Helmut Zenz:
Gustav Ermecke im Internet
Gustav Ermecke (1907-1987) -
Katholischer Moraltheologe und Sozialethiker
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Biographie
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* 28. Februar 1907 in Dortmund-Hörde
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Besuch des Bismarck-Realgymnasiums in Dortmund
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1926 Studium der Romanistik und Anglistik an der Universität Bonn
trotz anfänglicher Neigungen, in das Noviziat des Jesuitenordens einzutreten
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1927 zusätzliches Studium der Rechtswissenschaft
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1929 Dr. phil. in Bonn.
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Dezember 1930 Angebot seines Bonner Doktorvaters, sich in Romanistik zu
habilitieren. Dies hat er zunächst seiner Meldung zum ersten juristischen
Staatsexamen vorgezogen hatte
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Anfang 1932: Unter dem Vorbehalt, seine seit Januar 1930 in Berlin laufende
juristische Promotion fertigzustellen, bewirbt er sich trotz aussichtsreich
begonnener romanistischer Habilitation zur Aufnahme in das Theologenkonvikt
"Leoninum" der Erzdiözese Paderborn, um an der dortigen Erzbischöflich
Philosophisch-Theologischen Akademie ein neues Studium zu beginnen.
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1933 Dr. iur.utr. in Münster (Westfalen) während des Theologiestudiums
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28. März 1936 Priesterweihe im Dom zu Paderborn.
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Tätigkeiten in der Pfarr- und Schulseelsoge
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1939 Wechsel an das Leoninum als zweiter Studienpräfekt
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1940 Dr. theol. in Münster
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1941 Erzbischöflicher Kaplan und Geheimsekretär unter dem neuen
Paderborner Erzbischof L. Jaeger (1941-1973)
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1945-1965 Professor für Moraltheologie und Sozialethik an der Paderborner
Akademie
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1965-1975 Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehrean der Ruhr-Universität
Bochum.
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Auszeichnungen: Ehrendomherr, Päpstlicher Ehrenprälat, Peritus
der päpstlichen Kongregation für die Glaubenslehre und Mitglied
der Päpstlichen Römischen Theol. Akademie
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† 17. Februar 1987 in Witten
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BBKL: "Wie er in der Öffentlichkeit seine Stimme für die Anliegen
der Kirche erhob, war er auch im innerkirchlichen Leben präsent; so
übte er zusätzlich die Ämter eines Synodalrichters sowie
geistlichen Beirats aus und war wegen seiner humorvollen Ansprachen zum
Schützenfest auch bekannt als "Schützenprofessor". - Ermecke
war in der Zeit nach dem Krieg bis zum Zweiten Vatikanum einflußreicher
Vertreter der späten Neuscholastik. Den Kernpunkt seines Denkens stellt
das scholastische Axiom "Agere sequitur esse" ("Das Handeln folgt dem Sein")
dar, welches erstmals in seiner juristischen Dissertation (Oeffentlich-rechtliche
Beschränkungen, S. 9) begegnet und auf sein ganzes späteres Schaffen
ausstrahlte. In dieser Schrift weist er in einem kleinen Exkurs auf scholastischer
Grundlage auf den theologischen Begriff der menschlichen Freiheit im Rahmen
der Erörterung der bürgerlich-rechtlichen Privatautonomie (§
305 BGB a.F.) hin: So wie die Privatautonomie durch die beschränkenden
Vorgaben der Rechtsordnung begrenzt werde, könne auch in ethischer
Hinsicht die Freiheit nie absolut sein, sondern erfahre vielmehr durch
das genannte Axiom und die im "sanctum" vollendeten ontologischen Eigenschaften
ihre Grenze, die "nicht ungestraft mißachtet" werden dürfe (ebd.,
S. 10). Dieser Exkurs ist gleichsam das Resümee seiner Studienjahre
vor seiner endgültigen Wendung zur Theologie, die er als "Jahre der
Arbeit und des Kampfes, als dessen wichtigstes Ergebnis die seelische Vorbereitung
auf den geistlichen Beruf angesehen werden kann", bezeichnet (Lebenslauf
für den Eintritt in das Paderborner Theologenkonvikt, datiert vom
25. Januar 1932, entnommen aus der Sammlung zur Person im Erzbistumsarchiv
Paderborn), wobei er sich in seinem ntologischen Denken später an
die neuscholastische Wesensmetaphysik C. Ninks und die sakramentale Ontik
G. Söhngens anschloß. - Am bedeutendsten ist seine Überarbeitung
des von J. Mausbach (1861-1931) begründeten moraltheologischen Lehrbuchs
unter dem Vorzeichen der seit den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts
in der Theologie aufkommenden christozentrischen Perspektive. Seinen dezidiert
offenbarungsmäßig ausgerichteten ontologischen Ansatz schaltete
er diesem Lehrbuch als sog. "Fundamentalmoral" vor (vgl. dazu auch ders.:
Grundlegung der Sittlichkeitslehre, 286, Anm. 32), was jedoch als überflüssige
Ausgrenzung aus dem Stoff der allgemeinen Moraltheologie kritisiert wurde.
