Helmut Zenz SDB
Romano Guardini im Internet
Wenn es im folgenden heißt "Quelle unbekannt",
bedeutet dies, dass ich das Gebet bzw. das Zitat im Internet ohne
Angabe einer Quelle gefunden und übernommen habe. Bislang bin ich
noch nicht zum Überprüfen der Herkunft gekommen.
Gebete
-
"Herr, lehre uns beten:
Jesus Christus, einst sind deine Jünger zu dir gekommen und
haben verlangt: "Herr, lehre uns beten."
Lehre mich einsehen, daß ohne Gebet mein Inneres
verkümmert
und mein Leben Halt und Kraft verliert.
Nimm das Gerede von Erlebnis und Bedürfnis weg, hinter
welchem
sich Trägheit und Auflehnung verbirgt.
Gib mir Ernst und festen Entschluß, und hilf mir, durch
Überwindung
zu lernen, was zum Heil nottut.
Führe mich aber auch in deine heilige Gegenwart.
Lehre mich zu dir sprechen im Ernst der Wahrheit und in der
Innigkeit
der Liebe.
Bei dir steht es, mir die innere Fülle des Gebetes zu
gewähren,
und ich bitte dich, gib sie mir zur rechten Zeit.
Zuerst aber ist das Gebet Gehorsam und Dienst: erleuchte mich,
daß
ich den Dienst in Treue tue."
-
"Herr, ich stehe vor dir.
Von dir komme ich, du hast mich geschaffen, ich bete dich an.
Ich will leben, um deine Sendung zu erfüllen.
Durchdringe mich mit deiner Gnade.
Du hast mich geschaffen, schaffe mich neu.
Rufe meine Kräfte zu deinem Dienst.
Was ich heute tue, laß gut werden.
Gib, daß dieser Tag dir wohlgefallen, auf daß du heute
abend sprechen könntest, wie am Abend deiner Schöpfung:
Es ist gut."
-
"Immerfort empfange ich mich aus Deiner Hand.
So ist es und so soll es sein.
Das ist meine Wahrheit und meine Freude.
Immerfort blickt Dein Auge mich an,
und ich lebe aus Deinem Blick,
Du mein Schöpfer und mein Heil.
Lehre mich in der Stille Deiner Gegenwart,
das Geheimnis zu verstehen, das ich bin.
Und das ich bin durch Dich und vor Dir und für dich."
(aus dem Schriftlesungskalender "365mal Gottes Wort" 1991, Frankfurt,
Verlag der action 365, 1991)
- "Herr, im Gang der Zeiten hast Du durch Deine Boten
gesprochen und Deine
Wahrheit uns kundgetan.
Doch als die Zeit sich erfüllte, kam Dein ewiges Wort,
Christus,
der Herr, und hat Deine Liebe geoffenbart.
Gib,
-
daß Dein Wort unseren Geist ergreife.
-
daß wir die heilige Wahrheit lieben und Deinem Willen
gehorsam
seien.
Herr, von der Kälte des Herzens erlöse uns.
Von Trägheit, Zweifel und Trotz befreie uns.
Laß Deiner Liebe uns inne werden, und Deinen Frieden schenke
uns!
Lenke Dein Wort zu denen, die es noch nicht vernommen.
Tu das Ohr Ihres Herzens auf, daß sie verstehen und Anteil
haben an Deinem Reich.
Laß uns die Macht Deiner Wahrheit erfahren, daß wir
einigen Sinnes werden in Ihm, den Du gesandt hast, Christus.
Lehr uns, einander in Ehren zu halten.
Deine Gnade sei mächtiger, als alles Ärgernis, das wir
gegeben haben.
Tu unsere Augenauf, daß wir sehen, wo unser Reden und Tun
der Einheit im Wege steht.
-
"Die einfachen Dinge sind die größten - und darum
auch am
schwersten zu bewältigen!
Was sind die einfachen Dinge?
-
Leben, ohne zu zweifeln.
-
Lieben, immer wieder lieben, auch wenn diese Liebe nicht
erwidert wird.
-
Anfangen, stets von neuem anfangen, auch im Alter sich nicht
zu schämen,
abermals zu beginnen.
-
Beten. Beten ist so einfach, meinen wir in jungen Jahren.
Beten fällt
uns mit den Jahren manchmal sehr schwer. Beten lernen ist eine
Lebensaufgabe.
-
Die Dinge sehen wie sie sind: ohne Vorurteile, ohne Spott,
ohne Haß.
Sie sehen wie sie sind heißt doch unter anderem auch, sie
annehmen,
sie lieben lernen.
-
Leiden. Auch das gehört zu den "einfachen" und doch so
unendlich
schweren "Dingen" in unserem Leben.
Herr, mit dem Alter wächst das Verständnis für die
einfachen
Dinge. Mit dem Altwerden sollte auch unsere Einsicht wachsen,
-
daß die einfachen Dinge die wahrhaft wichtigen sind.
-
daß einfache Menschen große Menschen sind.
-
daß alles Große sich im Kleinen und Einfachen
einfangen
läßt.
`Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder ...´, sagte Dein Sohn
zu
seinen Landsleuten.
Wenn wir nicht werden wie die Kinder
-
kindlich einfach,
-
kindlich gläubig,
-
kindlich wahr,
warten wir vergebens auf den Anbruch Deines Reiches."
(Quelle unbekannt)
- "In unserem dahingehenden Leben, o Herr, ahnen wir Deine
stille Ewigkeit.
Die Dinge beginnen, und haben ihre Zeit, und enden.
Im Anfang des Tages fühlen wir voraus, wie er im Abend sinken
wird.
In jedem Glück mahnt schon das kommende Leid.
Wir bauen unser Haus und schaffen unser Werk und wissen, daß
es zerfallen muß.
Du aber, o Herr, lebst, und keine Vergänglichkeit rührt
an Dich.
(Keines Dinges bedarfst Du. Nichts entbehrst Du. Alles bist Du.)
Du, Jesus Christus, bist zu uns gekommen und hast uns Kunde
gebracht
von dem, `
-
was kein Auge gesehen hat,
-
und kein Ohr vernommen,
-
und was in keines Menschen Herz gedrungen ist.
