Der Koran. Eine Einführung
von Helmut Zenz


0. Vorbemerkungen:

Unabhängig von konkreten, mitunter auch kritischen Einschätzungen gilt es für Christen, den Respekt vor der Heiligen Schrift einer anderen Hochreligion nicht zu vernachlässigen. Immer wieder gilt es, sich daher bei der Auseinandersetzung mit dem Islam und seiner Heiligen Schrift, an die Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils zu erinnern: "Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten. Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feinschaften zwischen Chrsiten und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen." (Nostra Aetate 3) "Der Heilswille umfaßt auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird." (Lumen Gentium 16)

 

0.1. "Der" Islam, die islamischen Konfessionen und "ihr" Koran

0.2. Islamischer Fundamentalismus, der Koran und die Aufklärung 0.3. Fehlender Laizismus, Scharia und Koran. 0.4. Der Koran als "Steinbruch"
I. Allgemeine Informationen zum Koran

I.1. Übersetzungen und Kommentare

I.2. Bedeutung des Wortes "Koran" I.3. Die Entstehung des Koran und die göttliche Inspiration *8 I.4. Die Suren und Verse
II. Inhalte des Korans

II. 1. Wichtige theologische Koranverse

II. 2. Die Stellung Mohammeds ("der hoch zu Preisende") und Jesus´ im Koran II. 3. Mohammed und die "Buchbesitzer"
Thora (AT) Neues Testament Koran
Gen 1,1ff: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht!

Gen: Vätergeschichten: Abraham - Isaak - Jakob

Dt 34, 10: Niemals wieder ist in Israel ein Prophet wie Mose aufgetreten. ... Keiner ist ihm vergleichbar.

1 Sam 16ff: König David
1 Kön 17ff.: Prophet Elija

Mal 3,22f. : Denkt an das Gesetz meines Knechtes Mose ... Bevor aber der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare Tag, seht, da sende ich zu euch den Propheten Elija.

Joh 1, 1.: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott . Im Anfang war es bei Gott. 
Joh 1,9: Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Joh 1,14: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Auftreten Johannes des Täufers als wiedergekommener Elija

Mt 1,1: Stammbau Jesus: Sohn Davids und Abrahams

Mk 1,1: Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes ... "Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden."
Mk 9,2-10: Verklärung Jesu: Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus. ... "Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören."

Joh 1, 17: Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.

Sure 1,1: Lob sei Allah, dem Herrn der Welten, dem Erbarmer, dem Barmherzigen, dem König am Tag des Gericht.

Sure 2, 81: Und dem Moses gaben wir die Schrift und ließen ihm gesandte nachfolgen; und wir gaben Jesus, dem Sohn der Maria, die deutlichen Zeichen und stärkten ihn mit dem Heiligen Geist.

Sure 37: Reihe der Gesandten: Noah, Abraham, Moses und Aaron, Elija

Sure 2,130: Wir glauben an Allah und was er zu uns niedersandte, und was er niedersandte zu Abraham ..., was gegeben ward Moses und Jesus ... Keinen Unterschied machen wir zwischen einem von ihnen; und wahrlich, wir sind Muslime.

Sure 3,1f: Allah - es gibt keinen Gott außer ihm, dem Lebendigen, dem Ewigen. Herabgesandt hat er auf dich das Buch in Wahrheit, bestätigend, was ihm vorausging. Und herabsandte er die Tora und das Evangelium zuvor als eine Leitung für die Menschen und sandte (nun) die Unterscheidung.

II. 4. Der "Gihad"*13



Zu obiger Korandarstellung erreichte mich folgende Mail des ÖKNI-Mitarbeiters Peter Miller: Dazu meine Antwort: Im folgenden werden nun die Anmerkungen von Miller und seiner Praktikantin mit Kommentaren versehen.

 
 

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Helmut Zenz - 2004