Manfred Hättich (1925-2003)
Politikwissenschaftler
Veranstaltungshinweis:
Akademie für politische Bildung in Tutzing, Seminar 42-3 am 17./18.
Oktober 2003:
Die Demokratie – Funktion und Gefährdungen Symposium zum Gedenken
an Manfred Hättich
Leitung: Heinrich Oberreuter, Anmeldung: Sybille Haug Tel. 08158/256-47
Bilder
Biographie
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* 12.10.1925 in Überlingen
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Abitur an einem humanistischen Gymnasium
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Krieg und Gefangenschaft
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1947 Beginn des kath. Theologiestudium an der Universität Freiburg
mit 22 Jahren
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Mitarbeiter der UNESCO Deutschland
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Studium der Wirtschafts- und Politikwissenschaft an der Universität
Freiburg
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Dr. rer. pol. in Freiburg (bei Arnold Bergsträsser)
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1964/1965 Habilitation in Freiburg
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1964/1967?-1970 Prof. für Politikwissenschaft an der Universität
Mainz. Er promoviert u.a. Kurt Faltlhauser.
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Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Politik
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1969 erste Begegnung mit Heinrich Oberreuter in der Rhön
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1970-1993 Prof. für Politikwissenschaft an der Ludwig Maximilians-Universität
München
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1970-1993 Direktor der Politischen Akademie Tutzing (dort bis zuletzt auch
wohnhaft)
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1993 Emeritierung
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+ 31.3.2003
Bibliographie
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Primärliteratur:
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1955-1959
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Wirtschaftsordnung und katholische Soziallehre. Die subsidiäre
und berufsständische Gliederung der Gesellschaft in ihrem Verhältnis
zu den wirtschaftlichen Lenkungssystemen, Schriften zum Vergleich wirtschaftlicher
Lenkungssysteme, Heft 2, Stuttgart 1957.
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1960-1964
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Warum europäische Zusammenarbeit?. Freiburg i.Br., 1960 ca.
-
Die Neutralität der Gewerkschaften. Mannheim, 1961; 1965
-
Politische Bewegungen in Deutschland. Bonn, 1964
-
1965-1969
-
Das Toleranzproblem in der Demokratie, in: Civitas. Jahrbuch
für christliche Gesellschaftsordnung 4, 1965, S. 15-40, auch in: Matz,
Ulrich (Hrsg.): Grundprobleme der Demokratie, Darmstadt, 1973, S. 397-430
-
Nationalbewusstsein und Staatsbewusstsein in der pluralistischen Gesellschaft.
Mainz, (ca.) 1966
-
Begriff und Formen der Demokratie. Mainz, 1966; Mainz
u.a. (2., völlig neu bearb.)1991
-
Demokratie als Herrschaftsordnung. Köln [u.a.], 1967
-
/Schmitz, Mathias: Politische Parteien im parlamentarischen Regierungssystem.
Stuttgart, 1967
-
Der Begriff des Politischen bei Max Weber, in: PVJS, 8,
1967, S. 40-50
-
Lehrbuch der Politikwissenschaft, 3 Bände, Mainz 1967-1972
-
Bd. 1: Grundlegung und Systematik, Mainz 1967
-
Bd. 2: Theorie der politischen Ordnung, Mainz 1969
-
Bd. 3: Theorie der politischen Prozesse, Mainz 1972
-
Freiheit als ordnungspolitisches Problem. Bad Meinberg, 1968
-
Grundbegriffe der Politikwissenschaft. Darmstadt, 1969; 1980
-
Chancen und Grenzen regionaler und örtlicher Selbstverwaltung im föderativen
Verfassungsstaat (BRD). [Wesseling], 1969
-
1970-1974
-
Die Opposition in der parlamentarischen Demokratie, in: Gölter/Pieroth
(Hrsg.): Die Union in der Opposition, Düsseldorf/Wien 1970, S. 99ff.
