdiktionen
nicht erfüllte. Allerdings ist Aram von Kilikien ein enger Vertrauter
seines Vorgängers gewesen. Karekin I., mit bürgerlichem
Namen Karekin Sarkissian wurde 1932 in Syrien geboren, hatte in Oxford
Theologie studiert, wurde Bischof zunächst im Iran, dann in den USA,
war stellvertretender Moderator des Weltkirchenrats (1975 einer der Vizepräsidenten).
1983 wurde er zum Katholikos von Kilikien gewählt, einem von vier
Jurisdiktionsbezirken der armenischen Kirche. Da dieses Katholikossat über
Jahrzehnte in Spannung zum Zentralsitz der Armenier in der früheren
Sowjetrepublik Armenien gestanden hatte, wurde 1995 seine Wahl zum obersten
Katholikos aller Armenier als eine Überraschung bewertet. .
-
Neuaufbau des Seminars in Etchmiadzin (derzeit 95 Semianristen) unter dem
neuen Regens Vardapet Haykasun Nadjian, der bisher Stellvertreter
des Primas von New York war und des Seminars am Sewan-See (derzeit 55 Studenten).
Einige Kandidaten studieren in Westeuropa und den USA. Ausbildung der Religionslehrer
in Ayvarat bei Jerewan (gegenwärtig: 200 Frauen und Männer im
Studium)
-
1995: Neuschaffung der Theologischen Fakultät an der Universität
Jerewan mit dem Dekan Syrer und Erzbischof Schahe Adschemian von Jerusalem.
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1995 Archimandrit Serovp-Isakhanyan in Berlin
-
Juni 1995: Der neugewählte Katholikos besucht Berg-Karabach und trifft
auf Vermittlung der russisch-orthodoxen Kirche Scheich ul Islam Allahshuqur
Paschadzade, wobei Flüchtlingsfragen, die Freilassung von Gefangenen
und friedensstiftende Maßnahmen angesprochen wurden.
-
27. Juli 1995: Der Katholikos vor dem neugewählten Parlament: "Es
ist gerecht, daß unsere Republik allen Bürgern Gewissens- und
Religionsfreiheit gewährt. Diese Freiheit betrachte ich als Ausdruck
des göttlichen Willens. Es ist gleichfalls gerecht, daß unsere
Republik die armenische Kirche als nationale Kirche anerkennt, weil diese
Kirche untrennbar mit dem Leben des Volkes durch die Jahrhunderte verbunden
ist."
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Herbst 1995: Besuch des Katholikos beim Patriarchen Alexej von Moskau
und beim Patriarchen von Georgien Ilija Karekin. Letztere ist vor
allem wegen der historischen Belastungen von Bedeutung, weil die Religionsausübung
für die etwa 300000 Armenier in Georgien stark eingeschränkt
ist und nur noch 2 Kirchen in Tiflis geöffnet sind von 24 Kirchen
am Anfang des Jahrhunderts.
-
Herbst 1995: Beginn der Vorbereitung für das Jahr 2001 (1700 Jahre
Christentum in Armenien). Vorsitzender der Vorbereitungskommission ist
der Wiener Erzbischof Dr. Mesrob K. Krikorian.
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Oktober 1995: Der Katholikos von Etchmiadzin in einem Interview in Rußland
"Ich bin gegen jede Verfolgung aus religiösem Grund, weil das gegen
den christlichen Glauben ist. Das heißt allerdings nicht, daß
die armenisch-apostolische Kriche aufhören soll, zu glauben, daß
die Lehren der Sekten falsch sind und daß die Menschen darüber
informiert werden sollten."
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Seit 1995 heißt der "Verband armenischer
Vereinigungen": "Zentralrat der Armenier in Deutschland". Das Zentralrat
verbindet die armenischen Kulturvereine und sorgt für die Koordination
ihrer Programme. Zwei Mal im Jahr werden auch Jugendtreffen organisiert,
die jeweils drei Tage dauern. In den Aufgabenbereich des Zentralrats fällt
auch die Durchführung vom Sprachunterricht, die Organisation der Gedenkfeier
zum Völkermord an den Armeniern 1915, sowie die Publikation von Büchern
und Zeitschriften. Seit ein paar Jahren stellt das Zentralrat in Zusammenarbeit
mit Armenien Bücher und Gegenstände in der Internationalen Buchmesse
in Frankfurt/Main aus.
-
Dezember 1996: Zusammentreffen mit Papst Johannes Paul II. mit der
abschließend gleichberechtigt unterschriebenen »Gemeinsame
Erklärung« (14.12.). Darin bedauern beide Seiten frühere
theologische Streitigkeiten und bescheinigen sich gegenseitig den gemeinsamen
Glauben an Christus und dieselbe Nachfolge im apostolischen Amt. Die beiden
Kirchen streben eine baldige Wiedervereinigung an.
-
Mai 1996 (geplant): Besuch beim Ökumenischen Patriarchen
-
1996 (geplant): Einsetzung einer neuen Kommission zur Reform des geltenden
kanonischen Rechtes, das zum Teil aus zaristischen, zum Teil aus stalinistischen
Zeiten stammt.
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1997: Ökumenische Versammlung in Graz am 25.6.: Die Öffentlichkeit
bewegte die Unterscheidung des armenischen Partriarchen Karekin I.
zwischen einer politisch orientierten Anwerbung von Christen und einer
Verkündigung, die wirklich aus dem Glauben kommt. Er tadelte dabei
den politischen Proselytismus.
-
1997: Pfarrer Müron Sarkissian in Köln.
-
1998: Der armenisch-apostolische Patriarch von Istanbul Karekin II.
(Bedros Kazanciyan, Mönchsname Karekin) stirbt am 10.3. im Alter von
71 Jahren an Krebs. 1950 Kanzler im Jerusalemer Patriarchat, 1921 Lehrer
an zwei armenischen Gymnasien, 1954 Direktor des Heilig-Kreuz Seminars,
1957 Offizier in der Türkischen Armee, 1966 Weihe zum Bischof, der
zunächst Legat des Patriarchats für den Fernen Osten und Erzbischof
von Australien und Neuseeland war. Am 5.9.1990 wurde er zum 83. armenisch-apostolischen
Patriarchen von Istanbul gewählt.
