Helmut Zenz:
Evangelikale, fundamentalistische, charismatische und pfingstlerische Freikirchen
und Sondergruppen
Herausforderung für die Kirchen - Evangelikale, charismatische und
pfingstlerische Freikirchen nehmen stark zu
Nicht zuletzt seit der "Kreuzbüchlein"-Aktion "Vom
Minus zum Plus" des Pfingstlers Reinhard Bonnke ist offensichtlich,
daß im evangelikalen und pfingstlerischen Bereich einiges in Bewegung
ist. Auch in unserer Region ist die gesteigerte Aktivität von einigen
dieser neuen religiösen Gruppen nicht zu übersehen. Bonnke hat
es geschafft, mit seiner Aktion zahlreiche evangelische Freikirchen und
Pfingstgemeinden in die Aktion miteinzubinden, sogar einige katholische
Pfingstler beteiligten sich daran. Mit einer Auflagenstärke von 65
Millionen wurde eine Hochglanz-Broschüre an nahezu alle bundesdeutschen
Haushalte verteilt.
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Zu Reinhard Bonnke:
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* 1940 in Königsberg als Sohn eines Pastors
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1950 Ruf in die Mission nach Afrika
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kaufmännische Ausbildung
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1959 Bibelschule (theologisches Seminar) in Großbritannien
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1960-1966 Ordinierter Pastor einer Gemeinde des Bundes Freikirchlicher
Pfingstgemeinden in Norddeutschland
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1967 Beginn seiner Missionarstätigkeit in Afrika im unabhängigen
Bergstaat Lesotho. Nach einigen Jahren ließ er dort zunächst
ein Zelt für 800, dann ein Zelt für 34000 Menschen bauen, doch
selbst das war bald für den Bedarf an Evangelisationen. Und die Evangelisationen
wurden in andere Länder ausgeweitet. Bis über 1 Million Menschen
"bekehrten" sich nach eigenen Angaben bei der letzten Evangelisation in
Aba (Nigeria). Parallel zu den Evangelisationen finden jeweils auch „Feuerkonferenzen“
statt. Dort werden die Pastoren und ihre Mitarbeiter zugerüstet, ihrer
Generation das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden.
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1974 Umzug nach Witfield, einem Vorort von Johannesburg, wo 1974/75 Gründung
des Missionswerkes "Christus für alle
Nationen e.V." (http://www.cfan.org) (der Name wurde schon 1972 registriert)
- seit 1986 mit Sitz in Frankfurt am Main (vgl. http://www.cfan.de/)
sowie eigenständigen Büros in Afrika, in den USA, Kanada und
England.
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Aufgrund eines eigenen Traums sieht er sich als "Mähdrescher Gottes",
der zu seine Spitznamen in der freikirchlichen Szene wird.
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1982 von Yonggi Cho nach Seoul eingeladen.
1983 besucht Bonnke die USA, wo er mit dem pfingstlichen Heilungsevangelisten
Tommy Lee Osborn zusammentrifft, der ihn "als den größeren"
anerkennt. Pat Robertson, der Inhaber der Fernsehstation CBN lässt
Bonnke erstmals in seinem Sender auftreten. C. Peter Wagner, der "führende
Kopf" der Gemeindeaufbau-Bewegung und Mitinitiant der "Dritten Welle",
wird ebenfalls auf Bonnke aufmerksam. Bonnke übernimmt Wagners Konzept
der "Geistlichen Kriegführung".
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1990-1995: 57 Großevangelisationen, mit denen er angeblich über
16 Millionen Menschen erreichte, von denen 3,621 Millionen eineEntscheidung
für Jesus Christus getroffen hätten und in die beteiligten Ortsgemeinden
integriert werden konnten.
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September 1995: Die von Bonnke initiierte europäische Evangelisation
mittels Versand von Schriften unter dem Motto "Vom Minus zum Plus" kommt
nach Deutschland. Dabei wurden 40 Millionen Büchlein verteilt,
bei Gesamtkosten von 36 Millionen DM, kamen nur 40'000 Antwortkarten retour,
die Rücklaufquote betrug damit 0,1 Prozent. Daher wurde die Aktion
auch heftig kritisiert.
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Literatur:
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Selbstdarstellungen:
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Bonnke, Reinhard
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/Birkenstock, Ingetrud (Hrsg.): Weiss zur Ernte. Afrika - Gottes Erntefeld,
Asslar 1983
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Wenn das Feuer fällt. Auslöser für Erweckung, Erzhausen
1990, 4.Aufl. 1994
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Die Taufe im Heiligen Geist. Was sie ist und wie man sie empfängt,
Wiesbaden 1993
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Die Macht des Blutes Jesu, Wiesbaden 1993
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Wie empfange ich ein Wunder, Wiesbaden 1993
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Vom Minus zum Plus. Die erstaunlich einfache Lösung für die Probleme
der Menschheit, Frankfurt am Main 1994
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/Canty, George: Manifestationen - Die Gaben und die Kraft des Heiligen
Geistes, Frankfurt a.M. 1995
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Christus für alle Nationen:
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Brief an Missionspartner, Frankfurt a.M. 19. Oktober 1992
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(Hrsg.): Glaubensbekenntnis, Online im Internet, URL: http://www.cfan.org/german/bekenntnis.html
(Stand 27. Dezember 1997)
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Darstellungen von Anhängern und Nahestehenden:
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Steele, Ron (Bonnke-Mitarbeiter) - im Leuchter-Verlag, Erzhausen:
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Die Hölle plündern... Reinhard Bonnke - Vom Missionar zum Weltevangelisten,
Erzhausen 1985
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: .. und den Himmel bevölkern - Vom grössten Zelt der Welt zur
Freiluft-Massenevangelisation, Erzhausen 1987
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Scheunemann, Kai Sutrisno: Im Gespräch - Reinhard Bonnke, in: praxis
Nr. 1/1996 (=Gemeindeaufbauzeitschrift des Gemeindeaufbauvereins)
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Kritisch:
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Arbeitskreis Religiöse Gemeinschaften der VELKD und des DNK/LWB: Stellungnahme
zur angekündigten Deutschland-Aktion 1995 von Reinhard Bonnke
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Bischöfliches Generalvikariat Fulda: Brief an alle Pfarreien der Diözese
Fulda, 18. August 1995
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Hempelmann, Reinhard: Vom Minus zum Plus. Eine Aktion von Reinhard Bonnke,
in: Materialdienst der EZW Nr. 4/1995
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Höbsch, Werner: Information zu Reinhard Bonnke und seiner Aktion "Vom
Minus zum Plus", Köln 26. Juni 1995
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Lange, Graham: Alles Bonnke, oder was? Warum die Oesterreichische Evangelische
Allianz die "Vom Minus zum Plus"-Aktion Reinhard Bonnkes offiziell nicht
unterstützt, in: Allianz Spiegel, Nr. 28/1995
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Nordlohne, Jens: Mähdrescher Gottes, in: Focus Nr. 17/1994
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Internet-Darstellungen über Bonnke
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kritisch dazu:
Ziel solcher Aktionen ist eine "Massenerweckung" bzw. "Massenbekehrung"
angesichts des durch zahlreiche Krisen drohenden Untergangs der Erde. Die
Broschüre verspricht dazu "die erstaunlich einfache Lösung der
Probleme der Menschheit". Durch eine radikale, oftmals wortwörtliche
Auslegung der Bibel und durch die starke Betonung des Pfingsterlebnisses
und der vom Heiligen Geist geschenkten Gaben ("Charismen") glaubt man,
die Schwierigkeiten der Welt bewältigen zu können.
Zweifellos ist in der katholischen Kirche in der Vergangenheit oftmals
die Arbeit mit der Bibel und die Lehre von den Charismen vernachlässigt
worden. Deshalb gibt es auch innerhalb der Kirche berechtigte und durchaus
unterstützte Erneuerungsbewegungen
In vielen der neuen, außerhalb der traditionellen Kirchen stehenden
Gruppen wird den traditionellen Kirchen der lebendige Geist aber geradezu
abgesprochen. Ob jemand den Geist besitzt, wird meistens an bestimmte Kriterien
geknüpft, bei ganz extremen Pfingstler-Gruppen z.B. an die Fähigkeit,
in Zungen zu reden. Solche Einteilungen widersprechen der katholischen
Auffassung vom Heiligen Geist. Auch das Bibelverständnis, die Deutung
von Krankheit und Leid als Zeichen von falschem Glauben und Gebet, die
einseitige Bevorzugung bestimmter Charismen und nicht zuletzt die häufig
anzutreffende unlautere Verknüpfung von wirtschaftlichem Vertrieb
und missionarischer Werbung sind kritisch zu betrachten.
Zum Beispiel verkauft (hoffentlich: verkaufte) eine Freikirche aus Österreich
ein Produkt, auf dessen Verpackungsinnenseite klar Werbung für die
Freikirche gemacht wird, ohne daß dies aber aus der angegebenen Adresse
hervorgeht. Auch bei der Werbung für das Produkt wird immer wieder
betont, daß es sich um ein "rein wirtschaftliches" Produkt handelt.
Die Innenseite der Verpackung bekommen viele Geschäftsleute, die um
die Aufnahme des Produkts in ihr Sortiment gebeten werden, gar nicht zu
Gesicht. Auch die katholische oder evangelische Kirche verkauft Produkte,
aber entweder wird dabei auf missionarische Werbung verzichtet oder man
steht zum eigenen Namen und gibt ihn an.
Nicht selten wird von diesen Gruppen behauptet, daß zwischen der
Zugehörigkeit zu ihrer Gemeinschaft und der Mitgliedschaft in den
traditionellen Kirchen kein Widerspruch bestehe, daß es sich lediglich
um ein intensiver gelebtes Glaubensleben handele. Doch bestehen zu große
Unterschiede in den Vorstellungen und Methoden, als daß dies von
der katholischen Kirche so hingenommen werden können.
Die katholische Kirche führt seit den sechziger Jahren einen intensiven
Dialog mit charismatischen und pfingstlichen Gemeinschaften in und außerhalb
der Großkirchen, lehnt aber jegliches extreme Pfingstlertum entschieden
ab. (vgl. dazu vor allem die wichtigen Beiträge z.B. von Heribert
Mühlen und Norbert Baumert)
Gerade die katholische Kirche wird heute in der Öffentlichkeit
heftig kritisiert und sie tut gut daran, diese Kritik ernst zu nehmen und
sich ihr zu stellen. Gerade deshalb ist es aber nicht einzusehen, warum
diese neuen Gruppen ihre z.T. frag-würdigen Vorstellungen und Methoden
nicht öffentlich zu verteidigen brauchen. Toleranz und kritische Auseinandersetzung
gehören eng zusammen.
Dennoch dürfen diese Gruppen nicht einfach als "Sekten" abgestempelt
werden. Es muß eine klare Unterscheidung zu den wirklich harten Psycho-Kulten
wie Scientology, aber auch schon gegenüber den Zeugen Jehovas getroffen
werden. Den neuen evangelikalen und pfingstlerischen Bewegungen kann man
weder das ernsthafte Ringen um den Glauben noch den Willen um theologische
Lauterkeit absprechen; bei allen geäußerten Bedenken geht es
weder um reine Geschäftemacherei noch um religiösen Fanatismus.
Diese Menschen sind auf der Suche nach Lebensinn und nach einem Glauben,
der für das alltägliche Leben praktische Bedeutung hat. Sie glauben,
daß sie dies in den traditionellen Kirchen nicht mehr finden können.
Deshalb sollte man sie als Herausforderung betrachten, in den eigenen
Gemeinden die Arbeit mit der Bibel wieder zu verstärken und kleine
Gruppen zu fördern, in die die Gläubigen ihre unterschiedlichen
Begabungen und Charismen einbringen können. Das entscheidende Kriterium
auch bei neuen Gruppen innerhalb der Kirche bleibt jedoch, ob sie zum Aufbau
der bestehenden Gemeinden beitragen oder ob sie engagierte Gläubige
durch zahlreiche Sondergottesdienste und -veranstaltungen oder andere Verpflichtungen
von einer stärkeren Mitarbeit in der eigenen Pfarrei abbringen.
Gemeinsame theologische Merkmale der Freikirchen:
In der Regel betonten alle Freikirchen folgende theologische Merkmale:
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1) Die eigene, individuelle, bewußte und freiwillige Entscheidung
für den Glauben an Jesus Christus als den Retter und Heiland.
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2) Als eigentliche Kirche wird die überschaubare Einzelgemeinde gesehen
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3) Die Freikirchen verstehen sich überwiegend als Laienkirchen.
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4) "Frei" bedeutet auch, daß es nach dem Verständnis dieser
Kirchen keinerlei Anlehnung an den Staat oder an Teile eines staatlichen
Apparates geben darf.
5) Sie entwickeln eine erstaunliche Aktivität im diakonischen
Bereich und eine ausgeprägte Missionsarbeit.
Zur Geschichte der Freikirchen:
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Im Grunde könnte man schon die reformatorischen Kirchen als Freikirchen
verstehen, was aber aufgrund der weiteren historischen Entwicklung nicht
getan wird, weil faktisch die meisten heutigen Freikirchen sich gerade
aus den evangelischen Kirchen heraus entwickelt haben. Katholischerseits
könnte man höchstens die Altkatholische Kirche als echte "Freikirche"
betrachten, vielleicht noch m.E. die traditionalistischen Abspaltungen
der jüngeren Zeit.
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Die ersten Freikirchen haben ihre Wurzeln in der hussitischen Bewegung
(z.B. Brüder-Unität) und im Täufertum des 16. Jahrhunderts
(z.B. Mennoniten) und im Pietismus des 17. Jahrhunderts
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Am 21.1.1525 taufte Konrad Grebel in Zürich Jörg Blaurock, beide
ehemalige Anhänger Zwinglis, während die Reformation bei der
Säuglingstaufe und damit auch im Denken der unbiblischen Volkskirche
steckenblieben. Von der Schweiz aus breitete sich die Täuferbewegung
mächtig aus, nach Deutschland, Österreich, Holland uns so weiter.
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Philipp Jakob Spener (1635-1705), elsässischer Theologe, der die sogenannte
"Collegia pietatis" (Versammlung der Frömmigkeit) begann und mit seiner
Schrift "Pia desideria" (Fromme Wünsche) die große pietistische
Bewegung auslöste. Der zweite ist August Hermann Francke (1663-1727),
ein Gesinnungsgenosse Speners. Er war Pfarrer und zugleich Professor an
der Universität Halle, erlebte 1687 seine Bekehrung und wurde später
Gründer und Leiter einer Armenschule, verschiedener pädagogischer
Anstalten, eines Waisenhauses (darum "Waisenvater"), der Bibelanstalt und
einer Buchhandlung, einer Apotheke und der Dänisch-Hallischen Mission
in Indien.
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Der Begriff "Freikirche" taucht erstmals in Zusammenhang mit der "Free
Church of Scotland" auf, die sich seit dem 17. Jahrhundert als Gegenbewegung
zur anglikanischen Staatskirche entwickelte. Der endgültige Bruch
mit der "Church of Scotland" vollzog sich 1843 (1823?). Zu diesem Zeitpunkt
entstand dann auch der Name "Free Church"
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Einige Freikirchen haben ihren Ursprung in der Weltmissionsbewegung
(z.B. Brüdergemeinde) und der Erweckungsbewegungen des 18. Jahrhunderts
(z.B. Methodisten), die sich oftmals unter Einbezug des Emotionalen als
bibel-fndamentalistische Gegenbewegungen gegen Aufklärung, Rationalismus
und liberale Theologie verstanden.
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Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700-1760), der im Todesjahr Franckes
die Brüdergemeinde gründete. Zinzendorf war ein "Eroberer, desgleichen
es wenige und im 18. Jahrhundert keinen wie ihn gegeben hat". Ein "fliegender
Generalstab" begleitete diese "originellste und bedeutendste Persönlichkeit,
die die Geschichte der christlichen Frömmigkeit im 18. Jahrhundert
aufweist in Deutschland" (7), 24 Jahre lang auf Missionsreisen in Europa
und Amerika.
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John Wesley (1703-1791), Gründer der grossen methodistischen Kirche,
erlebte 1739 eine tiefe Erfahrung mit dem Heiligen Geist, die er als Folge
seiner persönlichen Bekehrung second Blessing (zweiter Segen) nannte.
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Wiederum zunächst in der anglikanischen Kirche entstand im 19. Jahrhundert
die Erweckungsbewegung der Evangelikalen, aus der die Evangelische
Allianz (1846) hervorging.