-
Wahlrecht und Wahlgerechtigkeit. Karlsruhe, 1970
-
Individuum und Gesellschaft im Konservativismus. Bückeburg, 1971;
Hannover 1971
-
Das Machtstreben des Staates als Gefährdung des Friedens, in: Weiler,
Rudolf/Zsifkovits, Valentin (Hrsg.): Unterwegs zum Frieden, Wien 1973,
S. 37ff.
-
Geschichtsbild und Demokratieverständnis, 1974
-
1975-1979
-
Parteien als Integrationssysteme, in: Konrad-Adenauer-Stiftung (Hrsg.):
Strukturprobleme des lokalen Parteiensystems, Bonn 1975, S. 235ff.
-
/Greiffenhagen, Martin: Sozialkunde. Stuttgart, 1976; 1979
-
Die Rolle des Staates in der modernen Industriegesellschaft, in: Konrad-Adenauer-Stiftung
(Hrsg.): Wertverzicht in der Industriegesellschaft, Bonn 1976, S. 1ff.
-
Die Suche nach neuen Werten, in: in: Konrad-Adenauer-Stiftung (Hrsg.):
Wertverzicht in der Industriegesellschaft, Bonn 1976, S. 82ff.
-
/Grosser, Dieter/Obereuter, Heinrich/Sutor, Bernhard:
Politische Bildung, Grundlegung und Zielprojekt für den Unterricht
an Schulen, hrsg. von Braun, Walter u.a., Stuttgart 1976, 47
S.; auch in: Oberreuter, Heinrich (Hrsg.): Freiheitliches Verfassungsdenken
und Politische Bildung, Stuttgart 1980, S. 131-162; in: Bolewski, Hans
u.a.: Politische Bildung heute, hrsg. von Benedix-Engeler, U./Langhuth,
G. im Auftrag der Arbeitsgruppe Politische Bildung/Weiterbildung der Konrad-Adenauer-Stiftung,
Melle 1984 (Forschungsbericht der Konrad Adenauer-Stiftung; Bd. 31), S.
11-35; in: Hättich, Manfred u.a.: Politische Bildung in der Demokratie:
Grundlagen, Ziele, Folgerungen, hrsg. von Veen, Hans-Joachim/Weilemann,
Peter R. im Auftrag des Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts der
Konrad-Adenauer-Stiftung, Melle/St. Augustin 1990 (Forschungsbericht der
Konrad-Adenauer-Stiftung);
-
Rationalität als Ziel politischer Bildung: eine Einführung.
München, 1977; 1978
-
Gefahren und Chancen für die Freiheit. Zeitdiagnostisches Symposion
<1, 1976, Tutzing>. München, 1978
-
Pluralismus als Aufgabe. Freiheit, Toleranz und Konsens,
in: Oberreuter, Heinrich: Pluralismus. München, 1979, S. 109-125
-
1980-1984
-
Demokratie, in: Gutjahr-Löser/Hornung (Hrsg.): Politisch-pädagogisches
Handwörterbuch, München 1980
-
/Grosch, Klaus: Hausbesetzungen. Tutzing, 1981
-
Herrschaft - Macht - Gewalt, in: Christlicher Glaube in moderner Gesellschaft,
Teilband 14. Freiburg u.a., 1982, S. 37ff.
-
Politische Bildung: Perspektiven und Forderungen, in: Zur Situation der
politischen Bildung in der Schule 1. Auflage, Bonn 1982
-
Kann Verfassungspatriotismus Gemeinschaft stiften? In: Behrmann, Günter
C. Behrmann/Schiele, Siegfried (Hrsg.): Verfassungspatriotismus als Ziel
politischer Bildung? Schwalbach 1993
-
Nationalbewußtsein im geteilten Deutschland, in:
Weidenfeld, Werner (Hrsg.): Die Identität der Deutschen, Bonn
1983, S. 274ff.
