Helmut Zenz: Karl Buchheim im Internet
Karl Buchheim
Historiker und Philosoph (1889-1982)
Bilder
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Biographie
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* 27.3.1889 in Dresden als Karl Arthur Buchheim als Sohn von Arthur Buchheim,
Postbeamter, und Mutter Nanny, geb. Joly, geboren und protestantisch getauft.
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1908: Reifezeugnis am humanistischen Gymnasium
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1908-1913 Studium in Jena, Bonn und Leipzig. In dieser Zeit vollzog
sich nach anfänglichen monistischen und polytheistischen Ideen seine
bewußte Hinwendung zum christlichen Glauben, zunächst in der
Ausprägung der kursächsischen Landeskirche, jedoch ohne jeglichen
antikatholischen Affekt
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1913 Dr. phil. an der Universität Leipzig bei Karl Lamprecht über
"Die Stellung der Kölnischen Zeitung im vormärzlichen rheinischen
Liberalismus".
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1914 Staatsexamen für das höhere Lehramt in Geschichte, Deutsch
und Latein, anschließend praktisch-pädagogischer Probedienst
und Lehrertätigkeit am Gymnasium Zwickau
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Januar 1915 Kriegsdienst. Einsatz an der Westfront im Elsaß. Nach
einem Oberschenkeldurchschuss kam er in ein Lazarett in Ellwangen zur Ausheilung.
Während seines Lazarett-Aufenthaltes fing er für die Zeitschrift
"Die Grenzboten" (bis 1919) erste Aufsätze zu publizieren, ab dann
auch in anderen Zeitschriften und Zeitungen. Ebenfalls in dieser Zeit näherte
er sich erstmals dem katholischen Glauben an und von den gegen einen Friedensschluß
gerichteten Bestrebungen der 1917 gegründeten Deutschen Vaterlandspartei
ab.
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August 1916 Gymnasiallehrer in Freiberg/Sachsen.
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Dezember 1918 Eintritt in die von Stresemann neu gegründete Volkspartei
unter dem Eindruck der Revolution. Stresemann führte dann aber in
den Augen B.s die Partei in eine verkehrte Richtung geführt
hat. "Stresemanns staatsmännischer Fehler sei es gewesen, daß
er bis zum Kapp-Putsch die Demokratie und die deutsche Republik nicht ernst
genommen habe." (Erinnerungen, S. 105). Nach dem von Stresemann tolerierten
Putsch wechselte er, obwohl protestantisch, zum Zentrum.
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ab 1919 Studienrat
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Ab November 1920: Engagement in der Hochkirchlichen Bewegung in führenden
Stellungen für die Annäherung der Standpunkte zwischen den deutschen
Protestanten und Katholiken
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1921 Heirat mit Johanna, geb. Böhm
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1922 Geburt seines Sohnes Hans Buchheim, dem späteren bekannten Philosophen,
Zeitgeschichtlichers und Politikwissenschaftlers
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Herbst 1925 Austritt aus der Hochkirchlichen Bewegung "mit der ganzen `katholischen´
Gruppe" (Erinnerungen, S. 135) angesichts der zunehmenden Auseinandersetzungen
mit der "preußischen Gruppe" austrat. Gemeinsam mit Alfred von Martin
gründete er einen eigenen "Hochkirchlich-Ökumenischen Bund"
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1925-1928 Zeitschrift des neuen Bundes unter dem Titel "Una Sancta" erschien,
weiterhin dann unter dem Titel "Religiöse Besinnung".
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Ab 1926 Allmählich Distanzierung Buchheims auch von diesem Bund.
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1934 Entlassung in den Ruhestand auf eigenen Wunsch, letztlich aber aus
politischen Gründen und unter Zahlung der Pensionsbezüge
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1934-1945 "Innere Emigartion". Zusammenarbeit als Privatgelehrter mit dem
Institut für Kultur- und Universalgeschichte in Leipzig; freier Schriftsteller
und Verlagslektor beim Jakob Hegner-Verlag
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1942 Konversion zur katholischen Kirche, nicht zuletzt aufgrund seiner
intensiven Beschäftigung mit Leibniz, Descartes, Augustinus und vor
allem der Heiligen Schrift.
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1942/43 Flüchtige Kontakte mit dem Widerstandskreis um Goerdeler
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1943-1945 Verlagsleiter beim Heller- und Trauschnitz-Verlag im Verlagshaus
Brandstetter in Leipzig.
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1944-1948 Bibliotheks-Rat an der Universitäts-Bibliothek.