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Die EA war das Ergebnis einer internationalen und interkonfessionellen
Konferenz, die vom 19. August bis 2. September in London stattfand. 921
Christen aus 12 Nationen Europas und Nordamerikas und aus 52 verschiedenen
Kirchen, Denominationen und kirchlichen Gruppierungen nahmen teil. Damit
ist die Evangelische Allianz der am längsten bestehende Zusammenschluß
evangelisch gesinnter Christen verschiedener Gemeinde- und Gruppenzugehörigkeiten.
Ein gewichtiges Standbein der Evangelischen Allianz sind die rund 1.250
örtlichen Gruppen in Deutschland. Wie im Raum anderer nationaler Allianzen
und der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEF) sind im Raum der Deutschen
Evangelischen Allianz 19 selbständige Werke der Deutschen Evangelischen
Allianz entstanden.
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Darüber hinaus gibt es noch 175
selbständige diakonische, evangelistische, missionarische und seelsorgerliche
Werke, die auf der Basis der Evangelischen Allianz überregional
arbeiten, bzw. sich mit ihr verbunden fühlen. Weitere 111
Werke und Einrichtungen stehen der EA nahe und gehören zum weiten
Netzwerk der Evangelischen Allianz.
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1942/1943 Gründung der National Assocation of Evangelicals der USA
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1948 Treffen der Amerikaner mit der Evangelischen Allianz Großbritanniens
=> World Evangelical Fellowship
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1952 Gründung der Europäischen Evangelischen Allianz
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1966 Weltevangelisationskongreß der Billy Graham Evangelistic Association
in Berlin
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1968 Zusammenschluß der EEA mit dem WEF
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1974 Lausanner Bewegung mit dem Lausanner Komitee für Weltevangelisation
aufgrund der "Lausanner Erklärung"
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1989 2. Kongreß des Lausanner Komitees in Manila
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In den USA kam es im 19. Jahrhundert ebenfalls zu zwei großen Erweckungen,
die sich als Heiligungsbewegung verstand und wie der Methodismus Bekehrung
und Heiligung als zwei unterschiedliche Erfahrungen wertet und dabei die
Heiligung besonders stark betont.
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Am Ende des 19. Jahrhunderts wird das Erweckungserlebnis als Geisttaufe
gedeutet, die Charismatische und die Pfingstbewegung entstehen.
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Einen besonderen Schub erhielten diese Erweckungen im 19. Jahrhundert durch
die großen Evangelisatoren und Missionare des 19. Jahrhunderts wie
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Charles
Finney (1792-1875/76?), zusammen mit Asa Mahan (1799-1875) Begründer
des Oberliner (methodistischen) Perfektionismus in der Heiligungsbewegung
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John Nelson Darby (1800-1882)
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William Booth (1829-1912) - mit 15 Jahren bekehrt, wird er 23jährig
Prediger und beginnt Erweckungsfeldzüge: 1861 bekehren sich 7000 Menschen
in 18 Monaten; man spricht von der "Fabrik der Bekehrungen". Bezeichnet
man sich 1877 noch als "Halleluja-Armee", gründet William Booth 1878
die Heilsarmee mit Kriegsrat, Rängen, Blut- und Feuerfahne, Kriegsartikeln
- alles mit dem Ziel, Menschen zu retten.
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(James)
Hudson Taylor (1832-1905), Gründer der China-Inland-Mission (gestartet
1856)
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Charles
H. Spurgeon (1834-1892) - englischer Baptistenprediger, Autor und Herausgeber,
Pastor der Metropolitan Tabernacle von 1861 bis 1892 gilt als "Prinz"
bzw. "König der Prediger"
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Dwight
Lyman Moody (1837-1899) - war ein amerikanischer Evangelist der die
Northfield Schols in Massachusetts, die Moody Church und Moody Bible Institute
in Chigaco und die Colportage Association gründete. Besonders einflussreich
waren seine evangelistischen Kampagnen in New York.
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Dr.
Reuben Archer Torrey (1856-1928) - war ein amerikanischer Evangelist,
Pastor, Erzieher und Schriftsteller, der zusammen mit Charles Alexander
evangelistische Treffen rund um die Welt abhielt. Er wurde von D.L. Moody
zum Kopf des Bible Institute der Chicago Evangelization Society (jetzt
Moody Bible Institute) ernannt und leitete als solche auc die Chicago Avenue
Church (jetzt: Moody Memorial Church) und die Church of the Open Doors
in Los Angeles.
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Charles Harrison Mason
(1866-1961) - schwarzamerikanischer Pfingstbischof, geistlicher Vater der
Church of God in Christ Inc, der größten nordamerikanischen
pentekostalen Denomination
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William James
Seymour (1870-1922) - schwarzer Visionär und Bischof der Pfingstbewegung,
1906 Pfingstereignis in Azuza Street, seither "The Catalyst of Pentecost"
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In Europa:
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Thomas Ball Barratt
(1862-1940),
ein norwegischer Methodistenprediger, erlebte 1906 die Feuertaufe in New
York und wurde dadurch zum Bahnbrecher der Pfingstbewegung in Norwegen,
"Apostel Europas" der Pfingstbewegung
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In Deutschland:
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Freikirchen gab es in Deutschland im Grunde erst ab dem 19. Jahrhundert
als Import aus den Nachbarländern (z.B. Bund Evangelisch-Freikirchlicher
Gemeinden). Einzig und allein der deutsche Pietismus kann in gewissem Sinn
als Vorläufer gesehen werden.
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Man spricht heute von unterschiedlichen Richtungen freikirchlichen Bewegungen:
Der Evangelikalismus und Fundamentalismus
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Evangelikale Bewegung(en)
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Die ersten evangelikalen Gemeinden finden sich in der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts. Heute unterscheidet man im Groben:
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Bund Evangelischer Gemeinden (BEG) - dazu: http://www.relinfo.ch/beg/index.html
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(Bund) Freie(r) Evangelische(r) Gemeinden
(FEG) - Der sechzehnjähriger Kaufmannslehrling Hermann Heinrich
Grafe (1818-1869) hatte ein Bekehrungserlebnis, das ihn 1841 in Lyon zu
einer unabhängigen evangelischen Gemeinde führte, bevor er 1843
nach Elberfeld (heute Wuppertal) führte. Nachdem 1848 nach der Deutschen
Revolution die Verfassungen der meisten deutschen Länder der Religionsfreiheit
mehr Raum gab, konnten um 1850 verschiedene evangelische Freikirchen in
Deutschland entstehen. Grafe setzte sich zunächst mit anderen Freikirchen
in Verbindung, gründete dann aber 1850 den "Evangelischen Brüderverein".
Er selbst übernahm die Leitung der ersten Freien evangelischen Gemeinde
in Wuppertal, sein Schwager Heinrich Neviandt (links) wurde ihr erster
Pastor. Am 30. September / 1. Oktober 1874 schlossen sich dann in Elberfeld
zweiundzwanzig "Abendmahlsgemeinschaften" zum Bund Freier evangelischer
Gemeinden zusammen. Diese Gemeinschaften waren ähnlich entstanden
wie die Gemeinde in Elberfeld-Barmen. Im Juli 1887 berief ein kleiner Kreis
von Christen in Witten Friedrich Fries (1856-1926, siehe rechts) als Pastor.
Er gründete in Witten und in Nachbarstädten Gemeinden und rief
den Bundes-Verlag und das Diakonische Werk "Bethanien" in Solingen ins
Leben. Beide Institutionen gibt es noch heute. Fries' Mitarbeiter Konrad
Bussemer (1874-1944) war jahrzehntelang Lehrer am damaligen Predigerseminar
des Bundes. Er wurde einer der wichtigsten Theologen der Freien Evangelischen
Gemeinden in der damaligen Zeit. Otto Schopf (1870-1913, links) wurde der
Nachfolger von Friedrich Fries. Als Pastor der Freien evangelischen Gemeinde
in Witten gilt er als der eigentliche Nachfolger Grafes. Schopf gab den
Anstoß, ein eigenes Predigerseminar zu gründen. Das wurde in
Wuppertal-Vohwinkel errichtet, 1946 nach Dietzhölztal-Ewersbach verlegt
und stand über zwanzig Jahre unter dem Rektorat von Walter Quiering
(1898-1977, unten rechts). Schopf gründete 1904 auch die Inlandmission
des Bundes, um Menschen in Deutschland den christlichen Glauben nahezubringen.
Seitdem sind viele neue Gemeinden dazugekommen, wie die in Hamburg, die
eine eigene vom Bund Freier evangelischer Gemeinden unabhängige Geschichte
hat und 1934 schon aus ca. 30 Ortsgemeinden m norddeutschen Raum bestand.
Inzwischen gibt heute es rund 400 Gemeinden im gesamten Bundesgebiet; dazu:
http://www.relinfo.ch/feg/index.html
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Freie Missionsgemeinden (FMG) - zusammengeschlossen in der Vereinigung
Freier Missionsgemeinden (VFMG), haben sich im Jahr 1967 aus einer Abspaltung
vom Evangelischen Brüderverein gebildet. Im 1909/1914 von Fritz Berger
(1868-1950) gegründeten Brüderverein ergaben sich in den sechziger
Jahren Spannungen zwischen einem konservativen Flügel, welcher an
Bergers Lehren und detaillierten Vorschriften fürs Leben als Christ
festhalten wollte, und einer offeneren Richtung, deren Absicht es war,
den Brüderverein von Sonderlehren und Gesetzlichkeit zu entschlacken
und zu einem Verband autonomer, missionarischer und evangelikaler Gemeinden
umzuformen. In den Auseinandersetzungen sammelte sich der offenere Flügel
um den 1914 geborenen Primarlehrer Peter Zürcher aus Sonnenberg, der
damals als Evangelist und Komitee-Mitglied im Brüderverein eine wichtige
Position einnahm. Eine Verständigung der beiden Richtungen war nicht
möglich, weshalb sich der offenere Flügel des Brüdervereins
vom Verein trennte und sich am 1. November 1967 als Vereinigung Freier
Missionsgemeinden konstituierte. Die Zahl der Gründungsgemeinden betrug
rund 20. Die Präsidentschaft des Verbandes hatte von 1967 bis 1985
Peter Zürcher inne, seit 1985 ist Samuel Moser Präsident der
VFMG.; dazu: http://www.relinfo.ch/fmg/index.html
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Evangelische Täufergemeinden (ETG)
- Die ersten Evangelischen Täufergemeinden (früher: Evangelisch
Taufgesinnte, Neutäufer, Fröhlichianer oder Nazarener) entstanden
um 1825 in der Schweiz durch die Tätigkeit des reformierten Vikars
Samuel Heinrich Fröhlich (1803-1857). In dieser Zeit ging ein
geistlicher Aufbruch durch Westeuropa. Durch wandernde Handwerksburschen
breiteten sich die Evangelischen Täufergemeinden trotz Widerständen
und politischen Wirrnissen nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland,
Österreich und osteuropäischen Ländern aus. Später
wurden auch Gemeinden in Nord- und Südamerika, Australien, sowie Afrika
gegründet. Heute gibt es rund 5000 Mitglieder. In Deutschland gibt
es noch 30 Gemeinden; dazu: http://www.relinfo.ch/etg/index.html
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Pilgermission St. Chrischona -
Das Werk der Pilgermission St. Chrischona wurde 1840 von Christian Friedrich
Spittler in der ehemaligen Wallfahrtskirche "St. Chrischona" gegründet.
Spittlers Nachfolger, Carl Heinrich Rappard, gab der Ausbildungsstätte
ab 1868 ihr eigentliches Gepräge. Er gestaltete sie zur ersten Evangelistenschule
im deutschen Sprachraum. 1909 entstand in einem geradezu progressiven Schritt
auch die "Bibelschule für Töchter". Nach 1850 wuchs in Westeuropa
der Eifer für die Sache Gottes. Davon wurden auch manche Chrischona-Leute
gepackt. So entstanden Chrischona-Gemeinschaften in der Schweiz (1869),
in Deutschland (1875) und später in Frankreich (1913), im südlichen
Afrika (1966) und in Luxemburg (1992). 1925 wurde das Diakonissen-Mutterhaus
St. Chrischona gegründet. Die mehr als 210 Diakonissen verstehen sich
als eine Grossfamilie. Im "Chrischona-Gemeinschaftswerk e.V." in Deutschland
sind 55 Gemeinden, Gemeinschaften und Stadtmissionen zusammengefasst; dazu:
http://www.relinfo.ch/chrischona/index.html
Die charismatische Bewegung und die Pfingstbewegung
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Pfingstbewegung(en) und Charismatische Bewegung(en)
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Die ersten Pfingstgemeinden entstanden dann in den Jahren 1906 - 1908.
Ein großer Teil der geistlichen Leiterpersönlichkeiten der deutschen
Gemeinschaftsbewegung distanzierte sich durch die "Berliner Erklärung"
im Jahre 1909 von den Erkenntnissen und Erfahrungen über das
Wirken des Heiligen Geistes in einem Teil ihrer Gemeinden. Durch diese
Ausgrenzung rückten die betroffenen leitenden Brüder und Gemeinden
näher zusammen und bildeten den Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer
Gemeinden (heutiger Name). Parallel zu dieser Entwicklung entstanden auch
Gemeinden außerhalb dieses Verbandes, die die freikirchliche Pfingstbewegung
darstellten.
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Die 20er und 30er Jahre erlebten eine lebhafte Gründungs- und Aufbauphase:
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seit 1922 die ELIM-Gemeinden (Heinrich Vietheer: "Berliner Zeltmission"/H.
Dittert).
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seit 1928 die Freien Christengemeinden (Gustav Kinderman/A. Bergholz):
Von der Bibelschule in Danzig aus erfolgte eine weitreichende missionarische
Aktivität seit 1928 mit Hilfe der „Assemblies of God" in Nordamerika
unter der Leitung der Brüder Herbert Schmidt und Gustav Kinderman.
Die Pfingstbewegung breitete sich dadurch in Osteuropa unter Deutschen,
Polen und Russen aus und führte zum Entstehen der Freien Christengemeinden
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seit 1934 die Volksmission entschiedener Christen (Karl Fix/Karl Keck/
Paula Gassner). Fix wirkte zuerst in Berlin später auch in Württemberg.
Gemeinsam mit Karl Keck und Paula Gassner führte ihr Dienst zur Entstehung
der Volksmissionsgemeinden.
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1936 Die „Freie Pfingstmission" (Benjamin Schilling/Erwin Lorenz) in Berlin
wurde von der Gestapo verboten
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seit 1937 die Gemeinde Gottes (H. Lauster).
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im Jahre 1938 erfolgte aufgrund der politischen Lage der Zusammenschluß
der ELIM-Gemeinden mit Baptisten und Darbisten zum „Bund Evangelisch Freikirchlicher
Gemeinden" (BEFG).
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Mai 1947 „Erweiterte Brüderkonferenz" in Stuttgart.
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März 1954: Die „Arbeitsgemeinschaft der Christengemeinden in Deutschland"
(ACD), die sich seit den 40er Jahren formierte, gibt sich auch satzungsmäßig
und rechtlich einen Rahmen als e.V. Schon bald formierten sich verschiedene
Bundeswerke als gemeinsame Arbeit aller Gemeinden: Die Velberter Mission
als Außenmission, das Theologische Seminar BERÖA, der Leuchter-Verlag
und die Neulandmission. Später kamen noch weitere Bundeswerke hinzu:
Bundesjugendwerk (mit den Royal Rangers), Aktionskomitee für Verfolgte
Christen (mit Christen-Hilfswerk NEHEMIA), die Tagungs- und Begegnungsstätte
Schloß Naumburg (inzwischen aufgelöst), das Bundes-Unterrichtswerk,
die Frauenarbeit und die Schule für Jüngerschaft und missionarische
Gemeindedienste Evangelium Offensiv (inzwischen aufgelöst). Das jüngste
Bundeswerk ist der Bundesverband der Sozialwerke Freikirchlicher Pfingstgemeinden
(BSFP) als Dachverband für alle sozialen Einrichtungen.
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März 1974 Verleihung der Rechte einer Körperschaft des öffentlichen
Rechts für die ACD in Hessen
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Mai 1982 Namensänderung in „Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden".
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Mai 1988 Beitritt der „Volksmission entschiedener Christen" (Sitz
in Stuttgart) mit Gemeinden in Württemberg, Bayern und Berlin
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Mai 1991 Vereinigung mit 13 Gemeinden in Ostdeutschland, deren größter
Teil von 1938 bis dahin seine Heimat im BEFG-Ost gefunden hatte,
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Mai 2000 Mitgliedschaft von 30 Ecclesia-Gemeinden als „Ecclesia-Arbeitsgemeinschaft
von Gemeinden und Arbeitsbereichen".
