Helmut Zenz:
Dom Helder Camara im
Internet
Dom Hélder Câmara (1909-1999)
Inhaltsverzeichnis
Bilder
Wenn jemand gegen
folgende Zitierung der Bilder urheberrechtliche Einwände erheben möchte, kann er
sich jederzeit bei mir melden. Mir geht es lediglich darum, das Andenken an
diesen außergewöhnlichen Erzbischof mit Bildern zu illustrieren. mailto:helmut.zenz@t-online.de
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9Quellen:
1: http://www.ildialogo.org/foto/camara.jpg
2: http://www.paxchristi.be/images/camara.jpg
3: http://www.leksikon.org/images/camara.jpg
4: http://www.omiusa.org/grafx/domcamara.jpg
5: http://www.sojo.net/magazine/archives/soj9911/images/991120.jpg
6: http://www.manitese.it/pavar/camara/image3.gif
7: http://www.dhnet.org.br/memoria/images/helder.gif
8: http://www.sinet.it/Sfrancesco/testimoni/camara.jpg
9: http://www.fraternet.com/magazine/images/cama120.jpg
Biographie
Folgende Biographie ist in wesentlichen Teilen orientiert an der
Internet-Biographie von der nicht mehr erreichbaren Quelle:
http://www.domhelder.com.br, allerdings korrigiert und durch weitere Daten
ergänzt, die der Presse, dem Internet oder anderen Publikationen entstammen.
Sollte jemand urheberrechtliche Einwände geltend machen, kann er sich jederzeit
an mich wenden. Ebenso bin ich für Korrekturen immer dankbar.
Kindheit, Jugend und Ausbildung
- 1909: Hélder Pessôa Câmara wurde am 7. Februar in Fortaleza/Ceará
in Nordost-Brasilien geboren und ist der 11. von 13. Söhnen einer einfachen
und vielköpfigen Familie, von der nur 8 Söhnen überlebt haben, denn seine
übrigen Brüder fielen einer Grippe(Diphterie)-Epidemie zum Opfer, die 1905 die
Region heimsuchte. Der Vater, João Câmara Filho, war Buchhalter in einer
Handelsfirma, während seine Mutter, Adelaide Pessoa Câmara, Grundschullehrerin
war. Der Name "Hélder", der Name einer kleinen Hafenstadt in den Niederlanden,
ist dem Vater zuzurechnen, dem dieser sehr gefiel. Sein Vater hatte eine große
Liebe für das szenische Theater, für die Dichtung und die französische
Literatur, was er auf seinen Sohn übertragen konnte. Seine Mutter war fromm,
gleichzeitig aber weltoffen.
- 1913: Im Alter von 4 Jahren zeigte Hélder besondere Aufmerksamkeit
für die Priester, die in seiner Gemeinde die Messe hielten, und äußerste zu
dieser Zeit bereits den Wunsch, ein "Lazaristen-Priester" zu werden. Ohne
Zweifel war dies der Einfluß der zahlreichen Priester des Lazarus-Orden, die
zu dieser Zeit in der Erzdiözese von Fortaleza tätig waren. In seiner Kindheit
wurde er oft von seiner Familie dabei überrascht, wie er vor einem
improvisierten, aus einigen leeren Seifenschachteln gebastelten Altar "Messe
halten" gespielt hat, mit dem Rücken zum Publikum gekehrt, wie es der Brauch
war.
- 1917: Dom Hélder Câmara empfängt sein erstes Abendmahl am 29.
September 1917, zusammen mit seinem 14-jährigen Bruder Mardônio, der ganz
unterschiedliche Ideen und Angewohnheiten hatte. Vom Vater, der nicht sehr mit
dem religiösen Leben verbunden war und als antiklerikaler Freimaurer galt,
behielt Dom Hélder Câmara die folgenden Worte in Erinnerung: "Mein Sohn, weißt
Du, was es heißt, ein Priester zu sein? Priester und Eigensucht finden sich
nie zusammen. Ein Priester muß sich ausgeben, auszehren lassen."
- 1923: Hélder tritt in das kirchliche Kolleg und Diözesan-Seminar
von Fortaleza (Prainha) ein, wo er zunächst die Vorbereitungskurse und dann
Philosophie und Theologie absolviert, wobei sich seine Priestervorbereitung
auf einer ruhigen und gelassenen Weise vollzieht, obwohl er sich bereits durch
seinen Scharfsinn auszeichnete, seine Standpunkte in den von Pater Tobias
Dequidt geleiteten Diskussionen zu vertreten, der damals Rektor des Seminars
war und seinen Schüler Hélder aufgrund der Sicherheit seiner
Argumentationsstränge sehr schätzte.