-
1998: Der Oberste Patriarch und Katholikos aller Armenier, Karekin I.,
wurde am 28. Januar 1998 im Beisein vieler prominenter Gäste – darunter
der armenische Botschafter in Deutschland, Würdenträger der armenischen
apostolischen (orthodoxen) Kirche in Köln und Lyon, der Oberbürgermeister
der Stadt Halle, Vertreter der Landesregierung von Sachsen-Anhalt – durch
den Dekan der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg zum „doctor sacrosanctae theologiae honoris causa" ernannt.
-
1999: Ein für den Juli geplanter Besuch von Papst Johannes Paul
II. in Armenien kam wegen der fortgeschrittenen Krebskrankheit des
Katholikos nicht mehr zustande. Auch eine kurzfristige Reise im Anschluß
an die Polenreise im Juni an das Sterbebett Karekins musste Johannes
Paul II. absagen, da er selber gesundheitlich angeschlagen war.
-
1999: 30.06. Katholikos Karekin I., Oberhaupt der Armenisch-Apostolischen
Kirche, stirbt im Alter von 66 Jahren. Er galt als Initiator der Ökumene
in seiner Kirche.
Katholikat Karekin II.
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1999: Katholikos Karekin II (* 1951 in Etchmiadzin), bisher Erzbischof
(Gdrij)
Nersissian, wurde am 27.10. zum 132 Katholikat aller Armenier durch
die nationale Kirchenversammlung in der Kathedrale von Hl. Etchmiadzin
gewählt. Die Weihe und Inthronisation fand am 4.11. statt. 1970 wurde
er zum Diakon geweiht, 1972 zum zölibatären Priester, wobei er
den Namen Karekin annahm. Katholikos Vasken I. sandte ihn
nach Wien zum vertieften Theologiestudium, er ging von dort an die Bonner
Universität und diente dort der Kirchengemeinde als Pfarrer. Nach
einer kurzen Rückkehr nach Armenien ging er zu weiteren Studien an
die Russisch-Orthodoxe Akademie in Szagorsk in Rußland, wo er bis
1979 blieb. Im März 1980 ging er in den Dienst der Armenischen Pontifikal
Diözese. Nach dem Tod des Bischofs übernahm er im Juni 1983 die
Diözese und wurde im Oktober zum Bischof geweiht. Im November 1992
wurde er noch von Katholikos Vasken I. zum Erzbischof ernannt. Im
November 1998 wurde er vom neuen Katholikos zum Generalvikar des Hl. Etchmiadzin
ernannt und somit dessen rechte Hand.
-
20. Mai 2001: Besuch
in Toronto
-
2001: gemeinsame Feier "1700 Jahre Christentum in Armenien" der beiden
Katholikate
-
2001: 25.-27.9.: Pastoralreise von Papst Johannes Paul II. nach Armenien
-
Gegenwärtig leben in Deutschland
etwa 25 000 Armenier und etwa 15 000 asylsuchende Armenier.
-
Mitgliedszahlen und Struktur: Die Armenisch-apostolische Kirche (3,5
Millionen Armenier in Armenien) - vgl.
Armenian
Church Links
-
The Catholicosate of All Armenians (ca. 3,0 Millionen Gläubige
in Armenien): His Holiness Karekin II Supreme
Patriarch and Catholicos of All Armenians Holy Etchmiadzin (The
official Web site of the Armenian Apostolic Church (Armenia)), Republic
of Armenia Tel:011-374-31-53434/52380, 011-3741-151198; Fax: 011-374-1-151077;
Telex: 243326 KREST SU E-Mail: mayrator@etchmiadzin.am Web: http://www.etchmiadzin.com
-
NORTH AMERICA
-
Canada: The Most Rev. Archbishop Hovnan Derderian, Primate
615 Stuart Ave., Outremont, Quebec, H2V 3H2 Tel: 514-276-9479; Fax: 514-276-9960
E-mail: adiocese@aol.com
-
Eastern Diocese: The Most Rev. Archbishop Khajag Barsamian
Primate 630 Second Ave., New York, NY 10016-4806 Tel: 212-686-0710; Fax:
212-779-3558; Primate's direct Fax: 212- 447-6674 E-mail: prmoff@armeniandiocese.org
Web: http://www.armenianchurch.org
-
Worcester Armenian Church of Our Saviour 87 Salisbury St. Worcester
01609 Tel: 508-756-2931; Fax: 508-752-1239 Rev. Fr. Aved Terzian, Pastor.
-
Fair Lawn St. Leon Armenian Church
12-61 Saddle River Rd. Fair Lawn 07410 Tel: 201-791-2862; Fax: 201-791-1329
E-mail: churc@stleon.org Rev.Fr.Diran Bohajian, Pastor
-
Livingston St. Mary Armenian Church 200 W. Mt. Pleasant Ave. Livingston
07039 Tel: 973-533-9794; Fax: 973-992-0458 Rev.Dn.Vartan Garabedian, Deacon-in-Charge
-
Western Diocese: The Most Rev. Archbishop Vatché Hovsepian,
Primate 3325 N. Glenoaks Blvd., Burbank, CA 91504 Tel: 818-558-7474; Fax:
818-558-6333 E-mail: armenianchwd@earthlink.net
-
Saint
Nerses Armenian Seminary - New Rochelle, New York.
-
Sts.