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1945/46 Mitglied des Antifa-Blocks Leipzig
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1945/46 Mitbegründer der Demokratischen Partei Deutschlands (DPD),
dann der CDU Leipzig, für die er Stadtverordneter wird.
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1945-1950 Mitarbeit im CDU-Landesverband Sachsen
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1946 CDU-Parteitag
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Mai 1946 Habilitation an der Universität Leipzig für Geschichte
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1946-1950 Dozent an der Universität Leipzig
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1946 bis Frühjahr 1949 Erzwungene Zusammenarbeit mit dem sowjetischen
Geheimdienst
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Oktober 1946-1950 MdL Sachsen
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5.1.1948 Kommissarischer Leiter (Direktor) der Leipziger Universitätsbibliothek
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1949 CDU-Kulturtagung Eisenach
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Nachdem es vermehrt zu Auseinandersetzungen mit der Sozialistischen Einheitspartei
Deutschlands gekommen war und er die weitere Entwicklung in der Sowjetischen
Besatzungszone kritisch betrachtete, orientierte sich Buchheim stärker
in die Westzonen. Er erhielt von der Technischen Universität München
und vom dortigen Institut für Geschichte der nationalsozialistischen
Zeit, dem späteren Institut für Zeitgeschichte, Angebote, so
dass er eine legale Ausreise anstrebt.
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Mai 1950 Genehmigung einer legalen Ausreise
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1950 Mitarbeit im kulturpolitischen Ausschuß der CDU
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1950-1957/1958 a.o. Professor für neuere Geschichte an der TU München;
freie Mitarbeit am Institut für Zeitgeschichte
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1957 Emeritierung, anschließend Engagement bei der Katholischen Akademie
in Bayern.
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1972 Beendigung der öffentlichen Vortragstätigkeit
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Frühjahr 1973-Dezember 1977 Verfassung der "Erinnerungen 1889-1972",
die auf Tagebuchaufzeichnungen von 1908 bis 1975 beruhen. "Die Erinnerungen
lassen nachvollziehen, wie sich frühzeitig bei B. ein konservativ-kursächsisches,
stark antipreußisch geprägtes Geschichtsbild entwickelte, das
zunehmend eine antiprotestantische Färbung annahm." (U. Wengst).
Bismarck und Luther werden von Buchheim stets in einem Atemzug kritisiert.
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zuletzt wohnhaft in der Einsteinstr. 149, 8000 München 80
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+24.8.1982
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Archiv
ACDP der Konrad Adenauer Stiftung:
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DPD bzw. CDU Leipzig,
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CDU-LV Sachsen: Ausarbeitungen, Rundschreiben, Protokolle, Korrespondenz
und Zeitungsausschnitte 1945-1950;
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Antifa-Block Leipzig 1945/46;
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CDU-Parteitag 1946;
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CDU-Kulturtagung Eisenach 1949;
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CDU-Kulturpolitischer Ausschuss 1950;
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Autobiographie 1977 (Kursächsische Landes- und Lebensgeschichte, Ms.).1945-1977
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0,4 lfm
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Nachlaß
im Institut für Zeitgeschichte München
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Nachlaß. - Orig., Kop., 12 Kartons, 2 Boxen.
Bibliographie
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Primärliteratur
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1913-1933
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Die Stellung der Kölnischen Zeitung im vormärzlichen rheinischen
Liberalismus, 1913. - IX, 285 S. (Leipzig, Univ., Diss., 1913. - Erw. als:
Beiträge zur Kultur- und Universalgeschichte ; 27); Leipzig 1914.
- XI, 430 S. (Beiträge zur Kultur- und Universalgeschichte ; 27)
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Frankreich und die Gründung des Norddeutschen Bundes: zum halbhundertjährigen
Gedächtnis des Präliminarfriedens von Nikolsburg, 25. Juli 1866;
Die Reichsgründung; Bismarckgeist; Der internationale Gedanke; Aus
der politischen Vergangenheit der deutschen Katholiken; Noch ein Wort über
Belgiens Zukunft; Zum Burgfrieden unter den Weltanschauungen, alle in:
Die Grenzboten, 75, 1916
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Das neue Flandern; Das belgische Kriegsziel und die Friedenserklärung
des Reichstags; Das Vermächtnis Brucks; Kräfte von innen; Das
mitteleuropäische Kriegsziel; Die belgische Neutralität; Der
belgische Staatsnationalismus; alle in: Die Grenzboten, 76, 1917;
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Belgien als Faustpfand; Der sozialdemokratische Parteitag; Die Politik
der Deutschen Volkspartei, Kirchlicher Patriotismus, alle in: Die Grenzboten,
77, 1918/19;
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Die schwarzrotgoldene Fahne, in: Sächsische Volkseitung, 29.1.1921;
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Zur Beurteilung von Luthers Werk und Wirkung, in: Una Sancta, 1925, 11,
168-170 und 12, 190-193;
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Symbolum Nicaenum. Prinzipielles am Ausgang des Säkularjahres des
ersten ökumenischen Konzils, in: Una Sancta, 1925, 12, 186-187;
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Die sächsischen Wahlen, in: Der Zusammenschluß, 1926/27, 9,
14-20;
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Karl Brüggemann als Revolutionär, in: Literaturbeilage der Kölnischen
Zeitung, 1927, Nr. 5ff.;
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Heinrich von Sybel und der Staatsgedanke, in: Historische Vierteljahresschrift
26, 1931, 1
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Ökumenische Besinnung, in: Religiöse Besinnung, 1931/1932, 1,
55f.;
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Heinrich Kruse, 1933 (Pommersche Lebensbilder, Bd. 1)
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1933-1945
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Wahrheit und Geschichte . Leipzig : Hegner, 1935. - 234 S.; mit dem
Untertitel "zur Begegnung von Glaube und Wissenschaft". München (2)1950.
