Helmut Zenz:
Das CIDA Zentrum "Christus ist die Antwort" -
Eine kritische Auseinandersetzung
mit einer evangelischen Freikirche im Chiemgau
Autor: Helmut Zenz, * 1968, kath. Diplom-Theologe und Politikwissenschaftler,
derzeit Religionslehrer i.K. der Erzdiözese München-Freising,
wohnhaft in Obing und Forstinning, zum Zeitpunkt der Abfassung beratendes
Mitglied im KIR - Katholische Informationsstelle für Religionsfragen
in Rosenheim.
Stand: 2004
Quellen: Die folgende Auseinandersetzung erfolgte vor allem anhand der
Internet-Informationen über und von der Gruppe. Außerdem dienten
als Grundlage einige kritische und geschichtliche Anmerkungen von Rolf
Strasser (Evangelische Fernbibliothek, Schweiz) über den Evangelikalismus
und Fundamentalismus in den USA sowie einem Artikel über den Befreiungsdienst
in der Evangelischen Landeskirche im Informationsblatt 3+4/1996, der Evangelischen
Informationsstelle: Kirchen-Sekten-Religionen, Schweiz. In geringem Maße
wurden Selbstdarstellungen in Zeitungen (v.a. Trostberger Tagblatt) verwendet,
außerdem einige Berichte von Personen, die direkt und indirekt in
Kontakt mit der Gruppe gekommen sind.
1. Allgemeine Informationen
zur Gruppe
CIDA Zentrum "Christus ist die Antwort"
-
Adresse: Schwarzauer Str. 56, 83308 Trostberg
- siehe: http://private.addcom.de/Christen/CIDA/
-
Pastor: Daniel Tracy, beruflich Systemanalytiker; Büro:
Größinger Ring 22, 83361 Kienberg
-
Biographisches: "Herr Daniel
Tracy ist verheiratet und Vater von 6 Kindern. Von Beruf ist er Systemanalytiker.
Er ist Inhaber der Firma Rhema Druck & Datensysteme, Geschäftsführer
des internationalen Bibellehrdienstes (Derek Prince Ministries sowie Pastor
der CIDA (Christus Ist Die Antwort) Gemeinde, ebenfalls in Trostberg. Die
CIDA Gemeinde ist eine evangelisch- charismatische Freikirche, die er und
seine Frau mit einigen anderen Geschwistern 1993 gründete. Nachdem
Daniel Tracy 1976 Jesus Christus als seinen Herrn und Heiland angenommen
hatte, hörte der frühere Californier bei einem Besuch des FGBMI
im californischen Anaheim den deutlichen Ruf "Daniel ? geh nach Europa".
Drei Monate später kam er nach Deutschland. Hier hatte er früher
auch einige Kindheitsjahre verbracht. Sofort fing er an mit einer Ostmission
zu arbeiten. Bis nach der Wende war er von Westdeutschland aus für
Geschwister in Osteuropa tätig, um Menschen in diesen Ländern
mit Bibeln, christlicher Literatur und Hilfsgütern zu versorgen. Nach
der CIDA-Gemeindegründung vor elf Jahren übernahm Herr Daniel
Tracy 1994 auch die Geschäftsführung von IBL, des internationalen
Bibellehrdienstes (Derek Prince Ministries) mit Verantwortung für
Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Spanien."
-
Gottesdienst: Samstag, 20.00 Uhr: Überkonfessioneller
Lobpreis-Gottesdienst mit Kinderbetreuung (Kindergottesdienst)
-
Programm: Mittwoch, 20.00-21.00 Uhr: Gebetsabend: "Wir bitten
Gott um Erweckung und Segen für unser Land."
-
Außerdem: Jugendabend, Männerkreis, Hauskreise (Hauskreisleiter:
Sigi Ferguson und Fam. Höner)
-
Ziel laut Selbstdarstellung: "Unser Ziel ist es, Christen jeder Konfession
sowie Menschen ohne christliche Konfession die Wahrheiten der Bibel und
eine persönliche Beziehung zu unserem Herrn Jesus Christus nahe zu
bringen. Wir bieten zwar denen, die es bei uns suchen, gerne ein geistliches
„Zuhause“ an, unterstützen aber auch die Mitgliedschaft in den Landeskirchen.
Gott sieht den Menschen nicht als „Mitglied“ der einen oder der anderen
Institution an, sondern vielmehr als ein kostbares Geschöpf, zu dem
Er eine persönliche Beziehung haben möchte. Bei uns ist jeder,
der die Nähe Gottes sucht, herzlich willkommen. Wir wollen durch unsere
regelmäßigen Gottesdienste, Gebetsabende sowie besonderen Programmen
und Veranstaltungen zu einem erfolgreichen Christsein im Alltag beitragen
- und damit einen positiven und nachhaltigen Beitrag zu gesunden Beziehungen
in den Familien, einer gesunden Gesellschaft und darüber hinaus zu
einem gesunden Land leisten."
-
Anzeige vom 6.3.98 mit Hinweis auf Samstags-Gottesdienst: "Gewiss, Christus
ist die Antwort ... aber: Wie lautet die Frage?"
-
Zum Namen vgl. http://www.christ-is-the-answer.com/
(Seite der australischen Foursquare church-Gemeinde Fairfield). Eine persönliche
Verbindung zwischen dieser und der deutschen Gemeinde ist denkbar (vgl.
Monika H.).
-
Daniel Tracy ist Mitglied im Beirat der Christlichen
Freunde Israels Deutschland (Altensteig), neben Harald Eckert, Heinz-Jürgen
und Dorothea Heuhsen (Vorstand) sowie den weiteren Beiräten Johannes
Facius (IFI-Deutschland), Alfred Herb (ev.-luth.Pfr.i.R., Adoramus-Gemeinschaft),
Wolfgang Wangler (Pastor, JMS-Missionsgemeinde,Altensteig), Michael Winkler
(Pastor, Forum Leben).
-
Desöfteren Zusammenarbeit mit der katholischen Charismatischen Erneurungsbewegung
von Diakon Häuslschmid "Wort
des Lebens/Haus des Gebets" in Tittmoning
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Bis 2002 war die CIDA Mitglied im Freikirchlichen Evangelischen Gemeindewerk
in Deutschland e.V. (fegw). Hans Mührmann (Hans Mührmann
<hans.m@01019freenet.de>) teilte mir am 12.6.2002 mit: "Liebe Grüße
aus dem Büro des fegw. Wir möchten ihnen nur mitteilen, dass
CIDA nicht mehr Mitglied des fegw ist. Sie wird auch nicht mehr auf unserer
Webseite geführt. CIDA ist auf eigenen Wunsch aus dem fegw ausgetreten
und wurde in einem Gottesdienst durch den Vorsitzenden des fegw, Hans Mührmann,
verabschiedet. Wir bitten sie deshalb, diesen Sachverhalt in ihrem Bericht
zu berücksichtigen. Für weitere Rückfragen stehen wir ihnen
gerne zur Verfügung. fegw Hans Mührmann." Durch die gemeinsame
Verbindung zur International Church of the Forusquare Gospel stehen sie
sich aber weiterhin nahe.
2. Mitgliedschaften,
Zugehörigkeiten und Zusammenhänge
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2.1. Freikirchliches Evangelischen
Gemeindewerk in Deutschland e.V. (fegw) - (CIDA Mitglied bis 2002)
-
Internet: http://www.fegw.de
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Adresse: Freikirchliches Evangelisches Gemeindewerk in Deutschland
e.V. (fegw)
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fegw-Büro; in Bochum, Bergstraße 158, 44791 Bochum, 0234/95055-56,
Fax: -58
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Vorstand und Gemeindegründung: Vorsitzender Hans Mührmann,
Recklinghausen
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Büro: Sonja Hannemann, Recklinghausen
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Jugendarbeit: Johannes Livelli, Treffpunkt Leben, Frankfurt
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Das Gemeindewerk ist selbst Teil bzw. Mitgliedskirche der weltweiten Foursquare-Bewegung
bzw. internationalen "Foursquare"-Denomination bzw. International Church
of the Foursquare Gospel.
-
In Deutschland existiert das fegw seit 1985.
-
Sie fühlt sich verpflichtet:
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zum Prinzip der "radikalen Mitte" in Glauben, Leben und Theologie
-
zur Förderung einer Atmosphäre von Liebe, Annahme und Vergebung
-
zur Gründung oder Aufnahme, Aufbau und Betreuung dynamischer, bibeltreuer
Gemeinden
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zur Ausbildung, Fortbildung und Ordination von geistlichen Leitern
-
zur verbindlichen Zusammenarbeit und Gemeinschaft und zu einer gemeinsamen
geistlichen Leiterschaft
-
zur Außenmission.
-
Die Mitgliedsgemeinden sind:
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Bayern:
-
Berlin:
-
Baden-Württemberg:
-
Arche Ottersweier (neu; Pastor Jochen Geiselhardt), Gemeinde-Büro:
Baden-Baden
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CHD-Gemeinde Steinbach in Merkelrain bei Baden-Baden (Pastor: Jochen Geiselhart),
http://www.chd-ev.de/
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Delta in Villingen-Schwenningen (Kontakt: Robby Henger), http://www.delta-gemeinde.org/
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Shelter Alb, Engstingen (neu; Pastor Jürgen Zeh)
-
Niedersachsen:
-
Christengemeinde in Vechta (Pastor Constantin Brendel)
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Christliche Missionsgemeinde, Diepholz (neu; Pastor: Ullrich Wellbrock)
-
Rheinland-Pfalz:
-
Nordrhein-Westfalen:
-
Die Brücke Arnsberg (Pastor: Randolf Cramer von Clausbruch), http://www.die-bruecke-arnsberg.de/
-
Gemeinde unterwegs in Bochum (Pastor Volker Heidelbach, früher: Hans
Mührmann), http://www.gu-bochum.de
-
Hopeland, Recklinghausen (früher: Gemeindegründungsprojekt Recklinghausen;
Pastorin: Sonja Hannemann) - http://www.hopeland.de/
-
Koinonia-Gemeinde, Bielefeld (neu; Pastor Ewald Zelmer)
-
Terebinthe in Eitorf (Gemeindeleiter Frank Krause)
-
Hessen:
-
Gemeinde Unterwegs Nassau(er Land) ( Pastor: Rolf Unterlöhner)
-
Frankfurt:
-
Ichthys-Gemeinde in Frankfurt-Nied (Pastor Jens Mankel) - http://www.ichthys-gemeinde.de/
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Neuer Bund (Iranische Gemeinde) in Frankfurt (Pastorin Mahin Mousapour)
-
Treffpunkt Leben - Gemeinde für Frankfurt (Pastor Johannes Livelli)
- http://www.tplf.de/
-
früher:
-
Bonifatius-Gemeinde in Hannover (Pastor Michael Marx), nicht mehr aufgeführt
2002
-
Christliche Gemeinde Landshut ( Pastor: Randy Allison), nicht mehr aufgeführt
2004
-
entheos Gemeinde in Berlin (Pastor Detlef Heim), nicht mehr aufgeführt
2001 - http://www.entheos.de/: Hinweis
auf Awake EUROPE Ein Kongress für Evangelisation und Erweckung. Vom
27. September bis 1. Oktober 2000 in der Gruga Halle in Essen. Sprecher:
Stephen Hill,Dr. Michael Brown, Lindell Cooley, Reinhard Bonnke und viele
Mehr.
-
Gospelgemeinde in Hildesheim (Pastor Matthias Hankel), nicht mehr aufgeführt
2001
-
Neue Gemeinde in Limburg ( Ansprechpartner v. Ort: Michael Engel; Gemeindeleiter:
Jan von Wille, nicht mehr aufgeführt 2004
-
In Österreich also http://foursquare.at/index1.htm:
-
Jede Gemeinde darf ihre eigene Identität entwickeln und ist auf kein
etwaiges "leitendes" Modell verpflichtet.
-
Um die Gemeinden im Gleichgewicht zu halten gibt es eine nationale Leiterschaft,
die die beständige Entwicklung der Pastoren und Einzelgemeinden fördernd
begleitet.
-
Der Glauben des fegw:
-
an den göttlichen Ursprung der Heiligen Schrift
-
an den ewigen, persönlichen, dreieinigen Gott
-
an den Sündenfall als Zustand des Getrenntseins von Gott durch die
Untreue des Menschen in freier Entscheidung.
