Black Muslim-Bewegung: Nation of Islam,
Black Panther Party und New Black Panther Party
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Geschichte:
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1930 Gründung der Nation of Islam (Volk des Islam)
in Detroit durch den Wanderprediger Wallace Fard (laut seinem Schüler
1877, laut FBI bzw. angeblichen Verwandten 1891 geboren), der sich auch
Walli Farad, Professor Ford, Farrad Mohammed, F. Mohammed Ali, Wallace
Fard Mohammed nannte und angab, in Mekka geboren zu sein als Sozialprogramm
ihres "Muslim temple" in Detroit ("Mosque No. 1"). Wallace Fard verkündete
die Botschaft eines neuen Islam der Schwarzen.. Danach sei die schwarze
Rasse das von Allah auserwählte Volk. Da die Unterdrückung durch
die Weißen bald ein Ende finden werde, müßten sich die
Schwarzen auf ihre Würde und Stärke besinnen und sich auf allen
Gebieten auf die Autonomie vorbereiten. Seine Lehre enthielt auch heidnische
Rituale, alte christliche Lehren und Lehren der "Zeugen Jehovas". Der einzige
Weg der Rettung für Christen sei die Konversion zum Islam, nachdem
die Christenheit zu einer Religion der Weißen, der Sklaverei, des
Rassismus und des Ku-Klux-Klan geworden sei, zu einem Kult von "blond-haarigen,
blauäuigen Teufeln mit ihrem blonden und blau-äugigen Jesus".
1932 wurde er und zwei andere Nation of Islam-Mitglieder eingesperrt, weil
sie "in a bizarre human sacrifice" involviert gewesen seinen. Die Haft
und Haftbedingungen steigerten jedoch lediglich den Einfluß auf die
schwarze Bevölkerung. Fard verschwand 1934 auf bis heute mysteriöse
Weise und auch seine Wurzeln und sein wirklicher Name sind bis heute nicht
historisch gesichert.
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1934 Elijah Muhammad (1897-1975), eigentlich Elijah Poole, oft als
Gründer angegeben, wohl aber tatsächlich nur frühes Mitglied
und Schüler, übernimmt als "Chief Minister of Islam" die alleinige
Führung der "Nation of Islam". Der Sohn eines Baptistenpredigers in
Sandersville, Georgia, ging während des Ersten Weltkriegs in den Norden.
Der junge Elijah schloß sich zunächst der "United Negroe Improvement
and Conservation Association" (UNIA) an, geführt durch den Jamaikaner
Marcus Garvey, die eine Rückkehr der Schwarzen Amerikaner nach Afrika
oder die Etablierung eines unabhängigen Schwarzen Staates forderte.
Außerdem forderte Garvey eine unabhängige Schwarze Christliche
Kirche. Dagegen zweifelte Elijah Pool am Christentum, weshalb er den Lehren
Fards 1930 aufgeschlossen folgte. Die versklavten Afro-Amerikaner würden
sich nur selbst befreien können, wenn sie ihre eigene wahre Religion
wiederentdeckten: den Islam.
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1942 Muhammad, seine Söhne und einige weitere Nation of Islam-Mitglieder
wurden eingesperrt, weil sie sich weigerten für die "weiße Nation"
im 2. Weltkrieg zu kämpfen.
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1947 Malcolm X (1925/1929?-1965) tritt der Nation of Islam bei.
Der junge Malcolm Little treibt sich im halbseidenen Schwarzenmilieu Bostons
herumtreibt, und führt ein ausschweifendes Leben immer mit einem Fuß
im Gefängnis führt. Im zweiten Inhaltsblock geht es um die Wandlung
zum erzradikalen Anführer: Little nimmt hinter Gittern den islamischen
Glauben an und lebt von nun an in spiritueller Disziplin. Nach seiner Entlassung
wird er zum wortgewandten Demagogen und militanten Anführer der Nation
of Islam - Bewegung. Schließlich rückt er von den radikalen
Auffasungen, statt Rassenkampf predigt Malcolm X jetzt Toleranz. Zu lasch
für seine Ex-Kollegen, die sich mit ihm überwarfen.
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Speeches and Letters
From Malcolm X - includes "Letter From Mecca," quotes, eulogy delivered
by Ossie Davis, Quicktime video, and audio files.