- 271 S.
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Ein Philosoph des Gegensatzes. Versuch über das Denken Romano Guardinis
(Der Gegensatz; Der Mensch und der Glaube; Christliches Bewußtsein),
in: Eckart. Dichtung, Volkstum, Glaube, Berlin, 11, 1935, 10, S. 444-451
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Bild Gottes. Zum Verständnis der Philosophie Theodor Haeckers,
in: Eckart. Blätter für evangelische Geistesarbeit 11, 1935,
151 ff.
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Brüggemann, Karl Heinrich, in: Westfälische Lebensbilder,
Bd. VII, 1936, S. 121
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Leibniz, in: Ihlendorf, Kurt (Hrsg.): Die Stunde des Christentums. Eine
deutsche Besinnung. Aufsätze und Berichte, Berlin 1937; (2)1938
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Logik der Tatsachen: vom geschichtlichen Wesen der Schöpfung, Leipzig
1937. - 265 S.; München 1959. - 294 S.
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Leibniz in seiner und unsrer Zeit, in: Hochland, 35, 1937/1938, Bd. 1,
417-431;
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Glaubensverwandte Wissenschaft, in: Hauswedell, Ernst L. u.a. (Hrsg.):
Werke und Tage : Festschrift für Rudolf Alexander Schröder zum
60. Geburtstage am 26. Januar 1938, Berlin 1938;
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Steins Vaterland, in: Hochland, 38, 1941, Juni; auch als Sonderdruck
-
Geschichte, einschl. Geschichtsphilosophie, in: Katholische Enzyklopädie
für Japan, 1938
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Das Maß der Dinge, in: Die neue Rundschau, August 1938, 122-140;
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Das Maß der Dinge, in: Neues Reich 1938;
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Was ist Wahrheit? Zum Aufbau einer christlichen Philosophie, in: Eckart,
14, 1938, 73-82;
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Cogito ergo sum, in: Hochland, 37, 1940
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Die Glaubensspaltung, in: Eckart, 1940
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Vom Ursprung der Romantik, in: Eckart, 16, 1940, 128-132;
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Die dritte Bitte des Vaterunser, in: Eckart, 16, 1940, 208-212;
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Steins Vaterland, in: Hochland, 38, Juni 1941;
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Leibniz in seiner und unserer Zeit, in: Hochland, 38, 1941
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Unser Nächster, in: Eckart, 17, 1941, 4-9;
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Das Bekenntnis von Nikäa, in: Eckart, 18, 1942, 40-46;
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Augustins Traktat `Von der Gottesstadt´, in: Eckart, 18, 1942, 237-245;
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Humanismus der Krisis, in: Eckart, 19, 1943, 73-76;
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/Wahl, Irmgard: Deutsche Balladen - Eine Auswahl aus zwei Jahrhunderten,
Verlag Bernhard Tauchnitz, Leipzig 1944
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1945-1982
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Kleine Leibnitzbiographie: Denkschrift der Universität Leipzig, Hrsg.:
Nachrichtenamt der Stadt Leipzig, Leipzig, 1946,7 S.
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Der Philosoph der Monaden, in: Hochland, 39, 1946/47, 90-92;
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Grundlagen und Anfänge des politischen Katholizismus, in: Frankfurter
Hefte 2, 1947, 1224-1236.
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Luthers geistlicher Aufbruch, in: Berliner Hefte, 1948
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Das messianische Reich: über den Ursprung der Kirche im Evangelium,
München 1948; ca. 1949. - 462 S.