-
an den Heilsplan Gottes im stellvertretenden Tod Jesu Christi zur Erlösung
und Vergebung für all die Sünder, die an ihn glauben.
-
an die Errettung allein aus Glaube, nicht durch eigene Leistung
-
an Taufe mit dem Heiligen Geist und Abendmahl als Sakramente (Gnadenzuspruch)
-
an die Rechtfertigung des Menschen durch Bekehrung, Bekenntnis der Sünden
und Buße und an die Wiedergeburt im Herzen durch diese Bekehrung.
-
an die Fähigkeit, einander in Liebe annehmen und uns gegenseitig vergeben
zu können, weil Gott uns vergeben hat.
-
an die Notwendigkeit, das tägliche Leben der Christen an der Heiligung,
der Geistbestimmtheit und dem Glaubenswachstum auszurichten.
-
an die Gaben, die jeder Christ vom Heiligen Geist erhält, durch welche
er "Früchte des Geistes" als Beweis eines geisterfüllten Lebens
hervorbringt.
-
an die Göttliche Heilung als Kraft unseres Herrn Jesus, Kranke und
Schwache zu heilen, um die wir im Glauben bitten.
-
an die unerwartete Wiederkunft Christi und die Zusammenführung seiner
Gläubigen, bei der sich alle Menschen vor Jesus Christus verantworten
müssen und entweder ewiges Leben oder ewigen Tod empfangen.
-
an den neuen Himmel als unbeschreiblich herrliche Wohnung aller durch Christus
gerechtgesprochenen Gläubigen und an die Hölle als Ort für
alle, die die Erlösung durch Jesus Christus nicht angenommen haben,
die Qual der ewigen Trennung von Gott.
-
an die heilige Pflicht eines Christen, sich einer sichtbaren Gemeinde Jesu
anzuschließen und sich hier und jetzt am Bau des Reiches Gottes zu
beteiligen.
-
an die Hauptaufgabe der Kirche, durch Evangelisation Menschen in die Gemeinschaft
mit Jesus zu führen.
-
an die Pflicht eines Christen durch Abgabe des Zehnten sowie zusätzliche
Spenden die materiellen Bedürfnisse der Gemeinde Gottes zu erfüllen
und die Anliegen Gottes zu fördern.
-
an die Pflicht des Christen, den staatlichen Amtsträgern solange zu
folgen, solange man nicht gegen den Willen Jesu handeln muß.
-
Treibhaus. Klima für den Geist,
dem Trainingszentrum zur Inspiration, Berufungsfindung und Training im
christlichen Bereich: Das Treibhaus West ist ein Trainingszentrum,
das von Pastoren und Leitern der fegw-Region West ins Leben gerufen wurde,
mit der Absicht, eine »Brutstätte« für neues, kraftvolles
und innovatives geistliches Leben zu entwickeln. Team-Selbstdarstellung:
-
Randolf Cramer von Clausbruch, 44 Jahre, verheiratet mit Esther, Vater
von drei Söhnen. Maschinenbauingenieur, langjähriger Mitarbeiter
von JMEM, Gemeindegründer und Pastor von „Die Brücke Arnsberg“.
Persönlich: Randolfs Stärke liegt darin, die Widerstände
des Lebens (und Glaubens) als Chancen zu sehen und mit Gott durchzubrechen
– never give up! Sein Motto: „Das Leben ist spannend – packen wir’s an!“
-
Sonja Hannemann, 35 Jahre, Wirtschaftspädagogin, Redakteurin, theologische
Ausbildung. Projektmanagerin und Pastoralassistentin in der ICHTHYS-Gemeinde
Ffm. Seit Sommer 2001 Gemeindegründerin von „Hopeland“ in Recklinghausen.
Persönlich: Sonja steht für die Verbindung von strategisch zielorientiertem
Handeln und geistlich, spiritueller Tiefe. Ihre Sehnsucht ist die Freisetzung
von Menschen in ihre Gaben und Berufungen, damit Reich Gottes sichtbar
wird. Ihr Motto: „Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das
Unmögliche versucht werden“.
-
Volker Heidelbach, 42 Jahre, verheiratet mit Kirsten, Vater von drei Kindern.
Krankenpfleger, Studium der Medizin und Sozialwissenschaften, langjährige
Erfahrung im geistlichen Dienst, Pastor der "Gemeinde unterwegs" in Bochum.
Persönlich: Volkers Schwerpunkt liegt in der Ermutigung, Begleitung
und Freisetzung angehender Leitern, der Ausübung prophetischer Gaben
dem geistlichen Kampf und Befreiungsdienst. Er liebt es die Tiefen Gottes
zu ergründen und durch Querdenken neue Horizonte zu erschließen.
-
Frank Krause, 37 Jahre, verheiratet mit Brigitte. Krankenpfleger, theologische
Ausbildung, Gründer und Leiter der „Terebinthe – christliche Gemeinde“
(Eitorf). Persönlich: Sein Herz schlägt für Anbetung Gottes
als Lebensstil und die Wiederherstellung von Menschen und Gemeinden,
insbesondere ausgebrannter Leiter. Er ist ein inspirierender Prediger und
Lehrer, der in profunder und origineller Weise in die Geheimnisse des Wortes
Gottes einführt.
-
Hans Mührmann, 60 Jahre, verheiratet mit Dorothee, Vater von 2 erwachsenen
Töchtern. Betontechnologe, theologische Ausbildung am Johanneum, Leiter
des fegw – Deutschland. Persönlich: Hans zeichnet eine starke Berufung
zur geistlichen Vaterschaft aus. Seine Leidenschaft ist es, vor allem (junge)
Leiter auszubilden und Vaterschaft für mehrere Generationen zu leben.
Verbunden ist dies mit einer klaren apostolischen Autorität. Sein
Motto: „Bei Gott anerkannt und in der Hölle gefürchtet sein“.
-
2.2. International Church of the Foursquare
Gospel
-
Internet:
-
International Church of the Foursquare
Gospel (USA) - http://www.fourscquare.org
-
Church of the Foursquare Gospel
Australia - http://www.foursquare.org.au/
-
Church of the Foursquare
Gospel in Australia - http://members.iinet.net.au/~jaffa/4sqwa/
-
Foursquare Gospel Church in Canada
- http://www.foursquare.ca/
-
Foursquare Gospel Church in
Clinton - http://www.theopendoorchurch.org/
-
Foursquare Gospel Church
in Winston - http://www.foursquaregospelcenter.org/
-
Cornerstone Chapel in Medina
- http://www.cornerstonechapel.org/
-
Lion of Judah
Foursquare Church - http://members.tripod.com/~lojchurch/home.html
-
Seymour Foursquare Gospel Church
- http://www.seymourfoursquare.org/
-
http://pastordave.org/international.html:
"Today,
the Foursquare Church reaches into 99 countries of the world, with 34,350
ministers and workers serving 2,863,232 members and adherents in 24,473
churches and meeting places, as well as 10,987 home meetings. Membership
in the United States in 1998 was 238,065 members and adherents, meeting
in 1,851 churches. During that year, there were 96 churches started in
the United States. There are two Bible colleges in the United States: L.I.F.E.
Bible College in Los Angeles, California, and L.I.F.E. Bible College East
in Christiansburg, Virginia, as well as 221 Bible schools and institutes
in other parts of the world. The Foursquare Church actively participates
in the National Association of Evangelicals, The American Bible Society,
Pentecostal/Charismatic Churches of North America, the Pentecostal World
Conference, and the Evangelical Fellowship of Missions Agencies. Many of
its leaders, pastors and members serve on the executive boards and committees
of para-church agencies and endeavors, such as the Lausanne Conference
on World Evangelization and the America 2000 Outreach."
-
Aimee
Semple McPherson (* 9.10.1890 in Ingersoll, Ontario, Kanada,
+27.9.1944) gilt als die Gründerin der Bewegung.
-
Diese Evangelistin hatte 1907 im Alter von 17 Jahren eine tiefe religiöse
Konversion, aufgrund derer sie zu predigen begann. Ihr erster Ehemann Robert
Semple, ein evangelikaler Pfingstler, hatte daran wesentlichen Anteil.
Sie begleitete ihn auf seinen "Wiederbelebungskampagnen" (Revival campaigns)
und schließlich zu einem Missionsgebiet in Asien.
-
1910 Tod von Robert Semple. Aimee Semple McPherson kehrt in die Vereinigten
Staaten zurück mit ihrerm Baby und ihrer neuen Liaison Harold Mcpherson,
ein Lebensmittelverkäufer von der Insel Rhode. Sie fing nun an selbst
Revivals abzuhalten.
-
1918 Während ihre Verbindung zu Harold anfing, sich aufzulösen,
etablierte "Schwester" Aimee dagegen die Basis ihrer Bewegung in Los
Angeles und gewann immer mehr Nachfolger. Sie errichtet dort ein Headquarter
und verbrachte von dort aus weitere 5 Jahre "auf der Straße" für
Revivals.
-
1922 McPherson fasste ihre Botschaft in vier große Punkte bekannt
als "The Foursquare Gospel" (1922)
-
1923 Ihr Traum, eine dauerhafte "foursquare Bewegung", die um ihr Verständnis
der vier Rollen von Jesus Christ aufgebaut wurde, wurde Wirklichkeit, als
sie den "Angelus Tempel" einweihte, ein Auditiorium mit 5300/5500 Sitzplätzen.
Der Tempel wurde zum Zentrum von McPhersons Wiedergeburts-, Heilungs-und
Wohltätigkeits-Gottesdiensten.
-
Sie gründete nachher eine Radiostation, eine Bibelhochschule und eine
evangelistic Verbindung. McPherson erhielt als erste Frau eine FCC Radio-Lizenz
und war somit Pionierin des religiösen Fernsehens.
-
1926 Aimee Semple McPherson verschwand für ein Monat. Danach erschien
sie wieder mit der Geschichte, sie sei gekidnapped worden.
-
1927 fanden 127 lokale Kirchengemeinden aus den Vereinigten Staaten sich
unter dem gemeinsamen Namen "International Church of the Foursquare Gospel"
zusammen. Die Initiatorin dieser Vereinigung, Aimee Semple McPherson schlug
diesen Namen vor um die vierfache Berufung Jesu zu illustrieren: Jesus
Christus Retter, Jesus Christus Heiland, Jesus Christus der kommende König,
Jesus Christus der Täufer im Heiligen Geist.
-
Während der großen Wirtschaftskrise konnte sie nach Angaben
der ICFG aufgrund ihres extensiven Sozialdienstes 1,5 Millionen Menschen
mit heißen Mahlzeiten versorgen.
-
1944 Aimee Semple McPherson nahm versehenlich eine Überdosis Barbitursäurepräparate
und starb daran.
-
Lit.: John F. Piper/G H Douglas, Frauen der Zwanziger Jahre (1986); Aimee
Semple-Mcpherson: die Geschichte meines Lebens (1951); L Thomas,
Storming Heaven (1970). Liardon Roberts: Gottes Generäle. Warum sie
Erfolg hatten und warum einige scheiterten, darin: Aimee Semple-McPherson.
Eine Frau mit Bestimmung.
-
Nach ihrem Tod 1944 leitete ihr Sohn Rolf Kennedy McPherson die Kirche
als Präsident bis zum 31. Mai 1988
-
Seither füllte diese Position Dr. John R. Holland aus bis zum 31.7.1997.
-
Derzeitiger Präsident ist Dr. Paul C. Risser. Vgl. dazu Artikel der
Pentecostal
World Conference:
-
"Dr. Paul C. Risser Ratified For Second Term As President International
Church of the Foursquare Gospel: On Thursday, April 26, 2001, during the
second business session of the 78th International Foursquare Convention,
Dr. Paul Risser was ratified by a 90% majority of the voting delegates
to serve for a second term as President of the International Church of
the Foursquare Gospel, with headquarters in Los Angeles, California. The
second term will be for five years and will begin with the 79th International
Foursquare Convention which will be held in Denver, Colorado, April 9-12,
2002. Dr. Risser was originally selected to serve as president on April
16, 1998, by the ministers and delegates attending the 75th annual convention
of the International Church of the Foursquare Gospel. According to the
bylaws of the Church, one year prior to the fulfillment of their present
term of office, a seated president may be ratified to serve an additional
term, should the Board of Directors and Foursquare Cabinet of the Church,
having ascertained the president's willingness to continue to serve, submit
a ballot to the convention body and receive 75% approval. During his first
term of office, Dr. Risser has brought many innovations to the Church -
in vision for reaching the major cities of the United States, in particular,
the eastern sector of the nation. A ministerial retirement financial program
has been introduced. The ICFG Corporate Offices have been restructured
to ensure greater efficiency and expediency in responding to the needs
of the churches. There has been a broadening of representation from the
various regions throughout the United States on all levels of the Church's
administration. The Church has taken strong steps to embrace intercultural
ministry. Worldwide, steps have been taken in concert with the Foursquare
works in more than 110 countries outside the United States toward "Globalization,"
a networking with leaders from those countries for greater expansion and
evangelism. The year 2000 saw the greatest harvest ever reported by the
Foursquare Church. According to reports received, there were 897,442
men and women, boys and girls who accepted Jesus Christ as their personal
Savior through the ministry of the Foursquare Church around the world.
