Sir Karl R. Popper (1902-1994)
Ehrendoktor der Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlichen
Fakultät
der Katholischen Universität Eichstätt 1991
Biographie von Sir Karl
Popper
Folgende Biographie wurde aus mehreren Internet-Biographien zusammengestellt
und durch Hinweise von verschiedener Seite (u.a. von Prof. Kiesewetter)
korrigiert und ergänzt. Ich bitte für die Nicht-Zitierung bzw.
-Verweisung um Verständnis. Im Blick auf biographische Daten einer
solche wichtigen Person wie Karl Popper - im Unterschied zu Einschätzungen
und inhaltlichen Interpretationen - bin ich der Auffassung, dass sie der
Öffentlichkeit gehören und somit nicht unter das Copy-Right fallen.
Für den Fall, dass jemand anderer Auffassung ist, bitte ich um Rückmeldung
unter Angabe der betroffenen Passagen: helmut.zenz@t-online.de.
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1902
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Geboren am 28. Juli (nicht am 18/20. wie irrtümlich oft angegeben)
in Wien (Himmelhof in Ober-Sankt Veit)
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Er ist der Sohn des jüdischstämmigen Rechtsanwaltes Dr. Simon
Siegmund Carl Popper und von dessen Ehefrau Jenny, geb. Schiff.
Seine Eltern waren vor der Geburt der ersten Tochter Dorothea vom jüdischen
zum protestantischen Glauben übergetreten. Sein Vater, ein
Böhme, führte eine angesehene Kanzlei am Bauernmarkt 1 in der
Nähe vom Stephansdom. Nebenberuflich arbeitete er in einem Komitee,
das den Asylverein für Obdachlose gegründet hatte. Davon erfuhr
Karl Popper allerdings erst viel später. Die Eltern seiner Mutter,
also seine Großeltern, hatten die Gesellschaft der Musikfreunde in
Wien mitbegründet. Jenny Schiff selbst war eine begabte Klavierspielerin.
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18. Oktober: Taufe (protestantisch)
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Er hat zwei ältere Schwestern: Dora (Dorothea) (* 1893) und
Annie (* 1898). Zusammen mit ihnen wächst er in der Wiener Stadtmitte
auf.
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1902-1917 Erziehung und Schulzeit
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Seine Erziehung ist geprägt durch den Geist des aufgeklärten
und sozialreformerischen Bildungsbürgertums. In der väterlichen
Bibliothek (etwa 10000 Bücher) findet sich breite wissenschaftliche
wie geistige Literatur. Der Vater selbst übersetzte griechische und
lateinische Dichter ins Deutsche, verfasste (ananoym) 1903 eine politische
Satire, die dann auch prompt beschlagnahmt und bis 1918 auf den Index verbotener
Bücher kam. Seine Mutter machte Karl Popper früh mit klassischer
Musik vertraut. Der Pianist Rudolf Serkin wurde später ein lebenslanger
Freund. Auch Konrad Lorenz zählte zu seinen Kindheitsfreunden.
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1907: Laut Popper hat ihn als Kind Selma Lagerlöfs "Wunderbare
Reise des kleinen Nils Holgerson mit den Wildgänsen", das die Mutter
ihm und seinen Schwestern vorlas, entscheidend beeinflußt.
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1908: Emma Goldberger wird seine erste Lehrerin, bei der er lesen
und schreiben lernt.
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1912: 10. Geburtstag
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Beginn der Freundschaft mit dem zwanzig Jahre älteren,
späteren Sozialisten Arthur Arndt;
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Wanderung mit den "Monisten";
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Diskussionen über Marxismus und Darwinismus;
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Schon als Kind interessieren ihn also philosophische Fragestellungen.
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1914:
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28.7.: Genau an seinem 12. Geburtstag bricht der erste Weltkrieg aus.
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Im Sommer 1916 erlebt Popper mit, als Rosa Graf, eine mit seiner Mutter
befreundete Schwester Freuds die Nachricht erhält, dass ihr Sohn gefallen
ist.
