I. Biblisch-theologische Besinnung zum Umgang mit "neuen religiösen Bewegungen"
"Neue religiöse Bewegungen", "Sekten", "Endzeitpropheten" sind keine Erscheinung des 20. Jahrhunderts. Sie gibt es schon seit Menschengedenken. Sie gibt es im Umfeld des Alten und Neuen Testaments, sie gibt es im Mittelalter, in der Neuzeit und auch in der Gegenwart. Trotz ihrer Existenz hat die Welt "überlebt".Zweifelsohne leben wir heute in einer anderen Gesellschaft, die zu Recht als säkular, liberal und plural bezeichnet wird. Wer seine Abneigung gegen diesen Zug der modernen Welt zum Ausdruck bringen will, qualifiziert diese Eigenschaften als "Ismen": Säkularismus, Liberalismus, Pluralismus. Doch auch Anti-Bewegungen können nichts daran ändern: Die mittelalterliche Homogenität in religiösen Fragen ist in sogenannten "postmodernen" Zeiten endgültig dahin.
Diese mittelalterliche Homogenität kam aber auch nur zustande, weil die eine Kirche bzw. seit der Reformation die großen Kirchen sich mit dem Staat verbündet haben und gegen sogenannte "Häresien" vehement vorgegangen sind. Dadurch drängte sie Andersgläubige in Untergrund und Verfolgung. Nichtsdestoweniger gab es außerhalb der Kirchen dennoch zahlreiche religiöse Gruppierungen. Zudem haben die großen Kirchen im Inneren neben zahlreichen Erneuerungsbewegungen auch einiges an "Aberglauben" und "Andersglauben" beheimatet und sind diesen Phänomenen mit einer Strategie von "Zuckerbrot und Peitsche" begegnet. Die Trennung zwischen anerkannter mystischen Sehergabe und gebrandmarkter Hexerei war bei aller menschenverachtender Inquisition nur all zu oft unscharf.
Heute haben die großen Kirchen auf das "bracchium saeculare", d.h. auf die Hilfe des Staates verzichtet, und so können sich andere religiöse Ansichten ungehindert artikulieren und für ihre Anliegen werben. Dies verbreitet Angst und Unsicherheit und führt zur Forderung nach klarer Abgrenzung gegenüber "neuen religiösen Bewegungen". Dar Begriff "Sekte" dient in diesem Zusammenhang häufig dazu, alles was sich außerhalb der großen Kirchen an religiösen Gruppen befindet, eindeutig zu etikettieren und negativ zu konnotieren, gleich ob sie christlichen oder anderen Ursprungs sind, gleich ob sie echte Glaubensgemeinschaften oder nur pseudo-religiöse Vereinigungen sind. Diese Haltung ist menschlich verständlich, aber auch sehr problematisch und pauschal.
Auch vor dem Hintergrund unseres Auftrages als Christen ist diese Abqualifizierung im Letzten nicht tragbar, wenn wir uns im alltäglichen Leben an Jesu Wort zumindest dem Geiste nach orientieren wollen. Ein Blick in das Markus-Evangelium zeigt, daß bereits Jesus selbst mit Personen konfrontiert war, die sogar in seinem Namen aufgetreten sind, sich aber seiner Jüngergemeinschaft nicht angeschlossen haben. Er hat dazu eindeutig Stellung bezogen und dabei seinen Jüngern klare Grenzen gezogen.
Mk 9,38-50: Der fremde Wundertäter/Warnung vor Verführung/Vom Salz
Das Markus-Evangelium überliefert uns eine aus mehreren Teilen bestehende Einheit, die geradezu eine allgemeine Handlungsnorm zumindest gegenüber christlichen Gruppierungen außerhalb der Kirche darstellt, wenn nicht überhaupt zum Umgang mit "neuen religiösen Bewegungen":
- "Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns." (Vgl. Lk 9,49-50) ...
- "Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, daß ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde." ...
- "Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden. Das Salz ist etwas Gutes. Wenn das Salz die Kraft zum Salzen verliert, womit wollt ihr ihm seine Würze wiedergeben? Habt Salz in euch, und haltet Frieden untereinander!"