Priester
- 1931: Um am 15. August mit 22 Jahren zum Priester geweiht werden zu
können, erhielt der Priesteranwärter Hélder eine Sondergenehmigung des Bistums
und sogar aus Rom, da er nicht das erforderliche Mindestalter von 24 Jahren
erreicht hatte. Am darauf folgenden Tag hält er seine erste Messe und lädt
zwei Leutnants ein, ihm bei diesem Ereignis zu helfen. Nach der Messe, in der
er danach trachtete, gelehrte und wenig gebräuchliche Worte zu benutzen,
erhält er von Pater Breno, einem seiner Lehrer, eine letzte Lektion: "Sei kein
Dummkopf. Du sprichst zu einfachen Leuten. Du mußt natürlich reden." Dies war
eine gelernte Lektion für sein ganzes Priesterleben, ein den ganz Bescheidenen
und Unglücklichen gewidmeter Lebensweg. Gleich zu Anfang seiner
Priesterlaufbahn setzte sich Dom Hélder für die Organisation der Bewegung der
Katholischen Arbeiterjugend ein, indem er gleichzeitig die Funktion des
Kirchenassistenten der Liga Katholischer Lehrer innehatte und die Arbeit als
Religionslehrer am Ceará-Lyceum antrat und dabei seine außergewöhnliche
Fähigkeit zeigte, die im Lehrplan geforderten Inhalte zu vermitteln. Er fühlte
sich auf seine Arbeit als Seelsorger schlecht vorbereitet. (»Unsere Ausbildung
war von der Apologetik geprägt...Wir konnten sämtliche alte und neue Häresien
auswendig aufsagen; doch hatte ich auf sozialem Gebiet eine ganz und gar
einfältige Vorstellung: daß die Welt in zwei entgegengesetzte Lager gespalten
sei, den Kommunismus und den Kapitalismus. Der Kommunismus wurde uns als eine
Ideologie vorgestellt, welche die Religion vernichten und das Privateigentum
abschaffen wollte. Der Kapitalismus galt als Verteidiger der christlichen
Ordnung.« Toulat, op. cit., 16)
- 1931/1933: 1931 gründet er zusammen mit zwei Freunden die
Arbeitslegion von Ceará, um 1933, zusammen mit Waschfrauen, Plätterinnen und
Hauswirtschafterinnen das Katholische Arbeiterinnen-Syndikat zu organisieren
und einzurichten. Diese Initiativen erregten Plínio Salgados Aufmerksamkeit,
der Gründer und Vorsitzende der faschistischen Brasilianischen Integralisten
(Ação Integralista Brasileira - AIB), der Dom Hélder dazu einlud, sich der AIB
anzuschließen. So arbeitete er als Sekretär für Erziehungsfragen und Anhänger
der rechtsextrem-faschistischen »Integralistischen Aktion« in der Provinz
Ceará.
- 1935: Dank seiner Leistungen als Lehrer wurde Dom Hélder 1935 vom
damaligen Gouverneur Menezes Pimentel eingeladen, die Funktionen des
bundesstaatlichen Direktors der Volksbildung, in heutiger Zeit den Aufgaben
eines Bildungsministers entsprechend, zu übernehmen. In seinem neuen
Tätigkeitsfeld trug Dom Hélder auf entscheidende Weise zur Reform der
Bildungsmethoden und der besseren Entwicklung der Volksbildung in Ceará bei.
- 1936: Im Januar 1936 reist Dom Hélder an Bord der Afonso Pena als
Staatsekretär für das Erziehungswesen nach Rio de Janeiro, wo er, die
Integralisten-Idee unter dem Einfluß von Kardinal Leme aufgebend, sich ohne
Umschweife dem Studium, seinen beruflichen Aufgaben und seinem Apostolat
widmet, wobei er bei der Erneuerung des Religionsunterrichts im Bildungssystem
des Bundesstaats die Funktion des Technischen Direktors für Religionserziehung
ausübt. Er war nun für Lehrpläne an öffentlichen Schulen sowie für die
kirchliche Erziehung und den Katechismusunterricht verantwortlich.
"Schon als ich 1936 nach Rio de Janeiro umzog wurde mir klar, daß die großen
Auseinandersetzungen in diesem Jahrhundert sich nicht zwischen Westen und
Osten, sondern zwischen Norden und Süden abspielen werden." Außerdem
bezeichnete er rückblickend seine frühe integralistische Aktivität als
»Irrtum«.
- 1947-1952: Zwischen 1947 und 1952 ist er Leiter und Mitarbeiter der
Zeitschriften Ação Católica und Kirchenassistent.
- 1949: Er iniziiert zunächst als Redakteur, dann als Direktor, die
Zeitschrift Catequética und war gleichzeitig einer der Hauptmitarbeiter der
Zeitschrift Revista Eclesiástica Brasileira.
- 1950: In Rom hat Dom Hélder ersten Kontakt mit Monsignore Montini,
dem zukünftigen Papst Paul VI, mit dem er zusammen den Grundstein für die
Erste Nationale Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB ) legt.
Bischof von Rio de Janeiro
- 1952: Am 20. April 1952 zum Weihbischof von Rio de Janeiro
bestimmt, hat Dom Hélder zum Motto seines Bischofsamtes „In Manus Tuas"
auserkoren. Dies war der Vorschlag seines Freundes Dom José Távora, was wie
eine Vorwegnahme seines Lebenswegs erschien: sich in Gottes Hände geben.
- 1952-1964: Im Zeitraum von 1952 bis 1962 übt er die Funktion des
nationalen Helfers der Katholischen Aktion Brasiliens aus.
- 1952-1964: Vom Zeitpunkt der Einrichtung 1952 an bis 1964 übt er
das Amt des Generalsekretärs der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens
(CNBB) aus, verbreitet die Ideale dieser Institution und fördert die
Zusammenarbeit der brasilianischen Bischöfe, um die Arbeit der katholischen
Kirche zusammen mit der Gesellschaft und ihren sozialen und spirituellen
Problemen und Bedürfnissen zu verbessern. Nach der Einrichtung der CNNB, der
Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens, kann Dom Hélder bei einem erneuten
Treffen mit Monsignore Montini diesen von der Notwendigkeit überzeugen, ein
Organ zu gründen, das alle Bischöfe Lateinamerikas vereint. Damit wurde ein
weiterer Grundstein gelegt: die Einrichtung des CELAM, des
Lateinamerikanischen Bischofsrats, der als Zielsetzung hat, die Bischöfe
Lateinamerikas zwecks Informationsaustausch und gemeinsamer Aktionen zu
versammeln.