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CMG Worldwide: Malcolm
X - biography, highlights, quotes, eulogy, and bibliography, from a
company that represents the families and estates of deceased celebrities.
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Malcolm X
Files, The - from The Smoking Gun. A collection of documents chronicling
the death of Malcolm X.
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Malcolm X Page
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Malcolm X: A Research Site
- comprehensive listing of information covering his life and ideology.
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X-Web - dedicated
to Malcolm X.
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Biography
Malcolm X
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1954 Malcolm X leitet den Temple No. 7 (New York)
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1955 Der Musiker Louis Walcott (* 1933 in den Bronx), Sohn einer
karibischen Immigrantin und eines jamaikanischen Baptistenpredigers, beides
aktive Christen, hört Elijah Muhammad predigen und ist so fasziniert,
dass er konvertiert und seinen Namen zunächst in Louis X. änderte.
Elijah Muhammad bat ihn, die Musik aufzugeben und Prediger der Nation of
Islam zu werden. Im gleichen Jahr traf er Malcolm X, den er bewunderte
und bei dem er in die Lehre ging. Elijah Muhammad gab ihm später den
Namen Farrakhan und machte ihn zu einem seiner ersten Berater.
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1962 Gerüchte über diverse Affären und uneheliche Kinder
des Propheten Elijah Muhammad
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1963 Malcoms X Kommentar zur Ermordung Kennedys: "All chickens end up on
the table one day." löste heftige Proteste aus. Elijah Muhammad nutzte
diese Affäre geschickt, um den Konkurrenten von den Nation of Islam-Ämtern
zu suspendieren.
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8. 3.1964 Auf einer Reise nach Mekka, konvertiert Malcolm X zum orthodoxen
Islam, bricht mit der Nation of Islam und gründet eine eigene Black
Muslim-Bewegung, die auf Anhieb sehr populär wurde.
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21.2.1965 Malcolm X wird ermordet. Nach seinem Tod übernimmt Louis
X seine "mosque" in Harlem. Viele Anhänger Malcoms X. kehrten zu Elijah
Muhammad zurück.
1966 Thomas Hagan, Norman 3X Butler und Thomas 15X Johnson werden als
seine Mörder verurteilt. Muhammads Verwicklung in Malcolm´s
Tod wurde nie überprüft, doch nicht wenige machen ihn dafür
verantwortlich.
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1966 Gründung der Black Panther Party for Self-Defense
durch Bobby Seale und Huey P. Newton. Bis 1977 stand im Mittelpunkt
ein grosses soziales Programm, das vor allem damit beschäftigt war,
die afroamerikanische Gemeinde mit Nahrung zu versorgen (z.B. kostenloses
Frühstück für Kinder) und Schulen und Krankenhäuser
aufzubauen.
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1967 Mai: Der bewaffnete Gang in die Legislatur als Protest gegen die "gun-control
bill", Okt: Huey wird angeschossen und verhaftet. "Free, Huey" Demonstrationen
nicht nur von Afroamerikanern, sondern auch vielen anderen Amerikanern,
die durch den Vietnamkrieg den Glauben an die amerikanische Regierung verloren
haben. Black Panther Sympathisanten in Europa, Asien, etc. Zusammenarbeit
mit Red Guards (Amerikaner mit asiatischer Herkunft), Brown Berets (mexikanischer
Abstammung), Red Power (Amerikaner !), Grey Panthers (für die Rechte
und Würde betagter Leute) und Young Lords (puerto-ricanischer Herkunft)
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1968 Nixon und Edgar J. Hoover: "BPP is the greatest threat to the internal
security of the U.S." Die Black Panthers werden also als grösste Bedrohung
der nationalen Sicherheit angesehen. Nixon bzw. Hoover beauftragen daher
das FBI, mit Hilfe der örtlichen Polizei durch eine Kampagne die "Bedrohung
zu eliminieren" bzw. die Partei zu "liquidieren". Hoover versprach, 1969