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Eine Freund der Familie, der Rechtsanwalt und jetzt Armee-Offizier Dr.
Karl Schmidt, erzählt bei einem Abendessen bei Poppers, dass man ihm
die Aufgabe übertragen habe, einen Fall von Hochverrat gegen einen
Wiener Philosophie-Professor vorzubereiten, der allerdings das Land verlassen
habe: Tomas Masaryk. "Masaryk war ein Verräter, aber auch ein wundervoller
Mensch."
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1917: In einer Diskussion mit seinem Vater erkennt er, daß es zwecklos
ist, um die wahre Bedeutung von Wörtern zu streiten. Viel sinnvoller
ist es dagegen, sich an die dahinterstehenden Probleme zu halten. Er entdeckt
die Vorsokratiker und ist enthusiastischer Newtonianer.
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1918-1928 Ausbildung und Studium
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1918
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Der junge Popper verläßt in einer Art "privaten Revolte"
sein Elternhaus, beendet vorzeitig die Mittelschule und wird Gasthörer
(außerordentlicher Hörer) an der Universität inWien.
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Er besucht Vorlesungen in Mathematik, Geschichte, Psychologie, Physik
und Philosophie.
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Er lebt im Grinzinger Barackenlager mit Studenten zusammen.
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Er arbeitet unentgeltlich bei Alfred Adler in dessen Erziehungsberatungsstellen
und -heimen in den Wiener Arbeitervierteln.
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1919
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Im Frühjahr 1919 betrachtet sich der junge Popper für etwa drei
Monate als ein pazifistisch eingestellter Kommunist.
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Bereits am 15. Juni 1919 wendet er sich von dieser politischen Richtung
wieder ab. Er hatte an diesem Tag an einer Demonstration junger, unbewaffneter
Sozialisten zur Befreiung einiger von der Wiener Polizei inhaftierter
Kommunisten teilgenommen. Während dieser Demonstration kam es zu einer
Straßenschlacht in der Hörlgasse im 9. Bezirk in Wien, wobei
die Polizei acht (zwanzig?) sozialistische und kommunistische Arbeiter
erschoss. Popper war schockiert vom brutalen Vorgehen der Polizei. Wenn
der Preis für eine politische Überzeugung auch Menschenleben
sind, dann muss diese politische Überzeugung von einer kritischen
Reflexion getragen sein und sich nicht nur einen pseudo-wissenschaftlichen
Anstrich geben. Er trifft die klare Unterscheidung zwischen Wissenschaft
(Einstein) und Pseudo-Wissenschaft (Marx). So blieb er zwar weiter
interessiert an Karl Marx, konfrontierte die politischen Utopien von Marx
allerdings mit den Ideen des Physikers Einstein.
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1920
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Er verrichtet Gelegenheitsarbeiten im Straßenbau.
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Er liest Kant.
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1920/1921: Der Schubert-"Fan" Popper wird Mitglied im "Verein für
musikalische Privataufführungen" von Arnold Schönberg. Er
hörte bei Arnold Schönberg über zeitgenössische Musik,
konnte aber an Schönbergs Neuer Musik letztlich keinen Gefallen finden.
In einer Art Reaktion darauf wurde er Schüler am Wiener Konservatorium,
Abteilung Kirchenmusik. Seine Aufnahmeprüfung besteht darin, eine
Orgel-Fuge zu komponieren. Er läßt den Plan, Musiker zu werden,
allerdings wieder fallen. Immerhin komponiert er für den Hausgebrauch
weiter.
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1921:
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Auseinandersetzung Poppers mit lernpsychologischen Problemen, vor
allem mit dem Problem des Induktivismus.
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Popper gibt amerikanischen Studenten Nachhilfe.
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1922: 20. Geburtstag
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1922-1924:
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Neben den Studien absolviert er eine Tischlerlehre bei dem Wiener Meister
Adalbert Pösch.
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Er legt als Externist (Privatschüler) die Matura (Reifeprüfung)
an der Universität Wien ab.