This equals 2,460 persons entering the Kingdom of God every day of the
year. The number of members and adherents in the Foursquare Church
worldwide
now stands at 3,402,307 worshiping in 27,222 churches and meeting
places. The Foursquare Church now ministers in 108 countries of the
world, with six additional pioneer fields currently in progress. There
are 44,457 Foursquare ministers and workers around the world. On December
31, 2000, there were 1793 Foursquare churches in the United States. Across
the nation, 82,452 people were won to Jesus. There are now 242,616 members
and adherents and 5,644 credentialed Foursquare ministers in the U.S. Prior
to his selection as president in 1998, Dr. Paul Risser served as the Senior
Pastor of the Florence Avenue Foursquare Church, in Santa Fe Springs, California.
Son of veteran Foursquare ministers, Dr. Risser graduated from LIFE Bible
College in 1959. From 1959-1962, Paul served as Minister of Youth at the
Lynwood, California Foursquare Church. In 1972, he was asked to assume
the pastorate of the Florence Avenue Foursquare Church. Under his leadership,
the church became one of the most dynamic congregations in the Foursquare
movement. During those years, Dr. Risser served on the denomination's Board
of Directors. He also served as a member of the Board of Trustees, LIFE
Bible College, Incorporated; the Foursquare Cabinet; and was the Chairman
of the Foursquare Missions Council. Paul and his wife, Marilee, have three
married sons, Brad, Mike and Terry, and seven grandchildren."
-
Die Bewegung selbst versteht sich als eine der drei oder vier größten
"distinguished branches of Pentecostalism" (Pfingstlertum). Sie beteiligt
sich aktiv an bzw. ist Mitglied bei:
-
Der Name "Foursquare" steht für vier wichtige Eckpfeiler der Evangeliumsverkündigung
mit Christus Jesus als Mittelpunkt und bedeutet zugleich als altes englisches
Wort "solide, ausgewogen, beständig". Es ist außerdem ein biblisches
Bild in Exodus, in Ez 40,47 und in der Offenbarung des Johannes. Leitwort
ist außerdem: Jesus Christus the Same, Yesterday and Today
and Forever. Die vier Säulen/Eckpfeiler sind:
-
Jesus Christus als Retter und Erlöser (The Redeemer and Savior
of the world) - Vergebung
-
Jesus Christus als der Täufer mit dem Heiligen Geist (The Baptizer
with the Holy Spirit) - Geistestaufe mit dem Zeichen der Zungenrede
-
Jesus Christus als der große Arzt (The Healer an great Physician)
- Heilung
-
Jesus Christus als bald-wiederkommender König und Herr (The
Soon-Coming King) - Nähe der Wiederkunft
-
Foursquare ist eine weltweite Gemeindegründungsbewegung, die 1954
noch 76000 Mitglieder hatte. Nach Angaben des fegw ist sie zur Zeit in
70 Ländern mit derzeit ca. 24000 Gemeinden vertreten, nach Angaben
des ICFG selbst für das Jahr 1999 in 107 Ländern mit derzeit
26139 Kirchen mit insgesamt 3,331561 Mitgliedern und 37919 Foursquare ministers
und workers (Pastoren). Neuerdings wird angegeben: in 108 Ländern
der Erde ca. 28.000 Gemeinden.
-
USA: 1836 Kirchen mit 233412 Mitgliedern und 4802 ministers (Pastoren)
-
Kanada: 56 Kirchen mit 2810 Mitgliedern und 153 ministers (Pastoren)
-
Restliche 97-105 Länder: 24247 Kirchen mit 2,8-3,1 Millionen Mitgliedern.
-
Nach Angaben des ICFG wurden allein im Jahr 1999 815365 Mitgliedern (davon
725881 außerhalb Nordamerikas), also täglich durchschnittlich
2234 Personen Mitglied einer Gemeinde. Dabei wurden 232882 Personen in
Wasser (216512 außerhalb Nordamerikas) und 187845 Personen mit dem
Heiligen Geist (177323 außerhalb Nordamerikas) getauft.
-
Nach eigenen Angaben hatte die ICFG ein Missionsspendenaufkommen von 1998
rund 5,1 und 1999 von rund 5,7 Millionen Dollar.
-
Prägende Persönlichkeiten:
-
Phil Kerr
-
Audrey Meier
-
James Boersma
-
Dr. Jack Hayford
-
Jerry Cook, Autor des Buches "Liebe, Annahme und Vergebung"
-
Aufbau:
-
Local Foursquare Church, um die sich ein Pastor kümmert, der durch
das "Board of Directors" auf Vorschlag des "District Supervisors" ernannt
wird. Es wird ein "church council" gewählt, das mit dem Pastor zusammenarbeitet.
-
The District Office mit dem "District Supervisor"
-
Corporate Governence durch
-
den Presidenten,
-
Der President wird auf vier Jahre vom Office gewählt mit dem Recht
auf Wiederwahl. Der Präsident gilt als der "Hirte" ("Pastor") der
Denomination, der spirituelle und administrative Übersicht gibt.
-
ein "Board of Directors" (Präsident, Vizepräsident, Generalsupervisor,
Missionsdirektor und weiteren durch den Präsidenten ernannten Mitgliedern
sowie Pastoren und Laien, die als gewählte Mitglieder die Distrikte
repräsentieren)
-
Es trifft sich vier bis fünf Mal im Jahr und ist verantwortlich für
die Philosophie und die Kooperation der Pastoren.
-
Das Board hat ein "Executive Staff Committee", das sich wöchentlich
trifft und die Geschäfte führt.
-
das "Foursquare Cabinet" und
-
Es wird gebildet aus dem Board und allen District Supervisors.
-
Es tagt jährlich eine Woche lang, um Berichte zu empfangen, Ratschläge
an die Gemeinden zu geben und als Nominierungskomitee für den Präsidenten
zu fungieren.
-
das "Foursquare Council".
-
Es wird gebildet aus dem Cabinet und den "Divisional Superintendents",
die ernannt werden, um unter den District Supervisoren als Vermittler zu
den Gemeinden zu dienen.
-
Das Council trifft sich mindestens ein mal im Jahr und bereitet die jährlichen
"Foursquare Conventions" vor.
-
Corporate Offices
-
Executive Office, verantwortlich für die rechtlichen und finanziellen
Geschäfte der Kirche, für die Öffentlichkeitsarbeit und
andere Verwaltungstätigkeiten. Vorgesetzter ist der Präsident.
-
Das National Church Office, das für die Verbreitung und das Wohl der
Gemeinden verantwortlich ist und unter dem Generalsupervisor in Zusammenarbeit
mit den District Supervisoren arbeitet. Es gliedert sich in "Departments"
u.a. für Glaubensangelegenheiten, Eigentumsfragen, christliche Erziehung,
Jugend, Frauen.
-
Foursquare Missions International gilt als der "Arm" in die Welt. Es arbeitet
mit den Leitern der Kirchen in aller Welt zusammen und entsendet unterstützende
Missionare.
-
Foursquare Conventions:
-
Die Versammlung tag jedes Jahr im Frühling. Es wählt turnusgemäß
den Präsidenten, verabschiedet die "Bylaws of the Church". Dadurch
hat die Versammlung die höchte Autorität innerhalb der Kirche.
-
Offizielle Publikation: "Advance" (geht laut ICFG an knapp 100000 Haushalte)
-
Radiostation: KFSG-FM, die am längsten arbeitende christliche Radio-Station
in Nord Amerika, die dritte in Los Angeles zugelassene.
-
Schulen: 1955 hatte die Kirche 135 Tagesschulen betrieben.
-
Bibel-Colleges and -Schools:
-
L.I.F.E. Bible College in Los Angeles, California
-
L.I.F.E. Bible College in Christiansburg, Virginia
-
221 Bibelschulen und -institute.
-
Es gab immer wieder Abspaltungen, so Ende 1960er durch Pastor W. Wuyman
Mitchell zur Victory Chapel.
-
Literatur:
-
Bahr, Robert: Least of All Saints: The Story of Aimee Semple McPherson.
Englewood Cliffs: Prentice-Hall 1979
-
Blumhofer, Edith L.: Aimee Semple McPherson: Everybody's Sister. Grand
Rapids, MI: William B. Eerdmans Publishing 1993
-
Epstein, Daniel Mark: Sister Aimee: The Life of Aimee Semple McPherson.
New York: Harcourt Brace Jovanovich 1993
-
Hadden, Jeffrey K. and Charles E. Swann: Prime Time Preachers: The Rising
Power of Televangelism. Reading, MA: Addison-Wesley 1981
-
McPherson, Aimee Semple:
-
The Story of My Life. Hollywood: International Correspondents' Publishing
1951
-
This Is That. New York: Garland Publishing 1985
-
Thomas, Lately:
-
The Vanishing Evangelist: The Aimee Semple McPherson Kidnapping Affair.
New York: The Viking Press 1959
-
Storming Heaven: The Lives and Turmoils of Minnie Kennedy and Aimee Semple
McPherson. New York: William Morrow and Company 1970
-
vgl. dazu neutrale Beschreibungen:
-
http://www.tellthworld.com/:
Tell the World Evangelism International Inc von Pastor Colin Grigg und
seine Frau Debra versuchen in Australien die Foursquare Gospel Churches
mit dem Gedankengut von Derek Prince zusammenzubringen. Allerdings ist
neuerdings vom Bezug zu den Foursquare Gospel Churches nichts mehr zu lesen
(ähnlich wie bei Tracy und der CIDA).
-
Tell the World! Evangelism International. Pastor Colin Grigg. neu: PO Box
79, Swansea, NSW 2281 Australia; alt: P.O. Box 1254, Penrith, NSW
Australia 2753
-
http://www.tellthworld.com/Derek%20Prince.htm:
Derek Prince is one of the world's foremost Bible teachers. Derek is featured
on 12 full time radio stations around Australia. Whether you are bound
by a Curse or troubled by Demons, the power of God can and will set
you free.
-
2.3. Derek Prince Ministries International
-
Internet:
-
Adresse: Derek Prince Ministries International. P.O. Box 19501, Charlotte,
NC 28219-9501, Phone: 1-704-357-3556, Fax: 1-704-357-3502,
E-mail: 74531.2242@compuserve.com
-
David Selby, international director of Derek Prince Ministries: "David
Selby is DPM's "oldest" employee, other than Derek Prince. In 1971 David
moved his family from Ontario, Canada, to Ft. Lauderdale, FL to help Derek
with the ministry office. At that time David became the ministry's fourth
employee, behind Derek and his two daughters. Over 30 years later and a
move to Charlotte, N.C., David Selby now oversees the operations of 10
DPM offices worldwide including the U.S. office. When he's not busy furthering
God's vision for DPM, you'll find David somewherre in the vicinity of a
classic car or two. David is not only assisted by his wife, Anna, but their
sons Glenn, Derek, and Christopher perform key roles in the ministry as
well."
-
Derek Prince (* 1915) kommt ursprünglich aus der Sheperding-Bewegung
(Bob Murrford, Don Basham, Evn Baxter, Charles Simpson), die 1974 begann
und sich 1986 auflöste, als ihre Zeitschrift "New Wine" ihr Erscheinen
einstellte. Prince hatte schon 1983 "severed his formal ties with the others"
-
Derek Prince ist dem evangelikal-charismatischen Heilungs- und Befreiungsdienst
zuzurechnen. Er war Professor für Philosohie an der Universität
Cambridge und ist verheiratet mit Ruth Prince, die zum Teil die Lehrbriefe
mit unterzeichnet. Er gilt als "Father of the Faith Passes" und "spiritual
patriarch"
-
Derek Prince veröffentlicht seit mindestens 1977
-
1977 als wohl einziger Autor für das Ölberg-Bibelzentrum
in Jerusalem (Sein Titel: "Drei Botschaften für Israel")
-
1979 im Verlag "Jugend mit einer Mission" in Hurlach ("Leben
aus Glauben"), in der bis 1984 auch Günter Krallmann, Marion Warrington
und Gary W. Kuhne ("Jüngerschulung") publizierten.