Warnung vor dem Mißbrauch von Kindern und einfachen Gläubigen
Die Perikope spielt in einem Haus in Kafarnaum. Unterwegs hatten die Jünger gestritten, wer denn der Größte unter ihnen sei. Jesus stellt diesen Rangstreit bloß: "... Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein." (Mk 9,33-37; vgl. Lk 9,46-48) Und er stellte ein Kind in ihre Mitte und fordert die Jünger auf, dieses Kind um seinetwillen aufzunehmen. Man könnte dies durchaus als Aufforderung deuten, es zum Glauben an Jesus zu führen. Gleichzeitig aber nehmen sie mit dem Kind Jesus selbst auf und mit ihm den, der ihn gesandt hat. Und das bringt eine große Verantwortung mit sich.Im Matthäus-Evangelium wird diese Stelle nun unmittelbar weitergeführt mit der Drohung, diese "Kleinen", die an mich glauben, nicht zum Bösen zu verführen. "Wehe der Welt mit ihrer Verführung. Es muß zwar Verführung geben; doch wehe dem Menschen, der sie verschuldet," (Mt 18,7) lautet der klare Wehe-Ruf. Und geradezu als Warnung an alle, die in diesen "Kleinen" nur einen Mittel zum Zweck sehen und sei dieser Zweck noch so religiös, schließt diese Warnung im Matthäus-Evangelium mit dem eindrucksvollen Satz: Hütet euch davor, einen dieser Kleinen zu verachten. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters." (Mt 18,10)
Grundsätzliche Toleranz gegenüber Andersgläubigen
Im älteren Markus-Evangelium ist zwischen diese beiden Abschnitte noch die Erzählung vom fremden Wundertäter eingeschoben. Diese Einschiebung verdeutlicht, daß es in dieser ganzen Einheit tatsächlich um religiöse Verführung geht: "Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns." (Mk 9,38-41: Der fremde Wundertäter/Vgl. Lk 9,49-50, das dann allerdings anders als das Markus- und Matthäus-Evangelium fortfährt.)
Jesus gibt also eine eindeutige Antwort: Keine pauschale Ablehnung derer, die nicht schlecht von Jesus reden und eine klare Unterscheidung derjenigen, die uns zwar nicht nachfolgen, aber Christus nicht ablehnen, und derjenigen, die tatsächlich gegen Christus und damit gegen uns sind. Heute, da bei aller Missverständlichkeit mit Karl Rahner vom "Anonymen Christentum" gesprochen wird und das II. Vatikanische Konzil in den Dekreten über die Religionsfreiheit, den Ökumenismus und den Dialog mit den nicht-christlichen Religionen sein Verhältnis zu Nicht- und Andersgläubigen neu bestimmt, sind bei allen theologischen Unterschieden auch alle Menschen "guten Willens" nicht als Gegner der Sache Christi zu betrachten.Grenzen der Toleranz und Warnung vor falschen Propheten
Dies bedeutet aber wiederum keinen Freibrief für jegliche religiösen Bewegungen. Denn jetzt folgt auch im Markus-Evangelium die Warnung vor Verführung mit drastischen Worten: "Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, daß ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde." (Mk 9,42-48) Der Konjunktiv zeigt an, daß es nicht unsere Aufgabe ist, diese Bestrafung von anderen vorzunehmen. Christus selbst wird die Verführer am Ende der Tage ihrer gerechten Strafe zuführen. Für uns kann das jedoch nur heißen, Vorsicht und kritisches Verhalten gegenüber all jenen walten zu lassen, die verführen, die abhängig machen, die einschüchtern wollen, und deshalb öffentlich vor wirklichen Verführern und gefährlichen Gruppen zu warnen. Das Markus-Evangelium verdeutlicht wenig später auch, was unter Verführung zu verstehen ist. So "wird mancher falsche Messias und mancher falsche Prophet auftreten, und sie werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten irre zu führen. (Mk 13,22) Auch das Matthäus-Evangelium führt dies an anderen Stellen aus: "Viele falsche Propheten werden auftreten, und sie werden viele irreführen. Und weil die Mißachtung von Gottes Gesetz überhandnimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten. Wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet." (Mt 24,11-13). "Hütet euch vor den falschen Propheten. Sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe." (Mt 7,15) und geradezu als Relativierung des Markus-Evangelium steht dort weiter: "Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunde vollbracht. Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!" (Mt 7,22f.)Glaubwürdigkeit und Fähigkeit zur Selbstkritik
Die Warnung vor falschen Propheten kann uns jedoch nur glaubwürdig gelingen, wenn wir auch den letzten Abschnitt dieser Einheit befolgen: "Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden. Das Salz ist etwas Gutes. Wenn das Salz die Kraft zum Salzen verliert, womit wollt ihr ihm seine Würze wiedergeben? Habt Salz in euch, und haltet Frieden untereinander!" (Mk 9,49-50) Wer andere kritisieren will, muß selbstkritisch sein, darauf achten, daß der Glaube in den eigenen Reihen lebendig bleibt, und in der eigenen Gruppen "Frieden halten". Auf die richtige Streitkultur nach innen und nach außen kommt es an. Wer kritisiert, muß auch die eigenen Balken in den Augen ausmerzen. Wer vor anderen warnt, muß selbst Kritik vertragen können.