Wenn die Zeit vollendet ist, soll dort auch meine Heimat sein.
Mache mich dessen gewiß.
Laß das Verlangen dorthin in meinem Herzen nie sterben,
damit
ich im Wandel des Lebens dessen inne bleibe, was allem Leben erst
Maß
und Sinn gibt.
(Quelle unbekannt)
-
Die Erkenntnis Christi: "Allmächtiger und
unerschöpflicher
Gott, Du hast die Welt geschaffen und alles, was in ihr ist.
Unter all die stummen Dinge, unter all die Formen des wachsenden
und sich regenden Lebens, in die Menschenwelt hast Du Deinen Sohn
gesendet.
In der Fülle der Zeit ist Er Mensch geworden und steht nun
als Deine lebendige Offenbarung unter uns.
Seine Gebärde und sein Tun, sein Wort und sein Schicksal -
alles verkündet Dich, den Gott, von dem die Welt aus Eigenem nicht
weiß.
So bitte ich Dich, gib mir
-
ein Auge, das fähig ist, Jesus Christus zu sehen;
-
ein Ohr, das sein Wort versteht;
-
ein Herz, das von seinem Herzen berührt ist,
und lehre meine Hand, sich vertrauend in die seine zu legen.
Er ist "das Licht der Welt", aber auch "das Zeichen, dem
widersprochen
wird".
Er ist es für jeden von uns.
Wir alle stehen in der Gefahr des Ärgernisses: berühre
Du unser Inneres und wecke in uns den guten Willen, damit wir sie
bestehen.
Lehre mich, das Geheimnis des neuen Anfangs zu erkennen.
Laß mich ahnen, was glauben heißt: hinüberzugehen
zu Deinem Boten und von Ihm aus alles neu zu beginnen.
Schenke mir den heiligen Mut, der sich dieses göttlichen
Wagnisses
freut, es immer aufs neue angeht und durch alle Anfechtung
hindurch
vollendet.
(Aus dem Bändchen "Theologische Gebete" mit Texten von Romano
Guardini, Frankfurt am Main: Verlag J. Knecht 1953, 204 Seiten, 12,80
DM)
- Du bist groß, o Herr, und Deiner Herrlichkeit ist
kein Maß.
Alles bist Du. Alles vermagst Du.
Unendlichen Lebens voll, bedarfst Du keines Dings, sondern ruhest
in ewiger Freiheit.
Deine Macht ist aber nicht nur Kraft, sondern Wahrheit und
Gerechtigkeit.
Deine Herrlichkeit ist nicht nur Gewalt, sondern Reinheit und
Güte.
Und Dein Sein ist nicht nur Wirklichkeit, sondern heiliger Sinn.
Du bist so viel wahr, als Du seiend bist;
(Du bist) so viel gerecht, als Du mächtig bist;
(Du bist) so viel gütig, als Du stark bist;
und Deine Wirklichkeit, o Herr, vor der die unsere verweht, ist
mit Deiner Heiligkeit ganz eins, o ewiges Licht.
So bist Du, "der Herr, Gott, der Allherrscher, der da ist und der
da war",
und "würdig, den Lobpreis zu empfangen und die Ehre und die
Macht".
Lehre mich, das Geheimnis Deiner Hoheit zu erkennen.
Laß mich inne werden, daß im Neigen vor Dir mein Wesen
sich erfüllt.
So viel mir das aufgeht, bin ich in der Wahrheit.
So viel ich das tue, bin ich heil.
In Deiner Anbetung, ewiger Gott, bin ich geborgen;
und mein Leben verliert sich in Trug und Verwirrung, wenn ich das
vergesse.
Schenke uns, o Herr, die Freude an Deiner Herrlichkeit.
Wenn wir sie haben, sind wir reich.
"Wir loben Dich, wir preisen Dich, wir beten Dich an,
wir sagen Dir Dank ob Deiner großen Herrlichkeit" -
so lehrt uns die Kirche zu sprechen:
gib uns die Gnade, es in der Freude des Herzens zu tun.
Amen.
(aus: Einiger/Waldemar: Die schönsten Gebete der Welt,
München
(4)1998, S. 205)
- Herr Jesus Christus, Du hast den Vater mit vollkommener
Liebe geliebt
und die Welt zu ihm zurückgewendet, und darin ist sie heil
geworden.
Du hast unser Dasein in Dein Herz aufgenommen, es durchgelebt und
durchgelitten, und darin hat seine Schuld die Sühne gefunden.
Du bist der Anfang der neuen Schöpfung.
Dieser heilige Anfang ist nun da, und er wird sich nicht
verschließen
bis ans Ende aller Dinge.
So bitte ich Dich, wende Dich zu mir.
Laß mich erkennen, wer Du bist.
Laß mein Herz Herz das Heilige fühlen, das in Dir
gekommen
ist.
Laß mich die Herrlichkeit sehen, die in Deinem Antlitz
leuchtet.
Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Du bist der Anfang der neuen Schöpfung.
Gib mir den Mut, es mit diesem Anfang zu wagen.
Laß mich erkennen, worin die Umkehr besteht, und sie in der
Wirklichkeit meines täglichen Lebens vollziehen.
Und wenn ich erfahre, wie verstrickt im Alten ich bin, gib mir die
Treue,
-
die ausharrt, und die Zuversicht,
-
die immer wieder beginnt, sooft auch alles zu versagen scheint.
(aus: Theologische Gebete)
-
"Herr Gott, die Möglichkeiten, die ich fühle, und die
Grenzen,
die mich beschränken; was mir versagt ist, und was auferlegt – all
das bejahe ich, weil Du es so gewollt hast."
(Quelle unbekannt)
- "Alles ist von deinem Hauch durchwaltet und von deinem
Geheimnis erfüllt.
Jedes Ding weist den Geist des Menschen hinaus zu einem Höheren,
als
es selbst ist, und lässt sein Herz eine Mächtigkeit ahnen,
die
nicht aus seinem Eigenen kommt.