werde das letzte Jahr der BBP sein. Im April/August wurde das siebzehnjährige
Parteimitglied Bobby Hutton von der Oakland Polizei und im August
der gleichaltrige Tommy Lewis zusammen mit Robert Lawrence
und Steve Bartholomew von der Los Angeles Polizei ermordet. Und
es gab zahlreiche Verhaftungen, von Parteivorsitzenden Bobby Seale
wegen Verschwörung im Zusammenhang mit den Demonstrationen gegen den
Krieg während der Democratic Convention in Chicago und vom Stabschef
David
Hilliard wegen Tätlichkeiten gegen der Polizei (in der bewaffneten
Auseinandersetzung, in der Bobby Hutton starb), und sogar wegen einer Verschwörung,
Präsident Nixon zu ermorden, basierend auf einer Rede gegen den Krieg,
bishin zum berühmten New Haven Fall, in dem Bobby Seale und
Ericka
Huggins der Verschwörung zum Mord bezichtigt wurden. Es gab alle
möglichen Angriffe gegen die Sozialprogramme der Partei und Zerstörung
von Parteieigentum, von Polizeiangreifern, die die Frühstückseier
auf den Fußboden der Kirchen zerschmetterten, oder die Medikamenten
der kostenlosen Kliniken zertrampelten, oder Bündel von Parteizeitungen
zerstörten. Einschüchterung und ähliche Methoden wurden
eingesetzt, um die Unterstützung der Partei zu unterminieren, und
den Elan und Solidarität der Parteimitglieder und Familienangehörigen
zu brechen. Noch unheimlicher und wahrscheinlich raffinierter war das als
COINTELPRO (Conter-intelligence program) bekannt gewordene, streng
geheime FBIProgramm, in dem das FBI seine Außenbüros und
die örtliche Polizei anwies, die Partei durch Informanten, Provokateure
und verdeckte Aktivitäten, einschließlich schwere Körperverletzung
und Mord, zu zerstören.
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1969: Im Januar werden zwei Parteiführer der südkalifornischen
Abteilung, John Huggins und Alprentice "Bunchy" Carter, an
der Universität von Los Angeles von bezahlten Mördern des FBI
mit der Unterstützung der Organisation des schwarzen Nationalisten
Roy Karenga ermordet. Bis Ende des Jahres wurden fast alle Büros und
Einrichtungen der Black Panther Partei von der Polizei und/oder des FBIs
angegriffen. Höhepunkt war im Dezember, als ein fünfstündiger
Angriff der Illinois Staatspolizei unter der Führung des FBI, mit
der Ermordung des 1968 erst beigetretenen Chicagoer Parteiführers
Fred
Hampton (1949-1969) und des Mitglieds
Mark Clark endete.
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1969 Der radikale Parteiführer Eldrige Cleaver (1935-2002)
und seine nicht minder militante Frau Kathleen Cleaver gehen ins Exil,
zunächst nach Kuba, dann nach Algerien, 1973 schließlich nach
Paris. Sie und Eldridge hatten zwei Kinder im Exil. 1975 kehrten sie nach
amerika zurück. Eldridge musste für ein paar monate ins gefängnis
- das war die bedingung, wenn er zurückkehren wollte. Kathleen verliess
ihn 1981, zog nach New York und ging wieder zur Schule. Sie schloss in
Geschichte in Yale ab. 1989 promovierte sie in einer Juristen-Schule.
Danach arbeitete sie als Büroangestellte für einen Bundesrichter.
Sie arbeitete auch an der erfolgreichen Befreiung von Geronimo Pratt, die
allerdings bis 1997 dauerte.
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1969 Geronimo Ji Jaga (Pratt), ein Vietnam-Veteran verteidigte das
Black Panther Hauptquartier in Los Angelos gegen einen Polizeiüberfall
in militärischer Manier. Weder kamen die Polizei in das Hauptquartier,
noch starb ein Black Panther im Unterschied zu den Überfallen auf
Hauptquartiere an den Tagen zuvor. Geronimo wurde allerdings nicht dafür,
sondern für ein Verbrechen verurteilt, das er unter Wissen des FBI
bewiesenermaßen nicht begangen hat. Stattdessen wurde der FBI-Informant
Julius Butler, ein ehemaliger Black Panther, bei der Verhandlung 1972 meineidig,
da er seine nachweisliche Informantentätigkeit bestritt. 1997 wurde
er nach 25 Jahren nicht gerechtfertigter Haft freigelassen.
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Juli 1970 Huey wird freigesprochen! Der Parteiführer Eldridge
Cleaver will das bisher soziale Programm in ein bewaffnetes umändern.
