Helmut Zenz: Joseph Mausbach
Joseph Mausbach (1861-1931)
Moraltheologe, Sozialethiker, Parlamentarier
Biographie
-
* 07.02.1861 in Wipperfeld bei Wipperfürth (Rheinland) als Sohn des
Bürgermeisters Christian Mausbach und von dessen Ehefrau Johanna,
geb. Brunsbach; eigentlich: Carl Joseph.
-
Joseph Mausbach faßte den Plan, Priester zu werden, schon im kirchlich-religiös
geprägten Elternhaus, das auch erste Bildung und ein natürliches
Familienleben vermittelte.
-
(1871?)/1873-1878 Besuch des Gymnasiums im nahen Wipperfürth
-
1878-1880 Besuch des Apostelngymnasium in Köln.
-
Ab 1880 Studium der katholischen Theologie in Münster. In Münster
trat er der Studentenverbindung Unitas bei und gewann nahen Kontakt zu
deren Gründer, dem politisch tätigen Prälaten Franz Hülskamp.
Studium in Köln
-
1883 kulturkampfbedingt Weiterstudium am Lyzeum in Eichstätt.
-
20.07.1884 Priesterweihe in Eichstätt
-
1884-1889 Seelsorger in Köln-St. Gereon
-
1887: Mausbach, Franz Hitze und Hülskamp treten für
eine Erhaltung des Theologen-Vereins in Münster ein, der später
Unitas-Frisia hieß. Von seinem Freund dem Sozialpolitiker Franz
Hitze erhält er »sozialethische« Anregungen, der seit
1882 als Abgeordneter des Preußischen Abgeordnetenhauses und seit
1884 des Reichstags war.
-
1888: Promotion zum Dr. theol. in Münster
-
1889: Oberlehrer (Religionslehrer) am Gymnasium in Mönchengladbach
und Betätigung im katholischen Vereinsleben.
-
30.05.1892 Berufung auf die ordentliche Professur für spezielle
Moraltheologie und Apologetik an der Akademie (seit 1903 Universität)
Münster durch Friedrich Theodor Althoff. Von Anfang an
äußert "gedankentief, formulierungsstark und kenntnisreich"
Mausbach sich zu Zeitfragen. Die erneute "Ausrichtung von Moral und
Noetik auf christliche Transzendenz" bildet "die Voraussetzung für
die Zuwendung zur Welt und zur »modernen Cultur«, habe doch
schon Christi Lehre das »irdische Gesellschaftsleben, Ehe und Familie,
Arbeit und Eigentum, sociale Gliederung und staatliche Autorität auf
eine unantastbare, geheiligte Grundlage« gestellt (Der Wert der
weltlichen Cultur, 1897)." (Winfried Becker, BBKL)
-
1893 Mausbach setzt sich für Franz Hitzes Berufung als Professor für
Christliche Gesellschaftslehre nach Münster ein.
-
1899 Mitgründung des Collegium Marianum in Münster, einer Studienanstalt
für Ordensfrauen und andere weibliche Studierende.
-
Neben seiner akademischen Tätigkeit übernahm er Aufgaben in der
Pädagogik, Seelsorge und Volksbildung.
-
Joseph Mausbach blieb trotz zweier an ihn ergangener Rufe in Münster
»bodenständig«. Hier hielten ihn der überdurchschnittliche
Frequenzzuwachs, das gute in der Fakultät herrschende Einvernehmen
und deren Ausbau durch neue Lehrstühle und Lehraufträge.
-
1914/15 Rektor, 1915/16 Prorektor der Universität Münster.
-
Den Weltkrieg wertete er als gerechten Krieg, einen dem deutschen Volk
aufgezwungenen Bewährungskampf. Er zollte damit dem Zeitgeist Tribut.
Joseph Mausbach übernahm den Vorsitz in einem Arbeitsausschuß
von 42 Gelehrten, der im Weltkrieg »deutsche und katholische Interessen«
gegen französische Angriffe verteidigte. Diesem publizistisch tätigen
Gremium gehörten auch die Historiker Heinrich Finke, Aloys Schulte
und Hermann Grauert an. (vgl. Winfried Becker, BBKL)
-
1916 Die von Mausbach mitinitiierte Schrift »Deutsche Kultur,
Katholizismus und Weltkrieg« erscheint.