Sahag & Mesrob Armenian Church - Providence, RI USA
-
Saint
Andrew Information Network - SAIN
-
Eastern
Prelacy of the Armenian Apostolic Church of America
-
SOUTH AMERICA
-
Argentina: His Eminence Archbishop Kissag Mouradian, Primate
Iglesia Apostolica Armenia Acevedo-Armenia 1369, Buenos Aires , 1414 Consejo
Tel: (54-1)-772-3558/ 773-2261; Fax: (54-1)-776-2810
-
Brazil: His Eminence Archbishop Datev Karibian, Primate Diocese
da Igreja Apostolica Armenia do Bresil Avenida Santos Dumont 55, CEP 01101,
Sao Paulo Tel: (55-11)-228-5239/ 228-8597; Fax: (55-11) 227-0869;
-
Uruguay: His Grace. Bishop Hagop Kelendjian, Primate Diocesis
Iglesia Armenia del Uruguay Avenida Agraciada 2842/46, Montevideo 11800
Tel: (598-2)-29-01-65; Fax: (598-2)-920-628 / 231-109
-
Venezuela: His Grace Bishop Komitas Ohanian Iglesia Armenia
St. Gregor Illuminator Avenida Los Mangos, Esquina Pomagas, Quinta Ararat,
Urbanizacion La Florida, Caracas , 1050 Tel: (58-2)-740-840; Fax: (58-2)
731-0843
-
ARMENIA
-
Arakatzotn (Arakatzotn region): Very Rev. Fr. Vazken Mirzakhanian,
Vicar St. Mesrop Mashtots Church, Oshagan, Armenia. Tel: (374-32) 36150
-
Ararat (Yerevan and Ararat region): St. Sarkis Church, Israelian
St. No. 21, Yerevan, Armenia Tel: (374-1)-587368; (374-1)-567-506 (Diocese)
(374-1)-587-313 Church);Fax: (374-1)-151040
-
Armavir (Armavir region): His Eminence Archbishop Grigoris
Puniatian, Vicar St. Astvdzadzin Church Tel: (374-31) 9-80-16
-
Artsakh: His Eminence Archbishop Barkev Martirossian, Primate
Stepanagerd. Tel: (374-1)-581-232, 286-917;
-
Gegharkouniatz (Gegharkounik region): His Grace Bishop Anania
Arapajian, Primate St. Asdvadzadzin Church, Kavar, St. Gregory the Illuminator,
No 1
-
Gougark (Lori and Tavoush regions): His Grace Bishop Sebouh
Chuldjian, Primate St. Asdvadzadzin Church, Vanadzor Tel: (374-51)-8257
Tel: (374-51)-20386
-
Kotayk (Kotayk region): His Grace Bishop Arakel Karamian,
Primate Hrazdan. Tel: 374-23-2-65-11/2-29-91
-
Shirak (Shirak region): Very Rev. Fr. Paren Avedikian, Vicar St.
Asdvadzadzin Church, 1 Kirov St. Gyumri (Leninakan) Tel: (374-41)-31621/23777
-
Siunik (Siunik and Vayotz Tzor regions): His Grace Bishop
Abraham Mkrdtchian, Primate St. Gregory the Illuminator Church Str. Grikor
Datevatsi, 7, Goris Tel: (374-84)-25913/25914
-
EUROPE
-
Austria: His Eminence Archbishop Dr. Mesrob K. Krikorian,
Primate Pontifical Legate of Central Europe Praelate Der Armenische Kirche,
Kolonitzgasse 11 /11 Vienna 1030 , Austria Tel: (43-1)-712-2506 Fax: (43-1)-712-2506
- Homepage: www.armenia.at: Armenisch-apostolische
Kirchengemeinde Österreich
-
Gemeinden mit ca. 3000 Armenier
-
Gemeinde in Wien (Kirche St. Hripsime, geweiht 21.4.1968).
-
seit Dezember 1972: gesetzlich anerkannte Gemeinde
-
Erzbischof Dr. Mesrob K. Krikorian ist auch Vertreter im Ökumenischen
Rat der Kirchen.
-
Belgium: The Very Rev. Fr. Sahan Sarkisian, Visiting Pastor Eglise
Armenienne Saint Marie-Madeleine 1A, rue Kindermans, 1050 Bruxelles Tel:
(32-2)-647-9405
-
Bulgaria: The Very Rev. Fr. Simon Atamian, Vicar Yeparkalni Armenskata,
Oulitza N. Tzanova 31 Sofia 1000 Tel: (359-2) 88-02-08/88-44-11
-
England: His Grace Bishop Nathan Hovhannisyan, Pontifical
Legate and Primate St. Sarkis Armenian Church, Iverna Gardens Kensington,
London W8 6TR Tel: (44-20)-937-0152. Fax: (44-20)-937-9049
-
France:
-
Paris His Eminence Archbishop Kude Nakashian Primate of Paris
and Pontifical Legate of Western Europe Cathédrale Armenienne Saint
Jean-Baptiste 15 rue Jean-Goujon, 75008 Paris Tel: (33-1)-43-59-67-03;
Fax: (33-1)-42-56-46-08
-
Lyon His Grace Bishop Norvan Zakarian Vicar of the Pontifical
Legate Eglise Arménienne Sourp Hagop 40 rue d'Armenie, 69003 Lyon
Tel: (33-4)-78-60-47-18; Fax: (33-4)-78-62-61-12
-
Marseilles His Grace Bishop Daron Jerejian Vicar of the Pontifical
Legate Eglise Armenienne Saints Sahak et Mesrop Serpotz Tarkmantchatz 339,
Avenue du Prado, 13008 Marseilles Tel: (33-4)-91-77-84-70; Fax: (33-4)-91-77-89-28
-
Georgia: His Eminence Archbishop Kevork Seraidarian, Primate
St. Kevork Church, Krasilnaja Str. No. 5, Tbilisi Tel: (995-32) 721720
(Church) Tel: (995-32) 931949 (Residence) Tel: (374-1)-584389/771869 (Yerevan)
- ca. 0,3 Millionen Armenier in Georgien
-
-
Germany: His Eminence Archbishop Karekin
Bekdjian, Primate Diozese der armenischen Kirche in Deutschland Allensteiner
Str. 5, 50735 Koln 60 Tel: (49-221)-712-6223; Fax: 49-221)-712-6267
-
16 armenisch-apostolische Gemeinden mit ca. 25000 Armeniern (REMID-Statistik:
35000), zu denen vor allem Flüchtlinge und Emigranten gehören,
die vor den Kriegen und Unruhen in den Staaten des Nahen Ostens in Deutschland
Zuflucht fanden.
-
1) Berlin: In der ältesten Diaspora-Gemeinde der Armenier in Deutschland
in Berlin (gegründet 1923) leben etwa 1000 Armenier. Adresse: Postfach
125608, 10592 Berlin, Tel./Fax: 3442952 und 8517301. Wartabed (Archimandrit)
SEROVPE Isakhanyan Mierendorffstr. 15, 10589 BERLIN; Gottesdienst: Ev.
Luisen-Kirchengemeinde, Gierkeplatz, 10585 Berlin (Charlottenburg), unregelmäßig;
Gemeindehaus: "Hay Doun", Behaimstraße 22, 10585 Berlin (Charlottenburg),
Tel. 341 39 65; Kontakt: Tel. 815 73 01
-
2) Armenische Gemeinde Baden Württemberg
-
3) Göppingen,Arm. Gemeinde Baden-Württemberg, Hl.Kreuzkirche,
Lerchenbergerstr. 46, 73035 Göppingen
-
4) Arm. Gemeinde Bielefeld, Dr.Ayhan Turanoglu, Ennigerloherstr.