Im Zuge der erbitterten Auseinandersetzung wird das Parteimitglied Sam
Napier in New York ermortet und Cleaver aus der Partei ausgeschlossen.
Cleaver kehrte in den späten 70ern in die Usa zurück, als "wiedergeborener
christ" und unternehmer.
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1971 Brutale Ermordung des Parteiorganisators und Autors George Jackson
in San QuentinGefängnis. Dennoch hält die Partei an ihrem
politischen Programm fest.
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1972 Die BPP beginnt an regionalen Wahlen u.a. in Oakland teilzunehmen,
wo Bobby Seale als Bürgermeister und Elaine Brown als Abgeordnete
aufgestellt wurden. Obwohl die Partei die Wahl verlor, konnte sie ihre
breite Unterstützung in der Bevölkerung für zukünftige
Aufgaben festigen.
Während der drei Jahren Newtons Exil in Kuba. Auch als Edgar J.
Hoover gestorben ist, läuft das FBI-Programm Cointelpro weiter.
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1974 Huey geht freiwillig ins Exil nach Kuba, anstatt sich einer
Anklage wegen Mordes an einer jungen Prostituierten zu stellen. Der im
Gefängnis sitzende David Hilliard fliegt aus der Partei. Seale
verlässt sie mehr oder weniger freiwillig. Elaine Brown übernimmt
die Führung der BPP. Sie ist jedoch FBI Agentin und dazu ausgebildet,
Huey zu manipulieren (er wird machtgierig und rauschgiftsüchtig).
Huey kehrt 1977 noch einmal zurück und versucht in Oakland eine Basis
für eine Revolution in Amerika zu errichten, doch interne Streitereien,
Drogen (FBI-Programm!) führen zum Ende der BPP. Noch heute sitzt eine
grosse Anzahl von ehemaligen Black Panthers, im Gefängnis wegen angeblich
oder tatsächlich begangener Delikte. Huey wird 1989 von einem Crack-Dealer
erschossen. Immerhin hat er von der University of California 1980 den Ehrendoktortitel
erhalten.
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1975 Elijah Muhammad stirbt. Sein Sohn Warith wird sein
Nachfolger.
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1976 Warith Muhammad schlägt orthodoxe Richtung ein und gründete
"American Bilalian Community" (ABC)
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1977 Louis Farrakhan, übernimmt die Führung des orthodoxen,
an der Rassendoktrin des Gründervaters festhaltenden Teils der Sekte
und gründete dazu die "Nation of Islam" neu. Eine große Zahl
der ABC-Mitglieder kehrte zur erneuerten Nation of Islam zurück. Dass
das ganze sich friedlich vollzog, verdankt sich dem Umstand, dass einige
von Muhammads Enkeln und Farrakhans Kinder sich gegenseitig geheiratet
hatten und niemand die eigene Familie attackieren wollte. Für Farrakhan
hat das Böse eine konkrete Gestalt: das Judentum. Schuld an Ausbeutung
und Unterdrückung der "überlegenen schwarzen Minderheit", so
der stets elegant gekleidete Demagoge, seien in erster Linie die "jüdischen
Blutsauger". Farrakhan betet, Gott möge seine Feinde umbringen, zu
denen er u. a. auch den Papst, Homosexuelle, Weiße und Koreaner zählt.
Farrakhan, der in amerikanischen Medien wegen seiner antisemitischen Ausfälle
schon mit Hitler verglichen wurde, begann seine Karriere als Country- und
Calypso-Sänger; damals hieß er noch Louis Eugene Walcott. Durch
Malcolm X, einen der prominentesten Vertreter der schwarzen Befreiungsbewegung
in den 60er Jahren, kam er zur Nation of Islam und zu seinem "Kriegsnamen".
Als sein Ziehvater sich dann von der extrem rassistischen Doktrin der Organisation
abwandte, war es Farrakhans aggressive Rhetorik, die das Klima für
den Mord an Melcolm X, begangen durch drei Sektenmitglieder, schuf. Farrakhan
sieht sich als Messias, der vom schwarzen Establishment - im Verein mit
Regierung und Juden - daran gehindert wird, den ihm gebührenden Platz
in der Gesellschaft einzunehmen. In den Ghettos der amerikanischen Großstädte
dagegen fällt seine Botschaft fruchtbaren Boden. Hier tritt Farrakhan
nicht nur als - gefeierter - antisemitischer Verführer auf: Wenn seine
Leute Drogendealer aus den Slums vertreiben und sich um Suchtkranke kümmern,
dann vermitteln sie die Hoffnung, daß es noch ein Leben jenseits
von Rauschgift, Kriminalität und billigem Fusel gibt.