-
1917/18 hat er dann allerdings im »Hochland« das Friedensprogramm
Papst Benedikts XV. vorgestellt.
-
25.03.1918 Domprobst in Münster.
-
Die Katastrophe von 1918/19, die er dreifach definierte - als Niederlage
im Felde, als Staatsumsturz und als entscheidende Machtsteigerung der Sozialdemokraten
- führte den Priester in die politische Arena und begründet vor
allem seinen kulturpolitischen Einfluss. Dabei ging er von einem Kulturbegriff
aus, "der von der historischen Tatsache der christlich kulturellen Prägung
des deutschen Volkes ausging und dieser einen gesetzlichen Lebensraum in
der Republik sichern wollte. Indem er die Katholiken dazu aufrief, die
verfassungsmäßigen Freiheiten im Ideen- und Gestaltungswettbewerb
des demokratischen Staats zu nutzen, trat er auch für diesen selbst
ein. Aus diesem doppelten Engagement erklärte sich seine schneidende
Kritik an dem im Weltkrieg und in der Vorkriegszeit ausgebrochenen ungehemmten
nationalen Machtwillen und seine Aufforderung, in Deutschland eine »geistige
Oberschicht für internationale Friedens- und Kulturaufgaben«
zu schulen, die zu einer friedlichen Weltordnung beitragen könne."
Eines seiner bleibenden Verdienste seiner Arbeit besteht nach Winfried
Becker darin, daß er in der Zeit des vorherrschenden National-, Rasse-
und Machtgedankens und eines vordringenden positivistischen Rechtsbegriffs
die Beachtung des christlichen Naturrechts und Universalismus im Verkehr
der Völker untereinander forderte." (Winfried Becker, BBKL). Die zeitgeschichtliche
Wirkung blieb allerdings begrenzt.
-
1919 Dr. phil. h.c. an der Universität Bonn
-
1919 Zusammen mit Franz Hitze Mitglied der Deutschen Nationalversammlung
als Zentrumsabgeordneter in Weimar. Der Zentrumsabgeordnete charakterisierte
die Lage seiner Partei in der Nationalversammlung inmitten der allgemeinen
Zerrissenheit und der von großen Gegensätzen gekennzeichneten
Weimarer Koalition als außerordentlich schwierig. Auf den Kompromiß
mit den Demokraten und der MSPD, deren Führer Friedrich Ebert und
Philipp Scheidemann er respektierte, angewiesen, grenzte er den politischen
Katholizismus dennoch scharf von dem weltanschaulich und politisch unakzeptablen
Programm des Sozialismus ab. Aufgrund vertraulicher Beratungen mit Adolf
Gröber, Peter Spahn, Friedrich Naumann und Franz Hitze schuf er durch
seine besonnene Mitwirkung im Verfassungsausschuß die Basis für
die schwierige Verständigung über die Religion und Religionsgesellschaften,
Bildung und Schule betreffenden Artikel der Weimarer Verfassung
(135-149). Er nutzte, wie schon Ludwig Windthorst, die Chancen, die die
an sich säkularistisch motivierte moderne Gewissensfreiheit für
die Religionsgesellschaften und die religiös geprägte Schule
bot, und betonte, daß die konfessionell gebundene Schule nur durch
das Zugeständnis der bekenntnisfreien Schule ermöglicht worden
sei. (vgl. Winfried Becker, BBKL)
-
1919 Anders als Franz Hitze, hat er ein Reichstagsmandat nicht mehr angenommen.
-
1920 Teilnahme an der Reichsschulkonferenz.
-
1920 Peter Tischleder promoviert bei Mausbach.
-
1922 Begründung des Instituts für wissenschaftliche Pädagogik
in Münster
-
1928/1929 Oswald von Nell-Breuning promoviert bei Mausbach mit der
Dissertation "Grundzüge der Börsenmoral".
-
1929 Emeritierung, aber weiter im Lehrbetrieb.
-
um 1930 Mausbach tritt in einer mehrfach aufgelegten Schrift "Sittlichkeit
und Badewesen" gegen das Nacktbaden ein.