Paulus
nimmt mehrfach zu unserer Frage Stellung, meistens mit konkreten Beispielen. Er ruft zu größtmöglicher gegenseitiger Toleranz auf:
- Röm 14,1-15,2: "Nehmt den an, der im Glauben schwach ist, ohne mit ihm über verschiedene Auffassungen zu streiten: Der eine glaubt, alles essen zu dürfen, der Schwache aber isst kein Fleisch. Wer Fleisch isst, verachte nicht den, der es nicht isst; wer kein Fleisch ist, richte den nicht, der es isst. Denn Gott hat ihn angenommen ... Der eine bevorzugt bestimmte Tage, der andere macht keinen Unterschied zwischen den Tagen. Jeder soll aber von seiner Auffassung überzeugt sein. ... Also wird jeder von uns vor Gott Rechenschaft über sich selbst ablegen. Daher sollen wir uns nicht mehr gegenseitig richten. Achtet vielmehr darauf, dem Bruder keinen Anstoß zu geben und ihn nicht zu Fall zu bringen. Auf Jesus, unseren Herrn, gründet sich meine fest Überzeugung, dass an sich nichts unrein ist; unrein ist es nur für den, der es als unrein betrachtet. Wenn wegen einer Speise, die du isst, dein Bruder verwirrt und betrübt wird, dann handelst du nicht mehr nach dem Gebot der Liebe. Richte durch deine Speise nicht den zugrunde, für den Christus gestorben ist. ... Wir müssen als die Starken die Schwäche derer tragen, die schwach sind, und dürfen nicht für uns selber leben. Jeder von soll Rücksicht auf den Nächsten nehmen, um Gutes zu tun und (die Gemeinde) aufzubauen."
- 1 Kor 10,23: "´Alles ist erlaubt´ - aber nicht alles nützt. ´Alles ist erlaubt´ - aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen. Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst, ohne aus Gewissenhaftigkeit nachzuforschen. Denn DEM HERRN GEHÖRT DIE ERDE UND WAS SIE ERFÜLLT. Wenn ein Ungläubiger euch einlädt und ihr hingegen möchtet, dann esst, was euch vorgesetzt wird, ohne aus Gewissensgründen nachzuforschen. Wenn euch aber jemand darauf hinweist: Das ist Opferfleisch, dann esst nicht davon, mit Rücksicht auf den, der euch aufmerksam macht, und auf das Gewissen; ich meine das Gewissen des anderen, nicht das eigene; denn (an sich gilt): Warum soll meine Freiheit vom Gewissensurteil eines anderen abhängig sein? Wenn ich in Dankbarkeit mitesse, soll ich dann getadelt werden, dass ich etwas esse, wofür ich Dank sage? Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes! Gebt weder Juden noch Griechen, noch der Kirche Gottes Anlass zu einem Vorwurf."
- Gal 4,8-20: "Einst, als ihr Gott noch nicht kanntet, wart ihr Sklaven der Götter, die in Wirklichkeit keine sind. Wie aber könnt ihr jetzt, da ihr Gott erkannt habt, vielmehr von Gott erkannt worden seid, wieder zu den schwachen und armseligen Elementarmächten zurückkehren? Warum wollt ihr von neuem ihre Sklaven werden? Warum achtet ihr so ängstlich auf Tage, Monate, bestimmte Zeiten und Jahre? Ich fürchte, ich habe mich vergeblich um euch bemüht."