-
[Telekolleg Eins / Sozialkunde / Neubearbeitung]. München, 1983
-
Weltfrieden durch Friedfertigkeit? Eine Antwort an Franz
Alt. München, 1983
-
Leben ohne Grundwerte?. München, 1984
-
Zornige Bürger. Vom Sinn und Unsinn des Demonstrierens,
München, 1984
-
1985-1989
-
/Benda, Ernst: Demokratie. In: Staatslexikon, Görres-Gesellschaft,
1985, 1182-1201
-
Beitrag, in: Veen, Hans-Joachim/Weilemann, Peter R. (Hrsg. im Auftrag des
Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts der Konrad-Adenauer-Stiftung):
Die politische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland in Politik-
und Geschichtsbüchern. Melle, 1985; 1986.
-
Politische Rationalität, in: Mickel, W. (Hrsg.): Handlexikon zur Politikwissenschaft,
Bonn 1986
-
Bergpredigt und Politik, in: Ruh u.a. (Hrsg.): Handwörterbuch religiöser
Gegenwartsfragen, Freiburg 1986
-
Macht, in: Staatslexikon, Freiburg/Basel/Wien 1987, Bd. 3, Sp. 979.
-
Frieden durch Friedfertigkeit? Unser Denken und Sprechen über den
Frieden, in: Roth, Rainer A. (Hrsg.): Frieden, Passau 1987, S. 65ff.
-
(Hrsg.): Zum Staatsverständnis der Gegenwart. Akademie für
Politische Bildung <Tutzing>. München, 1987
-
(Stichwort:) Gewalt und Masse. München, 1987
-
Konservatives Demokratieverständnis, in: Weber, Jürgen (Hrsg.):
Schwierigkeiten mit der Demokratie, München 1987, S. 101ff.
-
Von der Unentbehrlichkeit der Vaterländer, in: Weigelt, Klaus (Hrsg.):
Patriotismus in Europa, Bonn 1988, S. 123ff.
-
Politische Ethik in der pluralistische-demokratischen Gesellschaft, in:
Thesing/Weigelt (Hrsg.): Leitlinien politischer Ethik, Melle 1988, S. 58ff.
-
Macht der Medien, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 46-47/88, S. 3/10.
-
Politische Ethik als zentrale Aufgabe politischer Bildung, in: Weigelt,
Klaus (Hrsg.): Freiheit, Recht, Moral. Bonn, 1988, S. 171-175
-
Freiheit als Ordnung. 3 Bände, München 1988; 1989; 1990
-
Bd. 1: Gefährdete Demokratie, München 1988;
-
Die Ordnung von Staat und Gesellschaft
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Freiheit als ordnungspolitisches Problem
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Das Ordnungsproblem als Zentralthema der Innenpolitik
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Demokratie, S. 79-88 (Kopie)
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Totalitäre Diktatur und Demokratie, S. 89-107 (Kopie)
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Das Konsensproblem in der Demokratie
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Wie geht die Staatsgewalt vom Volke aus?, S. 122-129 (Kopie)
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Das Toleranzproblem in der Demokratie
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Innerparteiliche Demokratie und politische Willensbildung
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Plebiszit und Repräsentation in Verfassung und Staatspraxis 1919-1969
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Geschichtsbewußtsein n der Demokratie
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Geschichtsbild und Demokratieverständnis
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Ad fontes?
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Teilnahme und Teilhabe
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Geschichtlichkeit und Kontinuität des Grundgesetzes
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Demokratisierung in Deutschland, S. 246-259 (Kopie)
-
Pluralismus als Aufgabe, S. 260-274 (Kopie)
-
Ist der liberale Staat eine Utopie?, S. 275-284 (Kopie)
-
Demokratie und Demokratismus, S. 285-S. 294 (Kopie)
-
Totalitäre und inhumane Tendenzen der radikalen Protestbewegung
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Demokratisierung als Reformideologie
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Extermistische Alternativen zu den bestehenden politischen und ökonomischen
Machtstrukturen
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Radikale Kritik an der Demokratie
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Bürgerinitiativen: Symptome der Verdrossenheit?
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Plebiszitäre Umdeutungen der parlamentarischen Demokratie
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Gegenwärtige Gefährdungen der repräsentativen Demokratie
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Bd. 2: Ansichten vom Bürger, München 1989;
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Das Wesen der politischen Unterweisung
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Publizistische Verantwortung als Dienst am Wort
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Politische Bildung zwischen Utopie und Wirklichkeit
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Konflikt und Konsens in unserer Gesellschaft
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Kommunalpolitik - Ein politisches Seitengebiet?