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Suleika: vom Ewigen in der Liebe. München 1948. - 71 S.
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Macht und Mißbrauch des politischen Berufungsgedankens, in: Hochland,
1949
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Leidensgeschichte des zivilen Geistes oder die Demokratie in Deutschland
.München 1951. - 136 S.; Militarismus und ziviler Geist: die Demokratie
in Deutschland, München (2., erw.)1964. - 142 S.
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Die Heilige Allianz, in: Neues Abendland 6, 1951, 675 ff.
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Partei und Weltanschauung - Grundsätzliches und Geschichtliches.
Maschinenschriftliches erstes Manuskript des Artikels "Der Ursprung der
deutschen Weltanschauungspartei" (13 S. A 4) nebst beiliegendem unterzeichnetem
Brief vom Verleger Franz Josef Schöningh, datiert 22.6.1951, noch
im Antiquariat "Ernst
von Salomon".
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Der Ursprung der deutschen Weltanschauungspartei, in: Hochland, 43,
1951, August; auch als Sonderdruck
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Bibliotheken als Opfer und Werkzeug der Sowjetisierung : zur Lage des Büchereiwesens
in der sowjetischen Besatzungszone, hrsg. vom Bundesministerium für
Gesamtdeutsche Fragen, Bonn: Bundesmin. für Gesamtdt. Fragen, 1952,
69 S. (Bonner Berichte aus Mittel- und Ostdeutschland)
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Luthers Anfechtung. Sonderdruck aus: Hochland, 44, 1952, April; auch als
Sonderdruck 1952;
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Der Engel der Krim (Florence Nightingale), in: Hochland, 45, 1953, August
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Geschichte der christlichen Parteien in Deutschland, München 1953;
(2)1961. - 466 S.
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Die Partei Gerlach-Stahl, in: Alfred Hermann (Hrsg.), Aus Geschichte und
Politik. Festschrift zum 70. Geburtstag von Ludwig Bergstraesser, Düsseldorf
1954, S. 41-56
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/Aretin, Karl Otmar von (Hrsg.): Aretin, Erwein von: Krone und Ketten:
Erinnerungen eines bayerischen Edelmannes. München : Süddt. Verl.,
1955. - 443 S. : Ill.
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Kettelers Gegenkandidat. Ein Beitrag zur dt. Parteigesch. um 1848, in:
HJ 74, 1955, 473-484´
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/Binkowski, Johannes: Die Pflicht zur Politik. Rottenburg am Neckar:
Akademie der Diözese, 1957, 31 S. (Beiträge zur Begegnung
von Kirche und Welt ; 29/30)
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Die Weimarer Republik: Grundlagen und politische Entwicklung, München
1960. - 140 S.; (2)1961. - 142 S., Untertitel: Das Deutsche Reich
ohne Kaiser, (3., neubearb. und erw. )1970 - 158 S.; Genehmigte, erw.Taschenbuchausg.
München 1977. - 239 S., zahlr. Ill.
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Die unpolitische deutsche Kultur, in: Hochland, 52, 1960, April; auch
als Sonderdruck
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Zweiteiliger Briefwechsel mit Helmuth Plessner über Buchheims Artikel
"Die unpolitische deutsche Kultur", datiert "Göttingen, 5. Juli 1960"
und "München, 11. Juli 1960". Von Plessner eigenhänig unterzeichnet,
noch im Antiquariat
"Ernst von Salomon".
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Warum das Zentrum unterging, in: Hochland 53, 1960/61, Oktober, 15ff.;
auch als Sonderdruck
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Der deutsche Verbandskatholizismus. Eine Skizze seiner Geschichte, in:
Bernhard Hanssler (Hrsg.), Die Kirche in der Gesellschaft. Der deutsche
Katholizismus und seine Organisationen im 19. und 20. Jahrhundert, Paderborn
1961, 30-83
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Die letzten Jahre Leos XIII., in: Hochland, 55, 1962/1963, 51-60
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Ultramontanismus und Demokratie: der Weg der deutschen
Katholiken im 19. Jahrhundert, München 1963. - 545 S.
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Die Frage nach der katholischen Partei, in: Zeitschrift für Politik
10, 1963, 63-77
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Wilhelm Gustav Werner Volk (Ps.: Ludwig Clarus), in: LThK Bd.10, (2)1965,
837
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Heinrich Brüning und das Ende der Weimarer Republik, in: Hochland,
58, 1965/66, 501ff.