- 1955: Er nimmt aktiv an der Vorbereitungssitzung der Ersten
Generalkonferenz der Bischofsregionen Lateinamerikas zur Gründung des
Lateinamerikanischen Bischofsrates (CELAM) teil.
- Seit 1955 - angeregt durch den französischen Pionier der
»Arbeiterpriester« Kardinal P. Gerlier - stellte sich C. zunehmend in den
Dienst der Armen und der »Favelados« und bemühte sich um soziale Reformen.
Politische Aufgaben als Bürgermeister oder Erziehungsminister, die man ihm
antrug, lehnte er allerdings entschieden ab.
- 1955: Er zeichnet sich als Organisator und Generalsekretär des
XXXVI. Internationalen Eucharistischen Kongresses aus.
- 1956: Er gründet die Kampagne „Sankt Sebastian" in Rio de Janeiro,
bestimmt für die Lösung der Probleme der Elendsviertelbewohner.
- 1958-1966: Zwischen 1958 und 1966 ist Dom Hélder der brasilianische
Gesandte und zweiter Vizepräsident des CELAM.
- 1959: Er gründet in Rio de Janeiro die "Vorsorgebank" (Banco da
Providência), deren Wirkungsbereich sich speziell mit der Elendsfrage
beschäftigt.
- 1962-1965: Er ist "Vertrauensgeistlicher" bei den 4 Sitzungen des
2.Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965). Er versucht mit der Initiative
"Kirche der Armen", die Weltöffentlichkeit auf die Nöte der Entwicklungsländer
aufmerksam zu machen. Er forderte eine Beendigung des Rüstungswettlaufes, eine
strukturelle Anpassung des Weltwirtschaftssystems, Gewaltlosigkeit und die
Einhaltung der Menschenrechte. Als symbolhafte Geste für die Abschlußzeremonie
des Konzils schlug er vor: »Wir könnten unsere goldenen und silbernen
Bischofskreuze dem Papst zu Füßen legen und dafür Kreuze aus Bronze oder Holz
in Empfang nehmen, als Zeichen für den Entschluß, einen einfachen Lebensstil
nach dem Evangelium anzunehmen...Die Pracht des Vatikans ist ein Stein des
Anstoßes« (Toulat, op. cit., 42).
- 1963: Es gelang Camara durch Regierungsverhandlungen, eine
»Bewegung für Basiserziehung« (MEB) in zwölf brasilianischen Bundesstaaten
einzurichten. Diese Volksbildungsbewegung schuf u. a. ein Lese-Lern-System auf
Grundlage von Radiosendungen.
Erzbischof von Olinda und Recife
- 1964: Nach seiner Ernennung im März tritt Dom Hélder am 12. April
1964 wenige Tage vor dem Militärputsch in Brasilien das Amt des Erzbischofs
von Olinda und Recife an und bildet in Recife aufgrund seiner sozialen
Einstellung einen deutlichen Widerstandsherd gegen den Militärputsch. Dies
bringt ihm Verfolgung durch die Militärdiktatur ein: Er durfte nicht mehr
publizieren,wurde als "roter Bischof" diffamiert, selbst Berichte über ihn
durften in den Medien nicht erscheinen. Sein Haus wurde mehrmals mit
Maschinenpistolen beschossen. Câmara zog nicht in den Bischofspalast ein,
sondern überließ ihn der kirchlichen Kommission für Menschenrechte. Câmara
selbst bezog ein bescheidenes Domizil in der Innenstadt von Recife.
- 1964: Mitglied der Kommission „Laienapostolat und Wege der sozialen
Kommunikation"
- 1964-1968: Von 1964 bis 1968 war Dom Hélder Schriftführer der
Katholischen Aktion
- 1967: Ehrenbürger von Pernambuco, von Aracaju,
von Sergipe und von Recife
- 1968: Ehrenbürger von Olinda und von Carpina;
Mitglied des Ehrenkommitees der Organization International Justice et
Development, Frankreich.
- 1968: Er ist der brasilianische Gesandte der Bischofsregion
Brasilien bei der 2. Lateinamerikanischen Generalversammlung in Medellin in
Kolumbien.
- 1969: Gründung der Bewegung „Brüdertreffen" (Encontro de Irmãos).
- 1969: Sein Sekretär Pater Antonio Peirera Neto wurde ermordet, was
ihn dazu veranlaßte, Folterpraxis und Unterdrückung im Land vor der
Weltöffentlichkeit schonungslos anzuprangern.
- 1969: Erste Ehrendoktorwürde: Ehrendoktor der
Universität Saint Louis, USA
- 1970: In einem Fußballstadion in Paris vor mehr als 10000
Zuschauern prangerte er die Folter von politischen Gegnern in seiner Heimat
an. Mit derartigen Aussagen risikierte er immer sein Leben. Letztlich
bewahrten die glühende Verehrung, die er nicht nur in Brasilien genoß, und
seine kompromißlose Aufrichtigkeit davor, im Gefängnis zu landen. Die Militärs
ließen ihn nach Brasilien zurückkehren, doch Interviews mit der Presse waren
ihm seitdem verboten. "Es war, als wäre ich vom Erdboden verschluckt",
erinnerte er sich später selbst: "Ein Rundschreiben der Militärregierung an
die Presse bestimmte schlicht und ergreifend, daß ich nicht mehr existierte."