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Politische Wirkungen von Fernsehnachrichten
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Politische Bildung als Problem von Angebot und Nachfrage
-
Über Lernsituationen in der politischen Bildung
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Konflikt und Integration
-
Portrait eines Politikers als zeitgeschichtliches Lehrstück
-
Zum Problem der Meinungsbildung
-
Theodor Litts Pädagogik der Freiheit als Zukunftsprogramm?
-
Motivationsprobleme in der Sozialkunde
-
Reduktionsprobleme in der Sozialkunde
-
Konfliktprobleme in der Sozialkunde
-
Wertprobleme in der Sozialkunde
-
Politische Bildung: Perspektiven und Forderungen
-
Das Friedensproblem in der politischen Bildung
-
Nationalbewußtsein im geteilten Deutschland
-
Zwölf Jahre als Exempel
-
Zum Bildungsbegriff der Erwachsenenbildung
-
Das Problem der Komplexität in der politischen Bildung
-
Politische Bildung als Begegnung
-
Ethische Dimensionen politsicher Bildung
-
Bd. 3: Beiträge zur Zeitdiagnose. München, 1990
-
Das Staatsjubiläum, in: Schulreport, April 1989
-
/Pfitzner, Paul Dietmar (Hrsg.): Nationalsprachen und die Europäische
Gemeinschaft. Akademie für Politische Bildung <Tutzing>. München,
1989
-
1990-1994
-
Fragen an Richard von Weizsäcker. Mainz ; München, 1990
-
Deutschland. Eine zu späte Nation, Mainz ; München,
1990 (für Dieter Oberndörfer)
-
vgl. dazu Fritze, Lothar: Einmystifizierung der Idee der Nation.
Rezension zu Manfred Hättich: Deutschland - Eine zu späte Nation,
Mainz/München 1990, in: ZfP, 4/1993, S. 444-450
-
vgl. dazu Weidenfeld, Werner: Eine unendliche Geschichte. Die Frage
nach der deutschen Nation. Rezension zu Manfred Hättich: Deutschland
- Eine zu späte Nation. Mainz 1990, in: FAZ 4.3.1991
-
(Hrsg.): "Ich bin ein Deutscher": nationale Identität ohne nationale
Grenzen, hrsg. vom katholischen Militärbischofsamt. Bonn, 1990
-
Beitrag, in: Veen, Hans-Joachim/Weilemann, Peter (Hrsg. im Auftrag des
Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts der Konrad-Adenauer-Stiftung):
Politische Bildung in der Demokratie. Grundlagen, Ziele und Folgerungen,
Melle/St. Augustin, 1990
-
(Hrsg.): Politische Bildung nach der Wiedervereinigung: Inhalte, Projekte,
Methoden, Adressaten. München, 1992
-
Beitrag, in: Haungs, Peter (federführender Hrsg.): Renaissance
des Nationalismus?. Stuttgart u.a., 1992
-
1995-1999
-
Gemeinwohl in offener Gesellschaft als Problem politischer
Bildung, in: Ballestrem, Karl G. u.a. (Hrsg.): Sozialethik und politische
Bildung.Festschrift für Bernhard Sutor zum 65. Geburtstag, Paderborn
1995
-
Was hält die Demokratie im Innersten zusammen? In: Eichholz Brief
2/95, S. 5-11
-
Anthropologische Prämissen der Politikwissenschaft,
in: ???, S. 17-127
-
Demokratie als Problem. München, 1996
-
Staat und Gesellschaft - eine unmögliche Beziehung?,
in: Stammen, Theo/Oberreuter, Heinrich/Mikat, Paul (Hrsg.): Politik - Bildung
- Religion. Festschrift für Hans Maier, Paderborn 1996, S. 291-294
-
o.J.