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Deutsche Kultur zwischen 1830 und 1870 . Frankfurt a.M. 1966. - 261
S. : Ill., Taf.
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Deutsche Kultur 1830-1850, in: Handbuch der Kulturgeschichte, 1966
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Katholik in Freiheit und Verantwortung: Beiträge zu Zeitfragen,
hrsg. von Erich Klausener, Berlin 1966. - 174 S.
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Das Zentrum und die Republik, in Hochland, 59, 1966/67, 2, S. 111 -
128
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Die Wendung zum Westen. Anmerkungen zu Adenauers Memoiren, in: Die Zeitwende
37, 1966
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Das deutsche Kaiserreich: 1871 - 1918 ; Vorgeschichte, Aufstieg, Niedergang,
München 1969. - 303 S.
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Das Ende Preußens. Sonderdruck aus: Hochland, 62, 1970, November/Dezember
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Die Katholiken und die deutschen Widersprüche, in: Hochland, 63, 1971,
5, 429-450
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Über das Verhältnis von Tradition und Fortschritt, in: Neues
Hochland, 65, 1973, S. 250-261
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Der historische Christus : geschichtswissenschaftliche Überlegungen
zum Neuen Testament, München : Kösel, 1974. - 244 S.
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Constantin Frantz als Wahl-Sachse, Historisches Jahrbuch der Görres-Gesellschaft,
HJb, 94, 1974, S. 243-246
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[Kursächsische Landes- und Lebensgeschichte einschließlich Memoiren
und Briefwechsel], [München], [_circa_ 1980]
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zahlreiche Beiträge in: Staatslexikon; Aufsätze in Hochland,
Zeitenwende, Politisch-soziale Korrespondenz, Rheinischer Merkur
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weitere zahlreiche Beiträge in: Staatslexikon; Aufsätze in
Hochland, Zeitenwende, Politisch-soziale Korrespondenz, Rheinischer Merkur;
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/Nahmer, Ernst von der (Bearb.): Beiträge zur Geschichte der Kölnischen
Zeitung, ihrer Besitzer und Mitarbeiter . M. DuMont Schauberg <Köln>.
Köln 1920-1979
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Bd. 1: Köln 1920
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Bd. 2: 1831-1850: Von den Anfängen Joseph Dumonts bis zum Ausgang
der deutschenbürgerlichen Revolution, Köln 1930.
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Bd. 3: 1850-1858: Der Aufstieg zur Weltpresse im Preussen der Reaktion,
Köln 1976, 339 S.
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Bd. 4: 1858-1867: Gegen u. mit Bismarck auf dem Weg zur deutschen Einheit,
1858-1867, Köln 1979
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(Bearb.) von Schulbüchern für Geschichte in der Oberstufe:
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Band Oberstufe.+T. 4. Die Neuzeit
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+Halbbd. 1. 1952, 1952. - 150 S.;
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+Halbbd. 2. 1953, 1953. - 266 S.;
-
Band Ausg. B, Oberstufe.+T. 3. Europa in der Welt, 1954; (2)1958. - 303
S.
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posthum
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Kursächsische Landes- und Lebensgeschichte einschließlich Memoiren
und Briefwechsel]; München ca. 1980, teilweise posthum veröffentlicht
u.d.T.: Eine sächsische Lebensgeschichte: Erinnerungen 1889-1972,
bearb. von Udo Wengst und Isabel F. Pantenburg. München 1996 (Biographische
Quellen zur Zeitgeschichte; 16).
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Chronologische Bibliographie der Sekundärliteratur
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1945-1982
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Rahner, Karl: Rezension zu Karl Buchheim: Wahrheit und Geschichte. 1935.
- Erstveröffentlichung in: Scholastik 11, 1936, S. 454 (auch in: Sämtliche
Werke. Bd. 2. = BR 16)
-
Löwith, Karl: Rezension zu Karl Buchheim: Wahrheit und Geschichte,
in: Zeitschrift für Sozialforschung, 1936
-
Bense, M.: Rezension zu Karl Buchheim: Logik der Tatsachen. i: Kölnische
Zeitung Nr. 130, Die Literatur Nr. 11, 13. März 1938.
-
Goppelt, Leonhard: Rezension von Karl Buchheim: Das messianische Reich.