Er unterscheidet hierbei "vier Stufen des Wirkens", wobei er die vierte
Stufe als "ontische Christusverbundenheit" bezeichnet, die er mit dem biblischen
Gedanken der Nachfolge Christi, wie er ihn im Werk F. Tillmanns (1874-1953)
vorfand, verbindet. Aktualisiert werde das neue Sein durch "Christusgedanken"
(vgl. Phil 2, 5), die im "übernatürlichen Gewissen" geprüft
würden. Die sog. Prägesakramente Taufe, Firmung und Priesterweihe
bindet er als neues Aufbauprinzip der speziellen Moraltheologie in die
so gestaltete Christusverbundenheit ein; jedoch bleibt er in seinem Lehrbuch
hinter seinen eigenen Vorgaben zurück. Bedeutsam bleibt hingegen seine
mystisch-sakramentale Begründung der Moraltheologie als Beitrag zur
Diskussion um das sog. Einheitsprinzip dieser Wissenschaft. Von seiten
der in der kath. Theologie beheimateten sog. Gnadenmoral, die sich als
Fortführung der christozentrischen Moral versteht, wird kritisiert,
daß Ermecke in seinen neueren Publikationen, insbesondere in dem
sein Lebenswerk abschließenden programmatischen Buch "Sein und Leben
in Christus" (1985) durch die unzureichende Einbeziehung des Schriftzeugnisses
nicht auf die Vorgabe des Zweiten Vatikanums (OT 16) eingegangen sei (G.
Ziegler: Vom Sein zum Leben, Sp. 271). - Wenn auch einige seiner Positionen
vom Stand der heutigen Moraltheologie aus als überholt betrachtet
werden können, so lag sein Verdienst darin, daß er, auch durch
seine Ausbildung bedingt, zu einer großen Bandbreite des öffentlichen
Lebens aus christlicher Sicht Stellung nahm, unter anderem auch zum Presse-
und Strafrecht. In besonderer Weise ist positiv zu würdigen, daß
sein Entwurf eine Hilfestellung zur Formulierung einer christlichen Spiritualität
bietet, worin der eigentliche Vorzug und die bleibende Bedeutung des von
ihm entwickelten Ansatzes liegt. "
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Bibliographie
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Bibliographie: Rudolf Padberg; Monika Pankoke-Schenk (Hrsgg.): Beiträge
zur Christlichen Gesellschaftslehre: Von Gustav Ermecke, Paderborn 1977,
316-336 (Stand: 30. September 1976; Titelaufnahme unzuverlässig).