(Quelle unbekannt)
- "Sende aus deinen Geist
-
über alle, die glauben
-
über alle, die zweifeln
-
über alle, die lieben
-
über alle, die einsam sind.
Entzünde dein Feuer
-
in den Worten der Menschen
-
in den Plänen der Menschen
-
in den Taten der Menschen
-
im Schweigen der Menschen.
Sende deinen Geist, dass er mich umschaffe.
Gib mir einen neuen Sinn, der imstande ist, das Deinige von dir
her zu denken."
(Quelle unbekannt)
-
"Heiliger Geist, lenke Gottes Reich durch das Dunkel und die
Verworrenheit
der Zeiten."
(Quelle unbekannt)
-
"Sünde ist Blindheit:
Ich bitte Dich, mein Erlöser, befreie mich vom Trug des
Hochmuts
Lehre mich sehen, wer ich bin, und wer Du bist.
Berühre mein Herz, dass es empfinde, was Du getan hast.
In jenen Stunden, o Herr, als Du unser Schicksal wendetest, warst
Du ganz einsam.
Niemand war bei Dir; kein Verstehen war und keine Liebe.
Allein hast Du unsere Schuld vor Gottes Gerechtigkeit getragen.
Nun aber hast Du uns in Deine Erlösung aufgenommen;
und ich bitte Dich, gib mir, dass ich um Dich wisse und mit meiner
Liebe bei Dir sei.
(Quelle unbekannt)
-
Gotteslob Nr. 311, "Mit lauter Stimme ruf ich zum Herrn" (Psalm 142 in
der Übersetzung von Romano Guardini, Musik von Peter Janssens)
-
Gebet in der währenden Stunde (in: Henrich, Romano Guardini.
Leben,
Persönlichkeit, Charisma und Wirken 1885-1968, München 1998,
S. 18-19)
-
Die Zeichen Gottes erkennen. Texte und Gebete von Romano Guardini,
Gorxheimertal
1994
-
Das Gebet des Herrn (Text)
-
Einsicht und Bereitschaft zum Gebet
-
Das Leben des Glaubens
-
Der eine und lebendige Gott
-
Die Erschaffung des Menschen
-
Das rechte Verhältnis des Menschen zu Gott
-
Die Erkenntnis der Sünde und der gute Wille
-
Gottes Größe
-
Das Verständnis der Erlösung
-
Die Freiheit
-
Die gute Ewigkeit
-
Geistliche Schriftauslegung (Text)
Spirituelle Zitate
Die meisten von Ihnen wurden im Internet ohne Quellenangabe gefunden
und deshalb auch hier ohne Ursprungsangabe aufgeführt.
-
Gott (Vater)
-
"Gott ist jeder Zeit gleich nahe." (Quelle
unbekannt)
-
„Gott ist der Herr der Geschichte.
Er führt sie einem geheimnisvollen Ziel zu.
Wo das liegt, ist wohl nicht zu sagen.
Manche meinen, es sei die Höhe der Vollendung; andere, die letzte
Tiefe des Niedergangs; wieder andere, der Augenblick, da alle
Möglichkeiten
zur Auswirkung gekommen sind.
Nach der Offenbarung scheint die Geschichte so zu gehen, dass der
Mensch
der Entscheidung für und gegen Gott immer weniger ausweichen kann.
Ist Gott wirklich der Herr der Geschichte?
Macht sie den Eindruck, von ihm gelenkt zu sein?
Zuweilen fühlen wir das Walten Gottes, etwa in Erlebnissen der
Rettung, oder der Strafe, oder der inneren Geborgenheit;
im Allgemeinen aber scheint sie aus sich selber zu laufen.
Auch diese Tatsache hebt das Herrentum Gottes nicht auf, sondern
offenbart
nur dessen Eigenart.
Wenn er die Freiheit wollte, musste er auch ihre Folgen wollen ...
Je genauer man das Leben kennen lernt, desto tiefer versteht man die
Notwendigkeit des Endgerichts.
Keiner hat Veranlassung, sich auf das Gericht zu freuen, denn es ergeht
auch über ihn.
Trotzdem ruft die innere Sehnsucht nach jenem ,letzten aller Tage‘,
an dem jeder sein Recht bekommt und die Herrschaft Gottes offenbar
wird.“
(Quelle unbekannt)
- "Wir müssen Gott in sein Anderssein freigeben.
Wir müssen zugestehen, daß er nicht ist wie die Dinge, wie
die Zeit, wie wir selbst.
Wir schreiben ihm nicht vor, wie er zu sein habe, sondern sind
einverstanden,
daß er sei, der er aus sich selber ist.
So wollen wir ihn.
So suchen wir ihn.
Und sind darauf gefaßt, daß er anders ist als unser
Erwarten,
geheimnisvoll und unbekannt.
Aber ebendarin ist er unsere Heimat, in der `unser Herz ruhen´
kann."
(Quelle unbekannt)
- "Nur durch das Geheimnis Gottes erhält das Geheimnis
unseres Menschseins
eine Antwort, die das Geheimnis nicht auflöst, sondern annimmt und
vertieft." (Quelle unbekannt)
-
Jesus Christus = DER Sohn
-
"Das ganze Leben besteht aus lauter
Gelegenheiten, dem Herrn
zu begegnen.
Ja, darauf kommt es an, dann
sind alle diese Begegnungen ebenso viele Anrufe zur Gefolgschaft."
(Quelle unbekannt)
- "Es gibt keinen Maßstab für Christus. Den
Maßstab setzt
er selbst." (Quelle unbekannt)
- "Jesu ganzes Dasein ist Übersetzung der Macht in Demut."
(Quelle unbekannt)
- "In Christus ist der neue Anfang geworden.
Der steht nun in der alten Welt als die bereits begonnene neue und
ruft jene in sich hinein.
Das klarzustellen, war die Absicht des johanneischen Kampfes gegen
den Dualismus.