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Louis Farrakhan und Gaddafi: Der afro-amerikanische Führer der umstrittenen
Moslem-Bewegung "Nation of Islam" wollte im Sommer 1996 die US-Regierung
notfalls gerichtlich zwingen, ihm die Annahme von einer Milliarde Dollar
aus Libyen zu gestatten. Das Geld soll schon im Januar vom libyschen Staatschef
Gadaffi versprochen worden sein. Damals hatte der Moslemführer trotz
heftiger Politikerproteste sowohl Libyen als auch den Irak, den Iran und
den Sudan bereist. Eine Genehmigung der Spende durch Washington ist notwendig,
da die USA ein nahezu totales Embargo gegen Libyen verhängt haben.
Farrakhan erklärte, er werde das Geld in erster Linie für die
Opfer der kürzlich von Clinton verabschiedeten Sozialhilfe-Reform
und die Verbesserung der Lage schwarzer Amerikaner einsetzen. Damit bringt
er den US-Präsidenten, dessen Administration über die Angelegenheit
zunächst zu entscheiden hätte, in eine Zwickmühle. Denn
läßt Clinton die Spende zu, werden die Republikaner dies als
Schlag gegen die nationale Sicherheit ausschlachten und zum Stimmengewinn
nutzen. Lehnt der Präsident ab, könnte er unter Schwarzen und
anderen Unterprivilegierten potentielle Wähler verlieren. Im Herbst
1995 hatte der charismatische Farrakhan über eine halbe Million schwarzer
Männer zu einem Protestmarsch gegen die amerikanische Rassenpolitik
mobilisiert. Seitdem gilt der 63jährige als zentrale Führerfigur
der jüngeren Afro-Amerikaner. Nach der Lehre seiner etwa 30 000 Mitglieder
starken "Nation of Islam" sind Schwarze das auserwählte Volk Allahs
und den Weißen biologisch überlegen. Vor allem die Juden wurden
zur Zielscheibe des einst vom Schwarzenführer Malcolm X in die Politik
geholten Calypso-Sängers. Seiner Ansicht nach sollten die Afro-Amerikaner
einen eigenen Staat ohne Weiße errichten. Eine Meinung, die auch
Gadaffi vertritt. Der Libyer hatte Farrakhan 1985 bereits fünf Millionen
Dollar zur Verfügung gestellt und Hilfe für den bewaffneten Kampf
angeboten. Seinerzeit ließ der Moslemführer verlauten,
die Waffen habe er höflich abgelehnt
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Louis
Farrakhan - article from the Forerunner, a Christian youth newspaper.
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Louis Farrakhan Sing-A-Long
- hear the Nation of Islam leader like you have never heard him before.
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Louis Farrakhan and the Nation
of Islam: Background & Beliefs - examines the Nation of Islam from
a biblical perspective.
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The Honorable Minister Louis
Farrakhan - biographical sketch from the Nation of Islam.
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Humor: Louis
Farrakhan African Name Generator - enter the white man's label from
which you wish to unshackle yourself and a true name for our brothers and
sisters shall be granted to you.
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Täter,
Opfer, Messias: Sektenführer Louis Farrakhan schürt den schwarzen
Zorn. Wollte eine Tochter von Malcolm X ihn umbringen lassen?, 1995, von
Tom Schimmeck
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1983 Nation-Boys dienen für Präsidentschaftskandidat Jesse Jackson
als Bodyguards
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1993 Schwarze Kongreß-Abgeordnete gehen mit Farrakhan einen "heiligen
Bund" ein.
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1994 Farrakhan und Nation of Islam wegen Antisemitismus umstritten, der
"heilige Bund" zerbricht. Farrakhan hatte offen den Zorn der Gefolgschaft
auf einen altbewährten Hauptfeind gelenkt: die Juden. Khalid Abdul
Muhammad, Farrakhans nationaler Sprecher, versuchte schwarzen Studenten
mit „theologischem Gangsta Rap“ (die New Yorker „Village Voice“) einzuheizen.