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Primärliteratur
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Hauptwerk (it. Übers. Alba, Erstdruck 1956/57; span. Übers. Pamplona
1971-74):
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Joseph Mausbach; Gustav Ermecke: Katholische Moraltheologie:
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Erster Band: Die allgemeine Moral: Die Lehre von den allgemeinen sittlichen
Pflichten der Nachfolge Christi zur Gleichgestaltung mit Christus und zur
Verherrlichung Gottes in der Auferbauung seines Reiches in Kirche und Welt,
Münster (10)1959
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Zweiter Band: Die spezielle Moral: 1. Teil: Der religiöse Pflichtenkreis:
Die Lehre von den sittlichen Pflichten zur Entfaltung der in Christus geschenkten
Lebensgemeinschaft mit Gott und zur Teilnahme an seiner Verherrlichung
durch Christus im Kult seiner Kirche, Münster (11)1960
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Dritter Band: Die spezielle Moral: 2. Teil: Der irdische Pflichtenkreis:
Die Lehre von den sittlichen Pflichten des Apostolates zur Auferbauung
des Reiches Gottes in Kirche und Welt, Münster (10)196110
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Weitere Beiträge (Auswahl):
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Das Wesen der sprachlichen Abstrakta und ihre Bildung durch Suffixe im
Romanischen nebst einem Hinweis auf den Einfluß dieser Art Suffix-Bildung
auf das Englische und Deutsche (Diss. Bonn 1929), Bochum-Langendreer 1929;
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Oeffentlich-rechtliche Beschränkungen der Vertragsfreiheit im deutschen
Reichsrecht (Diss. Münster 1933), Bochum-Langendreer 1933;
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Die natürlichen Seinsgrundlagen der christlichen Ethik (Diss. Münster
1940), Paderborn 1941; Paderborn/München u.a., (2., um ein zweites
Vorwort vermehrt)1986
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Das Einheitsprinzip in der christlichen Lebensgestaltung; in: Theologie
und Seelsorge 2 (1944), 157-168;
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Die übernatürlichen Seinsgrundlagen der Moraltheologie (Habil.
Paderborn 1945), masch. Ms.;
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Besinnung - Verantwortung - Begegnung: Ein Kapitel zeitnaher "Allgemeiner
Moraltheologie"; in: ThGl 36 (1947), 27-43;
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Der Familiarismus als Ordnungsidee und Ordnungsideal des sozialen Lebens:
Ein Beitrag zur Erforschung der Seinsgrundlagen der christlichen Sozialethik
und zum Neubau des menschlichen Gemeinschaftslebens heute, Paderborn 1947;
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Philosophie - Ende oder Wende: Zur philosophischen Besinnung heute; in:
PhJ 1947, 125-144;
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Vorbildnachfolge und Beispielbefolgung in der christlichen Sittlichkeit:
Ein Beitrag zur Moralpädagogik; in: ThGl 37 (1948), 313-323;
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Die Stufen der sakramentalen Christusbildlichkeit als Einteilungsprinzip
der speziellen Moral; in: Theodor Steinbüchel; Theodor Müncker
(Hgg.): Aus Theologie und Philosophie: Festschrift für Fritz Tillmann
zu seinem 75. Geburtstag (1. November 1949), Düsseldorf 1950, 35-48;
auch: o.O., Xerokopie
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Das christliche Gewissen und die christliche Gewissensbildung in Moraltheologie
und Moralverkündigung; in: ThQ 131 (1951), 385-413;
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Die katholische Moraltheologie heute: Ein Beitrag zu ihrer Weiterentwicklung;
in: ThGl 41 (1951), 127-142;
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Das Sozialapostolat: Seine theologische Begründung, sittliche Verpflichtung
und praktische Gestaltung, Paderborn 1952;
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/Lehmann, Heinrich: Über das Wesen des Urheberrechts. Berlin, 1956
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Zur ethischen Begründung der Todesstrafe heute: Vortrag beim Antritt
des Rektorats und zur Eröffnung des Studienjahres 1958/59 der Phil.-Theol.