-
"Politikwissenschaft", in: Staatslexikon, 7. Auflage
-
Belebung der Demokratiediskussion, in: ???, S. 27-38
-
Nationalbewußtsein nach der Wiedervereinigung, in:
???, S. 107-118
-
Sekundärliteratur
-
Albert, Hans: Rezension zu, Hättich, Manfred: Wirtschaftsordnung und
katholische Soziallehre, in: Gewerkschaftliche Monatshefte, 11/1960, S.
699
-
Stammen, Theo/Hampel, Johannes/Mühleisen, H.-O.: Politische Bildung
vor neuen Herausforderungen: für Manfred Hättich. Colloquium
Politicum <1985, Augsburg>. Augsburg, 1986
-
Mols, Manfred/Mühleisen, Hans-Otto/Stammen, Theo/Vogel, Bernhard (Hrsg.):
Normative und institutionelle Ordnungsprobleme des modernen Staates. Festschrift
zum 65. Geburtstag von Manfred Hättich. Paderborn, München, Wien,
Zürich 1990 (=Studien zur Politik 15), darin:
-
Buchheim, Hans: Moderner Konservativismus
-
Gebhardt, Jürgen: Ende der Hybris? - Auf der Suche nach einer Ethik
der fortgeschrittenen Industriegesellschaft
-
Gutjahr-Löser, Peter: Satire als Mittel der politischen Bildung
-
Hampel, Johannes: Zu den Quellen politischer Erziehung
-
Hemmerle, Klaus: Politik und Ethik. Phänomenologische Randbemerkungen
-
Hilligen, Wolfgang: Aktuelle Probleme beim Verhältnis von Praxis und
Theorie im Politikunterricht
-
Jäger, Wolfgang: Eine Landze für den Kanzlerwahlverein! Zum Verhältnis
von Kanzler, Fraktion und Abgeordneten im Wandel der Parteiendemokratie
-
Männle, Ursula: Erziehung zur Demokratie: Der zentrale Auftrag der
politischen Bildung?
-
Maier, Hans: Die Wohltat des Rechts und die Plage der Verrechtlichung.
Gedanken zum Verhältnis von Recht und Politik
-
Mols, Manfred: Entwicklungsdenken am Vorabend des 21. Jahrhunderts. Anmerkungen
...
-
Molt, Peter: Die Dritte Welt im Unterricht. Kritische Fragen zu einem Bericht
-
Mühleisen, Hans-Otto: Praktische Politikwissenschaft im vorderösterreichischen
Breisgau: Ein Schwarzwälder Antimachiavelli des 18. Jahrhunderts
-
Noelle-Neumann, Elisabeth: Politikwissenschaft und öffentliche Meinung
-
Oberndörfer, Dieter: Gemeinsame Jahre mit Manfred Hättich
bei Arnold Bergstraesser in Freiburg: Bergstraessers Wirken und sein Umfeld.,
S. 198 - 213
-
Oberreuter, Heinrich: Führungsschwäche in der Kanzlerdemokratie:
Ludwig Erhard
-
Schmitz, Mathias: Parsons und die Folgen
-
Schneider, Peter: Keine Gerechtigkeit im Durcheinandertal: Bemerkungen
zur Bedeutung von Recht und Gerechtigkeit im Werk von Friedrich Dürrenmatt
-
Seeber, David: Die Bundesrepublik Deutschland 1990: Abschied von einem
Modell? Oder was angesichts der staatlichen Wiedervereinigung Deutschlands
Kopfschmerzen verursacht
-
Sontheimer, Kurt: Auf der Suche nach der Postmoderne in der zeitgenössischen
Politik
-
Stammen, Theo: Reisen in die Hauptstadt der Revolution: Georg Forsters
"Parisische Umrisse" und Walter Benjamins "Moskauer Tagebuch" als Medium
politischer Ordnungsreflexion
-
Sutor, Bernhard: Institutionenlehre und politische Ethik: Über den
Zusammenhang zweier vernachlässigter Aufgaben politischer Bildung,
S. 311-327;
-
Vogel, Bernhard: Parteisystem im Umbruch? Die Parteienlandschaft in Deutschland
zu Beginn der neunziger Jahre
-
Weber, Jürgen: Statisten auf europäischer Bühne? Die deutschen
Bundesländer und die europäische Integration aus bayerischer
Sicht
-
Hättich, Manfred: Schriftenverzeichnis
-
siehe Rezensionen:
-
Schmid, Josef: in: Das Parl Nr. 32/1991
-
Bernert, Wilhelm: Politik und Normen, in: ???