Juden, hörten sie an der Howard University, seien verantwortlich für
die Sklaverei, heute würden sie Schwarze bespitzeln, die Medien, die
Unterhaltungsindustrie und die Federal Reserve Bank kontrollieren. Furchtbarer
noch als die Botschaft waren die Reaktionen. Jedesmal, wenn ein neues jüdisches
„Verbrechen“ angeprangert wurde, brüllte das Publikum: „Juden!“ Am
Kean College in Union redete der Nation-Sprecher von „hakennasigen“ Juden,
die „schwarzes Blut saugen“. Er zeigte Mitgefühl für Hitler.
Nachdem die Anti Defamation League die Rede per Anzeige in der „New York
Times“ publik gemacht hatte, drängten schwarze Führer Farrakhan,
seinen Sprecher abzusetzen. Der verlor seine Ämter – aber nicht die
Billigung des Mentors: „Ich stehe zu den Wahrheiten, die er aussprach“,
sprach Farrakhan, „aber ich muß die Art verurteilen, wie die Wahrheiten
präsentiert wurden.“ Benjamin Chavis, damals Direktor der ältesten
US-Schwarzenorganisation, der Nationalen Vereinigung für die Förderung
farbiger Menschen hielt Farrakhan die Stange und lud ihn kurz darauf zu
einem Gipfeltreffen schwarzer Führer nach Baltimore. Die Diskussion,
ob die Nation integriert oder ausgegrenzt werden muß, ist in vollem
Gange.
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1994 Khalid Abdul Muhammad löst sich von Louis Farrakhans Nationa
Of Islam und gründet eine Splittergruppe. Er gehört zu den führenden
Antisemiten der Bewegung. Muhammad sorgte weiter mit hasserfüllten
Reden gegen Juden, Weiße und Homosexuelle für Aufmerksamkeit.
Er war 1970 der "Nation of Islam" beigetreten. Dort nahm er schnell wichtige
Posten ein und wurde persönlicher Assistent des Führers der "Nation
of Islam", Louis Farrakhan. Nach dem Bruch 1994 half Muhammad maßgeblich
mit, die "New Black Panther Party" zu gründen.
Dazu:
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Gründungsmitglied der "alten" Black Panther Bobby Seale (65): „Wir
Panther-Pioniere distanzieren uns von dieser neuen Formation nicht wegen
der berechtigten Kritik an der aggressiven Politik Bushs und seiner profitgierigen
Ölprinzen, sondern wegen der antijüdischen Untertöne der
New Panthers und aufgrund der Aussage, daß der 11 . September 2001
die Rache für die Sünden Amerikas gegen die Menschheit gewesen
sei!"
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"Der Gefangene selbst ist
immer ein politischer Gefangener". Ex-Black Panthers über das
US-Gefängnissystem und den Widerstand dagegen, aus: ak - analyse +
kritik - Zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 458 / 18.01.2002
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16.10.1995 Erster Million Man March = Washingtoner Kundgebung mit
mindestens 400000 Teilnehmern in Erinnerung an Martin Luther Kings Marsch
nach Washington: Während allerdings Luther King eine "colour-blind
society" forderte und auch Weiße zum Marsch eingeladen waren und
sich auch viele Bürgerrechtler anschlossen, unterblieb dies 1995.
Die schwarzen Bürger sollen zur machtvollen "dritten Kraft" in der
US-Politik werden. Dieses Ziel verkündeten die Organisatoren der Washingtoner
Kundgebung. Zum Abschluß der Großdemonstration schwarzer US-Amerikaner
bezeichnete der Führer der Vereinigung Nation of Islam, Louis Farrakhan,
die weiße Vorherrschaft als Wurzel des Leides in Amerika. In seiner
Rede forderte er seine Anhänger auf, sich zusammenzuschließen
und ihre Gemeinden von Kriminalität, Drogen und Gewalt zu säubern.