50, 59302 Oelde
-
5) Arm. Gemeinde "Abovian" Bonn, Kevork Sarkissian, Bonner Talweg 37, 52113
Bonn
-
6) Bremen
-
7) Butzbach
-
8) Dortmund
-
9) Duisburg, Arm. Gemeinde zu Duisburg, G.Kodak-Scholtenstr. 3, 46539 Dinslaken
-
10) Heidelberg
-
Armenische Apostolische Kirche (Armenische Gemeinde in Hessen e.V.)
-
11) Frankfurt am Main: Markusgemeinde;
-
12) Gießen: Stephanusgemeinde
-
13) Hanau: Postfach 2252, 63412 Hanau
-
14) Kehl, Arm. Gemeinde Kehl, Postfach 1456, 77674 Kehl
-
15) Köln, Arm. Gemeinde Köln, Allensteinerstr. 5, 50735 Köln
-
16) Neuwied, Arm. Gemeinde Neuwied, Postfach 130206, 56534 Neuwied, Gemeindeleiter
Sayad Boyaci, Aubachstraße 17, 56567 Neuwied
-
17) Nürnberg
-
Arm. Kirchenverein Nürnberg, Postfach 730226, 90244 Nürnberg
-
18) Mainz
-
19) München
-
20) Stuttgart
-
21) Wiesbaden
-
Greece: His Eminence Archbishop Vosgan Kalpakian Primate
and Pontifical Legate to the Armenians in Greece Gold Coin, 17 Stadiu St.,
Athens, 10561, Greece Tel: (301) 823-4312 (R.) Fax: (301) 748-7378
-
Italy: The Rev. Fr. Sarkis Sarkissian, Pastor Armenian Church of
the Forty Martyrs 30 Via Jomelli, 20131 Milano Tel: (39-2)-236-27-19 Fax:
(39-2)-682-7908
-
Netherlands: The Very Rev. Fr. Manuel Yergatian, Pastor Geestelijke
Herder Van Alle Armeniers in Nederland Kroomboomssloot 22 1011 GW, Amsterdam
Tel: (31-20)-620-1107; Fax: (31-20)-420-3732
-
Roumania: His Eminence Archbishop Dirayr Mardikian, Primate
Episcopia Armena, Strada Armeneasca Nr. 9 Sectorul 2, Bucharest 13 Tel:
(401-6)-14-02-08; Fax: (401-3)12-10-83
-
Russia (ca. 0,8-1,5 Millionen Armenier in der Russland)
-
Moscow His Eminence Archbishop Diran Gureghian, Primate Oulitza
Sergeya Makeieva No. 10, Moscow D-22 Tel: (7095)-255-5019 (Church); Tel:
(7095)-186-7457 (Residence); Tel: (7095)-284-5247 (Diocese);
-
Southern Russia His Grace Bishop Yeznig Petrossian, Primate
Diocese of the Armenian Church of South Russia Str. Tourgenev 165 P.O.Box
1171, Krasnodar, Russia Tel: (8612) 604-200; (8612) 604-202;
-
Switzerland: Rev. Fr. Dr. Abel Oghloukian, Pastor Eglise Arménienne
Saint Hagop Chemin de Lullins, Troinex, Geneve P.O.B. 441, 1211 Geneva
2, Switzerland Tel: (41-22)-743-1370; Fax: (41-22)-300-4418
-
Ukraine: Church of the Assumption Arminskaya Str. 27/4 290008 Lvov,
Ukraine Tel: (380-322) 742956
-
MIDDLE EAST
-
Iraq: His Eminence Archbishop Avak Assadourian, Primate St.
Gregory the Illuminator Church Younis Al-Sabaawi Square P.O.Box 2280 Jadriya,
Baghdad Tel: (964-1)-885-1853/56; Fax: (964-1)-885-1857.
-
FAR EAST
-
Australia: His Eminence Archbishop Aghan Baliozian, Primate
Holy Resurrection Armenian Church 10 Marquarie St.; P.O. Box 694, Chatswood
2067 Sydney, N.S.W. Tel: (61-29)-419-8056; Fax: (61-29)-413-1709.
-
Myanmar (Burma): Wardens of the Armenian Church of St. John the
Baptist No. 66, 40th St., Yangon (Rangoon).
-
India: Rev.Fr. Ghevont Ghevontian, Pastor Armenian Holy Church of
Nazareth, 2 Armenian St., Calcutta 700001 Tel: 011-91-33-242-4308
-
AFRICA
-
Egypt:
-
Cairo His Eminence Archbishop Zaven Chinchinian, Primate
St. Gregory the Illuminator Church 179 Avenue Ramses; P.O. Box 48- Faggala,
Cairo Tel: (20-2)-5901-385/5904-219; Fax: (20-2)-5906-671.
-
Alexandria Sts. Peter and Paul Armenian Church 12, St. Baidawi;
P.O.Box 488 Abu Dardar, Alexandria, Egypt Tel: (20-3) 492-0633
-
Ethiopia: St. Kevork Armenian Church P.O. Box 116, Addis Ababa.
Tel: (251-1) 11-87-52/ 53-35-94/ 11-17-71 Fax: (251-1) 55-06-09
-
Sudan: Armenian Aspotolic Church, St. Gregory the Illuminator Street
49 East Khartoum No. 2 P.O.Box 55 Khartoum, Sudan Tel: (249-11) 46-31-65
Fax: (249-11) 78-01-56 / 45-16-46 Telex: 22892 TEIKT SD
-
The Catholicosate of Cilicia (ca. 400000 Gläubige im
Nahen Osten): His Holiness Aram I Catholicos
of the Great House of Cilicia Antelias, Lebanon Tel: 961-4-410001;
Telex: 44501 CILCAT Fax: 961-4-410002 E-mail: CATHCIL@inco.com.lb Web:http://www.cathcil.org/
-
Near East
-
Cyprus: Nicosia: Rt. Rev. Bishop Varoujan Hergelian,
Catholicosal Vicar Armenian Prelacy, P.O. Box 1987, Nicosia Tel: 011-357-2-493560;
Fax: 011-357-2-492750; e-mail: armprel@spidernet.com.cy
-
Lebanon: Beirut: Rt. Rev. Bishop Kegham Khacherian,
Primate Armenian Prelacy, Rue Maurice Barres (P.O. Box 409), Beirut Tel:
961-1-250-800, 250-804, Fax: 961-1-258-005, E-mail: azkayin@inco.com.lb;
Telex: 41355 PAL LE
-
Syria:
-
Aleppo Most Rev. Archbishop Souren Kataroian Armenian Prelacy,
P.O. Box 133, Aleppo Tel: 963-21-3-624-858, 622-310, 624-859, 222-324
-
Damascus Diocese of Damascus, Bab-el-Sharkie, P.O.Box 7812, Damascus,
Syria, Tel: 963-11-2-227-772, 224-641; Fax: 963-11-2-246-844
-
North America
-
Eastern U.S.A and Canada His Eminence Archbishop Oshagan
Choloyan, Primate 138 East 39th Street, New York, NY, 10016-0985, U.S.A.