-
+ 31.01.1931 in Ahrweiler mit knapp 70 Jahren mitten im Lehrbetrieb des
Wintersemesters 1930/31, das er als sein letztes vor dem Ruhestand geplant
hatte.
-
1931 Peter Tischleder wird Nachfolger Mausbachs in Münster.
-
Bibliographie (Ihr liegen die Bibliographie im BBKL und eigene Recherchen
zugrunde)
-
Primärliteratur
-
Divi Thomae Aquinatis De voluntate et appetitu sensitivo doctrina (Diss.
Münster), 1888;
-
Christentum und Weltmoral. Zwei Vorträge über
das Verhältnis der christlichen Moral zur antiken Ethik und zur weltlichen
Cultur, Münster i.W. 1897, (2)1905 (Drei Vorträge);
-
Die katholische Moral, ihre Methoden, Grundsätze und Aufgaben. Ein
Wort zur Abwehr und Verständigung (Vereinsgabe der Görres-Gesellschaft),
Köln 1901, (2)1902, (3)1911 (erheblich erweitert), Die katholische
Moral und ihre Gegner, Köln (4)1913, (5)1921;
-
Autorität und Freiheit. Warnsdorf [1901]
-
Die "ultramontane Moral" nach Graf Paul von Hoensbroech. Berlin 1902
-
Einige Kernfragen christlicher Welt- und Lebensanschauung. Gedanken
und Vorträge, Gladbach (1-2)1903, Kernfragen christlicher Welt- und
Lebensanschauung, 1908, 1921, 1923 (weitere Aufl.);
-
Weltgrund und Menschheitsziel. Zwei Vorträge, M.
Gladbach 1904; 1905; 1909; (8-10)1921
-
Ausgewählte Texte zur Allgemeinen Moral aus den Werken des hl. Thomas
von Aquin, 1905, (2)1920;
-
Altchristliche und moderne Gedanken über Frauenberuf. Drei Aufsätze,
M. Gladbach 1906, (4-7)1910;
-
Die Stellung der Frau im Menschheitsleben. Eine Anwendung katholischer
Grundsätze auf die Frauenfrage, M. Gladbach (1-7)1906;
-
Der christliche Familiengedanke im Gegensatz zur modernen Mutterschutzbewegung.
Münster (Westf.) 1908
-
Die Ethik des heiligen Augustinus I-II, Freiburg i.Br. (u.a.) 1909, (2)1929;
-
Frauenbildung und Frauenstudium im Lichte der Zeitbedürfnisse und
Zeitgegensätze. Zwei Vorträge, Münster 1910;
-
Der Eid wider den Modernismus und die theologische Wissenschaft. Köln
1911
-
(Hrsg.): Moralprobleme. Vorträge auf dem Theologischen Hochschulkursus
<3, 1910, Freiburg, Breisgau>. Freiburg im Breisgau 1911, darin:
-
Grundlage und Ausbildung des Charakters. Nach dem hl. Thomas von Aquin,
Freiburg i.Br. 1911, (2-3)1920 (bedeutend erweitert); Grondslagen en vorming
van het karakter. Gent 1927
-
weitere Beiträge von J. Zahn, J. Mayer, Mutz, Siegmund Waitz
-
Der Geist Dantes und unsere Kulturaufgaben. Köln 1911; 1921
-
/Esser, Gerhard (Hrsg.): Religion, Christentum, Kirche. Eine Apologetik
für wissenschaftlich Gebildete I-III, 1911, 1913, (3)1920, (5)1923;
darin von Joseph Mausbach,
-
Die Religion und das moderne Seelenleben (I), Kempten/München 1913,
[1921]; [1922]
-
Die Kirche und die moderne Kultur (III); Kempten 1913;
München/Kempten [1921];
-
Vom gerechten Kriege und seinen Wirkungen. Münster
i.W. 1914
-
Der Kampf gegen die moderne Sittenlosigkeit. Warendorf i.W. 1914
-
Kampf und Friede im äußeren und inneren Leben. Kempten/München
1915
-
Grundzüge der katholischen Apologetik. Zum Gebrauch beim akademischen
Studium, Münster i.W. 1916, (3)1920; 1921; (Neubearbeitung Münster
i.W. 1934);
-
Ehe und Kindersegen vom Standpunkt der christlichen Sittenlehre. M. Gladbach
1916; 1917; (3)1919; 1925; 1973
-
Katholische Moraltheologie I-III, Münster 1914/18, (5-6)1926, (10)1953/54
(neu bearb. von Gustav Ermecke);
-
Catholic Moral Teaching and Its Antagonists: Viewed in the Light of Principle
& of Contemporaneous History, A.M. Buchanan, tr., 1914 504p
-
Ehe und Volksvermehrung. M.Gladbach 1917; o.J.