In: ThLZ 75, 1950, 32-35
-
Kroll, Edith: Preußentum und Demokratie: zu Karl Buchheims "Leidensgeschichte
des zivilen Geistes", in: Neues Abendland, München, 8, 1953, S. 56-57
-
Kurzrezension zu: Karl Buchheim: Ultramonatnismus und Demokratie, in: Utz,
Arthur: Bibliographie der Sozialethik, IV, 1963-1965, Düsseldorf 1966,
S. 484
-
Maier, Hans: Rezension zu Karl Buchheim: Ultramontanismus und Demokratie,
in: Der Staat, 1968
-
Grässer, Erich: Rezension zu Karl Buchheim: Der historische Christus,
in: ThLZ, 1975
-
Kurzrezension zu: Karl Buchheim: Der historische Christus, in: Internationale
Zeitschriftenschau für Bibelwissenschaft und Grengebiete, Bd. XX,
1975/1976, S. 333
-
Riesner, Rainer: Rezension zu: Der historische Christus, in: ThBeitr 6,
1975, H. 5, 211f.;
-
Wengst, Udo: Einleitung, in: Buchheim, Karl: Eine sächsische Lebensgeschichte,
1996, S. 9-14;
-
Cornelißen, Christoph: Geschichte und Politik im Gleichschritt? Rezension
zu: Eine sächsiche Landesgeschichte, in: Neue politische Literatur,
1997, 2, 282/286?
-
Kürschners Gelehrtenlexikon 1935; 1940/41; 1983
-
Wer ist wer?, 1951; 1983 u.ö.;
-
RGG;
-
posthum
Thesen
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Zum Werk: B.s Werk ist gekennzeichnet von der Verknüpfung
von "Wahrheit", "Geschichte", "Glaube" und "Wissenschaft". So verwundert
es nicht, daß seine erste größere Arbeit diese vier Worte
im Titel trägt: "Wahrheit und Geschichte. Zur Begegnung von Glaube
und Wissenschaft" (1935). Schon bald erkennt B. dabei die Metaphysik von
Leibniz und die Gegensatzphilosophie Romano Guardinis für diese Verknüpfung
als wegweisend. Im Zentrum seiner historischen Untersuchungen stehen dabei
der politische Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert und die Geschichte
christlicher Parteien in Deutschland. Mit am bekanntesten ist dabei seine
Untersuchung über das Verhältnis von "Ultramontanismus und Demokratie"
(1963). Überhaupt kann er als ausgezeichneterAnalytiker der deutschen
Kultur und Geschichte vom 1830 bis 1918 und der Vorgeschichte von 1933
betrachtet werden. Im einzelnen:
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I. Geschichte des politischen Katholizismus in Deutschland:
Schon in seiner Dissertation macht er auf die Diskrepanz zwischen historischer
Realität und perspektivischer Wahrnehmung des Ultramontanismus aufmerksam.
Während Karl Marx als Vertreter der Rheinischen Zeitung die Kölnische
Zeitung von 1841 polemisch eine "Winkelzeitung" nannte und dies unter allen
Hegelianern geradezu als "unbestreitbare Tatsache" galt, arbeitet B. heraus,
daß diese Zeitung vor 1848 ein Dokument dafür ist, daß
der deutsche Liberalismus in seiner "rheinischen" Ausprägung keineswegs
nur ein "Sohn des rationalistischen Geisteslebens" ist und nicht "aus einem
für das 19. Jahrhundert vollkommen reaktionären Prinzip, wie
es das rationalistische ist" abgeleitet werden kann. Anders als im französischen
Konstitutionalismus sei der deutsche Liberalismus in weiten Teilen mit
der organischen deutschen Staatslehre verknüpft geblieben und so bekäme
der Liberalismus eine romantische Ader und die weltbürgerliche empfindende
Romantik eine liberale Färbung. Im Kampf um Einfluß zwischen
der liberalen und der klerikalen Partei obsiegten zwar die Liberalen, doch
nur, weil gerade viele "ultramontane" Katholiken liberal und nicht klerikal
waren und sich der rheinische Liberalismus (v.a. Hermes) den christlichen
Charakter des Staates gegen die Junghegelianer um Marx betonte. Der Zeitraum,
in dem Christen sich des Instruments politischer Parteien bedienen, beginnt
für ihn mit dem napoleonischen Konkordat von 1802 und der großen
deutschen Säkularisation von 1803. Dabei sei der politische Katholizismus
von Anfang an "seiner Entstehung nach ein Bruder des bürgerlichen
Liberalismus und der sozialistischen Arbeit" (vgl. Grundlagen und Anfänge
des politischen Katholizismus, 1947). B. skizziert die "Leidensgeschichte
des zivilen Geistes" gegenüber dem Militarismus (1951/1964). Darin
gelangt er zur Überzeugung, daß "das ganze Problem der Demokratie
in Deutschland nur in der Auseinandersetzung mit dem preußischen