-
1982 im "Leuchterverlag" in Erzhausen (Sein Titel: "Biblische
Prophetie und der Nahen Osten"), in dem auch folgende Autoren publizierten:
-
Don Basham ("Ihr werde Kraft empfangen"), Dennis J.
Bennet, David Bivin, Andrew W. Blackwood, E. G. Carré (über
John Hyde), Larry Christenson ("Segen und Sinn des Zungenredens"), Gerald
Coates, John W. Cowart, Trevor Dearing, Johannes Facius, Henry Gariepy,
Jean Grant ("Im Schatten der Wiederkunft Jesu Christi"), Otfried Hainebach,
Jack
Hayford ("Geisterfüllt"), Contance Head, Martin Huber-Siegl,
F.R. Jeremiah ("Der Weg zur göttlichen Heilung"), Gerhard Krüger
("Erlebte Gottesgnade"), Roberts Liardon, Gene Lilly, Ted Miller, Johannes
Oppermann, Lewi Pethrus, Zac Poonen, Derek Prime (Prince?), Bruce Reekie,
D.V. Rees, Hebert Ros, Waldemar Sardaczuk, Paul Schmidgall ("90 Jahre deutsche
Pfingstbewegung"), Tage Sjöberg, Peter Tan ("Die Salbung"), Betty
Tapscott ("Innere Heilung"), Erich Theis, Ellen Traylor, Reinhold
Ulonska ("Geistesgaben in Lehre und Praxis"; "... Gott hat gesetzt!"),
Wayne
Warner, Lance Webb, David Wilkerson, Bruce Yokum
-
o.J. im Fliss-Verlag in Hamburg (Sein Titel: "Biblische Fundamente"),
zusammen mit Autoren wie:
-
Frank Bartleman, Timofeij P. Cmychalov, Nicky Cruz, Martin Goldsmith, Ivan
Gorelkin, Ed Hindson, Klaus J. Hoffmann, Dan R. MacConnell, Hope MacDonald,
Ghulam M. Naaman, Charles S. Price, Kurt Quadflieg, Thomas F. Read, Matthias
Sesselman, Charlie W. Shedd (übersetzt von Friedemann Lux), Charles
F. Stanley, Terry und Wendy Virgo, Arthur E. Wilder-Smith, David
Wilkerson ("Das Kreuz und die Messerhelden"),
-
seit 1992-1997 bei Bernard, Solingen (Seine Titel: "Die Zukunft
Israels und der Gemeinde"; "Klänge von Davids Harfe", "Gott stiftet
Ehen"; "Biblische Grundlagen für den Befreiungsdienst", "Der Weg nach
oben führt nach unten", "Kommt der Antichrist aus Europa?"), zusammen
mit:
-
Barry Austin, Michael L. Brown, Mahesh Chavda, Don Fortune, Francis Frangipane
("Geistlicher Kampf auf drei Ebenen"), Claudio Freidzon ("Heiliger Geist,
ich habe Hunger nach Dir!"), Cindy Jacobs, Mona Johnian, Günther Krallmann,
Rick Renner, Marvin J. Rosenthal, John L. Sandford ("Beziehung
von Befreiungsdienst und innerer Heilung"; "Die Umgestaltung des inneren
Menschen", "Heilung für den verwundeten Geist", "Warum begehen Christen
Treue(Ehe)Bruch?", "Weckt den schlummernden Geist", "Die Erneuerung des
Gedankens", "Die Wiederherstellung der christlichen Familie") und
Paula
Sandford , Don Stephens, Colin Urquhart, Charles P. Wagner ("Territoriale
Mächte"), Andrea-Giorgio Xandry
-
die 2001 neuaufgelegten deutschen Publikationen in Deutsch:
-
Biblische Grundlagen für den Befreiungsdienst sowie: Anleitungen für
den Befreiungsdienst an Kindern und Jugendlichen.
-
Der Weg nach oben führt nach unten sowie: Von der Gnade sich beugen
zu können
-
Die Zukunft Israels und der Gemeinde
-
Gebete und Proklamationen. Gottes Wort für jede Situation
-
Kommt der Antichrist aus Europa? sowie: Die Endzeitprophetien Jesu
-
Segen oder Fluch - sie haben die Wahl. Sie haben die Wahl
-
Biblische Prophetie und der Nahe Osten. Israel - Gottes Zeiger an der Weltenuhr.
Dynamis Verlag : Kreuzlingen. 1982
-
Sie werden Dämonen austreiben. Was Sie über Dämonen - Ihre
unsichtbaren Feinde - wissen müssen. Derek Prince Ministries International
: Charlotte, North Carolina, USA. 1998
-
24.9.2003 Tod von Derek Prince
-
Derek Prince gestorben – In Jerusalem ist am Mittwoch nach langer Krankheit
der bekannte Bibellehrer Derek Prince im Alter von 88 Jahren gestorben.
Er wurde 1915 in Bangalore, Indien, geboren, studierte alte Sprachen und
wanderte 1944 nach Israel ein. Derek Prince verfasste Bücher und hielt
Vorträge, die über Kassette weltweite Verbreitung fanden.
-
Textbespiele:
-
Die Freiheit
zur Anbetung: ""Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der
die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit;
denn auch der Vater will solche Anbeter haben." (Joh 4,23) Ist das
nicht erstaunlich? Der allmächtige Gott, der über die Ressourcen
des gesamten Universums verfügt, sucht nach Menschen, die ihn anbeten
- Menschen wie du und ich, die von einer Rasse gefallener Sünder abstammen!
Was mag Gott dazu bewegen? Hat er ein tiefes, inneres Verlangen nach Annahme
oder Bestätigung? Wohl kaum! Nein - vielmehr sehnt sich sein väterliches
Herz danach, sich denen, die er geschaffen hat, in all seiner Herrlichkeit
zu offenbaren. Das ist der größte Segen, den er uns zuteil werden
lassen kann. Die Offenbarung Gottes kommt zuallererst durch sein kostbares
Wort - die Bibel. "Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt,
der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben und wir werden
zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen" (Joh 14,23). Indem wir Gottes
Wort empfangen und befolgen, nehmen sowohl Gott der Vater als auch Gott
der Sohn bei uns Einzug. Dies wiederum treibt uns dazu, den Gott, den wir
angenommen haben, anzubeten. Je besser wir Gott durch sein Wort kennenlernen,
desto mehr sehnen wir uns danach, ihn anzubeten. Der Stellenwert, den Gottes
Wort in unserem Leben einnimmt, läßt sich erkennen an dem Ausmaß
unseres Verlangens, ihn anzubeten. Zunächst müssen wir uns darüber
im klaren sein, daß Anbetung weder aus dem Singen frommer Lieder
oder Choräle, noch aus dem Hören geistlicher Musik und nicht
einmal dem Gebet besteht - obwohl all diese Aktivitäten durchaus legitim
sind und uns in die Anbetung führen können bzw. sollen. Noch
viel wichtiger ist jedoch die Erkenntnis, daß Anbetung nicht eine
Art "geistlicher" Unterhaltung darstellt. Bei der Anbetung konzentrieren
wir uns nicht auf uns selbst oder auf unsere Erlebnisse, sondern auf Gott.
Anbetung bedeutet direkte, intime, persönliche Beziehung zu unserem
Schöpfer. Dies ist die höchste Ausdrucksweise, zu der der menschliche
Geist fähig ist, aber sie umfaßt nicht nur den Geist, sondern
den gesamten Bereich unserer menschlichen Persönlichkeit. Es ist auch
ein Irrtum, unter Anbetung etwas zu verstehen, das "man" nur innerhalb
der Gemeinde oder in der Öffentlichkeit "tut". Anbetung sollte vielmehr
der Höhepunkt unserer persönlichen Hingabe sein. Im urprünglichen
Sinne des Wortes stellt "Hingabe" nämlich "einen Akt der Anbetung"
dar. Wenn wir Gott nur öffentlich innerhalb der Gemeinde anbeten,
wird unsere Anbetung irgendwie immer etwas Gekünsteltes an sich haben
- sie wird nicht mehr als eine religiöse Show sein, die wir in Gegenwart
anderer abziehen. Andererseits jedoch kann die gemeinsame Anbetung innerhalb
des Gottesdienstes jedem Einzelnen ein höheres, tiefergreifendes Bewußtsein
von Gott und seiner Herrlichkeit vermitteln als dies in der individuellen
Andacht allein je möglich wäre. Unglücklicherweise hat sich
das christliche Verständnis von Anbetung im Laufe der Jahrhunderte
sehr weit vom biblischen Vorbild entfernt. Ich habe alle wesentlichen Wörter
untersucht, die in der Bibel für "Anbetung" benutzt werden, und bin
dabei zu einem aufregenden und revolutionären Schluß gekommen:
Jedes Wort, das die Bibel für "Anbetung" verwendet - sowohl im Alten
als auch im Neuen Testament - beschreibt eine bestimmte Körperhaltung!
Wir werden diese verschiedenen Positionen näher erläutern, indem
wir mit dem Kopf anfangen und uns von dort fortlaufend nach unten bewegen.
Das Verneigen hat in diesem Zusammenhang eine wesentliche Bedeutung. Als
Abrahams Diener auf der Suche nach einer Braut für den Sohn seines
Herrn erkannte, daß Gott ihn zu der Familie von Abrahams Bruder geführt
hatte, "verneigte sich der Mann und betete den Herrn an" (1Mose 24,26).
Als Moses und Aaron den Ältesten Israels in Ägypten berichteten,
daß Gott versprochen hatte, sie von ihrer Sklaverei zu befreien,
war ihre Reaktion genau die gleiche: "Sie verneigten sich und beteten
an" (2Mose 4,31). Unsere Hände spielen ebenfalls eine entscheidende
Rolle bei unserer Anbetung. Psalm 63,5 beschreibt, wie David auf die Barmherzigkeit
Gottes reagiert hat: "So will ich dich loben mein Leben lang und meine
Hände in deinem Namen aufheben." In Psalm 141,2 beschreibt David
eine ähnliche Anbetungsweise: "Mein Gebet möge vor dir gelten
als ein Räucheropfer, das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer."