-
Demokratie - Nation - Verfassungspatriotismus. Symposion
zu Ehren des 70. Geburtstags von Manfred Hättich, in: Nachrichten
aus der Akademie, S. 21
-
Maier, Hans: Manfred Hättich zum Gedenken, in: Die politische Meinung
. - Osnabrück. - 48, 2003, 402, S. 80ff. - vgl. http://www.kas.de/publikationen/2003/die_politische_meinung/96_verbund.html
-
Buchheim, Hans: Zum Tod von Manfred Hättich (1925-2003), in: Politische
Vierteljahresschrift, 44. Jg., Juni 2003, Heft 2, S. 229.
Thesen
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„Für die freiheitliche Demokratie ist die institutionelle Trennung
von Herrschaft und Macht konstitutiv. Parlament, Regierung und Gerichte
üben Herrschaft aus, Parteien, Interessenverbände und Massenmedien
Macht im Sinne von Einfluss.“
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"Politik gibt es im Sinne einer Realität nur als Verhalten und Handeln.
Sie hat keine Existenz, sie ist nicht etwas, das weiterliefe, wenn es einmal
von Menschen geschaffen ist. Es gibt sie nur in der Wirklichkeit des Denkens,
Sprechens und Verhaltens. Aber diese Realität ist nicht immer schon
vorwegbestimmt. Man kann geradezu sagen, daß es keine eigene politische
Realität gibt, daß das Politische vielmehr der sozialen Realität
von den Menschen hinzugefügt wird" (Manfred Hättich: Grundbegriffe
der Politikwissenschaft, Darmstadt 1969, S. 8)
-
"Gesellschaftliches Dasein erweist sich uns letzten Endes als ein Komplex
von Verhalten. Politik bezeichnet also ähnlich wie Religion, Wirtschaft,
Bildung und auch Wissenschaft selbst ein bestimmtes Verhalten von Menschen".
(Manfred Hättich: Lehrbuch der Politikwissenschaft, Bd.1, Mainz 1967,
S. 27) "In der Regel wird der Bestimmung des politischen Handelns als Machthandeln
der Vorwurf einer unzulässigen Reduktion des Politischen gemacht.
Der Vorwurf ist dann berechtigt, wenn der Machtbegriff eingeengt wird,
so daß er eigentlich durch den Herrschaftsbegriff ersetzbar ist".
(S. 27) Dieses Verhalten soll sich beziehen auf einen "spezifisch als politisch
bestimmter Sozialbereich" (S. 30) Diesen Strukturbereich der Gesellschaft
bezeichnet er als "der staatliche Bereich oder der Staat" (S. 31) bzw.
als den Bereich der "politischen Herrschaft. (S. 31) So sieht er das Herrschaftsphänomen
"im Zentrum alles Politischen“, (S. 31) fügt jedoch notwendig und
erklärend hinzu: "Jede politische Herrschaft bewirkt, setzt und stabilisiert
Ordnung der Gesellschaft“, (S. 32) d.h. politische Ordnung der Gesellschaft.
So ist Politik als politisches Handeln kein Handeln als spezifisches Herrschaftshandeln
sondern "ein Handeln, das auf die politische Ordnung bezogen ist“. (S.