- Kol 2,8-23: "Gebt Acht, dass euch niemand mit seiner Philosophie und falschen Lehre verführt, die sich nur auf menschliche Überlieferung stützten und sich auf die Elementarmächte der Welt, nicht auf Christus berufen. Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes. Durch ihn seid auch ihr davon erfüllt; denn er ist das Haupt aller Mächte und Gewalten. In ihm habt ihr eine Beschneidung empfangen, die man nicht mit Händen vornimmt, nämlich die Beschneidung, die Christus gegeben hat. Wer sie empfängt, sagt sich los von seinem vergänglichen Körper. Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auf auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt ... Darum soll euch niemand verurteilen wegen Speise oder Trank oder wegen eines Festes, ob Neumond oder Sabbat. Das alles ist nur ein Schatten von dem, was kommen wird, die Wirklichkeit aber ist Christus. Niemand soll euch verachten, der sich in scheinbarer Demut auf die Verehrung beruft, die er den Engeln erweist, der mit Visionen prahlt und sich ohne Grund nach weltlicher Art wichtig macht. Er hält sich nicht an das Haupt von dem aus der ganze Leib durch Gelenke und Bänder versorgt und zusammengehalten wird und durch Gottes Wirken wächst. Wenn ihr mit Christus gestorben seid und euch von den Elementen der Welt losgesagt habt, warum lasst ihr euch dann, als würdet ihr noch in der Welt leben, vorschreiben: Berühre das nicht, iss nicht davon, fass das nicht an! Das alles wir verbraucht und dadurch vernichtet. MENSCHLICHE SATZUNGEN UND LEHREN sind es. Man sagt zwar, in ihnen liege Weisheit, es sei ein besonderer Kult, ein Zeichen von Demut, seinen Körper zu kasteien. Doch es bringt keine Ehre ein, sondern befriedigt nur die irdische Eitelkeit."
- 1 Tim 4,1-5: "Der Geist sagt ausdrücklich: In späteren Zeiten werden manche vom Glauben abfallen; sie werden sich betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen zuwenden, getäuscht von heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist. Sie verbieten die Heirat und fordern den Verzicht auf bestimmte Speisen, die Gott doch dazu geschaffen hat, dass die, die zum Glauben und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangt sind, sie mit Danksagung zu sich nehmen. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut und nicht ist verwerflich, wenn es mit Dank genossen wird; es wird geheiligt durch Gottes Wort."
- Tit 3,9-11: "Lass dich nicht ein auf törichte Auseinandersetzungen und Erörterungen über Geschlechterreihen, auf Streit und Gezänk über das Gesetz; sie sind nutzlos und vergeblich. Wenn du einen Sektierer einmal und ein zweites Mal ermahnt hast, so meide ihn. Du weiß, ein solcher Mensch ist auf dem verkehrten Weg; er sündigt und spricht sich selbst sein Urteil."
Katholische Texte
zum Umgang mit anderen Konfessionen, Religionen und religiösen Bewegungen und zur Religionsfreiheit:
- II. Vatikanisches Konzil: Dignitatis humanae
- Erklärung über die Religionsfreiheit: Dignitatis Humanae
- CIN - Vatican II DECLARATION ON RELIGIOUS FREEDOM Dignitatis Humanae
- DECLARATION ON RELIGIOUS FREEDOM -DIGNITATIS HUMANAE
- Bibelstellen im Text:
- "Gehet hin, und lehret alle Völker, taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie alles halten, was ich euch geboten habe." (Mt 28,19-20)
- Jesus Christus nannte sich Menschensohn, der gekommen ist, "um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für die vielen." (Mk 10,45)
- Jesus Christus erwies sich als vollkommener Gottesknecht, der "das geknickte Rohr nicht zerbricht und den glimmenden Docht nicht auslöscht." (Mt 12,20)
- "Wer glaubt und sich taufen läßt, wird selig werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden." (Mk 16,6)
- "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist." (Mt 22,21)
- "mit Freimut das Wort zu sagen" (Apg 4,31)
- "Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen" (Apg 5,29)
- "Freiheit der Söhne Gottes" (Röm 8,21)
- "Es gibt keine Gewalt, die nicht von Gott stammt ... Jedermann sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan ...; wer sich der Gewalt widersetzt, widersetzt sich der Anordnung Gottes" (Röm 13,1-2)