In Psalm 143,6 beschreibt David eine andere Position seiner Hände,
die seine Sehnsucht nach Gott zum Ausdruck bringt: "Ich breite meine
Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres
Land." Durch das Aufheben unserer Hände erkennen wir Gottes Majestät
an. Mit dem Ausbreiten unserer Hände geben wir zu verstehen, daß
wir von Gott empfangen wollen. Die Betenden Hände von Albrecht Dürer
sind wohl die am meisten bekannte künstlerische Darstellung des Gebets,
wobei es sich hier vielleicht eher um ein Flehen zu Gott als um eine Anbetung
handelt. Auf jeden Fall ist es bemerkenswert, daß Dürer dabei
sein Hauptaugenmerk weder auf die Lippen noch auf das Gesicht der betenden
Person richtet, sondern auf die Hände. Eine weitere Art und Weise,
unsere Hände zu benutzen, wird in Psalm 47,2-3 beschrieben: "Schlagt
froh in die Hände, alle Völker, und jauchzet Gott mit fröhlichem
Schall! Denn der Herr, der Allerhöchste, ist heilig, ein großer
König über die ganze Erde." Indem wir in die Hände klatschen,
erkennen wir die ehrfurchtgebietende Majestät unseres großen
Königs an. Indem wir Jauchzen mit fröhlichem Schall hinzufügen,
proklamieren wir damit seinen vollkommenen Sieg. Ich habe mehrmals an Versammlungen
teilgenommen, wo etwas gesagt oder getan wurde, das eine Reaktion wie Händeklatschen
oder Jauchzen hervorgerufen hat. Wahrscheinlich waren sich die Personen,
die auf diese Weise reagiert haben, gar nicht bewußt, daß es
sich dabei um eine biblische Anbetungsweise handelt. Ich möchte in
diesem Zusammenhang noch hinzufügen, daß jauchzen hier nicht
etwa lautes Singen bedeutet, sondern vielmehr, daß damit ein Schreien
mit dem vollen Einsatz unserer Lungen gemeint ist. Als Salomo den Tempel
einweihte, den er zur Ehre Gottes hatte bauen lassen, breitete er seine
Hände aus. Er ging sogar noch einen Schritt weiter: Er kniete nieder
(2.Chronik 6,12-13). Diese Form der Anbetung ist ein Ausdruck der völligen
Unterordnung gegenüber Gott. In Epheser 3,14 sagt Paulus, daß
er ebenfalls diese Position einnahm, wenn er sich Gott näherte: "Deshalb
beuge ich meine Knie vor dem Vater." Letztendlich wird das gesamte
Universum sich dem Schöpfer in dieser Weise unterordnen. In Jesaja
45,23 erklärt der Herr: "Ich habe bei mir selbst geschworen ...:
Mir sollen sich alle Knie beugen ...". Paulus sagt in Philipper 2,10,
daß dieser Akt der Unterwerfung ganz konkret Jesus gegenüber,
der von Gott als Herrscher eingesetzt worden ist, zum Ausdruck gebracht
wird: "daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie
..." Es gibt noch eine weitere Anbetungsform, die den ganzen Körper
mit einschließt und die in der Bibel am häufigsten erwähnt
wird: Die Form der Anbetung, bei der man vor dem Herrn auf sein Angesicht
fällt. Indem wir uns vor Gott flach auf dem Boden ausstrecken, bekennen
wir unsere völlige Abhängigkeit ihm gegenüber. Damit sagen
wir uns los von dem Verlangen, von ihm unabhängig zu sein, was zu
dem ursprünglichen Ungehorsam von Adam und Eva führte und seitdem
charakteristisch ist für die gefallene Natur jedes ihrer Nachkommen.
Irgendwann einmal befanden sich die meisten der großen Männer
in der Bibel flach auf ihrem Angesicht vor Gott. In 1.Mose 17 heißt
es zweimal, daß Abraham vor Gott auf sein Angesicht fiel (Vers 3
bzw. Vers 17). Als sich der Herr Josua vor den Toren Jerichos als der Befehlshaber
der Armee Gottes zeigte, fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde nieder.
Danach wurde ihm befohlen, seine Schuhe von seinen Füßen zu
ziehen (Josua 5,13-15). Beide Handlungen - vor Gott auf sein Angesicht
zu fallen sowie seine Schuhe auszuziehen - waren ein Ausdruck der Anbetung.
Während sich Josua in dieser Position der Anbetung befand, erhielt
er die Anweisungen Gottes zur Einnahme Jerichos. Die außergewöhnlichste
Form der Anbetung - gemessen an unserer heutigen Vorstellungsweise - ist
jedoch in 2.Samuel 6,12-14 beschrieben. Als es David gelungen war, die
Bundeslade nach Jerusalem hinauf zu bringen, tanzte er mit aller Macht
vor dem Herrn her. Da David ein äußerst tapferer Mann war, bedeutet
der Ausdruck "mit aller Macht" sicherlich, daß damit eine ausgesprochen
kraftvolle Handlung gemeint sein muß, an der jeder Teil seines Körpers
beteiligt war. Auf diese Weise konnte er seine überschwengliche Freude
und Dankbarkeit Gott gegenüber am besten zum Ausdruck bringen. Das
Kapitel endet mit einer Warnung an jeden, der versucht sein könnte,
auf eine derart kraftvolle Form der Anbetung negativ zu reagieren. Genau
so reagierte nämlich Davids Ehefrau Michal auf diese Ausdrucksweise
ihres Mannes, was zur Folge hatte, daß sie ihm keine Kinder gebären
konnte. Wenn man auf fleischliche Weise Kritik übt, kann dies eine
Unfruchtbarkeit des Geistes hervorbringen. Ich habe zwar vorhin gesagt,
daß das Singen allein keine Handlung der Anbetung darstellt, aber
diese Aussage bedarf einer weiteren Erklärung. In manchen Fällen
kann Singen in Anbetung übergehen, ohne daß man sich dessen
eigentlich bewußt wird. Andererseits kann aber auch das Händeklatschen
und Tanzen ebenso ein Ausdruck der Danksagung wie der Anbetung sein. Die
menschliche Sprache ist nicht einfühlsam genug, um die Grenze zwischen
den verschiedenen Formen von Anbetung und Lobpreis exakt zu markieren.
Warum der Körper? Vielleicht stellen wir uns die Frage: Warum spielt
der Körper so eine wichtige Rolle in unserer Anbetung? Schließlich
hat Jesus gesagt, daß wir im Geist und in der Wahrheit anbeten sollen
(Joh 4,24). Die Antwort auf diese Frage finden wir, wenn wir die Verbindung
zwischen Geist, Seele und Körper - d.h., den drei Bereichen, die unsere
menschliche Persönlichkeit ausmachen - erkennen können. (s. Thessalonicher
5,23.) Der Geist ist derjenige Teil unserer Persönlichkeit, der direkten
Kontakt mit Gott aufnehmen kann (s. 1.Korinther 6,17.). Der Geist ist jedoch
auf die Mitarbeit der Seele angewiesen, um sich Ausdruck zu verleihen.
Die Seele ist der Teil, durch den unser Wille zum Ausdruck kommt, d.h.,
sie trifft Entscheidungen für die gesamte Person und setzt dann ihrerseits
den Köper in Bewegung. Das wird durch die Worte Davids in Psalm 103,1
veranschaulicht: "Lobe den Herrn, meine Seele ...." David fühlte
sich in seinem Geist dazu bewegt, den Herrn zu loben und ermutigte daher
seine Seele, die entsprechende Entscheidung zu treffen. Seine Seele wiederum
mußte den Körper in Bewegung setzen - vor allem seine Stimmbänder
- um somit dem von seinem Geist ersehnten Lobpreis Ausdruck zu geben. In
diesem Licht betrachtet, stellt Anbetung also eine Tätigkeit dar,
bei der der Geist die Seele in Anspruch nimmt, um entsprechende Handlungen
des Körpers herbeizuführen. Wenn die Seele oder der Körper
nicht auf das Drängen des Geistes hin reagieren, dann funktioniert
der Körper praktisch wie ein Kerker, der den Geist gefangenhält
und ihn davon abhält, sich frei zu entfalten. Menschen in diesem Zustand
- d.h., Geister, die in Körpern gefangen gehalten werden, durch die
sie sich nicht frei entfalten können - finden wir heutzutage in der
Gemeinde sehr häufig. Ihre körperliche Aktivität ist auf
ein paar routinehafte Bewegungen beschränkt. Sie betreten die Kirche,
nehmen Platz, stehen auf, setzen sich, stehen auf und verlassen die Kirche
wieder. Das hat zur Folge, daß sie an der höchsten Tätigkeit,
zu der ihr Geist fähig ist - nämlich der ungehemmten Anbetung
des Schöpfers - fast überhaupt nicht teilnehmen. Man kann jedoch
auch einen Fehler in der entgegengesetzten Richtung machen: Die Seele und
der Körper können sich rein äußerlich in der Anbetung
befinden, ohne daß der Geist dabei der Urheber ist oder sonst daran
beteiligt ist. In diesem Fall handelt es sich um bloße religiöse
Aktivität, die nichts mit wahrer Anbetung zu tun hat. Das biblische
Muster der Anbetung setzt die harmonische Wechselwirkung aller drei Teile
- Geist, Seele und Körper - voraus, wobei die Initiative dem Heiligen
Geist vorbehalten ist. Freiheit im wahrsten Sinne des Wortes besteht nämlich
aus eben diesem Zusammenspiel all unserer Fähigkeiten. Ein Geist der
Steifheit Vor kurzem ist mir etwas widerfahren, was meiner Meinung nach
eine Art Gleichnis für diese Situation darstellt. Ich befand mich
mit einer Gruppe von Christen im Gebet und wartete auf Gottes Antwort,
als sich plötzlich - unabhängig von meinem eigenen Willen - meine
Hände in die Luft erhoben und mein Körper für einen Moment
mit krampfartigen Zuckungen reagierte. Diese unfreiwillige Reaktion meinerseits
war mir peinlich und ich fragte mich, was wohl die Leute um mich herum
denken mochten. Aber dann stellte ich mir selbst die Frage: Was ist wichtiger:
Was andere denken, oder was Gott für mich tun will? Ich traf die Entscheidung,
Gott vorbehaltlos gewähren zu lassen. Die Mehrzahl der Leute um mich
herum waren ohnehin selbst zu sehr mit Gott beschäftigt, um zu bemerken,
was mit mir geschah. Die krampfhaften Zuckungen hielten für ein paar
Minuten an, und dann entspannten sich die Muskeln in meinem Köper
wieder. Gott gab mir zu verstehen, daß ich von einem Geist der Steifheit
(von dessen Existenz ich bis dahin keine Ahnung hatte) befreit worden war.
Er zeigte mir auch, wann und wie dieser Geist Zugang zu mir gefunden hatte.
Ich wurde 1915 in Indien geboren, zu einer Zeit, in der Krankenhäuser
noch recht primitiv ausgestattet waren. Der einheimische Arzt entdeckte
innerhalb kurzer Zeit, daß meine Beine nicht gleich lang waren. Er
ordnete an, daß eines meiner Beine geschient werden und ich danach
mehrere Monate lang in der Rückenlage verbleiben mußte. Von
diesem Zeitpunkt an war es mir unmöglich, einige ganz normale, köperliche
Bewegungen auszuführen. Seit meiner Befreiung kann ich mich jedoch
völlig ungehindert bewegen. Der Gedanke, daß ein Geist der Steifheit
meine körperliche Bewegungsfreiheit über 79 Jahre hinweg eingeschränkt
hatte - ungeachtet der zahlreichen körperlichen und geistlichen Segnungen,
die ich über die Jahre hinweg erfahren habe - hatte eine sehr ernüchternde
Wirkung auf mich. Ich bin davon überzeugt, daß die christliche
Kirche im Lauf der Jahrhunderte genau die gleiche Erfahrung gemacht hat.
Ein großer Teil der Kirche ist von einem Geist der Steifheit durchdrungen,
der Christen davon abhält, die Freiheit und die überschäumende
Freude zu genießen, die Gott seinem Volk in der Anbetung schenken
möchte. Aus diesem Grund sind unsere Formen der Anbetung oft weit
entfernt von den Beispielen, die in der Bibel so ausführlich beschrieben
werden. Was ist die Lösung? Als erstes müssen wir zu dem biblischen
Modell zurückkehren und die Anbetung in ihrem vollen Umfang, so wie
sie Gott gebührt, verstehen. Dann müssen wir unsere Seele dazu
anhalten, auf die Stimme unseres Geistes zu reagieren und unsere Körper
für alle entsprechenden Ausdrucksweisen freizusetzen. In vielen Fällen
wird dies vielleicht irgendeine Form der geistlichen Befreiung erforderlich
machen. Wenn diese Worte auf Sie zutreffen, dann machen Sie nicht den Fehler,
den ich selbst beinahe begangen hätte: Lassen Sie es nicht zu, daß
Verlegenheit oder Scham Sie davon abhalten, zu all dem, was Gott für
Sie bereit hält, durchzudringen!"
-
Wer
ist der Heilige Geist?: "Liebe Freunde, die Bibel ist eine übernatürlich
inspirierte Offenbarung von Gott. Gott aber ist so viel „anders" als wir,
so dass wir manchmal unsere gewohnten Sprachformen beiseite legen
oder ausweiten müssen, um die biblische Offenbarung von Gott verständlich
zu machen. In Gott sind Einzahl und Mehrzahl ewig verbunden. Dieses Geheimnis
begegnet uns im ersten Vers der Bibel: „Im Anfang schuf Gott die
Himmel und die Erde." Im Original Hebräisch ist elohim (die Bezeichnung
für Gott) in der Mehrzahl, jedoch das Verb bara (schuf) ist
Einzahl. Das heisst, dass beide Formen, Einzahl und Mehrzahl miteinander
verbunden sind. Weiter unten, im l. Buch Mose l ,26 begegnen wir derselben
Kombination von Einzahl und Mehrzahl in Bezug auf Gott: „Und Gott sprach:
Laßt uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich.....""