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Forum Freikirchlicher Pfingstgemeinden
(gegründet 1979)
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Apostolische Kirche - Urchristliche
Mission (Gründungsmitglied) - Die Apostolische Kirche entstand
aus einer Erweckung 1904/05 in Wales (Großbritannien) und besteht
heute in ca. 60 Ländern
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Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (Gründungsmitglied)
- siehe oben
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Ecclesia Gemeinden - Gemeinde
der Christen ECCLESIA - geht zürück auf den aus Württemberg
stammenden Heilungsevangelisten Hermann Zaiss (1889-1958). 1944 von Christus
beauftragt, begann er zu verkünden. Als sich zunehmend Heilungen ereigneten,
strömten bald Tausende aus allen Teilen Deutschlands und auch aus
dem Ausland zu seinen Veranstaltungen. Zaiss kam 1958 bei einem Verkehrsunfall
ums Leben. Zu diesem Zeitpunkt bestanden über 300 lokale Gemeinden.
Bis 1981 stand die Witwe Clara Zaiss in der Leitung. seit 2000 Mitglied
im BFP
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Gemeinde Gottes (Gründungsmitglied)
- Sitz in Cleveland
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Internationale Jesusgemeinde (gehört
zur Church of God of Prophecy, CGP)
-
JMS-Mission Altensteig - 1974
zunächst als reines Jugendwerk aus dieser bestehenden Gemeindearbeit
der Freien Christengemeinde Egenhausen unter Pastor Hermann Riefle und
weiteren Personen, die von außerhalb dazu kamen, gegründet.
-
Vereinigte Missionsfreunde e.V.
- 1931 schlossen sich einige Mitglieder der Christlichen Gemeinschaft
Velbert zusammen, um das Thema „Außenmission“ aufzugreifen. Der damalige
Gemeindeleiter, Otto Karrenberg, wurde durch seinen Vetter, der in der
Missionsarbeit tätig war, angeregt, selbst auch in dieAußenmission
zu gehen. Aber Gott zeigte ihm, dass er von Deutschland
aus sich um die Ausbildung und Versorgung von Missionaren kümmern
sollte. Um die Unterstützung der Missionare besser verwirklichen zu
können, machten sich zwei Mitglieder seiner Gemeinde daran, in verschiedenen
Pfingstgemeinden im Siegerland, in Hessen und Baden-Württemberg weitere
Unterstützung zu finden. Schließlich folgte dann im Jahr 1931
- unter viel Gebet und Vertrauen auf Gott - die Gründung des
Bundes der "Vereinigten Missionsfreunde e.V." (VMF) mit dem damaligen Sitz
in Velbert. Aus den Niederlanden erhielten wir durch Gottes Gnade weitere
Unterstützung: Missionar Klaver und die Missionarinnen Scharten, Ross
und Baker. Missionarin Scharten hatte bereits China Erfahrungen und so
wurde Chinau auch das erste Missionsland. Durch den Zweiten Weltkrieg wurde
der Missionsarbeit in China ein Ende gesetzt. Erste Nachfolger des Verlebter
Vorstandes wurden 1950 Ernst Michel, Franz Staats und Emil Wähler
aus den Siegerländer Gemeinden. Dadurch wechselte der Missionssitz
nach Weidenau. 1972 wurde der Sitz nach Freudenberg verlegt und seit 1999
befindet sich der Sitz in Freiburg/Breisgau.
-
Volksmission entschiedener Christen
e.V. (Gründungsmitglied, seit 1988 Mitglied im BFP) - gegründet
1934 von Karl Fix
-
Das Gründungsmitglied Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer
Gemeinden ist 2002 ausgeschieden.
-
Eigenständige charismatische und pfingstlerische überregionalen
Gemeindeverbände, Einzelgemeinden und übergemeindlichen Werke
-
Wort des Glaubens-Bewegung - dazu: http://www.relinfo.ch/index/wdg.html
-
Autoritäre Sondergruppen:
-
Bruno Schär Biblische Intensiv-Seelsorge; dazu: http://www.relinfo.ch/schaer/index.html
-
Christliches Zentrum Zürich Manfred Kron; dazu: http://www.relinfo.ch/czz/index.html
-
Freie Christengemeinde Buttikon ehemals Evangelischer Hausgemeindedienst
(EHD); dazu: http://www.relinfo.ch/fcgb/index.html
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Friedenskirche Zürich/C.
Tobler; dazu: http://www.relinfo.ch/friedenskirche/index.html
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The Way international; gegründet von Victor Paul Wierville (1916-1985)
in Ohio. Wiervilles Familie gehörte der fundamentalistischen Evangelical
& Reformed Church an, für die er selbst seit 1941 als Pastor tätig
war. 1942 will er eine Audition erlebt haben, aufgrund derer seine Lehren
so extreme Züge annahmen, dass er 1958 die Kirche verlassen musste.
Schon 1955 hatte er eine Bibelbewegung mit dem Namen "The Way" ins Leben
gerufen, die er nun im Rahmen der Jesus-People-Welle ausbaute. Mitte der
siebziger Jahre kam The Way International auch in den deutsprachigen Raum
mit dem Namen "Der Weg - Gesellchaft für Biblische Forschung, Unterweisung
und Gemeinschaft". Heute ist man in mehr als 60 Ländern vertreten.
dazu: http://www.relinfo.ch/way/index.html
Verschiedene freikirchliche Richtungen gegeneinander
Freikirchliche Zusammenschlüsse
Freikirchen und Ökumene
-
Zu betonen ist noch die durchaus auch fruchtbare ökumenische Zusammenarbeit
der römisch-katholischen Kirche mit ökumenisch gesinnten Gemeinden
aus dem evangelikalen, charistmatischen und pfingstlichen Bereich im Rahmen
der Arbeitsgemeinschaft Christlicher
Kirchen (ACK). Dazu gehören neben den römisch-katholischen,
reformierten und orthodoxen, chalcedonischen, altkatholischen und altreformierten
Kirchen:
-
Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland: www.mennoniten.de
-
Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten):
www.baptisten.org
-
Die Heilsarmee in Deutschland: www.heilsarmee.de
-
Evangelische Brüderunität Herrnhuter Brüdergemeine:
www.ebu.de
-
Evangelisch-methodistische Kirche: www.emk.de
-
die Gastmitglieder:
-
Apostelamt Jesu Christi
-
Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland: www.feg.de
-
Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland
-
Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden
-
Und die ständigen Beobachter
-
Literatur (in Auswahl):
-
Eggenberger O.: Die Freikirchen in Deutschland und in der Schweiz und ihr
Verhältnis zu den Volkskirchen, Stuttgart/Zürich 1964
-
Bartz, W.: Freikirchen in Deutschland, Trier 1973
-
Motel, H.-B. (Hg.): Glieder an einem Leib. Freikirchen in Selbstdarstellungen,
Konstanz 1975
-
Was bekennen die evangelischen Kirchen in der Schweiz? Bekenntnisgrundlagen
im Überblick. Texte der Europäischen Arbeitsstelle Ökumene
Schweiz, Nr. 4, Bern 1987
-
Geldbach, E.: Freikirchen. Erbe, Gestalt und Wirkung, Göttingen 1989
-
Tröger, S./K.-W. (Hg.): Kirchenlexikon, München/Berlin 1990
Adventistische Freikirchen und Sondergruppen (Endzeit-Gemeinden)
-
Geschichte:
-
17. Jahrhundert: Beginn einer Tradition adventlich-apokalyptischer Bibelauslegung
im angelsächsichen Raum:
-
Prof. Joseph Mede, Cambridge
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Isaak Newton
-
"Albury-Konferenzen" (1826-1930)
-
schottische charismatische Erweckungsbewegung
-
1825: Katholisch-apostolische Gemeinden
-
Ausgehendes 18./beginnendes 19. Jhdt.: Zunahme des adventlichen und apokalyptischen
Schrifttums im deutschsprachigen Raum:
-
Johann Albrecht Bengel, württembergischer Prälat
-
Johann Philipp Petri, Pfarrer
-
Leonhard Heinrich Kelber, Oberlehrer
-
19. Jahrhundert in Nordamerika
-
William Miller (1782-1849), baptistischer Farmer, kam nach seiner Bekehrung
1816 zu der Gewißheit, die Wiederkunft Christi erfolge zwischen dem
21. März 1843 und dem 21. März 1844. Doch diese Voraussagen scheiterten
-
Samuel S. Snow, Prediger, bestimmte den 22. Oktober 1844 als Tag der Wiederkunft.
Das Scheitern dieses Termins führte zur Auflösung der Millerbewegung.
Es entstanden unterschiedliche adventistische Zirkel
-
Hiram Edson, Prediger, bestimmte den 22. Oktober 1844 als Termin für
das Betreten des himmlischen Heiligtums durch Christus und damit zum Beginn
des Versöhnungsdienstes Christi
-
Joseph Bates, Kapitän, der mit Siebenten-Tags-Baptisten in Berührung
gekommen war.
-
Siebenten-Tags-Adventisten - 1853
in Battle Cree gegründet als Zusammenschluss von 125 Gemeinden aus
der Adventbewegung mit 3500 Mitgliedern unter maßgeblichen Einfluss
von Ellen Gould White (1827-1915) und ihr Mann James (1821-1881). 1993
betrug die Zahl getaufter Gemeindeglieder ca. 7,5 Millionen in 204 Ländern,
in Deutschland gibt es zwei Verbände, den Norddeutschen Verband mit
Sitz in Hannover (7 Vereingungen und 20330 Mitglieder in 300 Gemeinen)
und den Süddeutschen Verband mit Sitz in Ostfildern (4 Vereinigungen
und 12950 Mitglieder in 206 Gemeinden). Zu den Unterorganisationen zählen:
Advent-Wohlfahrtswerk e.V.; Internationale bzw. Deutsche Vereinigung zur
Förderung und Wahrung der Religionsfreiheit e.V., Adventistische Entwicklungs-
und Kathastrophenhilfe e.V., Deutscher Verein für Gesundheitspflege
e.V.; Société Philanthropique de La Lignière in der
Schweiz; Pflegestättenverein der STA, Alpenvereinigung-Donauvereinigung
in Österreich , dazu: http://www.relinfo.ch/sta/index.html
-
Abspaltungen:
-
Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, Reformationsbewegung
-
Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, Reformationsbewgung
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Botschaftschristen (F.-T.-Wright-Gruppen)
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Laubhütten-Reformationsbewegung
-
Siebenten-Tags-Adventisten, Erweckungsbewegung
-
Brinsmead-Bewegung.
-
Swiss Publishing (Werner Hirt) - dazu: http://www.relinfo.ch/hirt/index.html
-
Evangelistical Adventists
-
Advent Christians
-
Church of God (Oregon)
-
Second Adventists
-
Abspaltung: ? (durch sie wurde Charles Taze Russell, der Gründer der
Zeugen Jehovas, mit den Grundprinzipien adventistischer Wiederkunftsberechnungen
bekannt und übernahm sie teilweise)
-
Zeugen Jehovas/Jehovas Zeugen
(Wachturmgesellschaft) - vom Presyterianer Charles Taze Russell (1852-1916)
als "Ernste Bibelforscher" gegründet. Russell stieß 1870 auf
eine adventistische Splittergruppe, die für 1874 die Wiederkunft Christi
erwartete. 1879 heiratete er eine adventistische Autorin (die Ehe wurde
1907 geschieden). Mit ihr gründete er 1879 die Zeitschrift "Zion´s
Watch Tower" (deutsch: Der Wachtturm). 1881 entstand die spätere "Wachtturm-Bibel-
und Traktat-Gesellschaft", die er 1884 als Geschäftsfirma eintragen
ließ. Ab 1891 reiste er durch die ganze Welt. Er erwartete für
1914 die Vernichtung aller Reiche dieser Welt und die buchstäbliche
Auferstehung Abrahams, Isaaks und a. sowie den Beginn des irdischen Paradieses,
des Königreiches Christi. Dies musste er mehrmals verschieben, zuletzt
auf 1918. Dann starb er jedoch selbst am 31.10.1916. Nachfolger Russells
wurde Joseph Franklin Rutherford (1869-1942), der 1931 der Gemeinschaft
den Namen "Jehovas Zeugen" gab. Ihm folgte Nathan Homer Knorr (1905-1977),
der das Endzeitdatum 1975 verkündete. 1975 wandten sich aufgrund des
Nicht-Eintretens Hunderttausende von Zeugen enttäusch ab. 1977 folgte
Frederik W. Franz (1893-1992) und 1992 Milton Henschel (* 1920) als Präsident
der WTG. - dazu: http://www.relinfo.ch/zj/index.html
-
Abspaltungen:
-
1917 Laien-Heim Missionierung
-
1931 Tagesanbruch Bibelstudien-Vereinigung
-
1931 Freie Bibelgemeinde Kirchlengern - dazu: http://www.relinfo.ch/bibelgemeinde/index.html
-
Studiengruppe Christliche Verantwortung in Gera
-
Menschenfreundliches Werk (Philantropisches Werk, Kirche des Reiches Gottes,
Kleine Herde), gegründet von Alexandre Freytag (1870-1947), der mehr
als 20 Jahre Ernster Bibelforscher war. Seine Betonung der persönlichen
Heiligung war Grund zur Trennung von den Ernsten Bibelforschern.
-
Abspaltungen:
-
1947 Menschenfreunde (Les Amis de l´Homme, Église du Royaume
de Dieu, Familie, jetzt: Amis sans Frontières, freunde ohne Grenzen)
trennen sich unter Führung von Bernard Sayerce (1904-1963) und Lydie
Sartre (1898-1972).
-
Weltweite Kirche Gottes, 1933 vom
Amerikaner Herbert W. Armstrong (1893-1986) gegründet. Er hat 1926
sein Interesse an der Bibel und sah sich 1933 von Gott in den Auftrag genommen,
"das wahre Evangelium Jesu Christi" zu verkünden. Zentrum der Kirche
wurde Pasadena. Heute hat sie 800 Gemeinden mit über 100000 Mitgliedern
in mehr als 120 Ländern, davon in Deutschland um die 1000 Mitglieder.
1978 wurde der Sohn des Gründer, Garner Ted Armstrong, abgesetzt.
1986 gab sein Vater den Stab an seinen langjährigen Assistenten und
Mitarbeiter Joseph W. Tkach weiter.
-
Abspaltung:
-
Church of God, International, von Garner Ted Armstrong.
-
Gemeinschaft in Christo Jesu (Lorenzianer) - 1922 in Lengefeld (Erzbgebirge)
gegründet auf der Grundlage eines konsequent eschatologisch-apokalyptischen
Biblizismus und prophetischer Offenbarungen durch Gottlieb Reichelt (1832-1878),
Ferdinand Schneider (1835-1908) und vor allem durch Hermann Lorenz (1864-1929).
Heute hat die Gemeinschaft ca. 4500 Mitglieder in 60 Ortsgemeinschaften
und neun Bezirken. Dazu: http://www.religio.de/sekten/lorenz.html
Apostolische und prophetische Freikirchen und Sondergruppen (Apostel-Gemeinden)
-
Katholisch-apostolische Gemeinde
-
ab 1826 "Prophetische Konferenzen" unter der Leitung des Bankiers Henry
Drummond (1786-1860) in Albury Park (Südengland)
-
1832 Der Londoner Pfarrer E. Irving lässt diese Geistesgaben in den
Gottesdiensten zu und wird darauf von seinem Presbyterium entlassen. Daraufhin
gründete er sozusagen die erste katholisch-apostolische Gemeinde
-
1832-1835 Zwölf Apostel werden berufen, wobei das Prophetenamt als
Repräsentant geistlicher Vollmacht von besonderer Bedeutung ist. Die
Ernennung von Amtsträgern erfolgt auf prophetische Weisung.
-
1834 Irving stirbt.
-
1836/37: "Zeugnis an die Patriarchen, Erzbischöfe und Bischöfe
... und an die Kaiser, Fürsten und anderen Regenten der getauften
Nationen."
-
Apostel Woodhouse wirkt in Süddeutschland und Österreich, Apostel
Carlyle in Norddeutschland. Apostel Drummond in der Schweiz und in
Schottland.
-
1847 Erste feierliche Versiegelung wird gefeiert.
-
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es bereits um die 1000
Katholisch-apostolische Gemeinden, rund 300 in Norddeutschland, 40 in Süddeutschland.