Diese alte Welt kann durch den Menschen, welcher frei ist, in eine
verschiedene Gesinnungsrichtung zum neuen Anfang treten:
-
sich ihm öffnen,
-
den Erlöser aufnehmen,
-
durch den Erlöser zum Vater hinübergehen und
-
selbst neue Schöpfung werden —
-
aber auch
-
sich in sich selbst verschliessen,
-
vom Vater abwenden und
-
so endgültig alte Welt und damit Reich des Bösen werden."
(Welt und Person, Werkbund-Verlag, Würzburg, 1940,S. 78)
- "Als Christus am Kreuz hing - niemand wird ausdenken, wie das
war.
Im Maße er Christ wird und den Herrn lieben lernt, beginnt er
etwas zu ahnen.
Wie da alles Tun aufhörte, alles Arbeiten, alles Kämpfen.
Wie da kein Ausweichen war, kein Vorbehalt, sondern alles, Leib und
Herz und Geist, hineingegeben in eine Flamme unendlichen, alles
ausfüllenden
Leidens.
Worum es ihm ging, waren die Menschen; jeder mit seinem Schicksal.
Seitdem der Herr gestorben ist, steht das in der Wirklichkeit.
Darin, dass Dieses ist, ist Alles anders geworden.
Von dorther leben wir, soweit wir wirklich von Gott lebendig sind."
(Quelle unbekannt)
- "Christus ist dem Leiden nicht ausgewichen wie der Mensch es
immer wieder
tut.
Er hat es nicht übersehen.
Er hat sich nicht davor geschützt.
Er hat es in sein Herz aufgenommen.
Die Menschen hat er als Leidende so aufgenommen, wie sie wirklich sind;
in ihrem eigentlichen Zustand.
Er hat sich in die Bedrängnis der Menschen, in ihre Schuld un
dihre Not hineingestellt.
Das ist etwas unendlich Großes.
Eine Liebe von heiligem Ernst:
ohne alle Illusionen." (Quelle unbekannt)
- "Gott, der Sohn und die Liebe:
`Ich will keinen Gott, der sich den Maßen meines Denkens
fügt
und nach meinem Bilde gebildet ist.
Ich will den wirklichen, und weiß, daß er meine Gedanken
sprengen muß.
So glaube ich denn, lebendiger Gott, an dein Geheimnis und Christus,
der nicht lügen kann, ist sein Bürge.´"
(Quelle unbekannt)
-
Heiliger Geist = DIE Liebe
-
Oft wird Guardini vorgeworfen er habe einen allzu
christozentrischen
Ansatz, der dem Heiligen Geist keinen Raum lässt. Letztes Zitat
zeigt
aber, dass Guardini statt Vater, Sohn und Geist, die Dreifaltigkeit als
Gott, der Sohn und die Liebe dekliniert, also Gott als GOTT (Vater),
Gott
als DER Sohn und Gott als DIE Liebe (siehe Gebete)
-
Der Wille Gottes und der Weg zu Gott
-
"Der Wille Gottes hängt nicht über der Welt, sondern liegt in
ihr darin." (Quelle unbekannt)
- "Der Mensch ist dem Menschen Weg zu Gott." (Quelle unbekannt)
- "Der Mensch ist eine Sprache, in die Gott übersetzt werden
kann." (Quelle unbekannt)
-
Die Liebe Gottes und des Menschen
-
"Um den liebenden Menschen gedeiht das Lebendige." (Quelle unbekannt)
- "Lieben bedeutet, zu dem hin, den man meint, in Bewegung zu
sein, um bei
ihm anzukommen, um bei ihm und mit ihm eins zu sein.
Aber nicht ein für allemal und fertig, sondern alles Bei-ihm-Sein,
alles Eins-Sein mit ihm behält die Form der Hinbewegung und des
Anlangens.
Eine Liebe, die sich niedersetzte und festhielte, wäre nicht mehr
Liebe." (Quelle unbekannt)
-
Christentum
-
"Das Christliche ist letztlich keine Wahrheitslehre oder Deutung des
Lebens.
Es ist auch das; aber darin besteht nicht sein Wesenskern. Den bildet
Jesus von Nazareth, dessen konkretes Dasein, Werk und Schicksal - das
heisst
also eine geschichtliche Person."
(Romano Guardini: "Das Wesen des Christentums")
- "Als Christ leben heißt, daß Er (Jesus) im Innern
atmet und
wirkt.
Das wunderbare Geheimnis des Christendaseins besteht darin, daß
Er in jedem Glaubenden sein gottmenschliches Leben führt - in
immer
neuer, unwiederholbarer Einmaligkeit immer das Eine, Gleiche,
Umfassende!"
(Quelle unbekannt)
-
"Die Aufgabe des christlichen Lebens besteht darin, Christus in das
eigene
Dasein zu übersetzen; im Stoff des täglichen Tuns, der
menschlichen
Begegnungen, der Fügungen und Schicksale" (Quelle unbekannt)
-
Kirche
-
"Die Kirche ist das Kreuz auf dem Christus
gekreuzigt
wurde.
Man kann Christus nicht von seinem Kreuz trennen
und
muß in einem Zustand ständiger Ungenügendheit
(Unzufriedenheit)
mit der Kirche leben." (nach Doris Day zitiert)
- "Die betende Kirche steht am Anfang des Christentums."
(Quelle unbekannt)
-
Der Glaube und das Gewissen
-
"Keiner von uns weiß, wieweit sein Glaube
mitgetragen
wird vom Glauben anderer, die er vielleicht nie gekannt hat, die
vielleicht
sogar längst schon gestorben sind.
Aber keiner von uns weiß auch, wieweit er mit
seinem
Glauben den anderer mitträgt." (Quelle unbekannt)
- "Solches Suchen bedeutet, daß schon ein Finden geschehen
ist, deshalb,
weil es bereits der lebendige Gott ist, der jenes Suchen und Sehnen
bewirkt
und darin die Menschen an sich zieht." (Quelle unbekannt)
-
"Im Letzten bedeutet Gläubigwerden immer das Gleiche: daß
sich
vor dem Mensch, der zuerst ganz im eigenen Sein und in der eigenen Welt
steht, eine andere Wirklichkeit erhebt." (Quelle unekannt)
- "Der Gerechte lebt durch den Glauben - aber es ist gut, wenn er
das Gewissen hinzufügt." (Quelle unbekannt)
-
Leben, Tod, Auferstehung und Ewiges Leben
-
"Ewiges Leben" sagt:
Dir ist Gott gegeben als Inhalt, vor dem die Welt
ein
ins Nichts verschwindender Punkt ist.