- 1970: Ehrendoktor in Theologie der Universität
Louvain, Belgien und der Universität Santa Cruz, Massachussets,
USA;Mitglied des Kommitees des Wiener Entwicklungsinstituts, Wien,
Österreich und des SIPRI-Kuratoriums(Stockholm International Peace Research),
Wissenschaftsrat, Stockholm, Schweden
- 1971: Ehrendoktor in Theologie der Universität
Fribourg, Schweiz; Mitglied der World Conference of Religion for
Peace, New York, USA; Ehrenmitglied der Deutschen
Friedensgesellschaft, Deutschland; Mitglied des Consejo
Consultivo Internacional de la Fundacion del Hombre Buenos Aires, Argentinien
- Vereinte Nationen - XXVI Geburtstag der UNO; Mitglied des Conseil
Academique Université de Paix
- 1971: Weihnachten: Durchführung des Missionsjahres und Versammlung
- 1972: Ehrendoktor in Theologie der Westfälischen
Wilhelms-Universität Universität von Münster, Deutschland
- 1974: Ehrendoktor in Rechtswissenschaften der
Universität Harvard, Cambridge, USA
- 1974: Er ist Gesandter der brasilianischen Bischöfe bei der 3.
Bischofssynode im Vatikan
- 1974: Pastorale Versammlung in der Erzdiözese
- 1975: Ehrendoktor in Rechtswissenschaften der
Universität Paris Pantheon Sorbonne, Frankreich; in Rechtswissenschaften der
Universität von Cincinnati, Ohio, USA; und in Soziologie der Freien
Universität von Amsterdam, Niederlande; Mitglied des
Direktoren-Kommitees World Council of Church, New York, USA
- 1976: Ehrendoktor in Rechtswissenschaften der
Universität von Notre Dame, Indiana, USA
- 1976: 300 Jahre der Erzdiozöse Olinda und Recife
- 1977: Pastorale Versammlung in der Erzdiözese
- 1977: Ehrendoktor in Wirtschaftswissenschaften
und Handel der Universität von Florenz, Italien; Mitglied des
Kuratoriums "Les Amis de Pax Christi Internatîonal" Comité de Ioutien,
Belgien; Vollmitglied des Drittweltforums, Mexiko-Stadt, Mexiko
- 1978: Mitglied des Clube de Dakar,
Frankreich
- 1978: Feierlichkeiten zum 100-jährigen Geburtstag Dom Vitals
- 1979: Er ist der brasilianische Gesandte der Bischofsregion
Brasilien bei der 3. Lateinamerikanischen Generalversammlung in Puebla in
Mexiko.
- 1979: Ehrenmitglied der Fondation Mondiale de
Jeunesse Catholique, Belgien; Mitglied des Advisory Editorial Board of
Universal Human Rights - a Comparative and International Journal of the Social
Sciences Philosophy and Law , USA; Mitglied des North-South Round Table
the Society for Intemational Development, USA; Ehrenmitgliedder
Association des Amis du Père Riobé, Frankreich; Beratendes Internationales
Mitglied der Zeitschrift "Gandhi Marg" - der Gandhi Peace Fondation, Neu
Delhi, Indien; Er ist einer der 9 Vizepräsidenten der Worldview
Intemational Foundation, Sri Lanka und Gründungsmitglied der Journées
Universitaires de la Paix, Belgien
- 1980: Am 7. und 8. Juli Papstbesuch in Recife.
- 1981: Pastorale Versammlung in der Erzdiözese
- 1981: Mitglied der National Geographic
Society, USA; Mitglied des Kuratoriums des
Albert-Schweitzer-Friedens-Zentrum, Deutschland; Mitglied
der Associacion Latina Americana para los Derechos Humanos; Mitglied
des Exekutivrates "Nonviolent Alternatives", Belgien; Mitglied der Música
Esperanza, Buenos Aires, Argentinien; Ehrendoktor in
Rechtswissenschaften, Fakultät und Universitätsrat von Manhattan, USA und in
Literaturwissenschaften der Loyola-Universität in New Orleans, USA
- 1982: Ehrendoktor der Pontifícia Universidade
Católica von São Paulo/Brasilien, der Universität von Santa Úrsula, Rio de
Janeiro; in Literaturwissenschaften am Saint Joseph College, Universität von
West Hartford, USA
- 1983: Ehrendoktor der Katholischen Universität
von Pernambuco, Recife, Brasilien; Ehrenbürger von Timbaúba und von Rio
Grande do Norte; Ratsmitglied des "International Center for
Integratives Studies" ICIS, USA; Mitglied des Ehrenkommitees der
Foundation International pour la promotion des Droits de l'Home,
Frankreich; ständiges Mitglied der "Académie International de
Prospective Social" - AIPS, Genf, Schweiz
- 1984: Mitglied des Kommitees des Premier
Festival d'Animation Culturale, Paris, Frankreich; Ehrendoktor an der
Saint Mary's Universität in Halifax, Kanada; am Saint Xavier College in
Chicago, USA; der Universidade Federal Rural de Pernambuco in Recife,
Brasilien; der Katholischen Universität von Goiás, Brasilien; der Universidade
Metodista in Piracicaba, Brasilien; Ehrenbürger von Mossoró, von
Paulista, von Caruaru und von Curitiba
Erzbischof im "Ruhestand"
- 1985: Am 10. April 1985 wird Dom Hélder wegen des Erreichens der
kanonisch vorgeschreibenen Altersgrenze Erzbischof von Olinda und Recife im
Ruhestand und wird von dem "konservativen" Dom José Cardoso Sobrinho abgelöst,
der seinen Weg nicht weiterging. Seither lebte Câmara zurückgezogen. Von der
großen Politik hatte er sich längst verabschiedet, nicht aber von seinem
unerschütterlichen Optimismus.