Akademie zu Paderborn gehalten am 17. Oktober 1958, Paderborn 1959; (2)1963;
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"Christliche Politik" - Utopie oder Aufgabe?; in: Othmar Schilling;
Heinrich Zimmermann: Unio Christianorum: Festschrift für Erzbischof
Dr. Lorenz Jaeger zum 70. Geburtstag am 23. September 1962 überreicht
von der Philosophich-Theologischen Akademie und dem Johann-Adam-Möhler-Institut,
Paderborn, Paderborn 1962, 312-334; Köln 1966;
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Die soziale Bedeutung des geistigen Eigentums. Berlin, 1963
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Das Konzil "Über die Kirche in der Welt dieser Zeit": Einige Überlegungen
zum "Schema 13" im Lichte heutiger moraltheologischer Diskussionen; in:
Lebendiges Zeugnis 20 (1965), 143-155;
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(Ueber) Pressefreiheit und Presseverantwortung, (Pressefreiheit
und Geheimniswahrung: Moralsoziologische Ueberlegungen nach dem Konzilsdekret
"De instrumentis communicationis socialis" vom 4.12.1963 und moraltheologische
Thesen zur Neugestaltung des deutschen Presserechts), Paderborn 1965;
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Die Kategorie der Geschichtlichkeit des Menschen in der Moraltheologie;
in: ThGl 58 (1968), 110-130;
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Familienpolitik als nationale Aufgabe. Karlsruhe, 1968
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Natur - sittliches Naturgesetz - Naturrecht: Sozialethische Überlegungen
vom Vorgegebenen als Aufgegebenem; in: JCSW 11 (1970), 299-308;
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Die "Ortsbestimmung" von Existenzialität - Dialogizität -
Geschichtlichkeit als dominierende Kategorien heutigen Denkens und Verhaltens
(Ein Beitrag zur ontologischen, naturwissenschaftlichen, technologischen
und ethischen Kategorienlehre); in: TThZ 79 (1970), 24-32;
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Um die Strafbarkeit des Schwangerschaftsabbruchs. Bonn, [ca. 1972]
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Der Beweis normativer Geltungen oder von Sollensgesetzen: Ein Beitrag zur
ethischen Erkenntnislehre; in: ThGl 62 (1972), 354-366;
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Christlichkeit und Geschichtlichkeit der Moraltheologie; in: Cath 26 (1972),
193-211;
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Das Problem der Universalität oder Allgemeingültigkeit sittlicher
Normen innerweltlicher Lebensgestaltung; in: MThZ 24 (1973), 1-24;
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"In der Physis ist immer Metaphysis existent"; in: Arzt und Christ 20 (1974),
76-81;
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Priester heute: Krise von Menschen oder Krise der Kirche; in: ThGl 65 (1975),
123-141;
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Der Wandel allgemein-theologischer und speziell moraltheologischer Denkformen
und Denkstile nach dem II. Weltkrieg und das ökumenische Gespräch;
in: Cath 29 (1975), 30-42;
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Unwandelbares und Wandelbares in der katholischen Moral im Wandel der Zeit:
Richtige und falsche Wege zur Erfassung und zur Lösung der Themaprobleme;
in: Hans Pfeil (Hg.): Unwandelbares im Wandel der Zeit: 20 Abhandlungen
gegen die Verunsicherung im Glauben: Band II, Aschaffenburg 1977, 413-436;
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Beiträge zur Christlichen Gesellschaftslehre. Paderborn, 1977
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Fundamentalmoral: Was ist das, welche Bedeutung hat sie?; in: Theologisches
9 (1978), Sp. 2899-2904;
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Die philosophische und die theologische Anthropologie als Grundlagen der
philosophischen Ethik und der Moraltheologie; in: Theologisches 10 (1979),
Sp. 3390-3397;
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Zur Bestimmung der Lage in der katholischen Moraltheologie und zum Problem
einer Fundamentalmoral; in: MThZ 30 (1979), 33-44;
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Zur Begründung sittlicher Normen; in: Valentin Zsifkovits; Rudolf
Weiler (Hgg.): Erfahrungsbezogene Ethik: Festschrift für Johannes
Messner zum 90. Geburtstag, Berlin 1981, 121-128;
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Kirche - Naturrecht - christliche Gesellschaftslehre und deren Beitrag
zur Überwindung der Krise des Rechtpositivismus nach dem Zweiten Weltkrieg;
in: ThGl 71 (1981), 49-62;
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/Kimminich, Otto: Subsidiarität und Demokratie. Katholische Akademie
in Bayern <München>. Düsseldorf, 1981
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Die katholische Theologie in der Krise; in: MThZ 32 (1981), 194-205;
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Zur moraltheologischen Grund- und Schlüsselfrage: Woher stammen die
sittlichen Normen? Die Seins-Ordnung als Grundlage der Handlungs-Ordnung
unter der mit jener sachlich identischen Wert-Ordnung und so Grundlage
der sittlichen Ordnung; in: ThGl 72 (1982), 1-13;
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Zur Grundlegung der Sittlichkeitslehre in der Fundamental-Ethik und in
der Fundamental-Moral; in: MThZ 33 (1982), 281-294;
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Zur Ontologie geistiger Akte; in: Theologisches 13 (1982), Sp. 4662-4668;
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Zur Ontologie des sittlichen Handelns; in: MThZ 34 (1983), 293-300;
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Verteidigung katholisch-moraltheologischer Positionen heute; in: Divinitas
27 (1983), 311-322;
-
Theologie - Kirche - Gesellschaft; in: ThGl 74 (1984), 176-189;
-
Sein und Leben in Christus: Über die Seinsgrundlagen der katholischen
Moraltheologie, Paderborn/München 1985.