Und durch die Gnade ist dir Anteil geschenkt an
Gottes
eigener Kraft zu schauen, zu lieben, zu ermessen, zu besitzen, sich zu
freuen."
(Quelle unbekannt)
- "Wer höhere Lebensbereiche gewinnen will, muß
niedrige opfern.
Wer sein Leben auf die ungemeinen Werte stellen will, muß denen
des Nutzens und Genusses entsagen."
(Quelle unbekannt)
- “Der Tod ist die uns zugewandte Seite jenes
geheimnisvollen Ganzen,
dessen andere Seite die Auferstehung ist.” (Quelle unbekannt)
- "Nicht der Tod, sondern das Leben ist das Letzte" (Quelle
unbekannt)
- "Der Bogen seiner Werdegestalt beginnt mit der Vereinigung der
elterl.
Zellen, gipfelt in der morpholog. Vollendung und geht bis zum Tode. Er
ist also schon Mensch im Augenblick der Empfängnis ebenso wie
er es noch im letzten Augenblick des Sterbens ist."
(Quelle unbekannt)
- "Es ist der tiefste Sinn des Lebens, sich in Wahrheit und Liebe
für Gott zu verzehren, wie die Kerze in Licht und Glut." (Quelle
unbekannt)
-
Bibel
-
"Die Botschaft ist keine Erlaubnis, die Dinge
treiben zu
lassen, oder die Augen vor ihrem Ernst zu verschließen, sondern
eine Mahnung zum heiligen Tun." (aus dem Gebet "Die Vorsehung")
-
Kreuz und Kreuzzeichen
-
"Du machst das Zeichen des Kreuzes, machst es recht.
Kein hastiges, bei dem man nicht weiß, was es bedeuten soll.
Nein, ein rechtes Kreuzzeichen, langsam, von der Stirn zur Brust, von
einer Schulter zur anderen.
Sammle dich recht:
alle Gedanken und dein ganzes Gemüt sammle in diesem Zeichen,
wie es geht von Stirn zu Brust, von Schulter zu Schulter.
Dann fühlst du es:
Ganz umspannt es dich, Leib und Seele; weiht dich, heiligt dich.
Warum?
Es ist das Zeichen der Erlösung.
Am Kreuz hat unser Herr alle Menschen erlöst.
Durch das Kreuz heiligt Er den Menschen, ganz bis in die letzte Faser
seines Wesens.
Darum machen wir es
-
vor dem Beten, damit es uns ordne und sammle, Gedanken, Herz und Willen.
-
nach dem Gebet, damit in uns bleibe, was Gott uns geschenkt hat.
-
in der Versuchung, daß Er uns stärke.
-
in der Gefahr, daß Er uns schütze.
-
beim Segen, auf daß Gottes Lebensfülle hereingenommen werde
in die Seele, alles befruchte und weihe.
Denke daran, sooft du das Kreuzzeichen machst.
Es ist das heiligste Zeichen, das es gibt.
Mache es langsam, mit Bedacht.
Dann umfaßt es dein ganzes Wesen, Gestalt und Seele, deine
Gedanken
und deinen Willen, Sinn und Gemüt, Tun und Lassen.
Alles wird darin gestärkt, gezeichnet, geweiht, in der Kraft
Christi,
im Namen des dreieinigen Gottes." (Quelle unbekannt)
-
Der Mensch, seine Würde, seine
Personalität
und seine Fähigkeiten
-
"Der Mensch ist so geschaffen, daß er sich selbst in einer
Anfangsform
gegeben ist; in einem Entwurf auf das Kommende hin.
Hält er fest, bleibt er bei sich, wagt er sich nie in die Hingabe
hinein, dann wird er immer enger und dürftiger.
Er hat ´seine Seele festgehalten´ und dabei immer mehr
´verloren´.
Öffnet er sich aber, gibt er sich an etwas hin, dann wird er zum
Raum, in welchem das Andere hervortreten kann:
-
das Land, das er liebt,
-
das Werk, dem er dient,
-
der Mensch, dem er sich verbunden hat,
-
die Idee, die ihm aufgeleuchtet ist –
und ebendarin wird er immer voller und eigentlicher er-selbst."
(Quelle unbekannt)
- "Mensch sein bedeutet, um seine Schwächen wissen, aber
vertrauen,
daß sie überwunden werden können." (Quelle unbekannt)
- "Manch einer weiß gar nicht, was in ihm lebt und wessen
er fähig
ist, bis er angerufen wird." (Quelle unbekannt)
- "In Wahrheit sind diese Werte und Haltungen an die Offenbarung
gebunden.
Letztere steht nämlich zum Unmittelbar-Menschlichen in einem
eigentümlichen
Verhältnis.
Sie kommt aus der Gnadenfreiheit Gottes, zieht aber das Menschliche
in ihren Zusammenhang, und es entsteht die christliche Lebensordnung.
Dadurch werden im Menschen Kräfte frei, die an sich
'natürlich'
sind, sich aber ausserhalb jenes Zusammenhangs nicht entwickeln
würden.
Werte treten ins Bewusstsein, die an sich evident sind, aber nur unter
jener Überwölbung sichtbar werden.
Die Meinung, diese Werte und Haltungen gehörten einfachhin der
sich entwickelnden Menschennatur an, verkennt also den wirklichen
Sinnverhalt.
(...).
Die Personalität ist dem Menschen wesentlich; sie wird aber dem
Blick erst deutlich und dem sittlichen Willen bejahbar, wenn sich durch
die Offenbarung in Gottskindschaft und Vorsehung das Verhältnis
zum
lebendig-personalen Gott erschliesst.