34) Die elementaren Fragen der Politikwissenschaft sind „eng verknüpft
mit der Bestimmung ihres Gegenstandes" (S. 41f.) Hättich frägt,
"inwieweit die Politikwissenschaft, an den Werten und Normeinstellungen
der politischen Gesellschaft partizipieren kann und darf. Hier wird mitunter
in einem sehr rigorosen Puritanismus von der Politikwissenschaft verlangt,
daß sie sich von diesen Wertungen freihält". (S. 47) Jedoch
"ebenso wie die Medizin nicht aufhört eine Wissenschaft zu sein, wenn
sie mit der selbstverständlichen Voraussetzung arbeitet, daß
die Gesundheit ein Wert ist, also vom Wertbegriff der Gesundheit als ihrer
fundamentalen Voraussetzung ausgeht, hört die Politikwissenschaft
nicht auf Wissenschaft zu sein, wenn "sie für bestimmte Fragestellungen,
durchaus legitimiert ist, an den Wertprämissen der Gesellschaft, in
der sie lebt, zu partizipieren, sosehr ist sie aber auch aufgefordert und
in dieser Hinsicht auch leistungsfähig, diese Wertprämissen kritisch
zum Gegenstand ihrer Untersuchung zu machen“. (S. 50) „Ihr Verhältnis
zu den Wertprämissen ihrer Gesellschaft kann nur das einer kritischen
Partizipation sein". (S. 52) ... dass die Wissenschaft nur in einer freiheitlichen
Ordnung (als gesellschaftliche Voraussetzung ihrer eigenen Existenz) "die
Funktion der Kritik übernehmen" (S. 54) kann. Dies bedeutet, daß
die Politikwissenschaft "offensichtlich die Freiheit zu ihrer eigenen Voraussetzung
hat. Damit ist auch die Wissenschaft auf eine Wertentscheidung als ihrer
eigenen Voraussetzung verwiesen. Sie muß sich um ihrer selbst willen
zur Freiheit bekennen. ... Wissenschaftler und Institutionen der Wissenschaft
haben somit allen Anlaß, sich für die freiheitliche Ordnung
einzusetzen und über die Grundsätze dieser Ordnung zu reflektieren".
(S. 54) "Das aber läuft konsequenter Weise auf ein Bekenntnis zur
freiheitlichen Ordnung und zur Ablehnung unfreiheitlicher Systeme hinaus".
(S. 55) "Die Politik konkretisiert sich in einzelnen Sachbereichen. Der
Inhalt einer politischen Entscheidung kann einem mehr oder weniger präzise
umrissenen Sachgebiet zugeordnet werden. Die Forderungen der Bürger
und der Gruppen an die politische Führung (an das politische Ordnungshandeln;
der Verf.) lassen sich konkret bestimmen als Interesse an einem Recht,
an Schutz oder an materiellen oder ideellen Leistungen. (...) Die Sachbezogenheit
der Politik rechtfertigt deren Charakterisierung als Gemeinwohlverwirklichung".
(S. 203)
-
Wertepluralismus "zeigt sich in der Tatsache, daß der einzelne sich
nicht mehr einem einzigen geschlossenen Normensystem gegenübersieht,
sondern daß jeder mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Lebensführung
und deren moralischer Bewertung konfrontiert wird." (Pluralismus als Aufgabe,
1979, S. 68) "Immerhin wird man zumindest von einer Verringerung der allgemeinen
Gültigkeit und Verbindlichkeit vieler Normen sprechen können."
(S. 68) Hättich weist auf den Begriff der "partiellen sozialen Integration"
und versteht darunter, daß der Mensch im Gruppenpluralismus in verschiedene
Gruppen integriert ist. Dies Gruppen beziehen sich jedoch "selten auf das-
ganze Leben oder auf seine ganze Person". (S. 70) "Partielle soziale Integration
und Rollendifferenzierung sind Ansatzpunkte für Kritik, die einmal
mehr psychologisch, ein anderes Mal mehr moralisch gemeint sind. Die Frage
ist durchaus ernst zu nehmen, ob solche Lebensführung nicht zur Zerstörung
der Persönlichkeit oder zumindest zu Identitätskrisen führen
kann ... die Frage kann gestellt werden, ob hier noch aus einer Mitte heraus
gelebt wird, die der segmentierten, aufgefächerten Lebensführung
einen Sinnzusammenhang gibt. Ein die ganze Person umgreifender Sinn des
Lebens ist wohl in erster Linie gemeint, wenn von der Identität des
Menschen mit sich selbst die Rede ist." (S. 70) Schlußfolgerung,
"daß in homogenen Gesellschaften etwas sozial, d.h. über die
verschiedenen Gemeinschaften vermittelt wird, was dem Leben einen Zusammenhalt
zu geben vermag ... In der pluralistischen Gesellschaft hingegen ist die
Vermittlung von selbstverständlichen Normen stark reduziert oder fällt
ganz aus. Indikatoren für Pluralismus lassen sich also umformulieren
in Indikatoren für personale Desintegration. Damit ist ein Problem,
eine spezifische Gefährdung in dieser Gesellschaft bezeichnet." (S.