- 1985: Mitglied des Bertrand-Russell-Kommitees,
Amsterdam, Niederlande; Ehrendoktor der Universität Federal de
Pernambuco - Recife(PE) - Brasil. Ehrenbürger von Ribeirão Preto, von
Goiânia und des Friedensdorfes von Sankt Nikolaus,
Schweiz
- 1986: Mitglied des Kommitees "Parranaige de
Congrés Institut African Des Droits de L'Homme", Dakar, Senegal;
Mitglied des Consejo Directivo de la Associación Latino Americana para
los Derechos Humanos - ALDHU, Quito, Equador; Mitglied des
Ehrenkommitees der "Dana McLean Greeley Foundation for and Justice", Concord,
USA; Mitglied des Wissenschaftskommitee des Centro di Studi e di
Formazione sui Diritti dell'Uomo i dei Popoli Universitá di Padova - Facoltà
Scienzi Politiche, Padua, Italien; Mitglied des Ehrenkommitees der
"Organisation du Colloque Albert Memmi", Paris, Frankreich;
Ehrenmitglied der International Holistic University, Paris, Frankreich;
Mitglied des internationalen Kommitees "The Temple of Understanding",
New York, USA; Ehrendoktor der Universität Ottaviensis in Ottawa,
Kanada und der Universität Federal de Santa Catarina in Joinville, Brasilien.
Ehrenbürger von São Salvador, von Navegantes und von São Luís
- 1987: Ehrendoktor in Humanwissenschaften am
Saint Mary's College, Notre Dame, Indiana, USA; der Katholischen Universität
von Santos, Brasilien; der Katholischen Universität von Paraná in Curitiba,
Brasilien; der Universidade do Estado do Ceará in Fortaleza, Brasilien;
Ehrenbürger von Ehrenbürger von Rocamadour, Frankreich
- 1988: Ehrenbürger von Fernando de Noronha
- 1989: Ehrenbürger von Canindé; Mitglied
des Consiglio Icentifico Internazionale, Forum on the Problems of Peace and
War, Florenz, Italien
- 1990: Ehrendoktor der Universidade Federal do
Pará in Belém, Brasilien und der Universidade Federal do Ceará, Fortaleza,
Brasilien; Ehrenbürger von Itabuna, von Belo Horizonte und von
Belém
- 1991: Ehrendoktor der Pontífice Universidade
Católica von Rio de Janeiro, Brasilien; Ehrenbürger von Barbacena, von
João Alfredo und von Valença; Mitglied des Ehrenkommitees des "Institut
Interculturel de Montréal", Montreal, Kanada; Ratsmitglied des "Credo
Internacional", USA
- 1992: Mitglied des Ehrenkommitees des Comité
Catholique Contre la Faim et Pour le Développement (CCFD), Paris, Frankreich;
Ehrenbürger von Cuiabá und von Garanhuns
- 1995: Ehrenbürger von São José dos
Campos
- 1996: Gründungsmitglied der "Foundación Raúl Silva Henriquez",
Santiago de Chile, Chile
- 1999: Im April besuchte der Essener Weihbischof und Vorsitzende der
Bischöflichen Kommission Adveniat, Franz Grave, den früheren Erzbischof in
dessen Haus in Recife. Er war schon von schwerer Krankheit gezeichnet und mit
den Kräften am Ende und dennoch blieb er die "prophetische Bischofsgestalt".
In der Nacht zum 28. August ist Dom Hélder Câmara im Alter von 90 Jahren
gestorben.
- Mit Tränen und Beifall zugleich nahmen mehr als 10000 Gläubige Abschied
von "ihrem" Bischof, den sie "Bruder der Armen" nannten. Auf seinen Wunsch hin
wurde Camara noch am Samstag abend in der Kathedrale von Olinda beigesetzt. 40
Bischöfe und Erzbischöfe sowie zahlreiche Politiker und führende
Persönlichkeiten des Landes gaben ihm das letzte Geleit.