Geschieht das nicht, dann gibt es wohl ein Bewusstsein vom
wohlgeratenen,
vornehmen, schöpferischen Individuum, nicht aber von der
eigentlichen
Person, die eine absolute Bestimmung jedes Menschen jenseits aller
psychologischen
oder kulturellen Qualitäten ist.
So bleibt das Wissen um die Person mit dem christlichen Glauben
verbunden.
Ihre Bejahung und ihre Pflege überdauern wohl eine Weile das
Erlöschen
dieses Glaubens, gehen aber dann allmählich verloren."
(Quelle unbekannt)
- "Es gibt die Auflehnung dagegen, man selber sein zu müssen:
warum soll ich es denn?
Habe ich denn verlangt zu sein?
Es gibt das Gefühl, es lohne sich nicht mehr, man selbst zu sein:
Was habe ich denn davon?
Ich bin nur langweilig.
Ich bin mir zuwider.
Ich halte es mit mir selbst nicht mehr aus.
Es gibt das Gefühl, mit sich selbst betrogen, in sich eingesperrt
zu sein:
Nur soviel bin ich, und möchte doch mehr!" (Quelle unbekannt)
- "Darum sind Dinge wie 'Gehirnwäsche' ein so
grauenhaftes Verbrechen,
furchtbarer als Mord; denn dem Menschen wird durch bestimmte Methoden
das
Stehen im eigenen Urteil, das Gefühl für Wahr und Unwahr in
der
Wurzel zerstört." (Quelle unbekannt)
- "Wer einen Menschen bessern will, muss ihn
erst einmal respektieren." (Quelle unbekannt)
- "Der Mensch ist von Anfang an auf einen anderen hin entworfen,
der ihn
erst zu sich selber kommen lässt. Hier kommt das zutiefst
personale,
aber unbegreifbare Du Gottes ins Spiel." (Quelle unbekannt)
- "Der Mensch ist dem Menschen Weg zu Gott." (Quelle unbekannt)
-
Gastfreundschaft
-
"Das ist der Gastfreundschaft tiefster Sinn, dass wir einander Rast
geben
auf dem Weg nach dem ewigen Zuhause." (Quelle unbekannt)
-
Fasten
-
"Zuerst wird nur der Mangel gefühlt; dann verschwindet das
Verlangen
nach Nahrung...
Zugleich geht beim Fasten etwas Innerliches vor sich.
Der Körper wird gleichsam aufgelockert.
Der Geist wird freier.
Alles löst sich, wird leichter, Last und Hemmung der Schwere
werden
weniger empfunden.
Die Grenzen der Wirklichkeit kommen in Bewegung; der Raum des
Möglichen
wird weiter...
Der Geist wird fühliger.
Das Gewissen wird hellsichtiger, feiner und mächtiger.
Das Gefühl für geistige Entscheidungen wächst ..."
(Quelle unbekannt)
-
Ernst und Entschiedenheit
-
"Ob einer Ernst macht, sieht man nicht an den großen
Entschlüssen,
sondern an der kleinen Arbeit, tagaus, tagein." (Quelle unbekannt)
-
Erziehung, Toleranz, Respekt
-
"Das erste Wirkende ist das Sein des Erziehers, das zweite was er tut,
das dritte was er redet." (Quelle unbekannt)
- "Wer einen Menschen bessern will, muß ihn erst einmal
respektieren." (Quelle unbekannt)
- "Die stärkste Einwirkung geht nicht von dem aus, was ein
Mensch redet,
sondern von dem, was er selbst ist und tut." (Quelle unbekannt)
-
Wasser
-
"Geheimnisvoll ist das Wasser; klar, schlicht, selbstlos.
Bereit, rein zu waschen, was beschmutzt ist; zu erquicken, was
dürstet.
Und zugleich unergründlich, ruhelos, voll Gewalt und Rätsel
..."
(Quelle unbekannt)
-
Dankbarkeit
-
"Es ist wichtig, überaus wichtig, daß der Mensch das Danken
lernt.
Er muß die Gleichgültigkeit abtun, welche die Dinge
selbstverständlich
nimmt.
Nichts ist selbstverständlich; alles ist Gabe.
Erst wenn der Mensch es so versteht, wird das Dasein frei."
(Quelle unbekannt)
- "Dankbarkeit ist das Erinnerungsvermögen des Herzens."
(Quelle unbekannt)
-
Verzeihen und Geduld
-
"Nichts Menschliches reift ohne die Tugend der Geduld." (Quelle
unbekannt)
- "Es gibt keine Größe, die nicht auf Überwindung
und Entsagung
ruhte. Verzeihen ist mehr als Rechthaben, Geduld stärker als
Gewalt." (Quelle unbekannt)
-
Schweigen, Kontemplation, Gebet und Anbetung
-
"Man kann auf die Dauer kein guter Christ sein, ohne zu beten - sowenig
man leben kann, ohne zu atmen." (Quelle unbekannt)
- "Die leisen Kräfte sind es, die das Leben tragen." (Quelle
unbekannt)
- "In der Stille geschehen die grossen Dinge." (Quelle unbekannt)
- "Erst das Schweigen tut das Ohr auf für den inneren Ton in
allen Dingen." (Quelle unbekannt)
- "Contemplation is the attitude of heart required by an
interrelated world
view.
What the contemplative sees is the center of love in which all things
find their uniqueness.
Out of such an experience we learn to see the face of God in the face
of every other human being and all of creation" (Qulle unbekannt)
- "Wir beten nicht, um Gott wissen zu lassen, was wir wollen,
denn er kennt
unser Herz besser als wir selbst; sondern wer betet, lebt vor ihm, zu
ihm
hin, von ihm her, gibt Gott, was sein ist, und empfängt, was Er
geben
will." (Quelle unbekannt)
- "Die Anbetung ist von größter Wichtigkeit, nicht nur
für
das religiöse, sondern auch für das geistige Leben des
Menschen.
So müssen wir Anbetung üben.
Uns sammeln, in der Sammlung uns die Größe Gottes
vergegenwärtigen,
vor dieser Größe uns in Ehrfurcht und in der Freiheit
unseres
Herzens neigen.