Das Verb „sprach" ist in der Einzahl, jedoch die Fürwörter „uns"
in der Mehrzahl. Weitere Bibelstellen weisen auf dieselbe Kombination von
Einzahl und Mehrzahl in Bezug auf Gott hin. Der Prophet Jesaja hatte eine
Vision vom Herrn auf Seinem Thron und hörte Ihn sagen, „Wen soll ich
senden, und wer wird für uns gehen?" Während das Fürwort
„ich" auf eine Person hinweist, haben wir es mit dem Fürwort „uns"
eindeutig mit mehr als einer Person zu tun. Weitere Offenbarungen der Schrift
reden von drei unterschiedlichen Personen; jede von ihnen ist Gott:
Gott, der Vater; Gott, der Sohn; und Gott, der Geist. Die erste der
drei göttlichen Personen, die individuell erwähnt wird, ist der
Geist: „Und der Geist Gottes schwebte über den Wassern." Das „Gleichnis"
vom Licht. Es wird uns nie gelingen, Gott zu „erklären". Er
offenbart sich aber in der von ihm erschaffenen Welt durch verschiedene
"Gleichnisse". Eines davon ist z.B. das Licht. Obschon das Licht zum täglichen
Leben gehört, schenken wir ihm nicht viel Beachtung. Dennoch unterscheiden
wir innerhalb dieses einzigen Phänomens mindestens zwei Formen. Licht
bricht sich gleichmäßig in drei Grundfarben auf: blau, gelb
und rot. Im Regenbogen erscheint das Licht wiederum in sieben Farben: violett,
Indigo, blau, grün, gelb, orange, rot. Folglich ist die Dreiheit der
ursprünglichen Farben sowie die siebenfache Mannigfaltigkeit des Regenbogens
innerhalb der einen Lichteinheit enthalten. Die Zahl sieben steht in der
Schrift hauptsächlich in Zusammenhang mit dem Heiligen Geist. Offenbarung
4,5 erwähnt „die sieben Geister Gottes". In Jesaja 11,1-2 gibt der
Prophet eine Vorausschau dessen, wie der Heilige Geist Jesus, als den Messias
(den Gesalbten), aussondern wird. Er zählt sieben unterschiedliche
Erscheinungsformen des Heiligen Geistes auf: Der Geist des Herrn, (der
Geist, der in der ersten Person Gottes redet); der Geist der Weisheit;
der Geist des Verstandes; der Geist des Rates; der Geist der Stärke;
der Geist der Erkenntnis; der Geist der Furcht des Herrn. Es ist bezeichnend,
dass die Erkenntnis, die in Jesus ist, durch „die Furcht des Herrn" in
Balance gehalten sein muß. Andernfalls könnte Erkenntnis allein
zu Stolz verleiten. „Die Erkenntnis bläht auf [macht arrogant]". In
der Apostelgeschichte 13,2 tritt der Heilige Geist eindeutig als Gott selbst
auf. Indem er mit der Leiterschaft der Gemeinde zu Antiochia redete, „sprach
der Heilige Geist: Sondert mir nun Bamabas und Saulus zu dem Werk aus,
zu dem ich sie berufen habe!" Hier spricht der Heilige Geist eindeutig
in der ersten Person als Gott. Gottes restlose Hingabe an den Menschen:
Wahrscheinlich zeigt sich Gottes Gnade am deutlichsten in seinem Plan,
die gefallene Menschheit durch Jesu Opfertod mit sich selbst zu versöhnen.
Als ich die Details dieses göttlichen Planes studierte, machte ich
eine aufregende Entdeckung: Folgender Überblick zeigt auf, wie im
gesamten Versöhnungswerk die individuelle Person der Gottheit eine
außergewöhnliche und sehr spezifische Funktion ausführte:
-
1. Die Empfängnis Jesu. Die Zeugung Jesu geschah durch Gott
Vater, der in der Kraft des Heiligen Geistes über Maria kam. (Lukas
1,35)
-
2. Der Beginn des öffentlichen Dienstes Jesu. Als sich Jesus
der Taufe des Johannes unterzog, führ der Heilige Geist in der Gestalt
einer Taube auf Ihn hernieder, und der Vater anerkannte Ihn als Seinen
Sohn. (Lukas 3,21-22)
-
3. Der andauernde Dienst Jesu. Petrus faßt in Apg. 10,38 zusammen:„Jesus
von Nazareth, wie Gott [der Vater] ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft
gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel
überwältigt waren...."
-
4. Jesu Opfer am Kreuz. „Christus....
der sich selbst durch den ewigen Geist [den Heiligen Geist] als "Opfer
ohne Fehler" Gott [dem Vater] dargebracht hat...." (Hebräer 9,14)
-
5. Jesu Auferstehung. Gott, der Vater auferweckte Jesus durch die
Kraft des Heiligen Geistes. (Römer 1.4; 8,11)
-
6. Pfingsten. Erhöht zur Rechten Gottes, des Vaters, empfing
Jesus den Heiligen Geist von Ihm, den Er auf die wartenden Jünger
ausgegossen hat. (Apg.2,33)
In jeder Phase der Versöhnung hat der Heilige Geist Seine eigene lebenswichtige
und spezifische Funktion ausgeübt. Er verdient zurecht die beiden
Namen "der Geist der Gnade" und "der Geist der Herrlichkeit" - Gnade, die
zur Herrlichkeit führt. (Hebräer 10,29; l. Petrus 4,14) Persönlich
und Nicht-persönlich: Es gibt ein weiteres einmaliges Faktum
in bezug auf den Heiligen Geist, das unser Fassungsvermögen sprengt.
Der Geist ist beides, persönlich und nicht-persönlich - gleichzeitig
ein "er" und ein "es". Die Sprache, in der das Neue Testament zu uns gekommen
ist, ist Griechisch. Griechisch besitzt drei Geschlechter:männlich
(er), weiblich (sie), sächlich (es). Grammatikalisch ist das griechische
Wort für "Geist" pneuma sächlich, d.h. "es"'. Das passende Fürwort
wäre demzufolge geschlechtslos, i.e. "es". Dennoch werden beide, "er"
und "es" für den Heiligen Geist verwendet, (niemals aber "sie"). Um
diese Tatsache noch zu unterstreichen, dass der Heilige Geist ein "er"
sowohl als auch ein "es" ist, sind die Regeln der griechischen Grammatik
z.B. in Joh. 16,13 bewußt umgangen worden: "Wenn aber jener, der
Geist der Wahrheit, gekommen ist,...." Im Englischen wie auch im Griechischen
wird der Bestimmungsartikel "der" verwendet. (Auf der ändern Seite
gibt es beispielsweise im Russischen wie im Lateinischen kein gleichnamiges
Wort.) Im griechischen N.T. wird vor "Heiliger Geist" manchmal der bestimmte
Artikel verwendet -entsprechend "der" - manchmal fällt er auch weg.
Im Englischen bestünde der entsprechende Unterschied zwischen "der
Heilige Geist" und "Heiliger Geist". Für englische Ohren klingt der
Ausdruck "Heiliger Geist" ohne Artikel allerdings nicht komplett. Demzufolge
fügen alle englischen Übersetzungen ausnahmslos "der" vor "Heiliger
Geist" ein, sogar dann, wenn der Artikel im Original griechischen N.T.
nicht vorhanden ist. Erst die Betrachtung des griechischen Textes ermöglicht
eine Feststellung, ob "der" eigentlich verwendet wird oder nicht. Im Rahmen
meines Studiums des griechischen N.T. bin ich zum Schluß gekommen,
dass, in Zusammenhang mit dem Heiligen Geist, die Gegenwart bzw. die Abwesenheit
des Artikels "der" einen wichtigen Unterschied aufzeigt. Geht der Artikel
"der" dem "Heiligen Geist" nicht voraus, deutet dies etwas Nicht-Persönliches
an: Leben oder eine Macht, eine Kraft, eine Präsenz, ein Einfluß.
Wenn dem "Heiligen Geist" "der" jedoch vorausgeht, wird Er als eine Person
geschildert. Sehr bezeichnend für eine Persönlichkeit ist ihre
Fähigkeit, zu sprechen. Zu Pfingsten, als der Heilige Geist vom Himmel
herunterkam, sprach Er in anderen Zungen durch die Apostel. Dadurch kündigte
Er an, dass Er als Person gekommen war, um Seinen Platz auf Erden einzunehmen.
Er ist seither der permanente, persönliche Vertreter der Gottheit,
der auf Erden wohnt. Seither nimmt der Heilige Geist Seine Wohnung als
Person im Leib eines gläubigen Christen ein. Er offenbart Seine Gegenwart,
indem er übernatürlich in einer anderen Sprache durch diesen
Gläubigen redet. Dementsprechend sagt Er: "Nun weißt du, dass
ich in deinem Leib wohne als eine Person." Aus diesem Grund hat Paulus
im l. Korintherbrief6,19 den Bestimmungsartikel festgelegt: "Wisst ihr
nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist?" Er
betont damit, dass die Zungenrede nicht nur eine kurzfristige übernatürliche
Erfahrung ist. Darüber hinaus ist es ein von Gott geschenktes Zeichen,
dass der Heilige Geist nun als eine Person Seine Behausung im Leibe des
Gläubigen hingenommen hat, wodurch dieser ein heiliger Tempel wird.
Diese Tatsache ruft jeden Gläubigen in die ernste Pflicht, seinen
Körper für Gott abzusondern, wie es sich für den Tempel
Gottes geziemt. Der Bestimmungsartikel geht ebenfalls voraus, wenn der
Heilige Geist in der Gemeinde Seine Autorität ausübt, z.B. indem
Er Apostel aussendet, Älteste einsetzt, oder die apostolischen Dienste
anweist. Andererseits wird der Bestimmungsartikel normalerweise nicht verwendet,
wenn Menschen im Heiligen Geist getauft, oder mit dem Heiligen Geist erfüllt
werden. Das wiederum deutet an, dass der Heilige Geist hier als etwas Nicht-Persönliches
gesehen wird - als Leben, bzw. Macht, oder als Einfluß. Die folgenden
Schriftstellen machen den Unterschied zwischen den "persönlichen"
und "nicht-persönlichen" Attributen des Heiligen Geistes deutlich:
Mit dem Bestimmungsartikel "der" (persönlich)
-
Matt. 12,31 "...aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben."
(vergl. Markus. 3,29)
-
Markus 13,11 "...denn ihr seid's nicht, die da reden, sondern der Heilige
Geist."
-
Lukas 3,22 "Und der Heilige Geist führ hernieder auf ihn [Jesus] in
leiblicher Gestalt wie eine Taube....."
-
Lukas 12,12 "Denn der Heilige Geist wird euch .....lehren, was ihr sagen
sollt."
-
Joh. 14,26 "Aber der Tröster, der Heilige Geist,.... der wird euch
alles lehren...."
-
Apg. 2,38 "...so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes."
-
Apg- 5.3 "Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du
den Heiligen Geist belogen hast?....."
-
Apg. 13,2 "...sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Bamabas und Saulus
zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe."
-
Apg. 13,4 "Nachdem sie nun ausgesandt waren vom Heiligen Geist, kamen sie..."
-
Apg. 15,28 "Denn es gefällt dem Heiligen Geist, uns......"
-
Apg. 16,6 "...da ihnen vom Heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort zu predigen...."
-
Apg. 20,28 "So habt nun acht auf die ganze Herde, in der euch der Heilige
Geist eingesetzt hat zu Bischöfen....."
-
Apg. 21,11 "Das sagt der Heilige Geist..."
-
l Kor. 6,19 "Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen
Geistes ist, der in euch ist....?"
Ohne den Bestimmungsartikel "der" (nicht-persönlich)
-
Matt. 1,18 "....sie (Maria) wurde schwanger befunden von Heiligem Geist."
Matt. 3,11 "Er (Jesus) wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen."
(Vergl. Markus 1,8; Lukas 3,16; Joh. l,33;Apg. 1,5)
-
Lukas 1,15 "Er (Johannes des Täufer) wird schon von Mutterleibe an
mit Heiligem Geist erfüllt werden." (Vergl. Lukas 1,41,67; 4,1; Apg.
2,4; 6,3, 5; 9,17; 13,9, 52)
-
Lukas 1,35 "Heiliger Geist wird über dich (Maria) kommen....darum
wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden."