- Außerdem war er für den Vatikan Mitglied des Obersten
Immigrationsrates und der Kommission für die „Klerusdisziplin", in denen die
Vorbereitung zum 2. Vatikanischen Konzil geleistet wurde. Die Stadt Recife
verdankt ihm unter anderem: die Gründung der Regierungskammer, die Einrichtung
des Presbiterialrates und des Pastoralrates, die Organisierung der
verschiedenen Pastoralsektoren, die Gründung der „Vorsorgebank" nach dem
Muster derselben Institution in Rio de Janeiro, Gründung der Kommission
„Gerechtigkeit und Frieden" (Justiça e Paz), Gründung des ITER, Theologisches
Institut von Recife. Schließlich war er: Gründungsmitglied des Centro
Brasileiro de Cooperação e Intercâmbio de Serviços Sociais (CBCISS), Rio de
Janeiro; Mitglied des Conselho da União dos Escoteiros do Brasil, Recife;
Mitglied des Secretariado Justiça e Não Violência, Ehrenmitglied, Sâo Paulo;
Mitglied des Wissenschaftsrats des Instituto Materno Infantil de Pernambuco
(IMIP), Recife; Mitglied des Ehrenkommitees der Solidariedade França Brasil
(SEB), Rio de Janeiro; Mitglied der União Brasileira dos Escritores (UBE) des
Bundesstaats Pernambuco (Schriftstellerunion), Recife.
- Nicht zuletzt wurde er viermal (andere Quellen schreiben: zweimal) für den
Friedensnobelpreis nominiert.
- Mißverständlicherweise gilt er als "Mitbegründer der `Theologie der
Befreiung´" und als "roter Bischof". Theologisch blieb er vergleichsweise
konservativ. Im Unterschied zu den meisten Befreiungstheologen rührte Câmara
nie an vatikanischen Dogmen, auch nicht am Zölibat oder am Verbot der
Empfängnisverhütung.
- "Camara verstand sich als Vorkämpfer für soziale Gerechtigkeit und als
Anwalt der Armen und Unterdrückten, immer auf der Suche nach einem »Dritten
Weg« zwischen Kapitalismus und Marxismus, um auf friedliche Weise eine
»strukturelle Revolution« herbeizuführen. Nach dem pazifistischen Vorbild von
Gandhi und King, die er beide verehrte, rief er alle »abrahamitischen
Minderheiten«, die im Sinne Abrahams das gelobte Land suchen, zu politischen
Aktionen auf, indem er einerseits auf Aufklärung und Bildung, Dialog,
moralischen Druck und zivilen Widerstand setzte und andererseits beständig vor
der »Spirale der Gewalt« warnte. Neben der individuell-geistlichen und
kollektiv-sozialen »Befreiung« des Menschen betonte Camara im Blick auf die
weltweit verflochtene Problematik von Ökonomie und Ökologie ebenso die
Verantwortung des Menschen für das Schöpfungswerk Gottes. In einer Franz von
Assisi ähnlichen Romantik sah er den Menschen als »Dolmetscher der Natur« und
»Sänger Gottes«. Mystische Anbetung und praktischer Einsatz für Notleidende
gehörten gleichermaßen zu den wesentlichen Lebenszielen Camaras. Wiewohl
Camara als Sozialrevolutionär unkonventionelle, basisorientierte Ideen
verkörperte - und deswegen auch von der Amtskirche verkannt wurde - stellte er
Theologie und Hierarchie der Kirche nie in Frage. Das Motto seines
Bischofswappens und seines Lebens lautete: in manus tuas - in Deine Hände."
(Daniel Heinz, in:
BBKL)
- Klaus R. Kick in einem Mail an mich vom 4. Oktober 2001: "Seit
einigen Tagen bin ich zurueck von einer Reise in meine Vergangenheit, nach
Recife-Brasilien, und heute schon auf der Suche nach der Gegenwart. ... Dom
Helder hat mein Leben und das meiner Familie ueber mehr als 25 Jahre
begleitet, ich bin u.a. der Herausgeber des bei Ihnen zitierten
Meditiationsbuches aus dem Hammer-Verlag, das drei Auflagen erreichte, er hat
meine Frau und mich gesegnet als wir vor 29 Jahren in Recife geheiratet haben,
und ich war gerade jetzt, zum Tod und zur Beerdigung des ehemaligen Direktors
des Theologischen Instituts ITER Recife, Humbertus Plummen, wieder einmal in
seinem kleinen Anbau in der Igreja das Froneiras in Recife. Am ITER konnte ich
... als einziger Deutscher uebrigens, das gesamte Theologische Studium
absolvieren, bevor ich mich dann spaeter anderen
gesellschaftspolitischen Gebieten zuwendete. Es wurde, wie Ihnen bekannt ist,
auf Weisung des Vatikans wenige Tage nach dem Ruecktritt von Dom Helder
geschlossen, wie so manche andere seiner pastoraltheologischen und
gesellschaftspolitisch so bedeutsamen Einrichtungen auch.Und zum vatikanischen
Denken gehoerte auch, dass sein Nachfolger Lateinisch besser sprach - und
immer noch spricht - als die Sprache der Armen.Was wir heute erleben, hat Dom
Helder vor dreissig Jahren vorausgesagt, ich uebersetzte seine Rede in
der Beethovenhalle in Bonn zur Eroeffnung des Deutschen Forums fuer
Entwicklungspolitik in Anwesenheit von Bundespraesident Heinemann und Minister
Erhard Eppler, als Hermann J. Abs, Vorstand der Deutschen Bank, den Erzbischof
oeffentlich als Phantasten bezeichnete und ihn angriff, niemals werde die
Weltwirtschaft von einigen wenigen Konzernen beherrscht und er moege doch bei
seiner bischoeflichen Soutane verweilen. Vor wenigen Tagen besuchte ich sein
Grab in der Kathedrale von Olinda, eine schwarze Granitplatte, ein grosses
Foto, viele Blumen auch, vor allem aber, und wie ich erfuhr jeden Tag, eine
grosse Anzahl sehr armer Menschen, Reiche auch vielleicht wer weiss, die
beten, nachdenken, lange dort sitzen, einfach in einer Naehe sein wollen. Wenn
Sie moechten, schicke ich Ihnen ein Foto davon."