Die Beziehungen des Daseins kommen in Ordnung, und die Maße
werden
richtiggestellt.
Diese Wahrheit wird uns wohltun. Sie wird das, was durch die Verwirrung
und den Trug des Lebens durcheinandergebracht ist, wieder
zurechtrücken.
Wir werden geistig gesunden und neu beginnen können."
(Quelle unbekannt)
- "Der Übung der Sammlung liegt zugrunde, dass unser
lebendiges Sein
von innen nach außen und von außen nach innen gebaut ist.
Die Einsicht also, dass es darin Oberfläche und Tiefe gibt;
Auseinandergehen ins Breite und Zusammenfassung in der Mitte.
Die Einsicht ferner, dass das Innere, Tiefe, Gesammelte das Wichtigere
ist;
der Mensch aber eine Neigung ins Äußerliche,
Oberflächliche,
Voraussetzung Zerstreute hat;
daher die dringlichere Aufgabe nach der gefährdeten Seite hin
liegt.
Und zwar ist das eine große Aufgabe, bei der es um Letztes geht."
(Guardini: Das Gute, das Gewissen und die Sammlung S.71)
- "Haben wir schon versucht, Gott dafür zu danken, daß
wir sind?
Wenn ja, dann haben wir auch erfahren, daß es wohltut und heilt.
Es macht uns einig mit uns selbst vom Innersten her zu sprechen:
Herr, ich danke Dir, daß ich sein darf.
Möglich wäre es ja auch, er hätte nicht gewollt, ich
sollte sein.
So ist es etwas Unsägliches, daß sein Ratschluß dahin
gefallen ist, es solle mich geben - für immer!
Bedenken wir für immer!
Nie werde ich ausgelöscht sein!
Wohl muß ich irdisch sterben, gewiß, aber ich soll
auferstehen
und ewig leben in ihm."
(Quelle unbekannt)
-
Buddha
-
"Einen Einzigen gibt es, der den Gedanken eingeben könnte, ihn in
die Nähe Jesu zu rücken:
Buddha.
Dieser Mann bildet ein großes Geheimnis.
Er steht in einer erschreckenden, fast übermenschlichen Freiheit;
zugleich hat er dabei eine Güte, mächtig wie eine Weltkraft.
Vielleicht wird Buddha der letzte sein, mit dem das Christentum sich
auseinanderzusetzen hat.
Was er christlich bedeutet, hat noch keiner gesagt.
Vielleicht hat Christus nicht nur einen Vorläufer aus dem alten
Testament gehabt, Johannes, den letzten Propheten, sondern auch einen
aus
dem Herzen der antiken Kultur, Sokrates, und einen dritten, der das
letzte
Wort östlich-religiöser Erkenntnis und Überwindung
gesprochen
hat, Buddha."
("Der Herr", S. 360)
-
Bücher
-
"Ist das Gefüge des Buches nicht eine der grossen Formen, mit
denen
es der Menschheit gelungen ist, Chaos zu bewältigen, und die von
der
Entdeckung an gültig bleiben?
Es gibt nämlich manche solcher Siege im großen Kampf der
Menschheit wider den dunklen Feind.
Die Elementarwerkzeuge zum Beispiel sind solche, der Hammer oder das
Rad; der Weg ist einer und die
Brücke; das Dach und die Türe.
Eine solche Grundform ist auch das Buch."
(Lob des Buches, Basel, 1952)
-
Trost
-
"Das ist Gottes Trost:
-
Weisung, die durch die Irre führt,
-
Wärme, die Starrheit und Frost löst,
-
Trank, der den Durst nach der unendlichen Fülle stillt,
-
Heilkraft, die gesunden macht
-
wiedergeschenkte Reinheit und Schönheit.
Der Trost soll in das hinabreichen, was den Alltag bildet.
Mitten in der Arbeit soll etwas gegenwärtig werden, was ausruhen
macht.
In der Hitze und Last soll ein kühlender Haucht dorther wehen.
In Leid und Kummer (soll) Trost quellen."
(Quelle unbekannt)
-
Zeit
-
"Zeit ist Geld - kaum sind ruchlosere Worte aus Menschenmund gekommen.
Wie ein wildes Gift ist dieser Geist uns in das Blut gedrungen."
(Quelle unbekannt)
-
Wahrheit, Macht, Wirklichkeit, Existenz und
Ästhetik
-
"Die Wahrheit gilt, die Macht zwingt" (Der Herr, Würzburg 1949, S.
614 f.)
- "Die Bedeutung, die dem Ästhetischen für die Existenz
zugemessen
wird, steht im umgekehrten Verhältnis von jener, die man der
Wahrheit
gibt."(Quelle unbekannt)
- "Je zweifelhafter das 'Was' des Daseins, desto wichtiger wird
das 'Wie'." (Quelle unbekannt)
- "Es ist nicht gut, vor Wirklichkeiten zu tun, als ob sie nicht
wären
- sonst rächen sie sich." (Quelle unbekannt)
- "Die Wahrheit hat eine klare und stille Macht..." (Quelle
unbekannt)
- "Man soll die Wahrheit so sprechen, dass sie nicht
zerstört, sondern aufbaut." (Quelle unbekannt)
-
Demokratie
-
"Demokratie: Sie ist die anspruchsvollste und eben damit
gefährdetste
aller politischen Ordnungsformen, nämlich jene, die beständig
aus dem freien Kräftespiel gleichberechtigter Personen
erwächst." (Quelle unbekannt)
-
Optimismus und Frohsinn
-
"Je froher dein Herz ist, desto heller leuchtet die Sonne." (Quelle
unbekannt)
-
Überheblichkeit
-
"Wichtigtuer sind Leute, die nie etwas Wichtiges tun." (Quelle
unbekannt)
Es ist nicht gut, vor Wirklichkeiten zu tun, als ob sie nicht
wären
- sonst rächen sie sich."
(Quelle unbekannt)
-
Kultur
-
"Da ist vor allem der Wille, Abstand zu schaffen.
Kultur beginnt nicht mit Zudringen und Anpacken, sondern mit
Hände-Wegnehmen
und Zurücktreten.
