Helmut Zenz im Netz


Obing im Internet
(Stand: März 2004)

"Himmlische Zeiten für Obing?!"


Bitte helfen Sie mit, die genealogischen Zusammenhänge aufzuhellen. Mail: helmut.zenz@t-online.de

Der Ortsname Obing rührt meines Erachtens von einem Grafen Aubert, gesprochen Obert, abgekürzt Obo, daher Ob-ing, dem Obo gehörend. Ein Graf Aubert von Bayern, Vater des 907 verstorbenen Ottokar I. von Chiemgau, Kärnten und Traungau, ist bekannt. Bis zu Ottokar VII. (+ nach 1122) bleiben sie im Besitz der Grafschaft von Chiemgau. Im Unterschied zu Aubing oder anderen ähnlich lautenden Orten hatte Obing politisch immer eine herausragende Stellung, im 8. Jahrhundert gab es sogar einen "Obinggau", der wohl den gesamten nördlichen Chiemgau umfasste. Das Schloß und die Umgelterstation trugen dazu bei, dass es das ganze Mittelalter hindurch seine Bedeutung nicht verlor. Daher kam es auch zu einem Geschlecht derer "von Obing" , das schließlich den Nachnamen "Obinger" hervorgebracht hat. So ist für einen "Heinrich von Obing", der wohl ursprünglich aus dem Geschlecht der Trauner stammte (vgl. Wappen), auch der Name "Heinrich, der Obinger" oder dann kurz "Heinrich Obinger" (14. Jahrhundert) belegt.

Derzeit sind mir in Deutschland gut 100, in Österreich und in den Vereinigten Staaten jeweils etwa 50 Personen mit dem Nachnamen Obinger bekannt, die einen Eintrag im Internet, Telefonbuch oder ähnlichen Listen haben. In der Schweiz ist nur eine Familie "Obinger" zu finden. Sonst bin ich bisher nicht fündig geworden.
Es gibt in Deutschland keine "Owinger"! Auch die wohl verwandten "Aubinger" (vgl. Münchner Ortsteil Aubing) gibt es nur noch wenige Mal in ganz Deutschland. Auch das Amerikanische Telefonbuch gibt nur wenige Aubingers her. Dies liegt wohl eben an der geringeren politischen Bedeutung dieser Orte, die einen häufigeren Nachnamen verhinderten. Bei den "Obringern" liegt der Schreibfehler wohl eher darin, dass manchmal das "r" weggelassen worden ist. Sie haben mit den Obingern nichts zu tun (vgl. die Orte namens Obringen)


Vor allem Reit im Winkl und Gstadt


9 ist als Ursprungsgegenden unwahrscheinlich

7 insbesondere 74 weist eine lange Tradition von Obingern auf

2, 4, 5, 6 scheiden aufgrund der geringen Zahl der Obingers als Ursprungsorte gänzlich aus, lediglich 64 und 67 haben historische Obinger.






Österreich: 38 Obinger
In Österreich bestünde die Möglichkeit, dass in den Bereichen 5 und 6 eine eigenständige Wurzel mit Obingern besteht. Zu klären ist allerdings noch, warum der "Obingerbauer" von Kirchbichl so genannt wurde. Wien scheidet als Herkunftsort aus.


Schweiz: 1 Obinger
Die Schweiz scheidet damit als Ursprungsland aus




USA (Vereinigte Staaten von Amerika): knapp 40 Obinger
Das Einwandererland Amerika hat nur selten eigene Vornamen ausgebildet, daher dürften die Obinger dort allesamt von den Obinger-Linien in Europa abhängen. Zu suchen ist dabei vor allem nach David, Peter und Adam Obinger, die wohl wegen ihres (jüdischen?) Glaubens ausgewandert sind.
  • Historische Obinger in Amerika ohne genaue Zuordnung: 1728-1949


  • Nichts zu tun haben mit den Obingern aller Wahrscheinlichkeit nach die Obringer, auch wenn verschiedenlich von Obinger die Rede ist (vgl. Orte: Obringen, Groß-Obringen, Thüringen, Obrigheim/67289 Obringen in Baden-Württemberg). Trotzdem seien sie hier kurz aufgeführt.

    Schwierig einzuordnen ist folgender genealogische Eintrag:

    Ebenfalls nur auf Schreibfehlern beruht die Verbindung zum Nachnamen "OLINGER", wenn sie denn überhaupt besteht.

    Ebenfalls mit den Obingern nichts zu tun, da wohl von Aubing bei München herzuleiten sind die äußerst seltenen Aubingers:
    Deutschland:
  • 93333 Neustadt (09445)
  • Aubinger Hubert, Marterlweg 6 A =? Aubinger, Hubert - email: hubert.aubinger@debitel.net, FFW Mauern
  • Aubinger Marianne, Brückenweg 4
  • Aubinger, Matthias, Mauern bei Neustadt/Donau


  • Bisher keine Obinger gefunden in:

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