Gebete und Texte
- Auf Deutsch:
- "Wenn ich den Armen zu essen gebe, nennen sie mich einen Heiligen. Aber
wenn ich frage, warum die Armen nichts zu essen haben, schimpfen sie mich
einen Kommunisten."
- "Das menschliche Elend ist eine Beleidigung Gottes, es würdigt die
Menschen zu Tieren herab."
- "Du meinst, das Rosenkranzgebet müßte zwangsläufig langweilig sein. Doch
jedes Ave-Maria kann etwas besonderes werden. Wenn du die Gottesmutter
grüßt, betrachte jeweils eine ihrer Tugenden, eine ihrer Auszeichnungen,
eine ihrer Schönheiten .. Wenn du das `Heilige Maria, bitte für uns´ betest,
hast du da nicht 50 Anliegen vorzubringen der Mutter Gottes, der liebenden
Mutter aller Menschen?" (Dom Helder Camara, Maria - Eine Mutter auf meinem
Weg)
- "Glücklich sind all diejenigen, die immer tausend Gründe zum Leben
haben."
- "Stimmt es, daß Du den Regenbogen als Zeichen des Friedens und der
Verbindung zu den Menschen verstanden hast? Dann schaffe am Himmel ein solch
mächtiges Zeichen, daß es das Gewissen der Völker erschüttert und sie dahin
führt, denoffensichtlichen Irrsinn der Kriege und die Mißbildung einer
winzigen Welt der Reichen zu sehen, die umschlossen und durchdrungen von den
Wassern des Elends ist."
- "Herr, wenn das Kreuz nackt auf uns fällt, zermalmt es uns ... Wenn mit
dem Kreuz Du kommst, küßt Du uns ..."
- "Vater, daß doch der Mensch sich losreißen möge von seiner winzigen Erde
und aus seinem Milchstraßensystemchen und endlich einsehen möge die
Lächerlichkeit von Hochmut und Eitelkeit und die Dummheit seiner bisherigen
Schein-Gespräche ..."
- "Es bleibt immer ein wenig Duft in den Händen, die Rosen schenken, die
sich großzügig zeigen. Ein bisschen geben von dem, was man hat, dem, der
noch weniger besitzt, bereichert den Geber, macht seine Seele schöner,
Freude dem Nächsten zu geben, ist ein so einfaches Ding, doch in den Augen
Gottes die schönste aller Künste."
- "Sag ja zu den Überraschungen, die deine Pläne durchkreuzen, deine
Träume zunichte machen, deinem Tag eine ganz andere Richtung geben, ja
vielleicht deinem Leben. Sie sind nicht Zufall. Lass dem himmlischen Vater
die Freiheit, selber deine Tage zu bestimmen."
- "Herr, ist deine Schöpfung nicht verschwenderisch? Früchte, keine den
anderen gleich, Samen im Überfluss. Wasser sprudelt aus den Quellen. Die
Sonne sendet gewaltiges Licht aus. Ach, dass deine Großzügigkeit mich lehre,
selbst freigebiger zu sein. Ach, dass deine Herrlichkeit mich über meine
Mittelmäßigkeit emporhebe. Du erscheinst mir als ein verschwenderischer und
mit weit geöffneten Händen Schenkender. Lass mich großzügig geben wie ein
Königssohn, wie Gottes eigener Sohn."
- "Auf dem Weg sein ist ein tiefer und schöner Ausdruck. Allerdings denke
ich dabei nicht nur an die Straßen in den Städten oder die Fernstraßen über
Land, die wir mit den Füßen oder im Auto zurücklegen ... Heute denke ich an
die Wege des Geistes. Auf dem Weg sein ist gleichbedeutend mit: keinen Halt
machen. Wach sein im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Auf dem Weg
sein im Verstehen der Menschen. Anstatt voreilig zu verurteilen, immer mehr
Verständnis dafür haben, dass jedes Geschöpf einmalig ist."
- "Sollten wir so entfremdet sein, dass wir uns den Luxus leisten, Gott in
der Bequemlichkeit müßiger Stunden, in luxuriösen Kirchen, in pompösen, aber
oft leeren Gotteshäusern zu suchen, und ihn nicht dort zu sehen und zu
hören, wo er wirklich ist und uns erwartet und unsere Präsenz fordert: in
der Menschheit, in den Armen, in den Unterdrückten, in den Opfern der
Ungerechtigkeit, für die wir alle nur allzu oft mitschuldig sind?"
- "Was hast du getan, Maria, dass Gott gerade dich erwählte? War es deine
Schönheit, dein kluger Verstand oder deine Güte, die den Schöpfer und Vater
bewogen, dich so unmittelbar und persönlich teilhaben zu lassen an den
himmlischen Geheimnissen? Wer kennt nicht die Antwort, wie sie im Magnifikat
besungen ist? Der Vater sah, dass niemand so einfach und so demütig bleiben
würde, wenn er von der Gnade erfüllt und Mutter Gottes sein wird ..."