Militarismus richtig behandelt werden" könne. "Die Armee und die Demokratie
wurden in Deutschland antithetische Faktoren". So wie Militarismus und
Autokratie gehören für B. Liberalismus und Demokratie als Idee
und Form zusammen. Beide dürften aber nicht von ihren religiösen
Wurzeln getrennt werden. Diese Wurzeln immer wieder aufzuzeigen hat sich
B. zum Ziel gesetzt. Die endgültige Erschütterung der Demokratie
in Deutschland beginnt für ihn daher beim durch Schleicher initiierten
Entschluss der Militaristen, in Deutschland wieder die Macht zu übernehmen,
und das Versagen des politischen Katholizismus darin, Brüning zugunsten
von Papen, dem "Vertrauensmann der reaktionären Kreise", fallen zu
lassen. B. beschäftigt sich in seiner "Geschichte der christlichen
Parteien in Deutschland" (1953) von ihrem Ursprung in Frankreich als Widerstandskbewegung
gegen den gallikanischen Cäsaropapismus Napoleons bis zur Verwirklichung
des Unionsgedankens nach 1945. Sie endet mit der Schlußbemerkung:
"Christliche Politik kann in der demokratisierten Gesellschaft moderner
Kulturvölker nur demokratisch sein, weil sie eine Politik der Freiheit
ist. Im feudalen Zeitalter gab es ständische Freiheiten. Im demokratischen
Zeitalter kann es nur entweder die unfreie Gleichheit unter einem Despoten
oder aber die allgemeine demokratische Freiheit geben, die selbstverständlich
nicht ausschließt, sondern sogar verlangt, daß es auch Gliederung
der Massen gibt." In seinem Nachwort zu Erwein von Aretins Erinnerungen
(1955) plädiert B. für eine "bündische Demokratie". Nur
sie könne den Schutz ihrer Bürger "vor Apparatismus und Majorisierung"
schützen. In seiner Studie "Ultramontanismus und Demokratie" (1963)
setzt er sich die Aufgabe, "zu zeigen, daß der Ultramontanismus eine
Form der Demokratie, die katholische Vorform der christlichen Demokratie
im nationalstaatlichen Zeitalter war, die gegen den "Hegelschen Wahnsinn"
der "Gottstaaten" ankämpfte. So sei es "zweifellos, daß hier
ein Freiheitskampf der Kirche begann, und auch ein Kampf für die Freiheit
des einzelnen katholischen Gewissens, das ohne den Rückhalt an der
Weltkirche im Zeitalter der schrankenlosen Nationalstaatlichkeit, das Europa
durchlebte, in Gefahr war, den Omnipotenzansprüchen des Staats- und
Nationalgedankens zu erliegen." Die übernationale römisch-soziale
Idee des Ultramontanismus, daß die Kirche "Civitas Dei" neben den
staatlichen "Civitates" sei, ist zur Grundlage der "christlichen Demokratie"
geworden und habe sich im Kulturkampf bewährt, indem eine absolutistisch-preußische
Staatskirche verhindert worden sei. So war "der `Ultramonatanismus´als
solcher schon nichts anderes als eine Form der christlichen Demokratie."
Dies hätten selbst viele liberale Katholiken nicht verstanden, die
den Ultramonantanismus ebenfalls auf Papsthörigkeit und päpstliche
Einmischung reduzierten. Dies habe sich erst mit Leo XIII. Enzyklika
"Graves de communi" (1901) allmählich geändert, in der dieser
versuchte, die gefährliche, selbst unter Katholiken weit verbreitete
Gleichung Katholisch=Antidemokratisch aufzulösen, indem er den Namen
"Demokratie" für den Katholizismus zu rezipieren versuchte. B. zeigt:
"Nicht die Regierungsformen, sondern die Anerkennung von Naturrecht und
Evangelium" sind für den Papst ausschlaggebend. Dies habe "christliche
Demokraten" wie Romolo Murri und Luigi Sturzo in Italien oder in Deutschland
den jungen Carl Sonnenschein ermutigt. Nach einer Studie über die
Grundlagen und die politische Entwicklung der "Weimarer Republik" (1960)
kann B. 1966 die Frage "Wie kam es zum Jahre 1933?" (1966) damit beantworten,
daß zu viele Personen glaubten, Hitler Glauben schenken zu dürfen.
Daher seien sie seelisch nicht für einen Kirchenkampf gerüstet
gewesen, der erneut verlangt hätte, die Abstempelung als "ultramontan"
und "national unzuverlässig" gelassen auf sich zu nehmen und der totalitären
Autokratie zu widerstehen. Daraus erhofft sich B. für die Zukunft,
dass "der Demokratie in Deutschland auf verhängnisvollem Umweg über
Hitler wenigstens ein Gewinn an Selbstgewißheit zugefallen" sei.