Farrakhan wies die Kritik an seinen als rassistisch und diskriminierend
empfundenen Äußerungen gegen Juden, Katholiken, Homosexuelle
und Asiaten zurück. Er sagte, eine göttliche Hand habe ihm geholfen,
die größte Versammlung schwarzer Amerikaner in Washington seit
1963 zustande zu bringen. Ausdrücklich konträr zu Luther King
sagte Farrakhan: "We should NOT be colour-blind, therefore God gave us
different skin colours." Farrakhan und Benjamin Chavis, der
die Organisation der Kundgebung leitete, erklärten nach der eintägigen
Veranstaltung, nun sollten praktische Maßnahmen für die Formierung
der schwarzen Bürger zur dritten politischen Kraft im Lande getroffen
werden.
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Million Man March und Million Family March
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Million Family March -
seeks to affirm a God-centered, spirit-filled, mass movement for social
transformation and empowerment. October 16, 2000, Washington, D.C., sponsored
by the Nation of Islam.
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2000 Bei der Fernsehsendung "Big Brother USA" erweist sich "Sport-Willie",
der gerne über Rassenprobleme, Islam und die Rolle der Frau in der
Gesellschaft diskutiert, als Maulwurf eines radikalen Flügels der
Black Muslim. Er heisst im wirklichen Leben Hiram Ashantee und ist
die rechte Hand von Khalid Abdul Muhammad. Bei seinem Abschied verkündet
er seinen Mitbewohnern noch, er sei bis vor vier Monaten Mitglied der New
Black Panther Party in Führungsposition gewesen. Die neuen Panther
haben erst letzten Monat in Texas einen bewaffneten Protest gegen die Hinrichtung
von Gary Graham inszeniert, sich fast eine Strassenschlacht mit dem Ku
Klux Klan geliefert, sind allerdings nicht die legitimen Nachfolger der
original Panthers, die sie wegen Mißbrauch ihres Namens verklagt
haben.
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2001 taz (ap/epd) 19.2.2001: "Black Panther ist tot. Der Muslim-Aktivist
Khalid Muhammad hat mit antisemitischen Reden für Schlagzeilen gesorgt.
Der umstrittene afroamerikanische Muslimführer Khalid Abdul Muhammad
ist am Samstag nach einer Gehirnblutung im US-Bundesstadt Georgia mit 53
Jahren gestorben.
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31.10.2001: Die New Black Panther Party sponsert ein Meeting in Washinghton
im "Washington´s National Press Club" mit dem Titel "War on the Muslims/Attack
on America", das von CNN übertragen wurden und bei dem Imam Abdul
Alim Musa und Sheikh Mohammad al-Asi, beide Mitglieder des pro-Khomeini
"Institute of Contemporary Islamic Thought" (ICIT), durch ihre Teilnahme
für Neuigkeiten sorgten (vgl. http://www.idgr.de/texte/rechtsextremismus/neonazi-arab/huber-coogan.php)
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Verbreitung:
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Das Hauptquartier von Farrakhans Nation of Ilsam befindet sich heute in
Chicago; Schätzungen der Mitgliederzahl reichen von 20 000 bis 200
000.
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Ihre "Sicherheitstrupps" (Nation Boys) sorgen in Slumvierteln für
Ordnung, bekämpfen vor allen Drogendealer.
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Die Sekte besitzt u. a. Supermärkte, Restaurants und eine Großdruckerei.
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Ausrichtung:
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Wegen der rassistischen, antisemitischen Ausrichtung ist die Nation of
Islam in der Bürgerrechtsbewegung heftig umstritten.
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Prominente Mitglieder:
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Muhammed Ali (* 1942): Nach seinem Übertritt zum Islam nannte
sich Cassius Clay "Muhammad Ali". Er wurde Mitglied der "Nation of Islam".
Am 28. April 1967 verweigerte Ali den obligatorischen Schritt in die US
Army und wurde infolgedessen zunächst zu fünf Jahren Gefängnis
und § 10 000 Geldbuße verurteilt. 1980 lautete Alis Botschaft:
"Olympia-Boykott". Der Boxer reiste für Präsident Jimmy Carter
nach Afrika: Die afrikanische Länder sollten aus Protest gegen den
Sowjet-Einmarsch in Afghanistan der Olympiade in Moskau fernbleiben. Zehn
Jahre später sprach Muhammad Ali in der Golfkrise bei Saddam Hussein
vor und erreichte die Freilassung von 15 Landsleuten aus Irak. 1996 begleitete
Muhammad Ali einen Transport medizinischer Güter nach Kuba und traf
sich mit Fidel Castro.
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