-
1855 starben die ersten Apostel und Ende 1860 lebten nur noch sechs. 1901
starb mit Woodhouse der letzte der zwölf Apostel, 1971 in London der
letzte von einem Apostel ordinierte Priester. So gibt es heute nur noch
weniger als 100 kleine Gemeinden in Deutschland.
-
1860 wurde die Abspaltung neuer apostolischer Gemeinden von den Katholisch-apostolischen
Gemeinden eingeleitet. Als erster schlug der Engelprophet Heinrich Geyer
(1818-1896) aus Berlin einen neuen Weg ein und wurde mit Gleichgesinnten
ausgeschlossen. Sie gründeten in Hamburg und Umgebung die "Allgemeine
Christliche Apostolische Mission" mit dem Apostel Carl Wilhelm Preuß
und die "Hersteld Apostolische Zendingkerk" mit dem Apostel Friedrich Wilhelm
Schwarz. 1905 wurde das Prophetenamt abgeschafft, die charismatischen Gaben
werden bedeutungslos.
-
1897 verschiedene freie Apostelgemeinden in Holland gründen
auf Initiative von Apostel Fritz Krebs (1832-1905) die "Hersteld Apostolische
Zendingkerk", in der allein ihr Apostel, Martinus van Bemmel, die Geistverleihung
(Versiegelung) innehatte. Er wurde 1895 Stammapostel und gilt als Begründer
der Einheit.
-
1902 gründete Julius Fischer, Bezirksältester in Zehdenick bei
Berlin, das Apostelamt Juda. Er lehrte die leibliche Gegenwart Christi
im Apostel.
-
Spaltung nach dem Tod Fischers in:
-
Gemeinschaft des göttlichen Sozialismus, Apostelamt Juda (z.Z. rd.
3000 Mitglieder, hauptsächlich in den neuen Bundesländern)
-
Apostelamt Jesu Christi (mit heute rund 19000 Mitgliedern, auch davon rund
14000 in den neuen Bundesländern, seit 1992 Gast in der ACK)
-
1905 Hermann Niehaus wird Stammapostel der "Hersteld Apostolischen
Zendingkerk" und leitete die Ausbreitung der Neuapostolischen Kirche bis
in die fernsten Erdteile ein. Unter ihm wurde der Name "Neuapostolische
Gemeinde" eingeführt.
-
1921 Ausschluß der beiden Apostel C.A. Brückner, Dresden und
M. Ecke, Görlitz, aus den neuapostolischen Gemeinden. Sie gründeten
den Reformiert-Apostolischen Gemeindebund mit rund 2000 Mitgliedern in
den neuen Bundesländern.
-
1930 Johann Gottfried Bischoff wird Stammesapostel.
-
1938 Der Name "Neuapostolische Kirche" wird eingeführt
-
1946/1951: Bischoff versuchte die Verbindung mit den Apostelbezirken nach
dem Krieg wieder enger zu gestalten und verkündete 1951 dass er selber
noch Christi Wiederkunft erleben werde, was zu Widerstand und schließlich
zur Amtsenthebung verschiedener Apostel führte und schließlich
zur Gründung eigener Gemeinden durch die Abgesetzten.
-
Abspaltungen:
-
1946 Apostolisch Genootschap in Holland mit heute rund 26000 Mitgliedern
-
1954 Gemeente van Apostolische Christenen in Holland mit rund 20 Gemeinden
-
1954 Vereinigung Apostolischer Christen in der Schweiz unter der Führung
der Apostel Otto und Ernst Güttinger, denen Erwin Kindler als Apostel
nachfolgte, heute rund 1500 Mitglieder
-
1955 Apostolische Gemeinschaft, gegründet durch die abgesetzten Apostel
Peter Kuhlen, Siegfried Demmel und Ernst Dunkmann, heute rund 8000 Mitglieder
in Deutschland (20000 international)
-
1956 Dachverband "Vereinigung der Apostel der Apostolischen Gemeinen -
Vereinigte Apostolische Gemeinden"
-
Reformiert-Apostolische Gemeindebund
-
Freie Apostelgemeinden der fünfziger Jahre
-
je eine freie Apostolische Kirche in Australien, Südafrika und Indien
-
seit 1970: die Altapostolische Gemeinschaft in Österreich
-
1960 W. Schmidt wird Stammesapostel. 1968 hat die NAK weltwei rund 700000
Mitglieder.
-
Abspaltungen:
-
1969 Die Abspaltung "Hersteld Apostolische Zendingsgemeente" trennt sich
1969 in zwei "Hersteld Aposotolische Zendingskerken" trennte, die eine
mit Apostel L. J. Korff, die andere mit Apostel D.W. Ossebar.
-
1970 Altapostolische Gemeinschaft in Österreich
-
1975 E. Streckeisen, Schweizer, wird Stammesapostel
-
1988 R. Fehr wird Stammesapostel. 1992 hatte die Gemeisnchaft weltweit
mehr als 7,2 Millionen Mitglieder, davon 430000 in Deutschland.
-
Abspaltungen:
-
1988/89 Apostolische Gemeinde um den ausgeschlossenen Apostel H.G. Rockenfelder,
Wiesbaden, zusammen mit einem Propheten W. Heubach (+ 1990. Nachfolger:
W. Wittek)
-
Die Mormonen haben ihre Wurzeln in der apostolischen Bewegung.
Brüderbewegung
-
Die Brüderbewegung hat nichts zu tun mit der Herrnhuter Brüdergemeine
um Graf v. Zinzendorf aus dem 18. Jahrhundert.
-
Darbysten (Brüderbewegung) - ist eine heiligungsbetonte Brüderbewegung.
Es hatte sich zunächst in Dublin ein Kreis erweckter Brüder um
den Zahnarzt Anthony Norris Groves (1795-1853) gebildet, der 1827 den Vorschlag
machte, unabhängig von der Nationalkirche das Mahl des Herrn zu feiern.
Im November bereits führte ein Rechtsanwalt namens Bellett einen ehemaligen
Studienkollegen, John Nelson Darby (1800-1882), in ihren Gesprächskreis
ein. Letzterer mußte sich durch einen Reitunfall bei seinen Diensten
als anglikanischer Priester einer Beinbehandlung in Dublin unterziehen.
In diesen zwei Monaten der Ruhe studierte er intensiv die Bibel. Dabei
fand er schließlich die seit Jahren ersehnte Heilsgewißheit.
Kurz darauf legte er sein Amt als anglikanischer Geistlicher nieder und
trug seinen neuen Freunden in Dublin seine Bibelkenntnis vor, worauf sich
mehrere Zirkel bildeten. In Bristol war es der als Waisenvater bekannte
Georg Müller (1805-1898). In Plymouth entstand um 1830 eine große
Brüderversammlung. Mit der Zeit wurde B. W. Newton der führende
Lehrer dort. Er arbeitete zusammen mit Darby, der aber oft durch viele
Reisen an der beständigen Betreuung der Gemeinde gehindert war. Doch
Darby war sehr autoritär: Wer seine Auffassungen nicht teilte, konnte
nicht sein Freund sein. So trennte er sich 1845 von Newton, 1848/1849 von
Georg Müller, in derselben Zeit von Groves, um 1880 - also zwei Jahre
vor seinem Sterben - von Dr. Cronin. 1881 verlor er nach 36jähriger
Freundschaft seinen engsten Mitarbeiter, William Kelly, den Herausgeber
der "Collected Writings" ("Gesammelte Werke") Darbys. Auch Andrew Miller,
der Verfasser der dreibändigen "Allgemeinen Geschichte der christlichen
Kirche", arbeitete nach 30jähriger Freundschaft nicht mehr mit ihm
zusammen. Dennoch blieb Darby unbeirrbar. Außer der durch die Trennung
von Müller 1848 vollzogenen Spaltung in die "Geschlossenen" bzw. "Exklusiven
Brüder" und die "Offenen Brüder" vollzogen sich weitere Trennungen:
1860 die Stewart-Trennung, 1866 die Ryan-Trennung, 1879 die Dr.-Cronin-Trennung.
In Deutschland, wo 1843 die ersten Brüdergemeinden entstanden,
wurde indessen Karl
Brockhaus (1822-1899) Führer und Gestalter der »Brüderbewegung«
(des Darbysmus). Mit J. N. Darby, Julius Anton von Poseck und Hermann Kornelius
Voorhoeve arbeitete Brockhaus mit an der Bibelübersetzung der »Brüderbewegung«,
von der das Neue Testament bereits 1855 und die Psalmen 1859 erschienen,
während die Gesamtausgabe erst 1871 herausgebracht werden konnte:
die sog. »Elberfelder Bibel«. Danach werden die "Geschlossenen
Brüder" in Deutschland auch als "Elberfelder Brüder" bezeichnet.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts entstanden auch Gemeinden der "Offenen
Brüder" in Deutschland, die sich durch Mitarbeit in der Evangelischen
Allianz und ihre Missions- Bibelschule in Wiedenest (1905 in Berlin gegründet)
auszeichneten. Aufgrund des Verbots der "Christlichen Versammlungen" in
Deutschland, kam es 1937 zu einem Zusammenschluss mit den "Offenen Brüdern",
1942 sogar mit den Baptisten im "Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden".
Es beteiligten sich allerdings nicht alle und diese Brüder gründeten
nach 1945 wieder die exklusiven Versammlungen. Eine andere Gruppe
verließ den Bund mit den Baptisten wieder, um als ein "Freier Brüderkreis"
dem ursprünglichen Anliegen der Brüderberwegung gerecht zu werden.
Um das Gemeinsame der Brüdergemeinden zu fördern, kam es 1982
zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft
der Brüdergemeinden in Deutschland - dazu: http://www.religio.de/sekten/darby.html
-
Zu unterscheiden ist auch:
-
Evangelischer Brüderverein (EBV) in der Schweiz von Fritz Berger (1868-1950).
Er vertrat perfektionistische Ansichten, wollte aber zunächst keine
eigenen Gemeinden gründen. 1914 wurde allerdings das Freie Blaue Kreuz
in den "Evangelischen Brüderverein" umgeformt, weil die Anhänger
Häuser gründen wollten und dazu ein rechtsfähiger Verein
notwendig war. Präsident wurde Hans Stucki, der allerdings 1919 den
Brüderverein verließ, weil Berger sich ihm nicht dauerhaft unterstellen
wollte. In der Folgezeit übernahm Berger selbst das Präsidentenamt.
1967 kam es zu einer Spaltung des Brüdervereins. Gegenwärtig
verfügt der Brüderverein noch über 150 lokale Gemeinschaften;
dazu: http://www.relinfo.ch/ebv/index.html
-
Abspaltung: 1967 gründete sich die Vereinigung freier Missionsgemeinden
(evangelikal) unter Peter Zürcher
Heiligungsbewegung und perfektionistische Freikirchen
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Die Heiligungsbewegung gilt als Ursprung der Pfingstbewegung, ihr Hauptrepräsentant
Charles Finney als "Ur-Pfingstler". Auch wenn Geisttaufe und Heiligung
in der Regel eng miteinander verknüpft sind, können sie auch
unterschiedliche Wege gehen. So gibt es Heiligungsbewegungen jenseits des
Pfingstlertums und der charismatischen Bewegung, deren Hauptkennzeichen
ein extremer Perfektionismus ist. "Perfektionismus meint eine Lebenseinstellung,
die Vollkommenheit des Menschen im sittlichen oder religiösen Sinn
anstrebt oder zu besitzen beansprucht." Im Zuge der Heiligungsbewegung
brachten R. P. Smith (1827-1898), Fabrikant und Biograph Finney, und seine
Frau H. Whitall (1832-1911) die christologisch orientierte Heiligungstheologie
von W.E. Boardman (1810-1886) nach England und Deutschland und führen
schließlich zu den sog. Keswick-Treffen "zur Förderung der praktischen
Heiligung".
-
Lit.:
-
Harrell, D.E.: All Things are possible. The Healing and Charismatic Revivals
in Modern America, Bloomington (Ind.) 1975
-
Die amerikanische Heiligungsbewegung
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RECHTFERTIGUNG
UND HEILIGUNG: der alte deutsch-angelsächsische Zwist
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Die Norweger-Bewegung (Smiths Freunde,
Smithianer, Norwegische Brüder) = "Die christliche Gemeinde", Das
Leben e.V. -gegründet von J.O. Smith (1871-1943), ursprünglich
Methodist. 1898 hatte er sein Bekehrungserlebnis. Nach Smiths Tod wurde
das Werk von seinem Freund Elias Aslaksen, nach 1976 von seinem Schwiegersohn
S. Bratlie weitergeführt. Seit 1954 verbreitete sich die Bewegung
auch in Deutschland. Weltweit dürften rund 15000 Familien, in Deutschland
rund 1000 Personen zur Bewegung gehören.; dazu: http://www.religio.de/dialog/395/395s16.html
und http://www.religio.de/akinfo/308.html
-
Die Branham-Bewegung - William Branham (1909-1965) gehört zu den amerikanischen
Heilungsevangelisten der vierziger/fünfziger Jahre, der aus der Pfingstbewegung
kommt, aber wegen seiner extremen Lehren von den traditionellen Pfingstgemeinden
abgelehnt wurde.
-
Branham, W.: Darlegung der sieben Gemeinde-Zeitalter, Krefeld 1968
-
Lindsay, G.: William Branham. Ein Mann von Gott gesandt, Hamburg 1955
-
Der Inder R. Paulaseer Lawrie (* 1921) war 1960 von Branham getauft worden.
1969 gab er sich dann als wiedergekommener Menschensohn aus, Branham sei
sein "Vorläufer" gewesen. In einem christlichen Ashram in Indien sammelte
er die "Brautgemeinde", die sich auf die Entrückung (1973) vorbereitete.
Auch deutsche und Schweizer Familien waren dabei, die aber 1976 wegen auslaufender
Vis das Land wieder verlassen mussten.
-
Wirkung in Deutschland
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Nach einem Auftritt in Karlsruhe 1955 bildete sich in Krefeld ein Kreis,
aus dem dann unter Führung von Ewald Frank (* 1933) eine Gemeinde
entstand: die Freie Volksmission (Zeitschrift "Das gesprochene Wort durch
W. Branham")
-
Abend-Licht-Gemeinde in Kempen/Niederrhein
-
Biblische Christenversammlung (Gert Rodewald) in Schömberg/Nordschwarzwald
-
Bund der Kämpfer für Glaube und Wahrheit/Horpeniten - 1920 in
Dresden gegründet. Er ging aus einem seit 1899 bestehenden Freundesbund
um Emil Bergmann (1861-1931) und Max Däbritz (1874 1947) hervor und
hatte in den zwanziger Jahren seine Hauptblütezeit. 1935 wurde der
etwa 6500 Mitglieder zählende Bund verboten. Nach 1945 trat er nicht
wieder in die Öffentlichkeit, sein Gedankengut lebt jedoch in Deutschland
in privaten Freundeskreisen weiter. Dazu gehört eine Abendmahlsfrömmigkeit
die Gott-Menschheit Jesu und die Bedeutung der Erlösung durch den
Opfertod Christi, aber auch der Reinkarnationsgedanke und die Wiederbringung
aller. Es wird eine Synthese von Christentum, "gereiftem Okkultismus" und
modernem Weltbild angestrebt. (dazu: Obst, H.: Der Bund der Kämpfer
für Glaube und Wahrheit - Horpeniten, in: Monatshefte für Evangelisch
Kirchengeschichte des Rheinlandes 22, 1973, S. 235-258)
-
Die Philadelphia-Bewegung, gegründet von dem Deutschen Christian
Röckle (1883-1966): lehrt die Sündlosigkeit dessen, der in
Christus ist; dazu: http://www.religio.de/sekten/filadelfia.html
-
Judenchristliche Reichsbruderschaft/Reichsbruderschaft Jesu Christi - dazu:
http://www.religio.de/sekten/reichsbr.html
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Die Christadelphians (Urchristen) gehen auf John Thomas (1805-1871) zurück
- dazu: http://www.morrellcom.com/TheBible/jthomas.htm
-
"Namenlose", Jünger Jesu, Freunde, gegründet von William Irvine
Ende des 19. Jahrhunderts
-
Kreis um Willy Cordier (* 1913)
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Keller-Gemeinschaft des Schweizers Johannes Emil Keller (1879-1953), betont
neben der Heiligung die Bedeutung der zwölf Stämme Israels.