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o.J.
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Sozialethik und Gesellschaftspolitik. Freiburg
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Sekundärliteratur
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Padberg, Rudolf/Pankoke-Schenk, Monika (Hrsg.): Beiträge zur Christlichen
Gesellschaftslehre: Von Gustav Ermecke, Paderborn 1977;
-
Kimminich, Otto: Subsidiarität und Demokratie. Katholische Akademie
in Bayern <München>. Düsseldorf, 1981
-
Nagel, Ernst-Josef/Oberhem, Harald (Hrsg.): Dem Frieden verpflichtet: Konzeptionen
und Entwicklungen der katholischen Friedensethik seit dem Zweiten Weltkrieg:
Gustav Ermecke zum 75. Geburtstag (Entwicklung und Frieden: Dokumente,
Berichte, Meinungen; XIV), Mainz 1982 (ohne bio-bibliographischen Anhang);
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Reiter, Johannes: Modelle christozentrischer Ethik: Eine historische Untersuchung
in systematischer Absicht (Moraltheologische Studien: Historische Abteilung;
IX), Düsseldorf 1984, insbes. 102-131; -
-
Schuster, Josef: Ethos und kirchliches Lehramt: Zur Kompetenz des Lehramtes
in Fragen der natürlichen Sittlichkeit (Frankfurter theologische Studien;
XXXI), Frankfurt a.M. 1984, 236 u.ö.; -
-
Ziegler, Georg: Vom Sein zum Leben in Christus: Für eine spirituelle
Moraltheologie; in: ThRv 82 (1986), Sp. 265-274; -
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Bruch, Richard: Rezension zu G. Ermecke: Die natürlichen Seinsgrundlagen
der christlichen Ethik, Paderborn 19862; in: ThRv 83 (1987), Sp. 236 f.;
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Schallenberg, Peter: Naturrecht und Sozialtheologie: Die Entwicklung des
theonomen Naturrechts der späten Neuscholastik im deutschen Sprachraum
(1900-1960) (ICS-Schriften; XXVIII), Münster 1993, insbes. 224-279;
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Reiter, Johannes: Ermecke, Gustav; in: LThK3 3, Sp. 814.
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Thesen
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Clemens Breuer: "In vergleichbarer Weise führt Gustav Ermecke (1907-1987)
die Gedanken von Mausbach fort, indem er auf die naturnotwendige Erstellung
des (positiven) Rechts hinweist: "Das Recht hat seinen Grund in der Sittlichkeit,
weil der Mensch die sittliche Aufgabe hat, die äußere Lebensordnung
durch positives Gesetzesrecht als Konkretisierung des Naturrechts zu gestalten.
Denn anders ist ein menschliches Individual- und Sozialleben nicht möglich"(75:
Gustav Ermecke, Sittlichkeit und Recht. Grundfragen der Rechtsreform, speziell
im Strafrecht, in: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 13
(1972), 211-212.). Reformen des Rechts müssen sich an den "sozialen
Notwendigkeiten um des Gemeinwohls willen" orientieren. Daher muß
jede Rechtsreform in diesem Sinne "sach"-gerecht sein. Die Rechtsordnung
muß sich ausrichten am Naturrecht, welches negativ verlangt, daß
der Gesetzgeber nicht willkürlich vorgeht, und positiv, daß
das konkrete Gemeinwohl durch sachgerechte Ordnung des betreffenden sozialen
Zusammenlebens und -wirkens möglichst erreicht, zum mindesten aber
angestrebt wird (76: Vgl. Gustav Ermecke, Sittlichkeit und positives Recht.
Zur Problematik der Strafrechtsreform, in: Die Neue Ordnung 28 (1974),
165.)."
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Seine Arbeiten zum "Familiarismus als Ordnungsidee und Ordnungsideal des
sozialen Lebens" und zur theologischen Begründung, sittlichen Verpflichtung
und praktischen Gestaltung des "Sozialapostolats" sind richtungsweisend.
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Sein Buch über die "soziale Bedeutung des geistigen Eigentums" hat
an Aktualität nichts verloren.
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