- Auf Englisch:
- "When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the
poor have no food, they call me a communist";
- “When someone is loud in your praises and throw veils over your feet,
count the days between the Palm Sunday through the Good Friday”
- “With your heart and soul, perform what in life has been given you to
do, but do not ever forget to engage yourself in God’s major plans.”
- “It is of prime importance to be aware of the egoism temptation.
Experience has proved that egoism constitutes a real source of personal
unhappiness and of unhappiness about itself.”
- “If you wish to dialog, do not act as an inevitable total. Go as a
part.”
- “Out of all barriers, mediocrity is, without a doubt, the most difficult
and important one to overcome.”
- “Do not forget: To the motionless broken car, a slight friendly car
pushing was enough. To weary and tired souls, as well, less than that is at
times enough.”
- “More and more I pray for the Prodigal Son’s brother. Impressing voices
come to my ears: The first one awoke from his life of sins. As for the
second one, when will he awake from his life of virtue ?”
- “Lord, I specially care for those who are very logical, pragmatic and
realistic; the ones who get impatient of those who believe in the little
blue horse.”
- “Happy are those who understand how much is necessary to change in order
to be forever the same.”
- “When you look around and everything seems dark, before claiming against
the times and men’s wickedness, try to find out whether you have been the
light you ought to be.”
- “Do not split yourself apart between Yesterday and Tomorrow. Just keep
on leading your life on God’s Today.”
- “There are people, regardlessly of their age, who are always Noon, for
what they are, for what they say, for what they do.”
- “The secret to perennial spiritual youth is to have a cause which life
is dedicated to.”
- “Learn from the waves: Back up, but just to come back, to insist,
tirelessly, ceaselessly, night and day, while God’s Hand has not waved,
giving the sign of the plenitude of the high tide live waters.”
- “We had better not be mistaken, or act naively: The one who listens to
the voice of God and makes his inner choice and springs out of himself to
start fighting peacefully for a more humane and just world, should not think
he will find an easy way ahead with rose petals under his feet, crowds all
ears, hand clapping all over and, enduringly, as a determinant protection,
God’s Hand. The one who springs out of himself and makes his way on as a
pilgrim of justice and peace, had better be prepared for the deserts.”
- “I feel sorry, Lord, for the homeless ones. But I feel even more sorry
for the ones sheltered and rooted, who have made of the earth their
permanent dwelling.”
Primärliteratur in Auswahl
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Prophet, São Paulo, Edições Paulinas, 1993
- “One of the characteristics
marking Dom Hélder’s preaching as a Third World prophet is universality.
He has never appeared as a preacher to the Catholics. His words, gestures
and figure arouse the same enthusiasm among the Catholics as well as it
does among non-Catholics. At times, the non-Catholics are even more
touched and impressed by him. We can certainly say he is the only catholic
bishop who really achieves communication and audience throughout the
non-Catholic world. In fact we can assure that from 1968 on, Dom Hélder
has assumed St. Paul’s role for this century, being the pagans’ Apostle,
the outer world Apostle. Some have said his message is not religious;
nevertheless, Jesus’ message wasn’t religious either. Justice and dignity
to the masses of the Third World. Wasn’t that Jesus’ message ?
(S.39)”
- Marin, Richard: Dom Helder Camara, les puissants et les
pauvres : pour une histoire de l'Eglise des pauvres dans le Nordeste brésilien
(1955 - 1985), Paris : Les Eds. de l'Atelier [u.a.], 1995. - 366 S. (Eglises,
sociétés) ISBN 2-7082-3079-4
- Piletti, Nelson/Praxedes, Walter: Dom Hélder Câmara : entre
o poder e a profecia, São Paulo : Ed Ática, 1997. - 472, [36] S. : Ill.
(Biografia) ISBN 85-08-06553-1
1999-2002
- Rocha, Zildo (Org.): Helder, o dom: uma vida que marcou os
rumos da Igreja no Brasil. Petrópolis : Vozes, 1999. - 208 S. : Ill.
ISBN 85-326-2213-5
- Helbich, Peter/Steinhardt, Edwin: Die Liebe gehört mir wie der Glaube :
Gedanken von Johann Hinrich Wichern, Friedrich von Bodelschwingh, Bertha von
Suttner, Elsa Brandström, Friedrich Fröbel, Dietrich Bonhoeffer, Mutter
Teresa, Frère Roger Schutz, Martin Luther King, Dom Helder Camara, Hamburg :
Agentur des Rauhen Hauses. - 47 S + zahlr. Ill, ISBN 3-7600-0809-7
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Erzbischof von Olinda und Recife, in: Die Armen zuerst! 12 Lebensbilder
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Landeskirchenrat. Speyer am Rhein, 2000
- Eckert, Othmar (Bearb.): Der kleine grosse Prophet. zum Tod von Dom Helder
Camara, Alt-Erzbischof von Olinda und Recife; Gedenkstunde vom 30. September
1999 mit Urs Eigenmann, Luzern : Romero-Haus, 2000. - 23 S.
(Romero-Haus-Protokolle ; Nr. 89)
- Schipani, Daniel S./Wessels, Anton (Hrsg.)/Hossain, Kamal u.a.
(Beitr.):The¬ promise of hope : a tribute to Dom Hélder, Elkhart IN :
Institute of Mennonite Studies ; Amsterdam : Vrije Universiteit, 2002
- Regan, David: Why are they poor?: Helder Camara in pastoral perspective,
Münster : Lit, 2002. - 155 S. (Theologie und Praxis ; 13)
Internet