-
Das Haus Bethanien (Korntal bei Stuttgart), gegründet von Emma Berger
-
Christliche Gemeinschaft Hirt und Herde - gegründet durch den Meeraner
Weber August Hermann Hain (1848-1927). Nach seiner "Berufung" 1889 galt
er als neue Offenbarung Gottes des Vaters unter den Menschen. Die Gemeinschaft
erlebte nach dem Ersten Weltkrieg ihre Blütezeit. 1933 verboten, konnte
sie nach 1945 ihre Arbeit wieder aufnehmen. Sie hat heute ca. 7000 Gemeindeglieder
in zwölf Bezirken. Hauptverbreitungsgebiete der Gemeinschaft sind
Westsachsen, Ostthüringen und Oberfranken. dazu: http://www.religio.de/sekten/hirtherde.html
-
"Churches of God" in North America (General Eldership), gegründet
1830 durch John Winebrenner. Ihren Hintergrund bildet die "Deutsche Reformierte
Kirche" in den USA, gegründet 1793.
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Spaltung durch Prediger Daniel Sidney Warner (1842-1895), der durch seine
Kontakte mit der Heiligungsbewegung die Lehre von der Vollkommenheit verkündete.
Die Gemeinde Gottes hat in Anderson ihre Hauptgeschäftsstellen. In
Deutschland gibt es 42 Gemeinden, nachdem 1901 der erste Prediger kam.
In Fritzlar bei Kassel befindet sich die Verwaltungszentrale mit Sitz des
"Missionswerks der Gemeinde Gottes in Deutschland e.V.".
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Heiligungsbetont, z.T. sogar perfektionistisch sind aber auch Siebenten-Tags-Adventisten,
Kirche des Nazareners, Kirche des Reiches Gottes/Menschenfreund, katholisch-apostolische
Gemeinde, Urchristliche Kirche, Brüderbewegung, Gemeinden Christi,
Gemeinden Gottes
Heilungsbewegung(en)
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Aufbauend auf der "Heilung durch den Geist" von Ph. P. Quimby (1802-1886),
den "Transzendentalismus" des Philosophen Ralph Waldo Emerson (1803/9?-1882;
Unitarian Univeralist Association) und der "dynamischen Psychologie" P.
Mulfords (1834-1891) entstand in Amerika eine breite geistige Heilungsbewegung,
die Neugeist-Bewegung, zu der man folgende Gruppierungen zählt:
-
Erste Kirche Christi, Wissenschafter (First Church of Christ, Scientist),
heute kurz: Christlichen Wissenschaft//Christian Science - 1879 in Boston
von Mary Baker
Eddy (1821-1910) gegründet. Sie wurde geprägt von dem vom
Mesmerismus beeinflussten Hynotiseur Ph. P. Quimy, der die Meinung vertritt,
ein Krankheitsprozeß werde durch neue, positive Gedanken günstig
beeinflusst. 1866 macht sie nach einem bösen Sturz bei der Lektüre
des NT die Erfahrung der Spontanheilung. 1875 veröffentlicht sie ihr
Hauptwerk "Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen
Schrift". Weltweit haben sich rund 3000 Gemeinden mit ca. 150000 Personen
gebildet, davon in Deutschland ca. 150 Gemeinden mit ca. 5600 Angehörigen.;
dazu: http://www.relinfo.ch/cs/
und http://www.confessio.de/gemeinschaften/cs/cs.htm
und http://www.snl.ch/dhs/externe/protect/textes/D43208.html
-
Abspaltungen:
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Christlich-wissenschaftliche Bewegung deutschen Zweigs (ehemals: Deutsche
Verenigung Christlicher Wissenschafter), 1904 von Marie Schön in Berlin
gegründet, nach mehrjährigem Engagement in der Christian Science
in Hannover. Sie interpretiert das Böse als mangelnde Gotteserkenntnis.
-
Schweizerischer Landesverband freier Christlicher Wissenschafter - gegründet
1933; Initiator Karl Sprenger
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Doorly-Bewegung (John W. Doorly), nachdem Doorly von der Mutterkirche ausgeschlossen
wurde.
-
Kappeler-Institute (Max Kappeler, Schweiz), nachdem Kappeler Dorlys Interpretation
weiterführte.
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Neugeist-Bewegung - 1908 erfolgte die Gründung der amerikanischen
National New Thought Alliance, 1914 folgte als Dachorganisation die Gründung
der International New Thought Alliance (INTA), 1923 konstuierte sich in
Deutschland der Neugeist-Bund. Dessen langjähriger Generalsekretär
Karl Otto Schmidt, Reutlingen (1904-1977) war bis 1969 Distriktspräsident
der INTA für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
-
Unity-Lehramt - gegründet durch Myrtle und Charles Fillmore, die sich
1889 entschlossen hatten, sich künftig ganz in den Dienst der "Lehre
der heilenden Wahrheit" zu stellen. Beide waren mit dem New Thought Movement
in Kontakt gekommen. Unity versteht sich als Lebensschule. In der Bundesrepublik
gibt es 25 örtliche Zirkel der "Unity-Freunde". Zeitschrift "Ja -
Zeitschrift für dynamische Lebensgestaltung und geistige Erneuerung".
-
Bruno Gröning-Freundeskreis,
dazu: http://www.relinfo.ch/bgf/index.html
-
Die großer Teil der heutigen Heilungsbewegung ist aus der Pfingstbewegung
hervorgegangen. Der Heilungsdienst hat besondere Bedeutung für:
-
John Wimber (Vineyard Ministries),
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Oral Roberts und Gordon Lindsay, den Mitbegründern der die Heilungsbewegung
prägenden Zeitschrift "The Voice of Healing",
-
Tommy L. Osborn, der die "Association for Native Evangelism" in Indien
und die "T.L. Osborn Evangelisationsgesellschaft" gründete
-
. In Deutschland:
-
Hermann Zaiss (Gemeinde der Christen "Ecclesia"; dazu: http://www.endrulis.de/Religion/Gott/Christen/Ecclesia/ecclesia.html)
und
-
Lothar Hoffmann ("Christlicher Erweckungs-Verlag", Berlin)
-
Reinhard Bonke mit seinem Missionswerk "Christus für alle Nationen".
-
Im katholischen Bereich gilt die Gemeinschaft Koinonia Giovanni Batista
als katholisch-pfingstlerische Heilungsbewegung.
-
Die Gruppe "Soteria",
eine Initiative katholischer Christen, bezeichnet sich selbst als "katholische
Heilungsbewegung"
Weitere Erweckungsbewegungen
-
Jesus Freaks, dazu: http://www.religio.de/sekten/jesusfreaks.html
-
Die Gesellschaft für nazoräisches Urchristentum, entstanden 1952,
ist eine nicht-konfessionelle Vereinigung, die eine ethische Erneuerung
des Christentums gemäß den Schriften von Carl Anders Skriver
und Gustav Reichhelm anstrebt (Vegetarismus, Abstinenz von Genuß-
und Rauschmitteln, Pazifismus, Umwelt- und Tierschutz)
Traditionalistisch-fundamentalistische Freikirchen und Sondergruppen
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Fundamentalistische Freikirchen und Sondergruppen
-
katholischen Ursprungs
-
Engelwerk Corpus
Operis Angelorum; dazu: http://www.relinfo.ch/coa/index.html
Wanderbischöfe (Episcopi vagantes): Unter episcopi vagantes versteht
man Personen, die in irregulärer oder heimlicher Weise zum Bischof
geweiht wurden oder solche, die, nachdem sie regulär konsekriert wurden,
von der Kirche, die sie weihte, exkommuniziert wurden und mit keinem anerkannten
Bischofsstuhl in Gemeinschaft stehen. Sie sind keine Erscheinung, die nur
in unserer Zeit auftritt. Bereits zur Zeit der Urkirche wurden Bischöfe
von einer Ortskirche ausgesandt, um zu missionieren und neue Kirchen zu
gründen. Oft kam es dann vor, dass die Kontakte zur Ursprungskirche
bewusst abgebrochen wurden, um als selbständige Kirche weiterzubestehen.
Heute hat ein episcopus vagans meist andere Ziele: als "umherschweifender
Bischof" steht er religiös am Rande der Kirchen und lebt - meist ohne
geregelte finanzielle Zuwendungen - oft an der Armutsgrenze. Seine apostolische
Sukzession, auf die er sich beruft, um sich zu legitimieren, ist zweifelhaft.
Alle diese Bischöfe verbindet, dass sie unrechtmässig zum
Bischof geweiht wurden. Bischöfe werden als Weihebewerber vorgeschlagen
und für einen historischen Bischofsstuhl geweiht und - in der römisch-katholischen
Kirche von einem rechtmässigen Bischof im Einverständnis mit
dem Papst unter Beachtung kirchenrechtlicher Bestimmungen konsekriert.
Für die Bewertung der episcopi vagantes ist es von besonderer Bedeutung,
dass jeder Bischof in der römisch-katholischen Kirche sein Amt innerhalb
des Kollegiums der Bischöfe in Gemeinschaft mit und unter dem Bischof
von Rom, dem Papst hat. Dazu gehören alle in der apostolischen Sukzession
(lückenlose Weitergabe des Bischofsamtes von den Aposteln bis zu unseren
Bischöfen) stehenden Bischöfe. Neben der römisch-katholischen
Kirche halten auch die christ-(alt-)katholische Kirche und die orthodoxen
Patriarchate zur apostolischen Sukzession. Da rein kirchenrechtlich die
Gültigkeit der Weihe einzig von der richtigen Intention und der Einhaltung
des Weiheritus abhängig ist, können die Weihen verschiedener
episcopi vagantes zwar gültig, aber unerlaubt sein. Eine immer grösser
werdende Zahl von episcopi vagantes, von ihnen geweihte Priester und Diakone,
aber auch Kleinkirchen, die sich von der römisch-katholischen,
der christ-(alt-) katholischen Kirche oder den Ostkirchen getrennt haben,
berufen sich auf diese apostolische Sukzession. Nach dem Vat. II kann jedoch
eine Bischofsweihe nicht gültig sein, wenn sie gegen die "hierarchische
Gemeinschaft" stattfindet, d.h. wenn der weihende Bischof keine Einheit
mit dem Papst und dem Bischofskollegium unterhält. So handelt es sich
z.B. bei den Weihen, die Bischof Lefebvre 1988 in der Piusbruderschaft
vorgenommen hat, um Weihen gegen den Willen der römisch-katholischen
Kirche. Bezüglich der Gültigkeit ist von Bedeutung die Enzyklika
"Apostolicae Curae", 13. Sept. 1896, von Leo XIII. (DS 3318), in der er
die anglikanischen Weihen für ungültig erklärt.
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Priesterbruderschaft Pius X. -
gegründet von Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991)
-
1955-1962 römisch-katholischer Bischof von Dakar/Senegal
-
dann kurzzeitig Bischof der Diözese Tulle.
-
schließlich bis 1968 Generaloberer der Väter vom Hl. Geist
-
Während der Konzilszeit gründet er das "Coetus Internationalis
Patrum", um seinen Protest gegen den Verlauf des II. Vatikanischen Konzils
Ausdruck zu verleihen. Es ging ihm um die Verteidigung der "wahren" römisch-katholischen
Lehre ging und suchte eine Abgrenzung gegen progressive Neuerungen.
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1968 Ende seiner Zugehörigkeit zu den Vätern vom Hl. Geist
-
Er lehnte die Ergebnisse des Zweiten Vatikanischen Konzils ab und gründete
deshalb in Fribourg die Priesterbruderschaft St. Pius X.
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1970 Lefebvre erhält für seine Priesterbruderschaft vom zuständigen
Ortsbischof Charrière die Anerkennung auf Probe. Parallel dazu entstand
in Ecône/VS das Priesterseminar.
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1975 Entzug der Anerkennung auf Probe.
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1976 Lefebvre weihte dem päpstlichen Verbot zuwider 13 Diakone und
13 Priester, worauf in Papst Paul VI. suspendierte. Bis 1988 kam es alljährlich
zu erneuten, kirchenrechtlich unerlaubten Konsekrationen.
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1983 Lefebvre überträgt die Leitung Franz Schmidberger
-
1988 Lefebvre weiht zusammen mit A. de Castro Mayer, emeritierter
Bischof von Campos, Rio de Janeiro, Brasilien Fellay, Tissier, Williamson
und de Galarreta zu Bischöfen. Für alle sechs hat dies die
Exkommunikation zur Folge.
-
Bernard Fellay (* 1958).
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Alfonso de Galarreta (* 1957)
-
1991 Licinio Rangel, vormals römisch-katholischer Priester
-
Bernard Tissier de Mallerais (* 1945).
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Richard Williamson (* 1940)
-
Ein Teil der Priesterbruderschaft folgte nicht ins Schisma, sondern wurde
als St. Petrusbruderschaft, mit Zentrum und Priesterseminar in Wigratzbad,
Diözese Augsburg, päpstlich anerkannt.
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1991 Tod Lefebvres
-
1991 Alfonso de Galarreta, Richard Williamson und Bernard Tissier de Mallerais
weihen Licinio Rangel zum Bischof.
-
1994 Von Schmidberger geht die Leitung auf Bernard Fellay über.
-
Die Priesterbruderschaft Pius X. ist in 24 Staaten präsent und hat
gründete eigene Initiativen so eine eigene Frauen- und Jugendbewegung
und den. einen Eucharistischen Kinderkreuzzug (EKK). Es gründete Schulen
(in der Schweiz z. B. in Oberrried, Mels und Wil ), baut Kirchen und eine
eigene innerkirchliche Struktur auf; Abspaltungen
-
Clarence James Kelly (* 1941), früherer Priester (1973 geweiht)
und Distriktleiter der SSPX in den Vereinigten Staaten. Er wurde zusammen
mit acht anderen SSPX-Priestern von Lefebvre aufgrund von Meinungsverschiedenheiten
in Bezug auf das Missale und die Sedisvakanzthese ausgeschlossen. 1983
gründet er zusammen mit den anderen acht Priestern die "Sacerdotal
Society of St. Pius V." Nach einigen Jahren hat sich die Hälfte dieser
Priester von Kelly getrennt. 1993 wird Kelly auf Vermittlung des in der
SSPV verbliebenen Priesters Fr. William Jenkins von Bischof Alfredo José
Isaac Cecilio Francesco Mendez-Gonzalez (1907-1995), C.S.C., emeritierter
römisch-katholischer Bischof von Arecibo, Puerto Rico, zum Bischof
geweiht. Die Weihe wurde geheimgehalten bis einige Tage nach Mendez-Gonzalez-Tod
im Jahr 1995.
-
Fr. Daniel Dolan: Die meisten der Abspalter formierte sich unter
ihm in einer eigenen Gruppe.
-
Die anderen gründeten unabhängige Gemeinden.
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Erneuerte Kirche - Kirche der Glorie - gegründet von Michel Collin
(1905-1974), Franzose, der 1933 in der Kongregation der Herz-Jesu-Priester
zum Priester geweiht wurde und 1935 während einer Messe auf mythische
Weise zum Bischof geweiht worden sein will. 1950 hat ihn Christus dann
angeblich zum Papst erwählt, von ihm den Namen Clemens XV. erhalten
haben und 1963 zum Papst gekrönt worden sein. 1958 hatte er die Erneuerte
Kirche gegründet. Nachdem er sich 1960 in Clémery niederließ,
ließ er sich von Jean Dangè (Cyprien Dangé?)
konsekrieren. Anschließend weihte er zahllose Kardinäle, Bischöfe
und Priester. 1967 gründete er die Innerplanetarische Kirche, da er
auch Planetarier zu seiner Kirche zählte und sie zu Preistern weihte.
1967 verkündet er das Dogma vom "unbefleckten heiligen Joseph" und
die Aufhebung der Erbsünde. 1968 stellte er Joseph mit Maria gleich.
Zeitweise hatte er um die 25000 Anhänger. Nach seinem Tod 1974 glauben
seine Anhänger, dass er vom Himmel aus durch Schwester Yvette seine
Kirche weiterleitet. 1951 versetzte die röm.-kath. Kirche ihn zunächst
zurück in den Laienstand und hob die bis dahin von ihm gegründeten
Werke, das Werk der Apostel von der unendlichen Liebe und den Kreuzzug
des Rosenkranzes und des Magnifikats auf, 1968 wurde er exkommuniziert.