Tel: (212)-689-7810 Fax: (212) 689-7168
-
Western U.S.A. His Eminence Archbishop Moushegh Mardirossian,
Primate 4401 Russell Ave., Los Angeles, CA 90027, U.S.A. Tel: (213) 663-8273/8274;
Fax: (213)-663-0438
-
Europe
-
Greece His Eminence Archbishop Sahag Ayvazian, Primate 10
Kriezi Street 105.53, Athens, Greece Tel: (30-1)-32-52-067; Fax: (30-1)32-52-149
-
Middle East
-
Iran (ca. 0,2 Millionen im Iran - keine Verfolgung, aber starke
Vorsicht und Auswanderungstendenzen)
-
Tehran Armenian Church, Ave. Ostad Nejatollahi 311, 15988 Tehran,
Iran Tel: (98-21) 88-97-980/981 ; Fax: (98-21) 88-92-617
-
Tabriz Very Rev. Fr. Neshan Topouzian, Vicar Armenian Archdiocese,
P.O.Box 51355-4455, Tabriz, Iran Tel: (98-41) 53-532; Fax: (98-41)-60-655
-
Julfa-Isfahan His Eminence Archbishop Goryun Babian, Primate
Armenian Cathedral, P.O.Box 81735-115, Julfa, Isfahan, Iran Tel: (98-31)-24-34-71;
Fax: (98-31)-27-09-99
-
Kuwait His Grace Bishop Sebouh Sarkissian, Vicar P.O.Box 8157, 22052
Salmieh, Kuwait Tel: (965) 56-14-392; Fax: (965) 56-38-312
-
The Patriarchate of Jerusalem: His Beatitiude Archbishop
Torkom
Manoogian Patriarch, Armenian
Patriarchate of Jerusalem P.O. Box 14235, Jerusalem (Old City), Israel
Tel: 011-972-2-6262331; Fax: 011-972-2-6264861/62. Web: http://www.armenian-patriarchate.org
Administrators of the Holy Shrines:
-
Ungefähr 4.000 Gemeindemitglieder in Israel, vor allem in Jerusalem,
Haifa, Jaffa und Bethlehem.
-
Israel:
-
Jerusalem St. James Cathedral.
-
Bethlehem Church of the Holy Nativity.
-
Haifa St. Elias Church.
-
Jaffa St. Nicholas Armenian Church.
-
Ramleh St. Gregory Monastery.
-
Jordanien:
-
Amman St. Thaddeus Armenian Church P.O. Box 186, Amman. Tel: 011-962-6-75261.
Fax: 011-962-6-474-0550
-
The Patriarchate of Constantinople: His Beatitude
Archbishop Mesrob Mutafyan Patriarch, Ermeni Patrikhanesi (Armenian Patriarchate)
20 Sarapnel Sokak TR-34480, Kumkapi Istanbul, Turkey Tel: 011-90-212-5170970;
Fax: 011-90-212-516-4833 E-mail: Divan@armenianpatriarchate.org Web: http://www.armenianpatriarchate.org
oder http://www.armenianpatriarchate.org.tr/
At
present the jurisdiction of the Armenian Patriarchate of Constantinople
includes some 35 churches in Istanbul and its suburbs, and in the provinces,
as follows:
-
Kaiseri: St. Gregory the Illuminator Church.
-
Diarbekir: St. Giragos Church.
-
Iskenderoun: Church of the Forty Martyrs.
-
Vakif (Hatay): St. Mary Church.
-
ca. 0,08 Millionen in der Türkei (latente Verfolgung; Priesterausbildung
verboten, ebenso Seelsorge durch Ausländer; daher: 2 von fünf
Bischöfssitzen sind unbesetzt; starke Auswanderung)
-
Insgesamt: 6 Millionen Armenier und zwischen 2,5-4,5-6 Millionen Auslands-Armenier
-
Organisationen:
-
"Armenische Christliche Jugendorganisation": in den USA gut organisiert,
in Europa ungleich schwächer, in Armenien im Aufbau (z.B. 6 Jugendzentren
in Jerewan mit angeblich je 2500 Jugendlichen)
-
Folgende armenische Organistionen und Vereine gibt es in Deutschlande
-
Zentralrat der Armenier in Deutschland
e.V. (ZAD), Dr.Raffi Bedikian, Hanielstr.88, 46539 Dinslaken
-
Botschaft der Republik Armenien in Deutschland, Hillmannstr.5, 13467 Berlin,
Tel: 030/4050910, Fax: 030/40509125
-
H.O.M. - Armenisches Hilfswerk in Deutschland e.V., Postfach 1231, 63232
Neu-Isenburg
-
Verein zur Förderung der armenischen Kultur und Wohltätigkeit
e.V.
-
Stiftung für Armenische Studien im Stifterverband der Deutschen Wissenschaft,
Dr. Mihran Dabag
-
Informations- und Dokumentationszentrum Armenien, IDZA, Dr.G.Koutcharian,
Kühlebornweg 22,12161 Berlin
-
Institut für Armenische Fragen e.V., Steindorfstr. 20, 80538 München
-
Gesellschaft für bedrohte Völker e.V., Koordinationsgruppe Armenien
-
Armenische Landsmannschaft zu Bayern e.V.
