Bibliographie
Pastoralassistent/-assistentin/-referent/-referentin
Gemeindeassistent/-assistentin/-referent/-referentin

Achtung: Diese Seite wird nicht mehr gepflegt und die Bibliographie nur noch auf Hinweis ergänzt!

Lange Jahre habe ich den Beruf des Pastoralassistenten als Beruf und Berufung innerhalb der Kirche angesehen und habe mich auf diesen Beruf durch die Zugehörigkeit zum Ausbildungszentrum für Pastoralassistentinnen und -assistenten der Erzdiözese München und Freising vorbereitet.
Er schien mir der vernünftigste Weg zu sein, um meine theologischen und politikwissenschaftlichen Studien auf eine solide pastorale Basis zu stellen, um auf der Basis von ausreichenden Erfahrungen in der Gemeindearbeit später in den kategorialen Bereichen JUGENDARBEIT, ERWACHSENENBILDUNG sowie VERBÄNDE und RÄTE zu gehen, zumal hier die Möglichkeit zum Quereinsteigen zunehmend reduziert wurde mit dem Verweis auf die Bedeutung der 2. Dienstprüfung. Während meines Studiums, vor allem während meines Promotionsstudiums hat sich jedoch die Situation dramatisiert, weil dieser Zugang zusehends zum Nadelöhr wurde. In der Erzdiözese München-Freising wurde von bis zu 15 Pastoralkursmitgliedern auf max. 8 Mitglieder abgespeckt, obwohl absehbar war, dass die Studienanfängerzahlen drastisch zurückgehen würden. So wurden für den Pastoralkurs 1998/99 noch 8 Bewerber zurückgestellt bzw. abgelehnt, während mittlerweile sogar wieder Bewerber aus anderen Diözesen gern gesehene Mitglieder im Bewerberkreis sind, da man sonst die "magische" Zahl 8 (bzw. 40 in fünf Jahren) nicht immer vollbringen würde. Insgesamt spricht dies in meinen Augen nicht für eine sinnvolle Personalplanung der Diözesen.

Die Gründe, warum ich heute wohl nicht mehr den Beruf der Pastoralassistentin (-referentin) bzw. des Pastoralassistenten (-referenten) anstrebe, liegen aber auf anderen Ebenen:
1) Das Berufsbild ist immer noch zu verschwommen. Angezielt worden war Gemeindepastoral und kategoriale Seelsorge mit Schwerpunkt Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, evtl. mit der Übernahme von Gemeindeleitungsfunktionen. Dagegen sollte die Fachhochschulausbildung Religionspädagogik zum Beruf der Gemeindeassistentin (-referentin) bzw. des Gemeindeassistenten (-referenten) führen, der sich in den Gemeinden dann vor allem den Bereichen Kinder- und Familienarbeit widmen sollte. In der Praxis konnte dies jedoch nie getrennt werden, da jede Gemeinde entweder eine Pastoralassistentin bzw. einen Pastoralassistenten oder eine Gemeindeassistentin bzw. Gemeindeassistenten zugeteilt bekommen hat, deren konkrete Aufgabengebiete sich in der Aufteilung vor Ort entscheidet. Gegenüber den Pfarrern geschieht die Abgrenzung des Berufsbildes nach wie vor überwiegend rein negativ ("so etwas wie ein Pfarrer, der aber nicht geweiht ist und daher bestimmte Dinge NICHT darf.)
2) Die finanzielle Höherstellung der Pastoralassistentinnen (-referentinnen) bzw. Pastoralassistenten (-referenten) gegenüber den Gemeindeassistentinnen (-referentinnen) bzw. der Gemeindeassistenten (-referenten) ist durch die Praxis nicht gerechtfertigt, da das Universitätsstudium Theologie keinesfalls besser auf die Praxis vorbereitet und das um 1 Jahr längere Studium an der Universität die Höhergruppierung i.d.R. ebenfalls nicht rechtfertigt. Eine Bezahlung nach Aufgaben ist aber noch lange nicht in Sicht. Die Pastoralassistentinnen (-referentinnen) bzw. des Pastoralassistenten(-referenten) zeigen sich von sich aus kaum bereit, dieser Ungleichbehandlung solidarisch entgegenzuwirken.
3) Die Begriffsvielfalt der pastoralen Berufe ist für die Gemeindemitglieder absolut verwirrend. Ziel muss in meinen Augen sein, Abhilfe zu schaffen. Eine Berufsbezeichnung für die nichtgeweihten, aber hauptamtlichen Gemeindeseelsorger muss ausreichen. Zu diesem Beruf könnten dann verschiedene Wege führen. So wurde dies z.B. lange Zeit in Österreich praktiziert, das jetzt allerdings leider weitgehend das in meinen Augen problematischere deutsche System übernommen hat.
4) Von Rom her wurde zunächst die Zusammenarbeit von Priestern und Pastoralassistentinnen (-referentinnen) und Pastoralassistenten (-referenten) durch Predigtverbote für Laien in der Eucharistiefeier erschwert, schließlich bezeichnete es Kardinal Ratzinger als Fehler, diesen Beruf überhaupt eingeführt zu haben. Angesichts dieser geringen Wertschätzung aus Rom und der faktischen Abschaffung des Berufs in immer mehr Diözesen hat dieser Beruf auf lange Sicht wohl keine Zukunft, zumal er eben in den Gemeinden im Unterschied zum Beispiel zu den Diakonen nach wie vor nicht verwurzelt ist, obwohl er schon gleich lange existiert (dies Nicht-Verwurzelung bezieht sich allein auf das Berufsbild und den Namen und gilt unbeschadet der Anerkennung der faktisch geleisteten Arbeit und der den Beruf ausübenden Personen!).

Da ich mir zudem durchaus ein zölibatäres Leben vorstellen konnte, habe ich dann nochmals in diese Richtung überlegt, meiner spirituellen Berufung nachgespürt und mich nach reiflicher Überlegung  für einen Eintritt in den Orden der Salesianer Don Boscos entschieden.

Dennoch mag der Beruf "Pastoralassistent/-assitentin/-referent/-referentin" für viele ein sinnvoller Weg sein. Für all jene hier diese chronologische Bibliographie und Linkliste, die ich während Ausbildungszeit angefertigt habe.

Bibliographie

1969 - 1970-1979 -1980-1989 - 1990-1999 - 2000-2004
196*

197*

1970

1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979

198*

1980

1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989

199*

1990

1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999

2000 2001 2002 2003 2004


Seitenanfang
Homepage Helmut Zenz

Copyright © Helmut Zenz 2005