-
Naturrecht und Völkerrecht. Freiburg i.Br. 1918
-
Sozialismus und Christentum. Münster i.W. 1918; 1919
-
Das Wahlrecht der Frau. Münster i.W. 1919
-
Die Kulturpolitik des Zentrums, 1920;
-
Kulturfragen in der Deutschen Verfassung. Eine Erklärung
wichtiger Verfassungsartikel, M.Gladbach 1920;
-
Aus katholischer Ideenwelt. Gesammelte Aufsätze und
Vorträge, Münster i.W 1921;
-
Religionsunterricht und Kirche. Freiburg i.Br. 1922
-
Die Förderung der katholischen Presse ist Laienapostolat. M.Gladbach
1922
-
Christliche Staatsordnung und Staatsgesinnung. M.Gladbach
1922
-
Jesuitmoralen i Svenska Skolböcker, Stockholm 1924;
-
Thomas von Aquin als Meister christlicher Sittenlehre unter besonderer
Berücksichtigung seiner Willenslehre, München u.a. 1925;
-
Joseph Mausbach, in: Erich Stange (Hrsg.), Die Religionswissenschaft
der Gegenwart in Selbstdarstellungen III: Bernhard Bartmann, Hartmann Grisar,
Joseph Mausbach, Norbert Peters, Franz Sawicki, Josef Schmidlin, Heinrich
Schörs, Leipzig 1927, 57-89 (mit Bibliographie);
-
Dasein und Wesen Gottes I-II, Münster i.W. (1-2)1929-30;
-
Sittlichkeit und Badewesen. Köln 1930
-
/Grabmann, Martin (Hrsg.): Aurelius Augustinus. Festschrift der Görres-Gesellschaft
zum 1500. Todestag des hl. Augustinus, 1930.
-
Joseph Mausbach schrieb außerdem 94 Aufsätze und Artikel in
-
Zeitschriften und Zeitungen, u.a.
-
Hochland
-
Theologische Revue
-
Der Katholik
-
Kölnische Volkszeitung
-
Germania
-
Lexika, Sammelbänden und Festschriften
-
Er hielt Reden auf:
-
den Katholikentagen (Berichte über die Generalversammlungen der Katholiken
Deutschlands, 1898 ff.)
-
den Tagungen der Görres-Gesellschaft (Jahresberichte der Görres-Gesellschaft).
-
Aktuelle kultur- und schulpolitische Stellungnahmen sind auch wiedergegeben
in:
-
der Kölnischen Volkszeitung 1919, 1920-1922, 1924,
-
Der Tag 1918, 1919;
-
den Stenographischen Berichten über die Verhandlungen der Verfassunggebenden
Nationalversammlung
-
Die Reichsschulkonferenz 1920. Amtlicher Bericht, erstattet vom Reichsministerium
des Innern, 1921.