1969 weiht er John Higgins; dazu: http://www.relinfo.ch/collin/index.html:
ehemals 25 000 Mitglieder, derzeit wesentlich weniger, Zeitschriften: Die
Wahrheit, Marianischer Brief; Ableitungen:
-
Michaelsvereinigung Dozwil - gegründet
vom Schweizer Paul Kuhn (1920-2002), der ursprünglich evangelisch-reformatorischer
Christ war, der sich zum Coué-Lehrer, eine Art Positives Denken,
ausbilden ließ und 1964/65 zwei Frauen als Medien in seine Vortragstätigkeit
einbezog, eine davon war Maria Gallati-Müller, die durch ihren
traditionalistisch-marianisch geprägten Katholizismus die Vereinigung
maßgeblich beeinflusste. Clemens XV. weihte Kuhn und Gallati-Müller
zu Priestern, wobei Kuhn selbst behauptet, 1970 direkt von Jesus Christus
zum Priester gewieht worden zu sein. 1971 wurde das heutige Zentrum in
Dozwil im Kanton Thurgau fertiggestellt und 1974 die Gemeinschaft nter
dem Namen "Ökumenische Michaelsgemeinschaft" als Verein eingetragen.
1988 starb Frau Gallati, worauf kurzfristig mehrere Medien deren Nachfolge
antraten, vor allem aber Monika Hofer. Heute ist Ueli Aeberhard,
der als reinkarnierter Evangelist Matthäus gilt, das Medium von Dozwil.
Für den 5.5.1988 wurde der Weltuntergang angekündigt. Die Gemeinschaft
zählt ca. 4000 Anhänger; dazu: http://www.relinfo.ch/dozwil/index.html
-
Kreis um Anton Prestele. Prestele wurde 1962 von Collin geweiht.
Prestele weiht Gerhard Josef Schmitt.
-
Mariaviten: Die Gemeinschaft bezeichnete sich als autokephal. In ihr machte
sich Helmut Norbert Maas (Paulus Maas) als deren Bischof in Deutschland
einen Namen. Maas tauchte zuletzt bei den Mormonen auf, bei denen er sich
wohl hat auch taufen lassen, Ableitung:
-
Jan Michael Maria Kowalski, erster Generalminister und Bischof der
Altkatholischen Kirche der Mariaviten
von Plock, die 1886 aus der von Rom verbotenen Gemeinschaften der Mariaviten
entstand. Sie betont die Sukzession durch die Konsekration von Kowalski
durch den Alt-Katholischen Bischof Dr. Gul im Jahre 1909 in Utrecht.
Der derzeitige Jurisdiktionsträger der Mariaviten segnete 1991 die
erste "Kölner Schwulenhochzeit".
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Pierre Martin Ngo Dinh Thuc, Erzbischof von Hué, suspendiert.
-
Palmarianisch-katholische
Kirche: Sie geht auf den Spanier Clemente Dominguez Gomez (*
1946) zurück, der in zahlreichen Privatoffenbarungen seinen Weg erhielt.
Er gründete 1975 den Orden der Karmeliter und Karmeliterinnen vom
Heiligen Antlitz und legte sich den Ordensnamen Fernando zu. Daneben exisitiert
auch ein Dritter Orden. In Spanien erreichte man unter dem Namen "Religionsgemeinschaft
zum Heiligen Antlitz" eine staatliche Anerkennung. 1976 wird Dominguez
und einige seiner Freunde vom damals suspendierten Ngo-Dinh-Thuc zum Priester
geweiht, kurze Zeit später zum Bischof. Bald darauf weihte der 1976
infolge eines Autounfalles erblindete Dominguez selbst Priester und Bischöfe.
1978 ernannte er sich aufgrund einer angeblichen mystischen Vision zum
einzig rechtmäßigen Papst mit Namen Gregor XVII. 1983 wurden
alle Weihen führ ungültig erklärt und Dominguez exkommuniziert;dazu:
http://www.relinfo.ch/palmar/index.html,
Abspaltungen:
-
St. Michaelsbruderschaft in München
-
Erzdiözese von Konstanz
-
Bischof Carmona
-
Congregatiom of Mary Immaculate Queen (CMRI), USA
-
Bischofsweihen für die altkatholische Kirche Église Catholique
Latine Traditionelle: P. E. M. Labat d'Arnoux (angeblich), Jean Laborie
(1919-1996), Claude Nanta de Torrini (angeblich), Michel Fernandez (angeblich),
Roger Jean-Marie Kozik (angeblich; hat bereits selbst Bischof geweiht:
Laurent Marie Bernard Deneux)
-
Michel
Louis-Bertrand Guérard des Lauriers O.P. (1898-1988) von
der Latin-Rite Catholic Church.
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1926 Eintritt in den Dominikanerorden
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1931 Priesterweihe
-
1933 Prof. für Philosophie an der ordenseigenen Hochschule "Le Saulchoir"
(Kain/Belgien), später hält er Vorlesungen in Rom. Er protestiert
gegen Lehre und Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils
-
1969 ist er maßgeblich an der "Kurzen kritischen Untersuchung des
Neuen Meßordo" beteiligt, welche die Unterstützung der Kardinäle
Ottaviani und Bacci erhält ("Ottaviani-Intervention"). Er beendet
seine Lehrtätigkeit in Rom und verläßt seinen Ordenskonvent,
um im Priesterseminar von Erzbischof Marcel Lefèbvre in Écône
(Schweiz) zu unterrichten.
-
1977 Als er zunehmend deutlicher die These vertritt, der Stuhl Petri sei
vakant, weil sich die Päpste seit Paul VI. der Häresie schuldig
gemacht hätten ("Sedisvakantismus"), kommt es 1977 zum Zerwürfnis
mit Lefèbvre, das sich in einer teilweise öffentlich geführten
polemischen Debatte niederschlägt (vgl. die Beiträge in der Münchener
Zeitschrift: Einsicht. Credo ut intelligam 9 [1979] 5ff.; 93; 213-222).
-
In der Folgezeit setzt er außerhalb von Écône seine
unterrichtende und pastorale Tätigkeit im ultra-traditionalistischen
Milieu fort und versucht seine - u.a. mit Cajetan und Bellarmin argumentierende
- theologische Position zu untermauern, wonach die reformierte katholische
Meßliturgie ungültig sei und die römischen Bischöfe
nach dem Konzil nur noch "materialiter", aber nicht mehr "formaliter" als
Päpste bezeichnet werden dürften. Die zuletzt genannte Ansicht
wird nach seinem kompliziertem Begründungsversuch, vorgelegt in der
von ihm ins Leben gerufenen Zeitschrift "Cahiers des Cassiciacum" (1 [1979]
7-99), als "Cassiciacum-These" bekannt. Mit Berufung darauf, zur Rettung
der bedrohten Kirche beitragen zu müssen, läßt er sich
am 7. Mai 1981 in Toulon von dem ebenfalls dem Sedisvakantismus zuneigenden
emeritierten Erzbischof von Hue (Vietnam), Pierre Martin Ngo Dinh Thuc
(1897-1985), zum Bischof weihen (dokumentiert in: Einsicht 12 (1982) 4-7).
-
1983 Gegen ihn und weitere von Thuc geweihte Priester und Bischöfe
wird daraufhin 1983 vom Vatikan die Exkommunikation ausgesprochen. Bald
werden Zweifel an der Gültigkeit der Thuc-Weihen mit Blick auf die
geistige Zurechnungsfähigkeit des Konsekrators laut. Anders als dieser,
der, wie schon nach seiner Exkommunikation 1976 (für die Weihen von
Palmar de Troya), in seinen letzten Lebensjahren erneut die Versöhnung
mit Rom gesucht zu haben scheint, bleibt Guérard des Lauriers bei
seiner Haltung, ordiniert seinerseits in den folgenden Jahren bis zu seinem
Tod Priester und drei Bischöfe
-
Günther
Storck (1938-1993)
-
1962 Eintritt in das Theologenkonvikt Collegium Borromäum in Münster.
Beginn des Theologiestudiums, um Priester zu werden.
-
Ab 1967 Theologiestudium in München. Storck war mit den Reformen des
Zweiten Vatikanischen Konzils nicht einverstanden. Er schloß sich
traditionalistisch gesinnten Kreisen an. Sein Studienortwechsel nach München
war mit dem Gedanken erfolgt, von hier aus einen traditionell eingestellten
Bischof für die Spendung der Priesterweihe zu finden. Durch Vermittlung
des Philosophen Reinhard Lauth kam er mit dem langjährigen Chinamissionar
Bischof Blasius Kurz OFM in Kontakt. Bischof Kurz war Moderator der 1964
in den USA gegründeten Katholischen Traditionalistenbewegung, Catholic
Traditionalist Movement.
-
1973 Priesterweihe durch Bischof Kurz. Wegen seiner traditionellen Einstellung,
die sich in der ausschließlichen Feier der tridentinischen Messe
äußerte, war eine normale Verwendung des Neupriesters Storck
in der Seelsorge nicht möglich. Er arbeitete als Assistent an der
Universität München und wurde 1976 bei dem Dogmatiker Leo Scheffczyk
zum Dr. theol. promoviert.
-
1976 Nach der verbindlichen Einführung der im Zuge des Konzils erneuerten
Liturgie im Jahre 1976 gründete Storck in München ein Messzentrum,
wo er entgegen dem geltenden liturgischen Recht weiterhin die tridentinische
Messe zelebrierte.
-
Zeitweilig schloß sich Storck der von Erzbischof Marcel Lefèbvre
1970 gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X. an. Wegen unterschiedlicher
theologischer Positionen, vor allem in der Frage nach der Autorität
des regierenden Papstes, kam es jedoch zum Bruch.
-
1980 Gründung eines eigenen Priesterseminars, um jenseits der Piusbruderschaft
Priester für die traditionelle Liturgie auszubilden (zusammen mit
der Schweizer Vereinigung SAKA (Sammlung glaubenstreuer Katholiken)): das
St. Athanasius Priesterseminar Heilig Blut München.
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1984 Bischofsweihe durch den schismatischen Bischof Guérard des
Lauriers, um die von ihm ausgebildeten Theologen auch zu Priestern weihen
zu können,
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1989 Storck weiht Eugen Riessling zum Priester. Zusammen mit ihm
betreute er neben dem Messzentrum in München noch Zentren in Ulm und
Stuttgart.
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1992 Storck weiht Marcel Marmodée, James Louis Baird und Courtney
Edward Krier zu Priestern.
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1993 Tod Storcks: Abwendung des Priesterseminars von dessen philosphischer
Ausrichtung.
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Robert Fidelis McKenna (* 1927), römisch-katholischer Priester,
ordiniert für den "Order of Preachers" durch Kardinal Cicognani, römisch-katholischer
Titularbischof; 1986 zum Bischof geweiht durch Michel Louis Guérard
des Lauriers. Seit 1986 war er Bischof in Monroe, Connecticut, für
die Tridentine Latin-Rite Church (a/k/a the Catholic Alliance).
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J. Elmer Vida (1912-1993), einem ungarischen römisch-katholischen
Priester. Er wurde 1987 von McKenna zum Bischof geweiht und war bis zu
seinem Tod Bischof in Glemont, New York, für die Tridentine Latin-Rite
Catholic Church (a/k/a the Catholic Alliance).
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Richard F. Bedingfeld (* 1930), 1970 in Südafrika zum römisch-katholischen
Priester geweiht. 1982 "sub conditione" von Lefebvre ordiniert. Mitte der
80er Jahre verläßt er die SSPX. 1987 wird er durch McKenna zum
Bischof für die Tridentine Latin-Rite Catholic Church (a/k/a the Catholic
Alliance) geweiht und arbeitete unter den Zulus in Südafrika.
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Jean Gerard Antoine Laurent Roux
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Edward Peterson, 1994 von Bedingfeld zum Bischof geweiht, er residiert
in Birmingham, Alabama
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Philippe Cochonneaud
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Oliver Oravec (* 1941), römisch-katholischer Priester in der
Tschechei. 1988 durch Mc Kenna, assistiert von Vida zum Bischof geweiht.
Er residiert in Poprad, Slowakei.
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John E. Hesson (* 1937), ordinierter römisch-katholischer Priester
für den Benediktiner-Orden. 1991 zum Bischof geweiht von Oliver Oravec,
ein Bischof in der "Catholic Alliance", er residiert in Paulsboro, New
Jersey für die Katholische Allianz.
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Raphaël Cloquell (* 1956), 1987 zum Priester der Église
Catholique Latine Traditionelle geweiht, 1996 in Karlsruhe durch Oliver
Oravec zum Bischof. Seither ist er "Prior General of the Oratory of St.
Joseph" in Filderstadt.
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Francis Slupski, CSSR, 1999 durch McKenna zum Bischof für die
Katholische Allianz geweiht. Er ist Pastor der Regina Caeli Chapel in Rockford,
Illinois.
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Donald J. Sanborn, 1975 durch Lefebvre zum Priester der SSPX geweiht.
1983 wechselt er zur SSPV. 1990 verläßt er auch diese und wird
2002 durch McKenna zum Bischof für die Latin-Rite Catholic Church
geweiht.
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Franco Munari, 1982 durch Lefebvre zum römisch-katholischen
Priester geweiht, 1987 durch Guérard des Lauriers zum Bischof für
die Latin-Rite Catholic Church geweiht. In den 90er Jahren legt er sein
Priester- und Bischofsamt nieder und residiert seither in Madagaskar.
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Moisés Carmona-Rivera (1912-1991), römisch-katholischer
Priester, 1981 durch Ngo Dinh Tuc zum Bischof geweiht. Er war Bsichof in
Acapulco, Mexiko für die Union Católico Trento.
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George J. Musey (1928-1992), ordinierter römisch-katholischer
Priester, 1982 durch Carmona-Rivera zum Bischof für die Union Católico
Trento geweiht. Einige Quellen sagen er sei schon von Ngo Dinh Thuc selbst
geweiht worden. Von 1982 bis Mitte der achziger Jahre war er mit Bischof
Vezelis verbunden. Dann wechselte er zur Tridentine Latin Rite Church,
von der er einige Jahre der "Presiding Bishop" war.
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Louis Vezelis (* 1930), römisch katholischer Priester für
den Orden der Minderen Brüder, 1982 durch Musey, assistiert durch
Carmona-Rivera sowie Adolfo Zamora, zum Bischof für die Union Católico
Trento geweiht. Seit 1980 ist der der Kopf des "Order of St. Francis Assisi
in Rochester, New York".
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Conrad Altenbach (1910-1986), 1984 durch Musey zum Bischof für
die Tridentine Latin Rite Church geweiht. Bischof von Milwaukee, Wisconsin
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Ralph Siebert (+ 1986), 1984 durch Musey zum Bischof für die
Tridentine Latin Rite Church
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Philippe Miguet (* 1958), zum Priester für die Église
Catholique Latine Traditionelle geweiht, 1987 durch Musey zum Bischof für
die Tridentine Latin Rite Church. 1986 war er von Pierre Salle bereits
zum Bischof geweiht worden. Er residiert in Verneui sur Avre, Frankreich.
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Michel F. Main, zum Priester für die Église Catholique
Latine Traditionelle geweiht, 1987 durch Musey zum Bischof für die
Tridentine Latin Rite geweiht. Er residiert in Nathiat, Frankreich.
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Benigno Bravo Valades (*1907, +), römisch-katholischer Priester,
1982 durch Carmona-Rivera zum Bischof für die Union Católico
Trento geweiht.
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José de Jesus Roberto Martínez y Gutiérez (*
1917), römisch-katholischer Priester, 1982 durch Carmona-Rivera zum
Bischof für die Union Católico Trento geweiht. Er ist Bischof
in Acapulco, Mexiko und residiert in Jalisco
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Peter Hillebrand, 1991 zum Bischof "sub conditione" durch Carmona-Rivera
für Union Católico Trento geweiht. 1984 bereits von Pierre
Salle zum Bischof geweiht. Seit 1984 in Japan Bischof für die Latin-Rite
Catholic Church. Er residiert in Kyoto.
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Mark Anthony Pivarunas (* 1958), 1985 durch Musey zum Priester geweiht
für die Congregation of Mary Immaculate Queen. Als Fr. Mary Tarcisius,
CMRI, war er von 1989-1991 Superior der Congregation of Mary Immaculate
Queen. 1991 durch Carmona-Rivera zum Bischof für die Union Católico
Trento geweiht. Er residiert bei Omaha, Nebraska.