-
Joh. 20,22 "Er (Jesus) hauchte sie an und spricht zu ihnen:Empfangt Heiligen
Geist (oder heiligen Hauch)."
-
Apg. 10,38 "...wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und mit Kraft
gesalbt hat."
-
Römer 14,17 "...Denn das Reich Gottes ist..... Gerechtigkeit und Friede
und Freudeim Heiligen Geist."
-
Römer 15,13 "...damit ihr überreich seiet in der Hoffnung durch
die Kraft des Heiligen Geistes."
-
Römer 15,16 "...das Opfer der Nationen.....geheiligt durch Heiligen
Geist
-
1 Kor. 12,3 "...niemand sagen kann: Herr Jesus! außer im Heiligen
Geist."
-
Titus 3,5 "...durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung Heiligen
Geistes."
-
Hebräer 2,4 "...mancherlei Machttaten und Austeilungen Heiligen Geistes..."
-
Hebräer 6,4 "...und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind."
-
2 Petrus 1,21 "...von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen
Geist."
-
Judas 20 "...betet im Heiligen Geist...."
Zum Schluß: Zum Schluß noch einige von vielen Bezeichnungen,
die wir in der Schrift für den Heiligen Geist finden: Der Geist der
Gnade; der Geist der Herrlichkeit; der Geist der Weisheit; der Geist der
Wahrheit; der Geist der Disziplin. Denken Sie über die Bedeutsamkeit
jeder dieser Bezeichnungen nach und suchen Sie nach weiteren Bezeichnungen
des Heiligen Geistes. Danach danken Sie Jesus, dass er Seine Verheissung,
uns den Heiligen Geist zu senden, erfüllt hat. In meinem nächsten
Brief werde ich fortfahren, über den Heiligen Geist zu lehren. Im
Dienste des Herrn grüßt Sie Derek Prince, September 2002"
-
ein Arbeitszweig der DPMInternational ist der Internationale
Bibellehrdienst e.V. (IBL)
-
2.4. Der Internationale Bibellehrdienst
e.V. (IBL)
-
Internet: http://www.ibl-dpm.net/
-
Die deutsche Niederlassung fällt adresslich seit 1991 mit der CIDA
in Trostberg zusammen. Deutscher Direktor ist nämlich der Prediger
von CIDA Daniel Tracy. Seit dieser Zeit wird das Material
von Derek Prince ins Deutsche übersetzt. Mehr als 100 Audio- und über
40 Video-Botschaften, sowie mehr als 38 Bücher bilden zur Zeit das
Angebot.
-
Adressen:
-
IBL Deutschland - Schwarzauer Str. 56, 83308 Trostberg, Tel. 08621/641-46,
Fax: -47. Unter dieser Adresse wird als 1. Vorsitzender Harald Eckert genann,
Daniel Tracy als Direktor. Harald Eckert ist Leiter der Christliche Freunde
Israels in Deutschland. Daniel Tracy führt auch die Aufsicht über
das spanische Büro
-
IBL Österreich - Kruppstr. 1, A-3300 Amstetten; (alt: Bruck 40, 4973
Senftenbach)
-
IBL Schweiz - DPM Schweiz, Aarauerstrasse 27, CH-5600 Lenzburg (alt: Bachstr.
1, CH 8592 Schlieren)
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IBL Südtirol - New Life, Krankenhausstr. 13, 39028 Schlanders
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seit Frühjahr 1998 auch missionarische Aktivitäten auf den Philippinen.
-
Ziele:
-
"Die Unerreichten erreichen - die Ungelehrten lehren"
-
"Eine feste Grundlage.. ein gesundes Fundament." - Bibellehrmaterial
-
Das Internet-Angebot umfasst mittlerweile:
-
vgl. Anzeige für Buch "Für die Regierung beten" (Gesamtauflage
über 100000) in "Blickpunkt - Wochenblatt" am 11.3.1998: "Diesmal
kommt es vielleicht auf mehr als "nur" Ihre Stimme an! Kritische Zeiten
verlangen ernsthafte Massnahmen! Die menschlichen Fähigkeiten unserer
Politiker alleine reichen nicht aus, um die Probleme unserer Tage effektiv
zu bewältigen. Derek Prince, ehemaliger Professor für Philosophie
an der Universität Cambridge, studiert die Bibel seit mehr als 50
Jahren und erläutert in diesem Büchlein, wie die Geschichte durch
die Macht des Gebetes verändert werden kann. In diesem Wahljahr können
sich so viele Dinge entscheidend verändern - zum Guten oder zum Schlechten.
Die in dieser Veröffentlichung präsentierten Tatsachen ermöglichen
es Ihnen, die Zukunft unseres Landes zum Besseren zu beeinflussen ... Wollen
Sie positive Ergebnisse? Treten Sie positiv in Aktion."
-
Ausgewählte Titel der Bücher und Lehrbriefe, Videos und Audiocassetten
-
"Braucht ihre Zunge Heilung?", "Die drei endzeitlichen Ziele Gottes/Ohne
Furcht in die Endzeit", "Für die Regierung beten", "Gottes Arznei",
"Heilung und Gesundheit/Wie sehen Sie Ihren Körper", "Kommt der Antichrist
aus Europa", "Lassen Sie sich nicht verführen/Es ist wichtig, sich
zu entscheiden.", "Segen oder Fluch", "Sie werden Dämonen austreiben",
"Befreiung vom Fluch", "Die Herausforderungen der Endzeit", "(Biblische)
Grundlagen des Befreiungsdienstes (mit einer Anleitung zum Befreiungsdienst
an Kindern und Jugendlichen)", "Voraussetzungen für eine effektive
Fürbitte", "Geistliche Kriegsführung", "Heilung für unsere
Nation", "Befreiung und Heilung", "Gottes Plan für ihre Finanzen".
-
Die Derek Prince Ministries und die IBL unterhalten einen eigenen Missionsdienst.
-
"Durch Video-Konferenzen mit großer Leinwand bieten wir die Bibellehre
von Derek Prince bei Ihnen in der Gemeinde oder in Ihrer Gruppe an. Umrahmt
von Lobpreis, Anbetung und Gottesdienst ist Gottes Salbung auf der Lehre
Seines Wortes spürbar vorhanden - fast als ob Derek selbst dabei wäre!"
-
Zusammenarbeit mit dem Evangeliums-Radio-Hamburg und der Jülicher
Kurzwellenanlage
-
Biener: "Am 6.
Mai 2003 begannen, vermittelt durch das Evangeliums-Radio-Hamburg, auch
Radiosendungen über die Jülicher Kurzwellenanlage. Die Ansprachen
von Derek Prince werden dabei deutsch übersprochen und von Musik aus
dem Umfeld des IBL begleitet.Im Februar 1979 begann Derek Prince mit Radiosendungen.
"Today with Derek Prince" wurde anfangs über acht Stationen in den
USA ausgestrahlt, 1982 folgte der Schritt nach Übersee. Inzwischen
gibt es lokale Radiosendungen in Englisch, Spanisch in Südamerika
und Spanien, Kroatisch in Kroatien, aber auch in Sprachversionen für
Samoa und Tonga. Schon seit April 1984 gibt es Today with Derek Prince
auch als Kurzwellensendungen für China. Damals wurden die Sendungen
als "Living Sacrifice" ins Chinesische übersetzt. Weitere chinesische
Sprachen und Programme (Dezember 1986 The Workman God Approves für
Gemeindeleiter, The Way to Holiness) folgten. Ebenfalls bei FEBC Manila
kamen 1987 auch Sendungen in Mongolisch ins Programm. Internationale Programmpartner
sind unter den christlichen Stationen ansonsten insbesondere pfingstkirchlich
ausgerichtete Sender und Sender aus der Familie von United Christian Broadcasters.
-
Die Full Gospel Business Men’s Fellowship
International (Christen im Beruf e.V. Deutschland) verweist empfehlend
auf den IBL mit Trostberger Adresse
-
2004 Veranstaltung in Heilbronn:
""Versetze Deine Berge - den Glauben im Alltag effktiv einsetzen!" Zu diesem
Thema spricht Herr Daniel Tracy, Systemanalytiker Trostberg am 13.03.2004
um 19.30 in Heilbronn, Alle 76. Es folgt obige Biographie"
-
Vgl. Freie christliche Gemeinde Zwickau:
"Besonders gesegnet wurden wir durch die Bibellehre von Derek Prince und
den Dienst von IBL (Internationaler Bibellehrdienst) Deutschland (Trostberg)"
3. Kritische Anmerkungen
-
3.1. Allgemeines
-
Folgende kritischen Anmerkungen beziehen sich auf die allgemeine Strömung,
in denen CIDA, ICFG/FEGW und DPM/IBL stehen. Einzelne Thesen können
daher unter Umständen CIDA nicht betreffen, insgesamt dürfte
jedoch auch CIDA davon betroffen sein.
-
Die CIDA versucht im Rahmen von ICFG/FEGW und DPM/IBL eine Brücke
zu schlagen zwischen Evangelikalismus und charismatischer Befreiungs- und
Heilungsbewegung, die sich sonst sehr oft unversöhnlich gegenüberstehen.
Dies ist durchaus als Verdienst zu würdigen. Stichworte ihres missionarischen
Dienstes sind Erweckung, Befreiung und Heilung.
Mögliche Gefahren eines derartigen Engagements sind gewöhnlich
Bibelfundamentalismus, Pfinstlertum und/oder Perfektionismus sowie Anti-Intellektualismus
(Emotionalismus und Intuitionismus). Dabei legt die CIDA selbst durchaus
Wert auf eine Ausgewogenheit (vgl. "foursquare" bedeutet "ausgewogen, solide"),
die sie vor diesen Gefahren schützen soll.
-
3.2. Evangelikalismus und Fundamentalismus
-
Evangelikalismus ist eine bestimmte Theologie, in deren Zentrum die biblische
Überlieferung steht.
-
Der Evangelikalismus kann sich mit dem Fundamentalismus verbinden, muss
aber nicht. Freikirchen wie die CIDA befinden sich daher auf einer latenten
Gratwanderung.
-
Fundamentalismus glaubt an die Irrtumslosigkeit der Bibel auch in historischen
und biologischen Angaben, wobei dies nicht unmittelbar etwas mit demWortwörtlichnehmen
der Bibel zu tun hat. Die fundamentalistische Lebenspraxis versucht aus
der Bibel, klare, hergebrachte und bewährte, Werte, Regeln und Gesetze
für den Alltag zu gewinnen.
-
Kritik: Bei wissenschaftlichen Ergebnissen, die sich nicht mehr mit den
historischen und biologischen Angaben der Bibel vereinbaren lassen, wird
die Harmonisierung einseitig zugunsten des wörtlichen Bibelverständnisses
entschieden. Während sich dies in Bezug auf den Sozialdarwinismus
("Der Stärkere setzt sich in der Evolution durch") in einer durchaus
nachvollziehbaren Ablehnung, nimmt diese Haltung in Bezug auf die Evolutionslehre
insgesamt eine fragwürdige Gestalt an. Evolutionslehre und biblische
Schöpfungsgeschichte lassen sich auf wissenschaftlicher Ebene nicht
harmonisieren, sehr wohl aber, wenn wir die biblische Schöpfungsgeschichte
als eine Wahrheit auf andere Ebene ansehen, die gar keine biologischen
Aussagen treffen möchte. Der Fundamentalismus neigt also dazu, die
Vielseitigkeit unserer Welt immens zu vereinfachen, und vertritt darüber
hinaus auch in politischen Fragen radikale Positionen.
-
3.3. Charismatismus und Pfingstlertum
-
Die hier besprochenen Freikirchen folgen einer sehr expliziten Charismenlehre
-
Der Heilige Geist hat in diesen Kirchen eine größere explizite
Relevanz, was durchaus positiv zu vermerken ist.
-
Auch seltene Charismen werden gepflegt und betont, was einer Verengung
auf die "Amtscharismen" entgegenwirkt..
-
Der umstrittene Toronto-Segen scheint innerhalb der Derek Prince Ministries
ausgeübt zu werden.
-
Kritik: Allerdings verengen sie diese Charismenlehre oftmals sehr pfingstlerisch.
Das heißt dann zum Beispiel: Die Charismen sind in ihrer Summe Ausweis
des (richtigen) Glaubens. Im Umkehrschluß bedeutet dies: Auch wer
nicht in Zungen reden oder Dämonen austreiben kann, glaubt nicht (richtig).