-
-
Chronologische Bibliographie der Sekundärliteratur
-
Art. Mausbach, in: Enciclopedia universal ilustrada européo-americana
XXXIII, 1917, 1234 f.;
-
Art. Mausbach, in: Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender I, 1925,
641; II, 1926, 1224 f.;
-
Art. Mausbach, in: Die Religion in Geschichte und Gegenwart III2, 1929,
2054;
-
Beyerle Konrad:
-
Joseph Mausbach, in: Jahresberichte der Görres-Gesellschaft 1930/31,
86 ff.; -
-
Mausbach in Weimar, in: Hochland 28/II, 1931, 93-95;
-
Fuchs, Friedrich: Joseph Mausbach zum Gedächtnis, in: Hochland 28/I,
1930/31, 565-567;
-
Gundlach, Gustav: Joseph Mausbach, in: Literarischer Handweiser 67,
1930/31;
-
Bachem, Karl: Vorgeschichte, Geschichte und Politik der Deutschen Zentrumspartei
VIII, 1931;
-
Meinertz, Max/Donders, Adolf (Hrsg.): Aus Ethik und Leben. Festschrift
für Joseph Mausbach zur Vollendung des siebzigsten Lebensjahres, Münster
1931, darin:
-
Meinertz, Max: Zur Ethik der Bergpredigt, S. 21-32
-
Tischleder, Peter: Die Bedeutung des Franziskus von Vittoria für die
Wissenschaft des Völkerrechts, S. 90-106
-
Donders, Adolf: P. A. M. Janvier Ord.Praed., ein Prediger der thomistischen
Moral, S. 107-112
-
Nell-Breuning, Oswald von: Zum Wertbegriff, S. 128-136
-
Rauch, Wendelin: Der widerchristliche Charakter der Lüge, S. 149-160
-
Weber, Heinrich: Joseph Mausbachs gestaltende Mitarbeit an der neuen
Deutschen Reichsverfassung, 232-250
-
Grabmann, Martin: Die Stuttgarter Handschrift des ungedruckten Ethikkommentars
Alberts des Großen, S. ?
-
Meinertz, Max/Tischleder, Peter/Donders, Adolf/Finke, Heinrich u.a.: Joseph
Mausbach zum Gedenken, in: Kölnische Volkszeitung Nr. 81, 1931;
-
Schreiber, Georg: Joseph Mausbach (1861-1931). Sein Wirken für
Kirche und Staat. Schlichte Gedächtnisblätter, 1931 (Bibliographie
von Schriften Joseph Mausbachs);
-
Steffes, J.P.: Joseph Mausbach als Pädagoge, in: Vierteljahrsschrift
für wissenschaftliche Pädagogik 7, 1931, 161-169;
-
Tischleder, Peter: Joseph Mausbachs unvergängliches Erbe an die Wissenschaft,
in: Das neue Reich 13/14, 1931, 474-477;
-
Hadrossek, Paul: Die Bedeutung des Systemgedankens für die Moraltheologie
in Deutschland seit der Thomas-Renaissance, 1950, 303-312, 338 ff.;
-
Schöllgen, Werner: Ein halbes Jahrhundert katholischer Moraltheologie.
Eine grundsätzliche Besinnung, in: Hochland 46, 1953/54, 370-376;
-
Berg, Ludwig: Joseph Mausbach, in: Staatslexikon, hrsg. von der Görres-Gesellschaft
V6, 1960, 627-629;
-
Schreiber, Georg: Westdeutsche Wissenschaftspolitik im 20. Jahrhundert.
Begegnungen mit Wilhelm Neuß, Joseph Mausbach, Franz Hitze, in: Westfälische
Forschungen 13, 1960, 71-79;
-
Art. Mausbach, in: Die Religion in Geschichte und Gegenwart IV3, 1960,
813 f.;
-
Kühlheim, J.: Joseph Mausbach, in: Rheinisch-Bergischer Kalender 31,
1961, 69 f.;
-
Art. Mausbach, in: Lexikon für Theologie und Kirche VII2, 1962, 199
f.;
-
Art. Mausbach, in: Kosch, W.: Biographisches Staatshandbuch II, 1963, 827;
-
Hegel, Eduard: Geschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster
1773-1964 I-II, 1966, 1971 (Bibliographie)
-
Ziegler, Josef Georg: Moraltheologie und christliche Gesellschaftslehre
im 20. Jahrhundert, in: Herbert Vorgrimler, Robert van der Gucht, Bilanz
der Theologie im 20. Jahrhundert III, 1970, 323 ff.;
-
Töpner, Kurt: Gelehrte Politiker und politisierende Gelehrte. Die
Revolution von 1918 im Urteil deutscher Hochschullehrer, 1971, 148 ff.;
-
Hegel, E.: Die Geschichte der Kath.-Theol. Fakultät Münster 1773-1964.