-
II. Geschichtsphilosophie: In "Wahrheit und Geschichte" (1935)
plädiert B. für eine "zeitgerechte Geschichtserkenntnis". Zu
einseitig sei der Wissenschaftsbegriff der Neuzeit durch formale Mathematik
bestimmt. Deren Grundlage sei im leeren Raum gegeben. Dagegen müßte
die Erkenntnis viel stärker von der Zeit, in der alle wirklichen Dinge
der geschaffenen Welt existieren, und von der Erfahrung ihres Schicksals,
dem alle unterworfen sind, her verstanden werden. B.s Überzeugung:
Allein aus der Geschiche allein könne die ganze und lebendige Wahrheit
erfahren werden. Diese Auseinandersetzung setzt B. in seinem Buch "Logik
der Tatsachen. Vom geschichtlichen Wesen der Schöpfung" (1937) fort.
Darin favorisiert er das philosophische Denken von Leibniz als Korrektiv
von Kants und Hegels Einseitigkeiten. Dieses Leibnizsche Denken habe "einen
Mittelpunkt, eine zentrale Einsicht ..., daß dem siebzehnten Jahrhundert
ein neuer Aristoteles dienlich gewesen wäre", der die Metapyhsik auf
einer logischen Grundlage von ähnlicher Beständigkeit wie bei
Aristoteles wiederherstellen sollte. Leibniz habe dazu aber nur Vorarbeiten
geleistet, und überdies hätten seine Erkenntnisse über die
materiale Logik des Weltgeschehens keine Wurzeln geschlagen. "Kant ging
daran vorüber und empfahl moralische Postulate als ausreichende Grundlage
für Metaphysik. Hegel schien den Stein der Weisen gefunden zu haben,
als er behauptete, die Bewegung der Weltgeschichte sei mit der Selbstbewegung
des Denkens eins." Klages und viele mit ihm seien dagegen endgültig
zur mythischen Grundlegung der Metaphysik zurückgekehrt, mit fatalen
Auswirkungen im "Mythos des 20. Jahrhunderts". B. möchte dagegen wieder
- wohlgemerkt 1935/1937 - an Leibniz anknüpfen, der uns "die Möglichkeit
der Wiederaufrichtung eines echten Wissens um das Wesen der Dinge" verbürge.
Dies führt B. auch dazu, im Buch "Das Messianische Reich. Über
den Ursprung der Kirche im Evangelium" (1948) Rechenschaft zu geben, "wie
folgenschwer es für die deutsche Intelligenz gewesen sei, daß
in der landläufigen Vorstellung bei uns das Reich Gottes zu einem
Reich rein moralischer Werte und zu einer bloß geistigen Beziehung
zwischen Gott und Mensch einschrumpfte." Dagegen würde das Evangelium
ein Reich umfassen, "das den ganzen Menschen samt physischer Leiblichkeit
und politischer Öffentlichkeit umfaßt." In diesem Sinne müsse
sich auch "die Kluft zwischen Evangelium und Kirche" im deutschen Bewußtsein
schließen. Die Lösung des gesamten Problems gehöre "mit
zu den Fragen der Revision unserer Geschichtsauffassung, die ja gewiß
den Angelpunkt aller Geschichte nicht übersehen darf." Dieser Angelpunkt
ist die Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus. Konsequenterweise folgt
daher als letztes großes Werk "Der historische Christus. Geschichtswissenschaftliche
Überlegungen zum Neuen Testament" (1974). Es beginnt mit der erneuten
Feststellung: "Die Wahrheit des Christentums - auch des Judentums und des
Islams, aber vorzüglich des Christentums - ist Wahrheit in der Geschichte."
Seine Erkenntnis ist zugleich Bekenntnis und in Bezug auf das "hohe Alter"
des Verfassers Vermächtnis: "Man kann schwerlich von Jesus von Nazareth
sprechen, ohne zugleich ein Bekenntnis abzulegen, ob man ihn als den Christus
anerkennt, der die Mitte der Geschichte ist, oder ob man nur eine relative
Figur in ihm sieht wie andere auch." So möchte ich auch für B.s
Person und Werk konstatieren, was er selbst viele Jahre zuvor (1935) über
Romano Guardini ausgesagt hatte: "Hoffentlich kann dieser Überblick
genügen, dem Leser deutlich zu machen, wieso sich ... die wissenschaftliche
Erkenntnis mit dem christlichen Glauben in voller Freiheit verschwistern
kann."
Internet
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Außer dem Nachlaß-Hinweis und den ACDP-Angaben bisher kaum
nennenswerte Internet-Angebot zu Karl Buchheim gefunden.
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Helmut
Zenz
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