Helmut Zenz SDB
GLAUBENSBEKENNTNISSE

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche
(evangelisch: die heilige christliche Kirche)
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.
 
 

Welche Aussagen des Glaubensbekenntnisses kann ich leicht teilen ?

Mit welchen Aussagen habe ich Schwierigkeiten ?

Wie würde ich meinen Glauben ausdrücken ?

Ist es ein Unterschied für mich, ob ich sage:
Ich glaube an Gott
Ich glaube an dich, Gott
Ich glaube dir, Gott?



Das Glaubensbekenntnis von Nicaea und Konstantinopel

Wir glauben an den einen Gott,
      den Vater, den Allmächtigen,
      der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.

      Wir glauben an den einen Herrn Jesus Christus,
      Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
      Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott,
      gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.
      Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen,
      hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.
      Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden,
      ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
      und aufgefahren in den Himmel.
      Er sitzt zur Rechten des Vaters
      und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten;
      seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

      Wir glauben an den Heiligen Geist,
      der Herr ist und lebendig macht,
      der aus dem Vater hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
      der gesprochen hat durch die Propheten und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
      Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
      Wir erwarten die Auferstehung der Toten
      und das Leben der kommenden Welt.
(vgl. dazu: Amen-Online)


Weitere Glaubensbekenntnisse:
Ich glaube dir, Gott.
In dir gründet mein Leben.
Du hast mich gekannt, bevor ich geboren war.
Du nimmst mich auf am Ende meiner Tage und öffnest mir deine Ewigkeit.
Ich glaube dir, Gott.
In Jesus von Nazareth kann man dich erkennen.
Du hast dich auf mich eingelassen, ehe ich es verstanden habe.
Du wirst diese Welt verändern schon heute und hier.
Ich glaube dir, Gott.
In deinem Atem werde ich frei.
Du hast die Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit in mich eingepflanzt.
Du richtest mich auf und webst - auch durch mich - an deiner Ewigkeit.
Ich glaube dir, Gott, manchmal, wirklich.
Mach meinen Glauben stark.
(Quelle unbekannt)


Ich glaube an Gott, der die Liebe ist und der die Erde für alle Menschen geschaffen hat.
Ich glaube an Jesus Christus, der gekommen ist, uns zu heilen und uns von jeder Unterdrückung zu befreien.
Ich glaube an den Geist Gottes, der in allen und durch alle wirkt, die die Wahrheit bezeugen.
Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen/Menschen, die berufen ist, im Dienst aller Menschen zu stehen.
Ich glaube an Gottes Verheißung, die Macht der Sünde zu zerstören und sein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens für alle Menschen zu errichten.
(Quelle unbekannt)


Ich glaube an Gott, von dem wir sagen, er sei wie eine Henne, die ihre Kücken wärmt.
Ich glaube an Gott, von dem wir sagen, er sei verletzlich und weine manchmal auch mit uns Menschen.
Ich glaube an Gott, von der wir sagen, sie habe die Welt und Frauen wie Männer wunderbar und schön gemacht.
Ich glaube an den menschgewordenen Gott, von dem wir sagen, er habe mit uns gelebt und gelitten.
Ich glaube an den Menschen, nicht aber an den Mann Jesus Christus, empfangen durch Liebe und Lust, geboren zwischen den Schenkeln Marias, gelitten und in Verwahrung genommen im Namen des Gesetzes unter dem Grölen des Volkes, geschrien in Verzweiflung, hingerichtet, ermordet und eines grausamen Todes gestorben am Kreuz.
Ich glaube an die Auferstehung, wie es zuerst Maria aus Magdala und dann auch Petrus und andere bezeugt haben.
Ich glaube an die Geistkraft, die Verhöhnte stark werden lässt, den Stummen Sprache verleiht und den Kleingehaltenen Mut.
Ich glaube an die Möglichkeit von Kirche, die lebendig wird und Gemeinschaft lebt auch ausserhalb von Kirchenmauern, wann immer die Geistkraft es will.
Ich glaube an die Gemeinschaft der Menschen, nicht nur der Heiligen.
Ich glaube an die Vergebung, die einen Neuanfang ermöglicht, an die Lebendigkeit trotz Tod, an Liebe trotz Hass, an Lebenskräfte trotz Krankheit,
und ich glaube an das ewige Leben. Amen.
(Ruth Egloff (1961-1990), in: Neue Wege 4/1990, S. 101.)


Ich glaube an die unendliche Liebe Jahwes, denn der Gott unserer Väter und der Gott des Erbarmens, der Schöpfer des Himmels und der Erde selbst ist Mensch geworden in seinem Sohn und hat unter uns gelebt. Er hat uns durch sein Wort und Beispiel den Weg zur Heiligkeit gewiesen und hat sich dann selbst dem Tod überliefert. Er ist hinabgestiegen in das Reich der Finsternis, doch er hat den Tod überwunden und ist auferstanden zu neuem Leben - und mit ihm die ganze Schöpfung. Denn die ganze Schöpfung ist von der Verderbnis der Sünde befreit und durch das Wirken des Heiligen Geistes erneuert worden und nun berufen, in der Freiheit der Kinder Gottes in dieser Welt zu leben bis wir einst von unserem Vater in sein ewiges Reich gerufen werden, um dort mit ihm zu leben in Ewigkeit.
(André Meyer)


Ich glaube an Gott,
    der seit ewigen Zeiten lebt und nie enden wird,
    dessen Macht keine Grenzen hat,
    der Himmel und Erde erschaffen hat,
    der seine Schöpfung unendlich liebt,
    der allen Menschen ein guter Vater ist,
    der die ganze Schöpfung zur ewigen Herrlichkeit führen will,
    und der uns deshalb seinen Sohn gesandt hat.