-
Daniel Lytle Dolan (* 1951), 1976 durch Lefebvre zum Priester der
SSPX geweiht. 1983 wechselte er zur SSPV. In den 90er Jahren verließ
er auch sie und wurde 1993 durch Pivarunas zum Bischof für die Tridentine
Latin-Rite Church. Er residiert bei St. Gertrude the Great Church in Cincinnati,
Ohio
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Martin Davila Gandara (* 1965), 1989 von Carmona-Rivera zum Priester
geweiht, 1999 von Pivarunas zum Bischof für die Tridentine Latin-Rite
Church.
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Adolfo Zamora Hernandez (1910-1987), 1939 als römisch-katholischer
Priester für die Congregation of the Fathers of Mercy geweiht, 1981
durch Ngo Dinh Thuc zum Bischof von Acapulca für die Union Católico
Trento
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...
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Alt-Römisch-Katholische Kirche, die besonders von Josef Maria Thiesen
geprägt wurde.
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Bischof Van der Made, Bischof der altrömisch-katholischen Kirche
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Gerard Frank, zunächst altrömischer Bischof, dann aber
von dieser Kirche ausgeschlossen. Bischof der Katholischen und Apostolische
Kirche, Sittard, Holland. Seine Kirche nennt sich "Kirche der neuen Christen"/Neuchristen.
Er verbüßte wegen homosexuellen Praktiken mit Jugendlichen eine
Gefängnisstrafe.
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Hauskirche mit mehreren Priestern und Bischöfen um Schwertbischof
Nikolaus
Schneider mit seinen Neuchristen/Schwertbischof
Jesu Christi, auch (früher: "Kampf ggen Satan", ursprünglich:
Kinder-Gebets-Strum (KGS)); vgl. dazu: http://www.relinfo.ch/neuchristen/index.html:
Der verheiratete Schwertbischof Nikolaus Schneider, aus Oberriet
SG stammend und nach Aufenthalten in Naters VS und Bazenheid SG heute wohnhaft
in Rehetobel AR, wurde durch seinen Kinder-Gebetssturm bekannt. Er wurde
von Gerard. Franck 1977 im Gefängnis zum Bischof geweiht.
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Frauenkloster mit Pia Muff als Äbtissin.
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Katholisch-Apostolisch Charismatische Kirche Jesu König
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Romolo Braschi (* 1941), 1966 in Buenos Aires zum römisch-katholischen
Priester geweiht. 1967 verzichtet sein Bischof Podestá auf den Bischofssitz
und heiratet seine Sekretärin Clelia. Braschi und Podestá sind
Gesinnungsgenossen, nehmen Teil an der "Priester für die Dritte Welt"-Bewegung,
zu der hunderte Priester Lateinamerikas gehören und die 1974 mit US-Hilfe
von der Militärdiktatur zerschlagen wird. Wie viele seiner Kollegen
wird auch Braschi inhaftiert und kommt erst nach einem Jahr dank eines
Militärgeistlichen frei. Braschi gründet eine eigene Gemeinschaft
und schließt sich der charismatischen Bewegung an. Diese wirkt unabhängig
von den Bischöfen und nennt sich "Katholisch-charismatische Kirche
Jesu Christi". Braschi lernt den brasilianischen Priester Roberto Garrido
Padin kennen, mit dem sie gemeinsame Pläne zur Verbreitung dieser
Bewegung auch in Europa planen. Padin wird 1989 zum Bischof geweiht und
gibt die Bischofsweihe 1998 in München an Braschi weiter. 1999 läßt
er sich "sub conditione" von Podestá ebenfalls die Priesterweihe
erteilen. So wurde der Argentinier wurde in München zum "Erzbischof
von München, Zürich, Buenos Aires und San Salvator de Bahia".
Er unterhielt zunächst in Schlattingen SH ein "Generalordinariat;
nach Auseinandersetzungen mit der dortigen Bewohnerin wurde dieses nun
in die Mättenbergstr. 15 in 3367 Thöringen verlegt. "Erzbischof"
Romulo Braschi ist mit Alicia Cabrera Braschi verheiratet; nach eigenen
Angaben ist sie Kunstdozentin der Kunstakademie für Bildhauerei und
Malerei und Tanzpädagogin in München. Frau Cabrera Braschi war
"Ordensfrau" und ist heute Priesterin der Katholisch-Apostolischen Charismatischen
Kirche. Unterschiede der Katholisch-apostolischen Charismatischen Kirche
zur römisch-katholischen Kirche bestehen u. a. in der Zulassung der
Frauen zum Priesteramt; das Zölibat ist keine Bedingung für das
Priesteramt (für Frauen wie für Männer); der Papst und die
anderen Patriarchen werden als Oberhäupter ihrer jeweiligen Kirche
anerkannt, jedoch nicht als Oberhaupt der Katholisch-apostolischen charismatischen
Kirche. Herr Braschi ist jedoch nicht nur mit der christlichen Kirche verbunden,
sondern gründete bereits in München den Verein Carismatica-Oxala-Nana,
einer "Naturreligion", die als die afro-argentinische Umbanda-Religion
des Volkes Gege Naga bezeichnet wird. Über die Rituale und Praktiken
dieser Religionsgemeinschaft informiert er entsprechend Programm an der
Esoterikmesse im März 2001 in Zürich.
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Weitere Episcopi vagantes.
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Anthony (Antoine Joseph) Aneed (1881-1970), melchitischer Priester:
Byzantinisch-Amerikanische Kirche
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angeblich geweiht von Erzbischof Méléce Sawoya (1870-1919)
of the (Melkite Catholic) Patriarchate of Antioch and All the East
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Arthur Wolfort Brooks: American Protestant Epicscopal Church
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C. W. Montague Villiers=Graf Eduard Rufane Donkin
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Maurice Adolphe Georges Cantor (* 1921), 1948 zum römisch-katholischen
Priester geweiht für den Benediktiner-Orden in Abbaye de Saint-Wandrille
de Fontenelle, Seine, Maritime, Frankreich. 1950 verläßt er
das Kloster, 1964 die römisch-katholische Kirche. Er wird 1970 durch
Msgr. Mario Renato Cornejo-Radavero, dem emeritierten römisch-katholischen
Titularbischof von Sanavus und früheren Weihbischof von Lima, Peru
"sub conditione" zum Bischof geweiht. Vorher war er schon dreimal "sub
conditione" zum Bischof geweiht, 1964 durch Charles Irénée
Maria Joseph Comte de Poncellin d'Eschevannes, einem Bischof der Sainte
Église Catholique Gallicane Autocephale, der assistiert wurde von
Jacques Georges Niset, ein Bischof der Église Catholique des Mariavites
(the French Province of the Polish Mariavite Church), von André
Maurice Alexandre Enos, einem früheren römisch-katholischen Priester,
der Bischof der Ligue Oecumenique pour l'Unité Chretienne geworden
war, und von Paul Cazenave, dem Titular Bischof von Eauze, Frankreich,
von der Sainte Église Catholique Gallicane Autocephale; 1966 durch
Louis Jean Marie Valentin Fournié, einem Bischof der Église
Catholique Gallicane und 1966 durch Hugh George de Willmott Newman, Bischof
der Catholic Apostolic Church and Catholicate of the West, assistiert von
Servan DeVulder und Robert Gustave Lutgen, Bischöfe von unbekannten
Kirchen.
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Carlos Duarte Costa: Katholisch-apostolische Kirche Brasiliens
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Pedro Dalos
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Claude Ducrocq, 1983 durch Msgr. Mario Renato Cornejo Radavero,
dem resignierten römisch-katholischen Titularbischof von Sanavus zum
Priester geweiht, 1987 dann zum Bischof.
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Winfried Düngen, Abt von Canonici Sancti Augustini Idsteinses
(CSA)
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Prof. Dr. Dr. Helmut
Friedbert Richard Siegfried Echternach (1907-1988), Hamburg: 1965
initiierte er zusammen mit Dr. W. Michaelis die St. Ansgar-Vespern,
1966 gründete er die St. Athanasius-Bruderschaft. Im Sommer 1966 erhielt
er die Bischofsweihe in Genf (Apostolische Sukzession, ref.) und nannte
sich Bischof Ignatius V.
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Klaus-Jesko Michael Maria Eitel, aus Berlin stammend. Er tritt u.a.
als Kapuzinerpater Nikolaus oder als Kamaldulenserpater Michael Maria auf.
Er taucht bezeichnenderweise 1984 bei den sog. "Marienkindern" in Mindelheim
auf und hat wahrscheinlich Weihen bei der Erneuerten Kirche erhalten
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J.M. Andreas Endl: Begründer des Armitenordens und Präsident
der Franziskusstiftung (Franz-von-Assisi-Stiftung)
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W. M. Faron, Pole
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Raymond Ferrete OP
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Roland Fleury 1983 durch den emeritierten römisch-katholischen
Titularbischof von Sanavus Msgr. Mario Renato Cornejo Radavero zum Priester
geweiht, 1987 dann zum Bischof.
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Bischof Gall, katholisch-apostolischer Bischof, der "russisch-orthodox"
weiht
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Robert Geyer, auf den eine Unzahl von Weihen zurückgeht. Er
gründete ein Apostolisches und Erzbischöfliches Amt und die Ökumenische
Katholisch-Apostolische Mission.
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Lukan Grabowski, Konstanz
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U.V. Herford, Freikirchlicher
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Kamm, Australier, auch "Little Pebble" genannt, glaubt, nach dem
Tod Johannes Pauls II. dessen von Gott gewollter Nachfolger zu sein.
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H.J. Kleefisch, Amerikaner
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Immanuel Korab (Emmanuel Korub), Priesterweihe durch einen Bischof
der Tschechischen Altkatholischen Kirche, später zum Priester "sub
conditione" geweiht durch José Ramon Lopez-Gaston, einem Bischof
wohl aus der Thuc-Linie, weiterhin 1998 in London zum Priester "sub conditione"
ordiniert durch den resignierten römisch-katholischen Erzbischof
Arrigo Pintonelle von Latina, Terracina, Priverno und Sezze, tschechischer
Bischof. Erstmals zum Bischof der Tschechischen Altkatholischen Kirche
geweiht, 1994 durch José Ramon Lopez-Gaston, möglicherweise
schon assistiert durch Msgr. Arrigo Pintonelle. 1998 von Pintonelle erneut
zum Bischof geweiht. Er lebt in der Tschechischen Republik.
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F.G. Lee
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Peter William Leach-Lewis, Patriarch und Erzbischof der Universale
Kirche, die er 1981 in Virginia/USA durch Peter William Leach-Lewis gegründet
hat. Er machte in der Schweiz 1995/96 durch antisemitische Verlautbarungen
(verschiedene Prozesse) von sich reden. Die Universale Kirche gehört
in den theosophisch-gnostisch-okkulten Bereich.
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Antoine Lefberne (1862-1942)
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angeblich geweiht von Maran Mar Joseph Emmanuel II Thomas, the (Chaldean
Catholic) Patriarch of Babylon 1900-1947
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Arnold Harris Mathew (1852-1919), ehemaliger katholischer Priester.
Er war 1908 vom altkatholischen Erzbischof von Utrecht zum Bischof geweiht
worden. Viele Kirchen, die sich altkatholisch oder liberalkatholisch nennen,
gehören zu dieser Sukzession
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Ableitung: Liberalkatholische
Kirche - "okkulte Tochterorganisation der Adyar-TG im Gewande einer
Kirche", ist also der Theosophie zuzurechnen. Man leitet sich von der alten
Kirche Hollands ab,l die zuweilen die "Jansenisten" genannt wird. Alle
Bischöfe der Liberalkatholischen Kirche leiten ihre Weihen von dem
Bischof, der auch Theosoph war, James Ingall Wedgwood (1883-1951)
ab, der 1916 in London vom altkatholischen Bischof Arnold Harris Mathew
zum Priester geweiht worden war. 1917 erfolgte die Trennung Wedgwoods von
der altkatholischen Kirche, indem er zum Bischof einer eigenständigen
Kirche geweiht wurde, die sich zunächst "Liberale Christliche Kirche",
ab 1918 "Liberalkatholische Kirche" nannte. Nachdem er in Australien auch
den früheren anglikanischen Geistlichen und führenden Theosophen
und Erzieher Krishnamurtis, Charles Webter Leadbeater (1847-1934),
zum Priester sub conditione und Bischof geweiht hatte, begannen beide damit,
die Liturgie der Liberalkatholischen Kirche zu bearbeiten. Weltweit gbit
es 14 Kirchenprovinzen mit ca. 30 Bischöfen. Seit 1983 leitet der
Regionalbischof von England, Eric Taylor, die Kirche. Regionalbischof
von Mitteleuropa ist Rt. Rev. Rudolf Hammer in Wien.
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S. Nemeth, Ungar
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Abdullah Aftimios Ofeish/Ofiesh (1880-1966)
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angeblich geweiht vom russisch-orthodoxen Metropoliten Basil Evdokim Mikhailovich
Meschersky (1869-1935)
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Diederik Désiré Joseph Quatannens (* 1923), 1947 in
Lyon zum römisch-katholischen Priester geweiht, verläßt
er Ende der 40er/Anfang der 50er Jahre die römisch-katholische Kirche
und wurde 1950 in Brüssel zum Bischof für die "Union of Churches
and the World Missions" geweiht durch Joseph Charbonneau, zu dieser Zeit
entweder Erzbischof von Montréal, Québec, Canada, oder Titularbischof
von Bosporus. Bei der Weihe handelt er aber als Präsident der"World
Fellowshp of Bishops". Er wurde assistiert von Gregory Peter XV Cardinal
Agagianian, Patriarch of Cilicia of the Armenians, von Ignatius Gabriel
I Cardinal Tappouni, Patriarch of Antioch and All the East of the Syrians,
und anderen. 1955 wurde er dann "sub conditione" zum Priester der
Unitas Fratrum (a/k/a Moravian Brethren) ordiniert durch den Moravian Brethren
Bishops Samuel Henry Gapp, H. E. Rondthaler, John Kenneth Pfohl, K. A.
Müller, Walter Vivan Moses, and C. Hoyler. 1960 wurde er dann "sub
conditione" zum Bischof dieser Gemeinschaft geweiht durch Moravian
Brethren Bishops Kenneth Gardiner Hamilton, Samuel Henry Gapp, and John
Kenneth Pfohl, assistiert durch die Moravian Brethren Bishops Walter Vivan
Moses, Richard Meweldt, and Carl John Helmich. Später verläßt
er auch diese Kirche und kam mit einer Reihe von Denominationen zusammen.
Seit 1972 war er Primat der Evangelical Catholic Communion. 1980 wird er
in Paris "sub conditione" zum Bischof geweiht von Jacques-Hervé
Gautier, einem früheren römisch-katholischen Priester, der Bischof
der Église Catholique Apostolique Occidentale wurde. Seit 1980 war
er gleichzeitig Erzbischof-Primat derselben Kirche. Seit 1983 außerdem
Primat und Patriarch der Holy Roman Catholic Church of the Old Scottish
Apostolic Epsiscopal Observance. Er verwendet dabei den Namen Patriarch
Sixtus VI. Moreover. Seit 1983 ist er "Archbishop-Metropolitan for Europe
Outside Scandinavia" der Apostolic Episcopal Church. Außerdem ist
er Primat und Patriarch der Holy Roman Catholic Church of the Eastern Catholic
Union und ein "Pastor with a general and national mandate" von der United
Protestant Church of Belgium. Er ist Kanzler der "International University"
(eine in Australien registrierte Einrichtung) und "Chaplan in Chief" für
das Ministry of Justice of the Kingdom of Belgium. Er lebt in Brüssel.
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Victor von Pentz, zum Priester ordiniert durch einen römisch-katholischen
Bischof byzantinischen Ritus, später zum Priester "sub conditione"
geweiht von Richard F. Bedingfeld, einem Bischof der Tridentine Latin-Rite
Church, der aus der Thuc-Linie stammt. 1998 in London zum "Bischof von
Rom" geweiht angeblich durch einen resiginierten römisch-katholischen
Bischof. Seit 1994 handelt er als Papst Linus II. Er residiert in Hertfordshire,
England. Angeblich ist er ein enger Freund von Erzbischof Arrigo Pintonello.
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Philippe Cochonneaud, Priesterweihe durch Frederick Gilbert Linale,
Bischof von Caer-Glow und Primat der Old Roman Catholic Church, später
zum Priester "sub conditione" ordiniert durch Richard F. Bedingfeld, einem
angeblichen Bischof unbekannter Herkunft. Schließlich wird er von
Victor von Pentz (Papst Linus II.), durch Richard F. Bedingfeld und durch
Emmanuel Korub erneut zum Bischof geweiht.