-
Armenischer Kulturverein in Hessen e.V., Postfach 100129, 60001 Frankfurt/M
-
Verein Armenischer Mediziner in Deutschland e.V., Dr.Papanian, Postfach
1347, 66593 St.Wendel
-
Armenischer Unternehmer-Verein e.V., Rüdellstr. 37, 50737 Köln
-
Deutsch-Armenische
Gesellschaft e.V., Dr.Raffi Kantian, Ferdinand-Wallbrechtstr.64, 30163
Hannover
-
Arm-Deut. Kulturverein Neckarsulm, Asadur Ursan, Lindenstr.16, 74172 Neckarsulm
-
Armenien-Fonds, Postfach 080110, 10001 Berlin
-
Arm. Frauenverein "Silwa Kaputikian", Postfach 190107, 50498 Köln
-
Armenischer Jugendrat , c/o Vahe
Khoranians, Karl-Arnold-Str.33, 48429 Rheine
-
Arm. Kulturverein "Ararat", Postfach 420103, 68280 Mannheim
-
Arm. Kulturverein "Arpa", Raffi Krikorian, Elbersufer. 8, 58095 Hagen
-
Arm. Kulturverein Baden-Württemberg, Postfach 420103, 68280 Mannheim
-
Arm. Kulturverein Hamburg , von-Essen-str. 58, 22081 Hamburg
-
Arm. Kulturverein Köln, Edward Koliantz, Postfach 1244 53002
Bonn
-
Arm. Kulturverein "Maral" , Nerses Kidikoglu, Essligerstr.143, 70734
Fellbach
-
Arm. Kulturverein Niedersachsen, O.Kalustian,Cyriaksring 37, 38118 Braunschweig
-
Arm. National-Kulturelles Zentrum, ANKZ, Sonnenscheineck 14, 44287 Dortmund
-
Armenischer Studentenverein
an der Uni Hannover
-
Deutsch-Arm. Studenteninitiative an der Uni Marburg , Vahram Sogomonyan,
Fuchpaß 28/133, 35039 Marburg
-
Mesrop-Zentrum für Arm.Studien
, Collegienstr. 62, 06886 Lutherstadt/Wittenberg
-
Rat der Arm-Apost. Kirche, Jahnstr.27, 80469 München
-
Rhein-Arax Verein, Dr.K.Kalatas, Gerhardstr.4, 31241 Groß Ilsede
-
Tübinger Armenien-Initiative , TAI, Fr.M.Bayer Lessingweg 5,
72076 Tübingen
-
Armenisches Sportkomitee Deutschland , Rouben Khoranians, Karl-Arnold-Str.33,
48429 Rheine
-
KARUN - Armenisches Monatsmagazin, Postfach 2144, 76611 Bruchsal
-
Tamar
Music, c/o Marta Derderyan, Carl-Schurz-Str.2, 50321 Brühl
-
Das Verhältnis der armenisch-apostolischen Kirche zur armenisch-katholischen
Kirche und zur römisch-katholischen Kirche
-
Rund 50.000 Katholiken gibt es in Armenien.
-
aber: 2001: Gemeinsame
Erklärung von Papst Johannes Paul II und Karekin II.:
-
"Gemeinsame Erklärung von Papst Johannes Paul II. und Karekin II.,
Katholikos aller Armenier, in der Kathedrale des heiligen Etschmiadzin,
Republik Armenien. Aus Anlaß des 1700jährigen Jubiläums
der Verkündigung des Christentums als Religion Armeniens sind wir
– Papst Johannes Paul II., Bischof von Rom und Oberhirte der katholischen
Kirche, und Karekin II., Oberster Patriarch und Katholikos aller Armenier
– zusammengekommen, und voll Freude danken wir Gott für die Gelegenheit,
erneut im gemeinsamen Gebet seinen allerheiligsten Namen zu preisen. Gelobt
sei die Heiligste Dreifaltigkeit – Vater, Sohn und Heiliger Geist – jetzt
und in Ewigkeit. Während wir dieses wunderbare Ereignis feiern, gedenken
wir voll Ehrfurcht, Dankbarkeit und Liebe eines großen Zeugen unseres
Herrn Jesus Christus – des hl. Gregorios des Erleuchters – sowie seiner
Mitarbeiter und Nachfolger. Sie erleuchteten nicht nur die Bevölkerung
Armeniens, sondern auch andere Völker der benachbarten kaukasischen
Staaten. Dank ihres Zeugnisses, ihrer Hingabe und ihres Beispiels wurde
das armenische Volk im Jahr 301 n. Chr. vom Licht Gottes erfüllt und
wandte sich in aufrichtiger Gesinnung Christus zu, denn er ist die Wahrheit,
das Leben und der Weg der Erlösung. Die Armenier verehrten Gott als
ihren Vater, bekannten sich zu Christus als ihrem Herrn und riefen den
heiligmachenden Geist an; sie liebten die apostolische Weltkirche wie ihre
Mutter. Das oberste Gebot Christi, Gott über alles und den Nächsten
wie uns selbst zu lieben, wurde zur Lebenseinstellung der Armenier jener
frühen Zeiten. Ihr fester Glaube gab ihnen die Kraft, die Wahrheit
zu bezeugen und notfalls auch den Tod anzunehmen, um am ewigen Leben teilzuhaben.