Münster 1971.
-
Art. Mausbach, in: Enciclopédia luso-brasileira de cultura XIII,
1972, 58.
-
Weber, Wilhelm: Joseph Mausbach (1861-1931), in: Aretz, Jürgen/Morsey,
Rudolf/Rauscher, Anton (Hrsg.), Zeitgeschichte in Lebensbildern III, 1979,
149-161, 289;
-
Kraus, H.: Joseph Mausbach, in: Rheinisch-Bergischer Kalender 51, 1981,
111-114;
-
Mertens, Gerhard: Joseph Mausbach, in: Staatslexikon, hrsg. von der Görres-Gesellschaft,
III7, 1987, 1057-1059;
-
Gründel, Johannes: Joseph Mausbach, in: Neue Deutsche Biographie 16,
1990, 446 f.;
-
Becker, Winfried: Joseph Mausbach, in: Biographisch-bibliographisches
Kirchenlexikon, hrsg. von Traugott Bautz, Bd. 5, Herzberg 1993, Sp. 1071-1077.
BBKL:
Joseph Mausbach
-
Rief, Joseph: Mausbach, Joseph (1860-1931). In: TRE. Band XXII. Berlin,
New York 1993, S. 283-286
-
Baadte, Günter: Krieg, christliche Ethik und Völkerrecht:
zum politischen und publizistischen Engagement von Joseph Mausbach im Ersten
Weltkrieg, in: Die personale Struktur des gesellschaftlichen Lebens: Festschrift
für Anton Rauscher. Berlin: Duncker & Humblot 1993, S. 511-528
-
Reddemann, Angela: Der Wille Gottes als handlungsregelndes Motiv in
der Moraltheologie. Kant-Mausbach-Vatikanum II. Der Beitrag J. Mausbachs
für ein personales Verständnis der Antriebsstruktur christlichen
Handelns, Frankfurt am Main u.a., 1993
-
Schallenberg, Peter: Naturrecht und Sozialtheologie. Münster, 1993
-
Feldhaus, S.: Art. „Mausbach“, in: LThK VI (1995), 1504.
-
Ribhegge, Wilhelm: Katholische Kirche, nationaler Staat und Demokratie.
Zur Rolle des Moraltheologen Joseph Mausbach (1860-1931) in der deutschen
Öffentlichkeit des Kaiserreichs und der Weimarer Republik, in: WestfZs
148, 1998, S. 171-198;
-
Angenendt, A.: Münster - Stadt der Toleranz. In: Autiero, A. (Hrsg.),
Ethik und Demokratie. Münster 1998, S. 11-24.
-
Ribhegge, Wilhelm: Kirche und Demokratie - Zur Rolle Joseph Mausbachs
in der Weimarer Nationalversammlung. In: StZ 217, 1999, S. 611-622.
-
Wassilowsky, Günther: Mausbach, Joseph, in: RGG (4)2002, Bd. V
-
o.J.
-
Kosch, W.: Das katholische Deutschland II, 2842 f.;
-
Thesen
-
Joseph Mausbach kann als genuiner Nachfolger Heinrich Peschs und Vordenker
Oswald Nell-Breunings gelten und ist gegen die Verkürzungen Peter
Tischleders und Gustav Gundlachs zu verteidigen. Auch Gustav Ermecke führt
Mausbachs Gedanken fort.
-
Joseph Mausbach steht als einer der "Väter der Weimarer Verfassung"
in einem positiven Verhältnis zu Hugo Preuß und Max Weber in
der Nachfolge Otto von Gierkes und Rudolf Gneists.
-
Angela Reddemann stellt J. Mausbach zu Recht in den Prozeß von Kant
zum II. Vatikanum, weil er durch sein personales Verständnis der Antriebsstruktur
christlichen Handelns eine Brücke vom überzogenen Kantschen Individualismus
zur sozialen und politischen Anthropologie des Konzils schlägt.
Seitenanfang
Homepage
Helmut Zenz
Copyright © Helmut
Zenz - 2003