Die Höflichkeit schafft freien Raum um den Anderen; bewahrt ihn
vor der bedrängenden Nähe, gibt ihm seine eigene Luft. ...
Höflichkeit braucht Zeit.
Um sie zu üben, muß man verweilen, warten, Umwege machen:
muß Rücksicht nehmen und deswegen das Eigene
zurückstellen
können.
Das alles bedeutet Zeitverbrauch"
(1963)
-
Werden
-
"Das Tiefste und Beste kann man nicht machen, es wird." (Quelle
unbekannt)
- "Unser Platz ist im Werdenden. Wir sollen uns hineinstellen,
jeder an seinem
Ort.
Nicht uns gegen das Neue stemmen und eine schöne Welt zu bewahren
suchen, die untergehen muss.
Auch nicht abseits aus phantasierter Schöpferkraft eine neue bauen
wollen, die gleich von den Schäden des Werdenden frei sein
möchte.
Wir haben das Werdende umzuformen.
Das aber können wir nur, wenn wir ehrlich unser Ja dazu sprechen;
doch zugleich mit unbestechlichem Herzen fühlend bleiben für
alles was darin zerstörend ist, unmenschlich ist.
Unsere Zeit ist uns gegeben als Boden, auf dem wir stehen, und als
Aufgabe, die wir bewältigen sollen."
(1927)
-
Glocke
-
"Aus dem Hause Gottes wächst der Turm in die freie Luft und nimmt
sie gleichsam für Gott in Besitz.
Im Turm, im Gestühl, hängen die Glocken schwer von Erz.
Sie schwingen um die Welle, und ihr ganzer, klar geformter Körper
schwingt, und sendet Klang auf Klang hinaus in die Weite .......
Ja, wenn wir Glocken hören, dann fühlen wir die Weite!
Wenn sie vom Turm in die Ebene schwingen, nach allen Seiten ins endlose
hinaus, dann zieht die Sehnsucht mit in die Ferne .......
Da spürt man die Weite.
Wie ein Ausbreiten der Seele ist´s, ein Hinüberspannen,
ein Antworten auf den fernen Ruf der Unendlichkeit.......
O Herr, weiter als die Welt ist meine Seele.
Tiefer als alle Täler ihr Verlangen.
Und ihre Sehnsucht schmerzlicher, als fern verlorener Glockenklang."
(Von heiligen Zeichen)
- „Im Turm hängen Glocken.
Von hier aus strömen die Klänge der erzenen Körper
hinaus,
durchfluten die Weite und füllen sie mit der Botschaft des
Heiligtums.
Der Klang der Glocken ist die Botschaft der Weihe; Botschaft von Gott
ohne Grenzen und Enden; die Botschaft der Sehnsucht und der unendlichen
Erfüllung.“
(Von heiligen Zeichen)
-
Europa
-
"Europa wird christlich sein, oder es wird gar nicht sein." (Quelle
unbekannt)
-
Liturgie
-
"Die liturgische Arbeit steht an einem wichtigen Punkt.
Den Grund zum Künftigen hat das Konzil gelegt - und wie dies
zustande
gekommen ist und Wahrheit kundgetan hat, wird immer ein Schulbeispiel
dafür
bleiben, wie der Heilige Geist in der Kirche wirkt.
Nun aber stellt sich die Frage, ... ob die so wunderbar geöffnete
liturgische Möglichkeit auch zu wirklichem Vollzug wird.
Ob sie sich damit erschöpft, Verbildungen zu beseitigen, neuen
Situationen zu genügen, bessere Unterweisung zu geben, was
Vorgänge
und Dinge bedeuten - oder ob ein vergessenes Tun wieder gelernt und
verlorene
Haltungen neu gewonnen werden." (Quelle unbekannt)
-
"Die Liturgie sagt nicht 'Ich', sondern 'Wir'." (Quelle unbekannt)
-
Technik
-
"Durch das, was Technik heißt, gewinnt der Mensch wohl eine
außerordentliche
Sicherheit, Leichtigkeit und Vielfältigkeit der Produktion und
Versorgung,
verliert aber als Persönlichkeit.
Was bleibt bzw. entsteht, ist das konstruierende und konsumierende
Individuum, dessen lebendiger Bestand immer magerer und
einfältiger
wird."
„Der moderne Mensch wandert aus der Welt des Gewachsenen in die
technisch
gemachte Welt aus.
Ob sich aber nicht etwas Furchtbares vollziehen muss und jene Natur,
die er in ihrer ersten Gestalt verlässt, ihm in einer zweiten
verhängnisvollen
Form aus seinem eigenen Werk entgegentreten wird, ihn aus den Gesetzen,
den Zweckfügungen, den Prozessen des Machens und Funktionierens
mit
einer Heftigkeit, ja Feindseligkeit anspringen wird, für die man
den
mythischen Ausdruck einer Rache des Unterjochten zu gebrauchen versucht
ist?“ ...
„Die Anonymherrschaft der Technik zerstört die Person,
während
die Quantität ständig wächst, sinkt die Qualität
ab."
„Der rationale und technisch entwickelte Mensch kann nicht mehr
glauben“
„Die Dimension des Nichtrationalen, Gewährten, Gnadenhaften geht
verloren, ebenso wie der Faktor des Geheimnishaften.
Es ist nichts mehr dahinter.“ (Brief an seinen Freund Weiger vom Jahr
1963)
-
Hände
-
"Schön und groß ist die Sprache der Hand.
Gott hat sie uns gegeben, daß wir die Seele darin haben."
(Quelle unbekannt)
-
Leid und Sühne
-
"Niemand kann sagen, wo die Lösung durchlitten worden ist,
die
sein Leben ins Freie führt.
Und keine Wissenschaft vermag festzustellen, auf welche Sühnungen
hin einer Zeit die Gnade des neuen Beginns gewährt wird, die sie
dann
so selbstverständlich in Anspruch nimmt."
("Die Waage des Daseins" Rede vom 4. November 1945)
Helmut
Zenz SDB - 2006