Somit wurde das Martyrium aus Liebe zu Christus zum großen Erbe zahlreicher
Generationen von Armeniern. Das wertvollste Gut, das eine Generation an
die nächste weitergeben konnte, war die Treue zum Evangelium, damit
die Jugend kraft der Gnade des Heiligen Geistes zu ebenso entschlossenen
Zeugen der Wahrheit werden konnte wie ihre Vorfahren. Die Ermordung von
anderthalb Millionen armenischen Christen ist das, was generell als der
erste Völkermord des 20. Jahrhunderts bezeichnet wird, und die spätere
Vernichtung von Tausenden von Menschenleben unter dem ehemaligen totalitären
Regime sind Tragödien, die in der Erinnerung der heutigen Generation
noch immer lebendig sind. Diese sinnlos niedergemetzelten Unschuldigen
sind nicht heiliggesprochen worden, aber viele von ihnen waren mit Sicherheit
Bekenner und Märtyrer im Namen Christi. Mögen ihre Seelen in
Frieden ruhen und die Gläubigen bestärken, niemals die Bedeutung
ihres Opfers aus den Augen zu verlieren. Wir danken Gott dafür, daß
das Christentum in Armenien all die Not und das Leid der vergangenen siebzehn
Jahrhunderte überlebt hat und die armenische Kirche nun fähig
ist, ihren Auftrag zu erfüllen und die Frohe Botschaft in der modernen
armenischen Republik wie auch in allen nahen und fernen Gebieten zu verkünden,
in denen armenische Gemeinschaften leben. Wie damals, in den Tagen König
Tradats und Gregorios des Erleuchters, ist Armenien heute wieder ein freies
Land. In den vergangenen zehn Jahren wurde den Bürgern der jungen
Republik das Recht auf Religionsfreiheit zuerkannt. In Armenien wie auch
in der Diaspora sind neue armenische Institutionen errichtet, Kirchen gebaut,
Vereinigungen und Schulen gegründet worden. In all dem erkennen wir
die liebevolle Hand Gottes, dessen Wundertaten stets erkennbar waren in
der Geschichte einer kleinen Nation, die aufgrund ihres christlichen Glaubens
ihre besondere Identität bewahren konnte. Durch seinen Glauben und
seine Kirche entwickelte das armenische Volk eine einzigartige christliche
Kultur, die in der Tat eine höchst wertvolle Bereicherung für
das Christentum als Ganzes ist. Das Beispiel des christlichen Armeniens
bezeugt, daß der Glaube an Christus Hoffnung für jede auch noch
so aussichtslose menschliche Situation bringt. Möge das heilbringende
Licht des christlichen Glaubens für die Schwachen und auch für
die Starken leuchten, für die hochentwickelten und die entwicklungsbedürftigen
Nationen dieser Welt. Vor allem heute erfordert die komplexe Problematik
der internationalen Situation die Entscheidung zwischen Gut und Böse,
zwischen Finsternis und Licht, Menschlichkeit und Unmenschlichkeit, Wahrheit
und Lüge. Aktuelle Fragen im rechtlichen, politischen, wissenschaftlichen
und familiären Bereich berühren die eigentliche Bedeutung der
Menschheit und ihre Berufung. Sie rufen die heutige Christenheit ebenso
wie die Märtyrer vergangener Zeiten auf, Zeugen der Wahrheit zu sein,
auch auf die Gefahr hin, einen hohen Preis dafür zu zahlen. Dieses
Zeugnis wäre um so überzeugender, wenn alle Jünger Christi
gemeinsam den einen Glauben bekennen und die Wunden der Trennung heilen
könnten. Möge der Heilige Geist die Christenheit, ja alle Menschen
guten Willens auf den Weg der Versöhnung und Brüderlichkeit führen.
Hier, in Etschmiadzin, geloben wir erneut, durch unser Gebet und unseren
Einsatz bald die Gemeinschaft aller Mitglieder der treuen Herde Christi
in aufrichtiger Achtung unserer jeweiligen heiligen Traditionen zu verwirklichen.
Mit Gottes Hilfe werden wir nichts ohne Liebe tun, denn »da uns eine
solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln
der Sünde abwerfen. Laßt uns mit Ausdauer in den Wettkampf laufen,
der uns aufgetragen ist « (Hebr 12,1). Wir bestärken unsere
Gläubigen, unablässig zu beten, damit der Heilige Geist uns alle
mit Weisheit und Mut erfülle wie die heiligen Märtyrer in jedem
Zeitalter und überall in der Welt, damit auch wir Christus folgen,
denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Etschmiadzin, 27. September
2001 - Seine Heiligkeit Johannes Paul II. - Seine Heiligkeit Karekin II."
-
Apostolisches
Schreiben zur 1700-Jahr-Feier der Taufe des armenischen Volkes
-
vgl. dazu: Vatican
Radio
-
Verhältnis zur Evangelischen und Katholischen Kirche und zur ACK:
-
in Österreich: über die Stiftung "Pro Oriente" werden besonders
gute Beziehung zur Römisch-Katholischen Kirche unterhalten.
-
in Köln wurde das Kirchengebäude mit dem Pfarrhaus und den Büroräumen
seitens der katholischen Kirche zur Eigennützung zur Verfügung
gestellt, in Göppingen eine Kirche von Seiten der evangelischen Kirche.
Alle anderen Gemeinden dürfen als Gäste katholische oder evangelische
Kirchenräume benutzen.
-
Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)
-
Besonderheiten:
-
Die Armenische Apostolische Kirche kennt die Feier des Weihnachtsfestes
am 24./25.12. nicht, sondern feiert als einzige christliche Kirche Christi
Geburt und Taufe zugleich am 6. Januar. Eine kirchliche Eheschließung
zwischen einem armenisch-apostolischen Christen und einem Muslimen ist
grundsätzlich nicht möglich, auch nicht mit Dispens des Ortsordinarius
wie in der katholischen Kirche.
-
Die armenisch - katholische Kirche anerkennt den päpstlichen Primat,
weist jedoch einige liturgische Besonderheiten auf (unvermischter Wein,
ungesäuertes Brot, etc.). Die 7 ökumenischen Konzilien werden
anerkannt. Es kam aber zum Aufstand und 1361 nahm man die Verbindung mit
Rom zurück.
-
Mechitaristen:
-
Aus dem Volk der Armenier sind auch drei katholische Orden hervorgegangen,
darunter der Mechitaristen-Orden
-
1701: Gründung des Mechitaristen-Ordens in Istanbul durch Mechitar
(Mekhitar) von Sebaste(ia) (1676-1749) und einige Gleichgesinnte. Damals
stellten die Armenier in Istanbul eine große Volkgsgruppe dar und
der Mönchsorden sollte das armenische Volk zu „erleuchten", wie er
die Lehre des Christentums der Tradition gemäß nannte. Die ersten
Zehn Jahre lebte man nach der orientalischen Antoniusregel. Das Leben des
Mechitar:
-
Geboren in Sebasteia (Pontos) als Sohn des Peter Manughean, erhielt er
zunächst den Namen `Manuk' (Kind).
-
Im Jahr 1691 trat er in das armenisch-schismatische Kloster zum Heiligen
Kreuze bei Siwas ein, wo er die höheren Weihen erhielt und nach seinem
Großvater Mechitar benannt wurde. Als er einmal auf der Reise nach
der armenischen Stadt Etschmiadsin war, lernte er in Erzerum einen europäischen
Missionar kennen, der ihn über die europäische Wissenschaft und
die römisch-katholische Kirche belehrte. M. machte dann zu seinem
Lebensziel, seine Nation wissenschaftlich und religiös auf ein höheres
Niveau zu erheben, stieß aber als Freund der katholischen Kirche
unter den Armeniern auf großen Widerstand.