- Durch Rücksicht auf die Schwachen zeigten sie, wie "jeder von uns Gott Rechenschaft für sich geben wird" (Röm 14,12)
- "im Heiligen Geist, in unheuchelter Liebe, im Wort der Wahrheit." (2 Kor 6,6-7)
- mit eifrichger Hingabe dafür arbeiten, "daß das Wort Gottes seinen Lauf nehme und verherrlicht werde." (2 Thess 3,1)
- Die Kirche bittet, daß "an erster Stelle Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen verrichtet werden ...; denn das ist gut und wohlgefällig vor Gott,vor unserm Erlöser, der will, daß alle Menschen selig werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen." (1 Tim 2,1-4)
- II. Vatikanisches Konzil: Unitatis Redintegratio
- Erklärung über den Ökumenismus: Unitatis Redintegratio
- CIN - DECREE ON ECUMENISM Unitatis Redintegratio - His Holiness, Pope Paul VI on November 21, 1964
- DECREE ON ECUMENISM - UNITATIS REDINTEGRATIO
- Bibelstellen im Text:
- "Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20)
- Christus kam zu uns "nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen" (Mt 20,28)
- "daß alle eins seien, wie Du, Vater, in mir, und ich in Dir, daß auch sie in uns eins seien: damit die Welt glaubt, daß Du mich gesandt hast." (Joh 17,21)
- Es ist zur Wiederherstellung der Einheit notwendig, "keine Lasten aufzuerlegen, die über das Notwendige hinausgehen." (Apg 15,28)
- "Die Hoffnung aber wird nicht zuschanden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unseren Herzen durch den Heiligen Geist, der uns geschenkt ist." (Röm 5,5)
- Das Evangelium ist "eine Kraft Gottes zum Heile für jeden der glaubt, für den Juden zuerst, aber auch für den Griechen." (Röm 1,16)
- "So ermahne ich euch denn, ich der Gefangene im Herrn, wandelt würdig der Berufung, zu der ihr berufen seid, mit aller Demut und Sanftmut, ertraget einander geduldig in Liebe; bestrebt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens." (Eph 4,1-3)
- "Ein Leib und ein Geist, wie ihr berufen seid in einer Hoffnung eurer Berufung. EIN Herr, EIN Glaube, EINE Taufe." (Eph 4,4-5)
- Denn "ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen ... Ihr alle seid ja einer in Christus Jesus" (Gal 3, 27-28)
- Gott bereichert die Kirche Jesu Chrisi mit mannigfaltigen Gaben "zur Vollendung der Heiligen im Werk des Dienstes, zum Aufbau des Leibes Christi" (Eph 4,12)
- "Ihr seid in der Taufe mit ihm begraben, in ihm auch auferstanden und durch den Glauben an das Wirken Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat." (Kol 2,12)
- "Alles, was immer ihr tut in Wort und Werk, tut alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus, und danket durch ihn Gott dem Vater" (Kol 3,17)
- "Wenn wir sagen, wir hätten nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns." (1 Joh 1,10)
- II. Vatikanisches Konzil: Gaudium et spes
- Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute: Gaudium et spes
- PASTORAL CONSTITUTION: ON THE CHURCH IN THE MODERN WORLD - GAUDIUM ET SPES
- CIN - Vatican II PASTORAL CONSTITUTION[1] ON THE CHURCH IN THE MODERN WORLD Gaudium et Spes
- II. Vatikanisches Konzil: Nostra Aetate
- Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nicht-christlichen Religionen: Nostra Aetate
- CIN - Vatican II DECLARATION ON THE RELATION OF THE CHURCH TO NON-CHRISTIAN RELIGIONS - Nostra Aetate October 28 1965
- Bibelstellen im Text:
- Christus ist "der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6)
- Paulus sagt über die Juden, dass "ihnen die Annahme an Sohnes Statt und die Herrlichkeit, der Bund und das Gesetz, der Gottesdienst und die Verheißungen gehören wie auch die Väter und daß aus ihnen Christus dem Fleische nach stammt." (Röm 9,4-5)
- Die Gläubigen sollen mit leidenschaftlichem Ernst "einen guten Wandel unter den Völkern führen" (1 Petr 2,12)
- "Wer nicht liebt, kennt Gott nicht" (1 Joh 4,8)
- Johannes Paul II: Ut unum sint. Enzyklika über den Einsatz für die Ökumene (1995)
- Päpstlicher Rat zur Föderung der Einheit der Christen
- Profil
- Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre von der katholischen Kirche und des lutherischen Weltbundes (31. Oktober 1999)
- Päpstlicher Rat für den interreligiösen Dialog
- Kommission für den interreligiösen Dialog mit dem Judentum
- Kommission für den interreligiösen Dialog mit dem Islam