Ich glaube an Jesus Christus,
    der gezeugt wurde als Sohn des lebendigen Gottes,
    der geboren wurde als Mensch unter Menschen,
    der uns Gottes Willen verkündet und vorgelebt hat,
    der seine frohe Botschaft zuerst und vor allem den Armen verkündete,
    der Hungernde speiste und Durstigen zu trinken gab,
    der Sünder aufgerichtet und Schuld vergeben hat,
    der sich hingegeben hat am Altar des Kreuzes,
    der aber nach drei Tagen von Gott auferweckt wurde zu neuem Leben,
    der den Menschen den Heiligen Geist verheißen hat,
    der dann leibhaftig in den Himmel aufgefahren ist,
    der uns begegnet in unseren Schwestern und Brüdern und in jedem Teil der Schöpfung,
    der zum ewigen Hohenpriester und zum Mittler zwischen Gott und den Menschen wurde,
    und der wiederkommen wird, um Lebenden und Toten ihr Urteil zu sprechen.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
    der uns heute den Willen Gottes offenbart,
    der uns heute für die Nachfolge Christi be-geistert,
    der uns heute ermutigt, Gott und der Schöpfung zu dienen,
    der uns schon heute mit göttlichem Leben erfüllt, damit wir morgen die Herrlichkeit Gottes schauen können.
(André Meyer)



Ich glaube Gott, dass du diese Welt geschaffen hast. Ich glaube, dass du uns Menschen gewollt hast, jeden von uns gleich liebst und keine Unterschiede machst zwischen Rassen, Stand und Geschlecht.
Ich glaube Gott, dass du uns Jesus Christus, deinen Sohn gesandt hast, der als Bruder unter uns Menschen lebte, der uns die frohe Botschaft der Liebe und des Friedens verkündete und der für uns am Kreuze starb.
Ich glaube an den heiligen Geist, der auch jetzt unter uns weilt. Der uns Kraft gibt, Gutes unter den Menschen zu tun, der uns zwischen Gut und Böse unterscheiden läßt und der uns zur Liebe führt.
Ich glaube, dass ich einst in Gemeinschaft mit allen in dein Friedensreich ziehen werde. - Amen


Wir glauben an Dich, o Gott, ewiger Geist,
Gott unseres Heilandes Jesus Christus und unser Gott, und wir bezeugen deine Taten.
DU rufst die Welten ins Dasein, du schaffst Menschen nach deinem eigenen Bild und legst jedem und jeder einzelnen den Weg des Lebens und den Weg des Todes vor.
DU suchst in heiliger Liebe von Ziellosigkeit und Sünde zu erretten.
DU richtest Menschen und Nationen nach deinem gerechten Willen, verkündet durch Propheten, Prophetinnen und Apostel.
In Jesus Christus, dem Menschen von Nazareth, unserem gekreuzigten und auferstandenen Retter, bist DU zu uns gekommen und nahmst teil an unserem Los, überwindest Sünde und Tod und versöhnst die Welt mit dir selbst.
DU verleihst uns deinen Heiligen Geist, schaffst und erneuerst die Kirche Jesu Christi, schließt glaubende Menschen jeden Alters, aller Sprachen und aller Rassen in deinem Bund zusammen.
DU rufst uns in deine Kirche,
      damit wir den Preis und die Freude der Nachfolge annehmen,
      damit wir deine Helferinnen und Helfer sind im Dienst an Menschen,
      damit wir das Evangelium aller Welt verkündigen,
      damit wir den Mächten des Bösen widerstehen,
      damit wir an Christi Taufe teilhaben und an seinem Tisch essen,
      damit wir mit ihm verbunden sind in seiner Passion und in seinem Sieg.
DU versprichst allen, die dir vertrauen, Vergebung der Sünden und Gnade in Fülle, Mut im Kampf für Gerechtigkeit und Frieden, deine Gegenwart in schweren Zeiten und in Zeiten der Freude, und ewiges Leben in deinem Reich, das kein Ende hat.
Dir sei Lob und Ehre, Ruhm und Macht, Amen.
(United Church of Christ - Die amerikanische United Church of Christ (UCC) ist mit der Evangelischen Kirche in Deutschland durch Kirchengemeinschaft verbunden.)


Glaubensbekenntnis einer 10. Hauptschulklasse
Ich glaube an etwas, das ich nie gesehen habe, denn an irgend etwas glaubt jeder.
Es hat mit der Erschaffung der Welt zu tun und sich jetzt zurückgezogen.
Vielleicht bin ich ihm den Glauben schuldig, weil es sich auch um mich sorgt.
Am Ende werden wir für unser Tun "die Rechnung präsentiert bekommen".
Ich denke oder glaube auch an Jesus, der für Frieden eintrat, dabei auf Gewalt verzichtete und gekreuzigt wurde.
Das war zwar gut gemeint, konnte aber gegen das Elend der Welt nichts ausrichten, denn daran sind die Menschen selber schuld.
Ich glaube nicht an die Kirche mit ihren manchmal scheinheiligen Gottesdienstbesuchern und ihren teilweise veralteten Regelungen.
Ich glaube nicht an die Kirche, die nur was für alte Leute ist.
Sie hat mir als modernem Menschen fast nichts mehr zu bieten.
Wir haben gelernt, was Glauben bedeutet, aber entscheiden selbst, ob wir glauben wollen.
Wenn wir es wollen, ist es egal, was andere über uns sagen.
Amen?!


Copyright ©   Helmut Zenz SDB - 2006