-
1696 erhielt M. von einem katholischen Bischof in Adana die Priesterweihe.
Er fing dann mit seinen Schülern Joannes und Joseph an, Propaganda
für die römische Kirche zu treiben.
-
1697 begab sich M. nach Konstantinopel, um den armenischen Prediger Chatschatur
zu treffen, kehrte er jedoch bald unverrichteter Dinge nach Erzerum zurück.
-
1700 kam M. wieder nach Konstantinopel und hielt die Predigt in der Kirche
des Apostels der Armenier, Gregors des Erleuchters, zu Galata. Nichtsdestoweniger
verfolgte ihn der armenische Patriarch erbarmungslos und erwirkte beim
Sultan einen Ferman, wodurch die Hinrichtung M.'s befohlen wurde. Daraufhin
flüchtete M. ins Haus des französischen Gesandten und gründete
dort die Kongregation seiner Anhänger.
-
1703 kam M. auf Peloponnes und ließ sich mit seinem Mönchen
in Methone nieder. Er nannte seine Genossenschaft »Ordo S.Antonii«
-
1706 ließ M. in Methone eine Kirche mit Kloster zu Ehren dieses
Heiligen bauen.
-
Hilfe von besser ausgebildeten Priestern bekam er bei seinem gewagten Start
nicht. Von Anfang an gehörte die Einheit der Kirchen zu einem Hauptanliegen
Mechitars. Wegen ihrer Romfreundlichkeit mussten die jungen Mönche
bald vor der türkischen Polizei und dem Armenischen Patriarchat von
Konstantinopel fliehen.
-
1711: Wechsel zur Benediktinerregel.
-
1713 lässt sich M. zum Abt wählen. So ist die »Congregatio
monastica Antonianorum Benedictinorum Armenorum« entstanden.
-
1714 Ausbruch des venezianisch-türkische Krieg, der und vorwiegend
auf Peloponnes ausgetragen wurde
-
1715 flüchtete M. mit 11 Mönchen nach Venedig und ließ
sich in einem Mietshaus unweit von San Marco nieder.
-
1717 zerstörten die Türken sein Kloster in Methone. Daraufhin
stellte die katholische Kirche M. die Insel San Lazzaro als Sitz seiner
Kongregation zur Verfügung. Er kam am 8.9. 1717 auf die Insel, die
seitdem »San Lazzaro degli Armeni« hieß. Dort ist bald
mit finanzieller Hilfe der Armenier ein Kloster entstanden, in welchem
Missionare ausgebildet wurden, die nach Armenien wanderten. In der ebenfalls
auf der Insel gegründeten Buchdruckerei sind unzählige Bücher
in armenischer Sprache gedruckt worden. Ebendort ist bald auch ein Hospital
entstanden, das später als Aussätzigenhospital benutzt wurde.
-
1749 Nach dem Tode M.'s wurde Stephan Melkonian zum Abt gewählt.
-
1773 Als Stephan Melkonian Reformen in der Kongregation durchsetzen wollte,
ging ein Teil der Mönche nach Triest.
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1775 erhielten sie durch ein Dekret der Kaiserin Maria Theresia durch einen
Schutzbrief das Recht, sich ebendort zu den »Heiligen Märtyrern«
niederzulassen.
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1805 mußten die Mönche abermals flüchten - diesmal vor
Napoleon. Sie kamen nach Österreich und Kaiser Franz I. gab den Vertriebenen
in Wien Asyl und siedelte sie in der Vorstadt St. Ulrich (heute 7. Bezirk)
im ehemaligen Kapuzinerkloster an.
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1810: Niederlassung in Wien (am "Platzl")
-
1837 Kloster und Kirche in Wien 7 wurde vom Biedermaier-Architekt Josef
Kornhäusel neu erbaut.
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Der Orden fördert das Studium der oriental. Sprachen, besitzt wertvolle
Handschriften (die älteste der Wiener Bibliothek stammt aus dem 9.
Jahrhundert) , eine große Bibl., betreibt die wiss. Erforschung der
armenischen Literatur, eine eig. Druckerei und gibt die Ztschr. "Handes
Amsorya" (Ztschr. f. Armenische Philologie) heraus.
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Derzeitiger Generalabt P. Gregorios Manian.
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Die Armenier hatten wegen ihrer spezivischen Kenntnis in der Orientpolitik
der Habsburger ihren festen Platz. Das Kloster der Mechitharisten mit seinen
bedeutenden Sammlungen verbindet auch heute noch östliches Brauchtum
mit wesentlichem Klosterleben.
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Im Zentrum der katholischen Kirche stieß der Abt dagegen auf wenig
Verständnis für sein ökumenisches Anliegen.
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Heute gehört der Mechitaristen-Orden zur kleinen Armenisch Katholischen
Kirche.
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Zu den Mechitaristen-Mönchen gehört Pater Paulus Korschanian.
Pater Kotschanian ist einer von insgesamt 30 Mönchen und gehört
zum Kloster von Eriwan. Die Kooperation mit der Armenisch Apostolischen
Kirche bezeichnet er als sehr eng. In Liturgie und Lehre sind die Apostolische
und Katholische Kirche Armeniens identisch. Und im Gegensatz zu einigen
traditionell orthodoxen Ländern sind die mit Rom unierten Ostkatholiken
hier kein Streitpunkt zwischen den Kirchen - im Gegenteil.
-
Literatur:
-
P.A. Hennemann, Das Kloster der armenischen Mönche auf San Lazzaro,
Venedig 1872 (21881);
-
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V. Inglisian, Die Wr. M.-Kongregation, 1937;
-
V. Inglisian, Das wissenschaftliche Leben der Armenier in der Gegenwart,in:
OrChr 39 (1955) 102-111.
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150 Jahre M.-Kongregation in Wien, 1962.
-
Heimbucher I 313 f.; -
-
Internet:
-
Literatur:
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wird / übers. von einem Priester der Mechitaristen-Congregation, Wien,
1830
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1902
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den syrischen Kirchen bis zum Ende des dreizehnten Jahrhunderts. Leipzig,
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vgl. Armenien-Bibliographie
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