70/71) "Pluralismus ...als Verneinung jeglicher Einheitsidee widerspricht
der grundlegenden Erfahrung, daß die Menschen stets in irgendwelchen
Gemeinschaften leben und auf Gemeinschaftsbildung angelegt sind." (S. 71)
"So ist vielfach die Klage zu hören, das die vielen Interessenverbände,
von denen manche sehr mächtig sind, die staatlichen Organe letzten
Endes daran hindern, eine Politik, die im Interesse aller ist, durchzusetzen.
... Damit ist aber die Frage gestellt, inwieweit der Verbandspluralismus
die Gemeinwohlfunktion staatlicher Institutionen hemmt oder gar verhindert."
(S. 72) Pluralismus führt auch dann zur sozialen Desintegration, "wenn
Regierungen in ihrem Handeln jeweils von einigen wenigen oder gar nur von
einem Machtfaktor, also etwa von einem Interessenverband abhängig
sind." (S. 73) Gefahren sozialer Desintegration werden auch dann sichtbar,
wenn "die politischen Parteien von Interessengruppierungen durchsetzt"
sind, und ihnen so "die Integration immer zureichend gelingt" (S. 73) oder
wenn sie aus Eigeninteresse, etwa der Stimmenmaximierung, bestimmte Interessengruppen
bevorzugen und somit Nachteile für andere Gruppen oder für alle
Gesellschaftsmitglieder hervorrufen. (S. 73) Politische Entscheidungen
"sind immer auch abhängig von prinzipiellen Auffassungen über
den Menschen und über die Gesellschaft." Daraus folgt: "... auch der
Werte- oder Normenpluralismus kann als Bedrohung der politischen Einheit
angesehen werden" und zur sozialen Desintegration führen. (S. 74)
Der Pluralismus ist "eine der Bedingungen des erreichten Freiheitsgrades
und unseres heutigen Freiheitsverständnisses. Eine Überwindung
dieser Struktur scheint nicht möglich, ohne hinter dieses Freiheitsverständnis
zurückzutreten. Anders formuliert: Versuche, den Pluralismus aufzuheben,
können nur als gewaltsame erfolgreich sein." (S. 75f.) Die Bejahung
des Pluralismus ist "nicht schon von sich aus einem negativen Werturteil
über frühere Epochen, die der pluralistischen Gesellschaft vorausliegen,
gleichzusetzen". "Man sollte als geschichtlich denkender Mensch in
der Lage sein, den Pluralismus zu bejahen, ohne sich dem Dogma hinzugeben,
dies sei mit Gewißheit der Geschichte letzter Schluß, und es
könne und dürfe keine anders geartete Gesellschaft in der Zukunft
mehr geben. Darüber wissen wir sehr wenig. Der Pluralismus ist unsere
geschichtliche Lage, vorbereitet durch mancherlei Entwicklungen der Neuzeit,
unter denen vor allem Aufklärung, Säkularisierung und Demokratisierung
zu nennen wären" (S. 75)
-
"Patriot ist nur, wer Vaterländer, also nicht nur das seinige,
anerkennt ... Wer anderen das Recht abspricht, anders, also auch fremd
zu sein, findet wenig Rechtfertigung für sein Eigensein".
-
"Unter politischer Macht verstehen wir die Möglichkeit, die politische
Herrschaft oder die politische Ordnung zu beeinflussen."
-
"Herrschaft bedeutet Bestimmung des Verhaltens anderer."
Internet
Helmut Zenz - 2003