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Wolfgang Sachse von der Fraternidad/Fraternitas San Francisco de
Asis. 1998 warb er als angeblicher Mariaviten-Pater Spenden für die
"Katholische Kirche des Ordens der Mariaviten in Deutschland e.V. ein".
Er residiert danach in Bad Schussenried.
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Rüdiger Scheurich ließ sich in Wiesbaden zum Erzbischof
und Metropoliten der Unabhängigen Katholischen Kirche weihen, die
liberal, antipapistisch, katholisch und in der Liturgie vorkonziliar sein
will.
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P. Bartholomäus Schneider ist Altvater der Verbrüderung
der Eremiten vom regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus von Assisi
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Dieter Soumangne, der sich als Pater Augustinus aus dem Kloster
Pappenheim ausgibt. Hubert Übelhör, der angebliche Prior
des Klosters Pappenheim
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Joseph René Vilatte (1854-1929), Franzose:
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angeblich geweiht vom Malankara Syrisch-Orthodoxen Metropoliten Antonio
Francisco Xavier Alvarez (1837-1923). In Vilattes Linie gehört die
Hochkirche in Österreich
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Georg von Villingen-Schwenningen, Bischof. Er unterhält in
Villingen-Schwenningen ein tridentinisches Meßzentrum.
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Universale Lebenskirche Deutschland ist ein Ableger der Universal Life
Church, die vor allem durch die Verleihung von Titeln auf sich aufmerksam
macht.
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Christiana Ecclesia
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Ecclesia Laetitia
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Anglican Free Church
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Freikatholische Kirche
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Apostolische Katholisch-Orthodoxe Kirche glaubt, die Synthese zwischen
Ost- und Westkirche gefunden zu haben
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Freie Orthodoxe Katholische Kirche
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Gnostic Orthodox Church
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Old Catholic Episcopal Church.
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St. Athanasius-Bruderschaft, evangelisch-hochkirchliche Gruppe, versucht
die apostolische Sukzession in den Protestantismus zurückzubringen,
indem sie evangelischen Pfarrern die Priesterweihe zukommen lässt.
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Liberalkatholische Kirche. Sie ist der Theosophie zuzurechnen.
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Gnostisch-Katholische Kirche in Stein, AR (bis 1989), okkultistisch-blasphemische
Gemeinschaft
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O.T.O (Hermann Joseph Metzger (Zürich, Stein AR), okkultistisch-blasphemische
Gemeinschaft
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Freie Orthodoxe Kirche, okkultistisch-blasphemische Gemeinschaft
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evangelischen Ursprungs:
Esoterische, neuoffenbarerische und messianische Freikirchen und
Sondergruppen
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Antonianer / Anton Unternährer (1795-1824), dazu: http://www.relinfo.ch/antonianer/index.html
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Christengemeinschaft (Anthroposophie)
- 1921/22 hielt Rudolf Steiner auf Bitten mehrerer evangelischer Theologen
(unter ihnen Friedrich Rittelmeyer und Emil Bock) Kurse zur religiösen
Erneuerung der Zeit. Daraus erwuchs die Christengemeinschaft, die mit der
ersten Feier der "Menschenweihehandlung" (= Gottesdienst mit katholisierendem
Ritus) im Jahr 1922 im Goetheanum in Dornach begründet wurde. Steiner
selbst trat der Christengemeinschaft nie bei, formulierte aber ihr Glaubensbekenntnis
und verfaßte die liturgischen Texte, die bis heute nicht veröffentlicht
wurden, ebensowenig die Text für die sieben Sakramente. Weltweit hat
sie etwa 20000-30000 Mitglieder, davon 12000 in Deutschland. Zeitschrift
"Die Christengemeinschaft"; dazu: http://www.religio.de/anthropo.html
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Concerned Christians - gegründet 1985. Ihr Gründer Monte
Kim Miller (* 1954) verkündete 1998 die Zerstörung Denvers. Er
selbst werde drei Tage nach einem blutigen Tod in Jerusalem auferstehen.
Daraufhin verschwanden 45 Mitglieder der Sekte nach Jerusalem. Seine Lehre
radikalisierte sich, er rief zu einem Massenselbstmord und gewalttätigen
Aktionen auf, um einen apokalyptischen Akt zu wagen. Miller entzog sich
dem Zugriff der israelischen Polizei und ist flüchtig, seine Anhänger
wurden aus Israel ausgewiesen.; dazu: http://www.relinfo.ch/miller/index.html
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Die Familie (Family of Love, ehemals:
Kinder Gottes) - 1968/69 in Kalifornien unter Hippies gegründet und
geleitet vom pfingstlich-erwecklich orientierten David Berg (1919-1994).
Berg hatte 1970 eine "Weltendeenthüllung" und nennt sich selbst "Mose",
der die Stellung des "Königs und Propheten" beansprucht und unbedingten
Gehorsam verlangt. Mission durch "flirty fishing" (Fischen durch Flirt),
eine Praxis die 1987 offiziell abgeschafft wurde. 1978 gingen die Kinder
Gottes in den Untergrund. 1988/89 wurde ein Teil der Kinder Gottes in Europa
wieder missionarisch aktiv, u.a. im deutschprachigen Raum. Man bereitete
sich auf die Wiederkunft Christi "irgendwann 1993" vor, was aber 1992 relativiert
wurde. 1994 zählten die Kinder Gottes um 9000 Vollmitglieder in über
200 Gemeisnchaften in 43 Staaten; dazu: http://www.relinfo.ch/familie/index.html
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Geistige Loge Zürich GLZ / Verein Pro Beatrice - Sie beruft sich auf
die spiritistische Schule des Johannes Greber (1874-1944). Nach der Veröffentlichung
des Buches von Arthur Brunner "Die Toten leben" (1944) sammelte sich eine
Gemeinschaft um ihn, in der 1945, nach dem Tod ihres jüngsten Kindes,
Frau Beatrice Brunner als Tieftrancemedium die Botschaften eines jenseitigen
Geistlehrers Josef verkündet. 1948 bilete sich ein "medialer Heilkreis",
dem eine Zeitlang auch Frau Bertschinger angehörte. Vor allem der
Göttinger Iranist Prof. Dr. Walther Hinz (+ 1992) trugt mit seinen
Publikationen zur Verbreitung der Ideen der Geistigen Loge bei. 1983 starb
Frau Brunner. Die vormals aufgenommenen Tonband- und Videoaufnahmen dienen
den beiden Nachfolgeorganisationen "Pro Beatrice" und "Geist-christliche
Gemeinschaft" als Offenbarungsquelle, dazu: http://www.relinfo.ch/glz/index.html
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Geistige Vereinigung Methernitha,
dazu: http://www.relinfo.ch/methernitha/index.html
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Gralsbewegung - Während
einer kriegsbedingten Internierung hat Oskar Ernst Bernhardt (1875-1941)
eine vollständige Änderung seiner Persönlichkeit erfahren,
die er nach seiner Entlassung 1919 aufschrieb. Er nannte sich "Abd-ru-shin"
und verstand sich der vom Gottessohn Christus angesagte Menschensohn Imanuel.
Er gab eine Zeitschrift, die "Gralsblätter" heraus, mit der er um
Anhänger warb. 1926 erschien sein erstes religiöses Werk "Im
Lichte der Wahrheit - Gralsbotschaft von Abd-ru-shin" im Münchener
Verlag "Der Ruf" und danach weitere Werke. Die Gralsbewegung hat ca. 9000
Anhänger, davon 2300 in Deutschland. Sie bilden keine eigentliche
Religionsgemeinschaft. An der Spitze der "Grals-Verwaltung" der "Internationalen
Grals-Bewegung" steht immer noch die Familie Bernhardt, die seit 1928 ihren
Sitz in Vomperberg bei Schwaz hat.
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Johanneische Kirche
- Sie wurde 1926 als "Evangelisch-Johannische Kirche nach der Offenbarung
St. Johannis" von Joseph Weißenberg (1855 - 1941) in Berlin gegründet,
der 1903 eine Erscheinung Christi erlebte und arbeitete ab 1903 als Heilmagnetiseur
in Berlin. Die Person Joseph Weißenbergs steht in der Mitte
des Glaubens dieser Gruppe, ihm werden Heilungen, Totenerweckungen, Exorzismen
und Kardiognosie zugeschrieben. Die Kirche nimmt für sich in Anspruch,
alle Geistesgaben zu besitzen, während sie in den anderen Gemeinschaften
nur unvollständig gegeben seien. Sie hat charismatisch/spiritistisch-neuoffenbarerischen
Charakter. 1946 übernahm seine Tochter Frieda Müller, die er
bereits 1932 zu seiner Nachfolgerin bestimmte, das zahlenmäßig
stark verringerte Werk. Sie hat wiederum 1961 ihre Tochter Josephine Müller
(* 1949) als ihre Nachfolgerin eingesetzt. Die Gemeinschaft zählt
im deutschen Sprachraum ca. 6000 Mitglieder.
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Lorber-Bewegung - 1840 vernahm Jakob
Lorber (1800-1864) eine "innere Stimme", die ihn bis zu seinem Tode
25 Bände mit 10000 Druckseiten niederschreiben ließ, die sog.
"Neusalemschriften" (später: Neuoffenbarung Jesu"). Nach Lorbers Tod
brachte Christoph Friedrich Landbeck in seinem "Neutheosophischen Verlag"
in Bietigheim (seit 1907: Neusalems-Verlag, seit 1947: Lorber-Verlag),
die z.T. noch unveröffentlichten Werke Lorbers heraus. 1924 enrstand
die "Neu-Salems-Gesellschaft". 1937 verboten, wurde sie 1949 in "Lorber-Gesellschaft"
umbenannt. Ihr Präsident ist Otto Zluhan. Der "Sonnenlicht e.V." setzt
sich für die Verbreitung von Lorbers Sonnenheilmittel ein. Die Lorber-Anhänger
wollen keine eigene Kirchengemeinschaft bildn, sondern sich als aktive
Mitglieder im Sinne der Neuoffenbarung in ihren Kirchen engagieren. dazu:
http://www.ekd.de/ezw/publ/ftexte/info0498-01.html
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Mormonen - dazu: http://www.relinfo.ch/index/mormonen.html
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Mun-Bewegung (Vereinigungsbewegung,
genauer: Gemeinschaft vom Heiligen Geist für die Vereinigung der Weltchristenheit";
ehemals: Vereinigungskirche, ursprünglich: Heilig-spiritistische Gemeinschaft
zur Vereinigung des Weltchristentums") - 1954 von San Myung Mun gegründet;
dazu: http://www.relinfo.ch/mun/index.html
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Nazarener-Gemeinden - seit 1852 bildeten sich Gemeinden um den Basler Seidenweber
Johann Wirz (1778-1858), der sich für einen von Jesus eingesetzten
Priester hielt und mediale Offenbarungen empfing. Nur noch vereinzelte
Anhänger.
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Neue Kirche -
ausgehend von Emanuel Swedenborg (1688-1772), nachdem er 1744 eine Christusvision
hatte und 1745 eine Berufungsvision. Die "neue Offenbarung", die Aufschließung
des "inneren Sinnes" der Schrift durch Gott selbst, war seine Mission.
Swedenborg selbst beabsichtigte keine Kirchengründun, doch bereits
1787 bildete sich in London erstmals eine Körperschaft der Neuen Kirche:
"New Jerusalem Church". 1817 folgte in den USA die "General Convention
of the New Jerusalem" mit über 56 Gemeinden und ca. 4500 Mitglieder
1967. 1900 kam es in Berlin und nach 1945 in Detmold und Freiburg zur Gründung
neukirchlicher Körperschaften. 1966 entsatnd die "Union der Neuen
Kirche in Deutschland", die auch Mitglied der "Continental Association
of the New Church" mit Sitz in Zürich wurde. Swedenborg-Zentrum
in Lüneburg
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Abspaltungen:
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19. Jahrhundert: General Church of the New Jerusalem, 1972 34 Gemeinden
mit ca. 3000 Mitgliedern
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Orden Fiat Lux / Uriella - gegründet 1980 durch Erika Bertschinger-Eicke
(* 1929, ursprünglich kathoisch), die sich "Urellea" nennt. 1971 entdeckt
sie ihre angebliche Heilngsgabe. Bei einem Aufenthalt im Lichtzentrum Bethanien
(1967 von Frieda M. Lämmle in Sigriswil/Schweiz gegründet) empfing
sie 1975 ihre erste Offenbarung in Tieftrance. Nach dem Tod ihres ersten
Ehemannes gründete sie in Egg/Zürich ein Heiligtum. Uriella wird
von ihrem zweiten Ehemann Kurt Warter, einem ehemaligen Priester, der sich
"Uriello" bezeichnete, unterstützt (1988 tödlich verunglückt).
dazu: http://www.relinfo.ch/ofl/index.html
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Ordo Templi Orientis (O.T.O) (blasphemisch),
gegründet durch den Wiener Fabrikanten Dr. Carl Kellner (1850-1905)
und dem deutschen Theosophen Dr. Franz Hartmann (1838-1912). Der Nachfolger
Kellners Theodor Reuß (1855-1923) führte die tantrische Methode
im O.T.O ein. 1906 wurde Rudolf Steiner Großmeister des deutschen
Zweigs. Schließlich fand Aleister Crowley (1875-1947), der seit 1898
Mitglied im englischen "Hermetic Order of the Golden Dawn" war, den Weg
zum O.T.O. und wurde 1912 Großmeister des britischen Zweiges und
1922 zum Großmeister. ER entwarf einen neuen kult und eine "gnostische
Messe", in der durch sexualmagische Rituale "kosmische Energien" freigesetzt
und übersinnliche Erfahrungen ermöglicht werden sollen. In Deutschland
übernahm ab 1925 Eugen Grosche (1888-1964) und seine Geheimloge Fraternitas
Saturni die Weiterführung des Gedankengutes des O.T.O. 1947 übernahm
Karl Johannes Germer (1885-1962) den "Generalgroßmeister"-Posten
des O.T.O. ("Frater Staurnus"). 1980 spaltete sich diese Loge, es entstand
der Ordo Saturni. Bis 1989 befand sich die Zentrale des O.T.O. in der Schweiz
unter dem Decknamen Psychosophische Gesellschaft, wohinter sich auch der
Ordo Illuminatorum, die Fraternitas Rosicruciana Antiqua und die Ecclesia
Gnostica Catholica (= Gnostisch-katholische Kirche, die 1908 durch Dr.
Gérard Encausse (Papus) dem O.T.O. angegliedert wurde) verbergen.
An irher Spitze steht Hermann Joseph Metzger (alias Fra Paragranus), der
sich als Weltoberhaupt des O.T.O bezeichnet. Nachfolgeorganisationen sind
auch: Solar Ldoge des O.T.O., Kirke Order of Dog Blood, Homo-Thanatos-Kult.
Inspiriert hat der O.T.O. auch die Gründung der satanistischen Kirchen
Church of the Final Judgemen und Church of Satan. Jenseits des Schweizer
Führungsanspruch gibt es in England einen vom tantrischen Okkultisten
Kenneth Grant (* 1924) geführten O.T.O. und in Kalifornien einen von
Grady L. McMurtry geführten O.T.O., zu dem 1945 auch L. R. Hubbard,
der spätere Gründer von Scientology gehörte. In Deutschland
ist in jüngster Zeit eine Gruppe von Neo-Thelemiten bekannt geworden,
der den Namen "Thelema - Orden des Astrum Argentum" hat und in Berlin ansässig
ist und seit 1982 von Michael D. Eschner als Verein geleitet wird, der
sich für eine Reinkarnation Crowleys hält. dazu: http://www.relinfo.ch/crowley/orden.html
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Universelles
Leben - ca. 1975 sammelte Gabriele Wittek (* 1933) eine Gruppe, die
1977 unter dem Namen Heimholungswerk Jesu Christi in die Öffentlichkeit
tritt. 1985 erfolgt die Umbenennung in Universelles Leben. Das Hauptzentrum
befindt sich in Würzburg. 1987 wird die Gemeinde "Neues Jerusalem"
gegründet und ebenso für alle Bereiche eigene Organisationen.
Sogar bei Kommunalwahlen tritt man als "Urdemokraten für Recht und
Freiheit" an. Nach Schätzungen gibt es international ca. 100000, in
Deutschland ca. 40000 Anhänger. Im deutschsprachigen Raum bestehen
mehr als 80 lokale "Geist-Christuskirchen", dazu:
http://www.relinfo.ch/ul/index.html
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Yogaschule Heinz Grill (* 1960),
dazu: http://www.relinfo.ch/grill/index.html
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