Es kommt dabei auch zu fragwürdigen Verknüpfungen der Charismen.
Wer nicht in Zungen reden oder Dämonen austreiben kann ist auch kein
guter Evangelist. Der Apostel Paulus betont dagegen die Einheit in sich
ergänzender Vielfalt der Charismen. Dem Toronto-Segen (ein extremer
Heilungs-Ritus) stehen mittlerweile viele charismatische und pfingstliche
Gemeinden sehr kritisch gegenüber. Innerhalb der Vineyard-Bewegung,
aus der er stammt, hat sich deshalb sogar gespalten.
-
3.4. Befreiungs- und Heilungsbewegung und Perfektionismus
-
Der Heilungsdienst steht im Mittelpunkt der Evangelisation und Erweckung.
Als Fortführung, das heißt dort wo der Heilungsdienst nicht
wirkt, kommt der Befreiungsdienst zur Geltung. Unter diesem Stichwort erfreut
sich der charismatische Exorzismus in und am Rande der evangelischen Landeskirchen
zunehmender Beliebtheit.
-
Im Unterschied zur sehr restriktiven katholischen Exorzismus-Diagnostik
ist der Befreiungsdienst in der Zuschreibung einer Besessenheit oder Dämonisierung
äußerst großzügig. Genannt werden z.B.: Abhängigkeiten,
etwa von Alkohol, aber auch Esssucht, zwanghaftes sexuelles Fehlverhalten
(Selbstbefriedigung, Ehebruch/Unzucht, Homosexualität), zwanghaftes
sonstiges Fehlverhalten (z.B. Lügen), negative Gefühle (Zorn,
Angst, Depression), okkulte Betätigung, organische Krankheiten, die
sich im Heilungsdienst nicht erfolgreich behandeln lassen. Nach Prince,
Kraft und Edwards auch fremde Religionen/Glaubensformen (Prince: "Es gibt
keine falsche Religion, die nicht einen Dämon hätte.") sowie
negative Einstellungen dem charismatischen Glauben gegenüber (Zweifel,
Unglaube, Kritik, Rationalisierung, d.h. der Wunsch, Glaubenssätze
auch intellektuell zu verstehen).
-
Ursachen für Dämonisierung können danach sein: okkulte und
esoterische Beschäftigung (wobei blosses Dabeisein schon ausreicht),
Sünden (Drogenkonsum, sexuelles Fehlverhalten, wobei sich hier Ursachen
und Symptome verwischen), Vererbung (auch geistiger Betätigungen,
z.B. Freimaurerei), Flüche (von dritter Seite).
-
Als Therapie wird der charismatische Exorzismus angewiesen. Der Befreiende
oder das Befreiungs-Team bereitet sich durch Gebet auf seinen Einsatz vor,
bevor er durch Blick in die Augen und Ansprache den Dämon herausfordert.
Die Dämonen werden aufgefordert, ihren Namen zu nennen, was sie unter
Benutzung der Stimme des zu Befreienden tun. Ausflüchte seitens des
zu Befreienden wie "Es gibt gar keine Dämonen" werden als durch die
Dämonen eingeflösste Lügen zurückgewiesen. Der Exorzist
versucht nun die Hierarchie der Dämonen zu erkennen durch Befragen,
wer von ihnen der Anführer ist. Die Dämonen werden nun mit dem
Anführer "zusammengebunden", um sie quasi als Paket austreiben zu
können. Dann werden die Dämonen im Namen Jesu ausgetrieben und
er befreite Raum der Seele mit Segnungen aufgefüllt, um eine Rückkehr
der Dämonen zu erschweren. Längere Gespräche oder gar eigentliche
theologische Disputationen mit den Domänen, wie sie aus dokumentierten
katholischen Exorzismen bekannt sind, gelten im charismatischen Befreiungsdienst
als unerwünscht. Funktioniert der Exorzismus nicht, d.h. fühlt
sich der zu Befreiende danach nicht besser, sucht er sich einen Exorzisten,
der über eine "größere Salbung" und damit einer größeren
Macht über die Dämonen verfügt.
-
Kritik: Die allgemeine Ausweitung der Besessenheits-Symptome kann zu einer
allgemeinen Dämonisierung des Weltbildes führen, die mit der
Gewichtung der Dämonen-Thematik in der Bibel nichts mehr zu tun hat,
weil dann sozusagen ein Christ, eine Christin sich in dauerndem Kampf mit
dämonischen Wesen steht. Diese Dämonenfurcht kann selbst paranoide
Züge annehmen. Wenn z.B. Don Basham es als direkten Angriff Satans
interpretiert, wenn ein Olivenglas aus dem Kühlschrank beim Öffnen
desselben seiner Tochter auf den Fuß fällt (Basham, Don: Befreie
uns vom Bösen, Metzingen (2)1984, S. 161f.), und C. Peter Wagner davon
berichtet, wie er in seinem Schlafzimmer von einem "grünäugigen
Monster" verfolgt wird (Wagner, C. Peter, Das offensive Gebet, Wiesbaden
1992, S. 62), nimmt das ganze problematische Züge an. In der Bibel
sind Dämonen für das menschliche Auge nie sichtbar und steht
nicht im Zusammenhang mit Alltagstätigkeiten. Ebensowenig sollte der
Sündenfall als eine Ur-Besessenheit interpretiert werden, zumal wenn
dies einer angenehmen Entschuldung von persönlichen Fehlleistungen
dient, sozusagen der Dämon zum Sündenbock gemacht wird. Zum Beispiel
könnte so ein Seitensprung in der Ehe exorziert werden, ohne dass
der Ehemann oder die Ehefrau Verantwortung zu tragen brauchen. Schuld war
ja der Dämon und nach dessen Austreibung ist er/sie wieder der/die
Alte. Völlig indiskutabel ist, wenn Kritik an bestimmten Vorstellungen
der Charismatiker selbst als dämonisch etikettisiert wird und damit
jegliche kritische Auseinandersetzung mit dem Vorgehen der Heiler und Exorzisten
unmöglich wird. Dies wird weder der therapeutischen noch der öffentlichen
Verantwortung eines Charismatikers oder einer charismatischen Gruppe gerecht
und bestätigt die Neigung zum blossen Emotionalismus und Intuitionismus,
als Anti-Intellektualismus. Warum hat Gott dann den Verstand erschaffen,
wenn er sich nicht kritisch betätigen darf? Besonders problematisch
ist die Vererbungslehre von Symptomen. Freimaurerei ist nicht vererbbar,
höchstens mit Einschränkungen anerziehbar. Die "Salbungs-Theologie"
führt mitunter zu einer Gruppendynamik, die Gurubewegungen nicht unähnlich
sind, zumal wenn die Salbung geradezu über Video übertragbar
scheint (vgl. dazu Tracy über Video-Konferenzen mit Prince: "Umrahmt
von Lobpreis, Anbetung und Gebetsdienst ist Gottes Salbung auf der Lehre
Seines Wortes spürbar vorhanden - fast als ob Derek selbst dabei wäre!").
Auch die Behauptung von Prince: "Als Jesus seinen Nachfolgern den Missionsbefehl
gab, übertrug er ihnen auch seine Autorität. Ja, er sandte nie
jemanden aus, das Evangelium zu predigen, ohne ihn konkret zu unterweisen
und dafür zuzurüsten, in derselben Weise wie er gegen Dämonen
vorzugehen. Meiner Meinung nach bietet das Neue Testament keinerlei Rechtfertigung
für einen evangelistischen Dienst ohne Dämonenaustreibung. Das
gilt heute wie zur Zeit" (in: Sie werden Dämonen austreiben) ist problematisch.
Ähnlich wie bei der Zungenrede wird hier ein Charisma als Kennzeichen
des gerechtfertigten Dienstes insgesamt genommen.
Immer wieder wird eine perfektionistische Ausrichtung im Heilungsdienst
sichtbar. Wenn du (richtig) glaubst, wirst du nicht krank. Dies kann so
weit gehen, dass es zu einer abenteuerlichen Auslegung der Sündenfallgeschichte
kommt (so auch im Umfeld der CIDA): Einer Frau, die glaubt, sind durch
den Opfertod Jesu ihre Sünden hinweggenommen; sie ist gerechtfertigt.
Infolgedessen trifft sich auch nicht mehr der "Fluch", daß sie wie
Eva unter Schmerzen gebären müsse. Ihre Geburten vollziehen sich
schmerzfrei. Der Umkehrschluß legt dann nahe, dass, wenn sie dennoch
Schmerzen hat, sie eben (noch) nicht (richtig) glaubt und daher entweder
von Dämonen besessen oder von Sünden belastet ist. Die traumatischen
Folgen einer solchen Auslegung liegen offen zutage.
-
3.5. Gemeinde-Strukturen und Missions-Methoden
-
Shepherding: Derek Prince gehörte neben Mumford, Don Basham, Ern Baxter
und Charles Simpson zu jenen "Christian Growth Ministries", deren Bewegung
man als "shepherding" oder "discipleship"-Bewegung nannte, weil die starke
Betonung ihrer Leiter auf dem lag, was sie als das Bedürfnis der Gläubigen
sahen, sich einem autoritativen "shepherd" anzuschließen, um von
ihm in das christliche Leben unterwiesen zu werden. Dies nahm bald Züge
an, die vielen Gläubigen ihre Freiheit und Autonomie in Christus raubte.
So gab es "Hirten", die von ihren "Schafen" verlangten, um Erlaubnis zu
fragen, bevor sie Termine ausmachten, Arbeitsstellen wechselten oder andere
größere Entscheidungen trafen. Prince hat sich zwar 1983 von
dieser Bewegung distanziert, doch bleiben auch heute noch sehr autoritative
Gemeinde-Strukturen ein Kennzeichen seiner Ministries.
-
3.6. Ökumene-Fähigkeit
-
Die International Church of Foursquare Gospel ist keine Mitgliedskirche
des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK/WCC/COE). Die Kirche
wird jedoch in der Linkliste des ÖRK geführt. Seit März
1997 arbeitet die Kirche mit der Worldwide Church of God (WCG) zusammen.
-
Auffällig ist jedoch die große Zersplitterung in der Heilungs-
und Befreiungsdienst-Bewegung. Der mitunter prediger- und pastorenzentrierten
Vielheit wird die Einheit geopfert. Jeder Pastor ist sozusagen sein eigener
"Guru". "Viele charismatische Christen der Gegenwart stimmen in 99 % der
Lehre überein, aber wegen 1%, wo man nicht der gleichen Meinung ist,
trennt man sich." (Rudi Pinke, Christliches Zentrum Frankfurt) Insofern
ist die CIDA durch ihre frühere Zugehörigkeit sowohl zur FEGW
als auch zur DPMinternational schon relativ integrativ.
-
Die Cornerstone-Gemeinde Linz (Pastoren: Bobby und Dagmar Huber)
betont: "Als evangelische Freikirche stehen wir mit der gesamten Christenheit
zu den Glaubensbekenntnissen der Alten Kirche, insbesondere dem Apostolikum
und dem Nicänum. Auf dieser Basis ist für uns eine gesunde Ökumene
möglich. Motto: in heilsnotwendigen Dingen Einheit; in nebensächlichen
Dingen Freiheit; in allem Liebe. Einheit: Die sind uns Brüder und
Schwestern, die sich zu Jesus Christus, dem gekreuzigten, auferstandenen
und wieder kommenden Herrn als dem einen Erlöser und Mittler bekennen."
-
Der christliche Zionismus, der von Derek Prince ausgeht, trägt sicherlich
nicht zur Ökumene bei, auch wenn die dahinter stehende klare Ablehnung
jeglichen Antisemitismus´ durchaus positiv hervorzuheben ist.
-
Literatur:
-
Haack, Friedrich-Wilhelm: Hirten im eigenen Auftrag. Dok.-Edition 17, ARW,
München
-
Fundamentalistische Kirchengründungen in der BRD, u.a. Bob Weiners
Maranatha und Kip McKeans Boston Church of Christ, Darstellung der "sheperding-Methode"
der straffen Führung der einzelnen Mitglieder sowie der "overtake"-Methode
der Boston Church, mit der christliche Gemeinden "übernommen" werden;
Hirten im eigenen Auftrag. Sheperding/Discipling. Bob Weiner's Maranatha
& Kip McKean's Boston Church of Christ. 40 S., DM 5.50
Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Helmut
Zenz