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Er läßt sich als ordentlicher Hörer (Student) einschreiben.
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1924:
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Popper erhält den Gesellenbrief als Tischlerlehrling.
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Er legt eine Lehramtsprüfung an der Lehrerbildungsanstalt ab
und erhält damit die Lehrbefähigung für die Fächer
Mathematik, Physik und Chemie an Grundschulen.
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Weil keine Lehrerstelle frei ist, wird er Erzieher in einem Hort der
Gemeinde für sozial gefährdete Kinder.
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1925: Popper wird Student am in diesem Jahr gegründeten Pädagogischen
Institut in Wien, das mit der Universität kooperiert. Bald gibt
er unoffizielle Seminare für Studienanfänger. Am Institut selbst
lernt er nach eigenen Angaben nur wenig. Aber er lernt zu dieser Zeit zwei
Universitätsprofessoren kennen, die für seine intellektuelle
Entwicklung sehr wichtig waren: Karl Bühler und Heinrich Gomperz.
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1927: 25. Geburtstag
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Abschlußarbeit am Pädagogischen Institut: "Gewohnheit und
Gesetzeserlebnis in der Erziehung".
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Er übt Kritik an David Humes Konzept der Gewohnheitsbildung.
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Er löst für sich das "Induktionsproblem".
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Im Juli 1927 wird er erneut Zeuge einer Auseinandersetzung zwischen einer
großen Menge von Sozialdemokraten, die gegen rechtsextreme Gewalt
demonstrierten, und der Polizei, bei der diesesmal sogar nahezu 100 Menschen
erschossen werden.
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1928-1935 Promotion und Tätigkeit als Hauptschullehrer in Wien
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1928:
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Promotion zum Dr. phil. an der Universität Wien (beim Psychologen
und Sprachtheoretiker Karl Bühler) mit der unveröffentlichten
Arbeit "Zur Methodenfrage der Denkpsychologie".
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Mündliche Doktorprüfung in Musikgeschichte, Philosophie (Moritz
Schlick) und Psychologie (Karl Bühler) mit Auszeichnung.
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1929:
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Erwerb der Befähigung zum Lehramt in Mathematik, Chemie und Physik
an Grund- und Hauptschulen mit einer Arbeit über Probleme in der
Geometrie.
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Kontakte zu Victor Kraft, Herbert Feigl und anderen Mitgliedern
des Wiener Kreises.
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Popper selbst war nie Mitglied des "Wiener Kreises", aber mit vielen Mitgliedern
dieses Kreises von wissenschaftstheoretisch interessierten Philosophen
und Naturwissenschaftlern unter Leitung von Moritz Schlick befreundet.
Zum Kreis gehörten Größen wie Philipp Frank, Hans Hahn,
Otto Neurath, Victor Kraft, Karl Menger, Rudolf Carnap, Hempel. Sie versuchten
auf der Grundlage der mathematisch-logischen Forschungen von Bertrand Russell
und Ludwig Wittgenstein einen radikalen Empirismus und logischen Positivismus
zu entwickeln. Alle metaphysischen Sätze und Aussagen wurden infolgedessen
als sinnlose Scheinsätze abgelehnt. Nur noch solche Sätze wurden
als wissenschaftliche Aussagen akzeptiert, die als synthetische Urteile
auf der Basis von beobachtbaren Erfahrungen gelten, also verifiziert werden
können. 1929 verbreitete der Kreis sein Programm durch die Zeitschrift
"Erkenntnis". In Auseinandersetzung mit dieser einflußreichen Schule
entwickelte Popper seine eigene Wissenschaftstheorie. Da er nicht vom Verifikations-,
sondern vom Falsifikationsprinzip ausgeht, ist der Ursprung von Sätzen
zweitrangig. Sie können z.B. durchaus aus metaphysischen Überlegungen
hervorgegangen sein. Entscheidend ist, dass sie nur solange Anspruch auf
relative Wahrheit haben, bis sie falsifiziert sind.
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So hat er in dieser Zeit gelesen: Rudolf Carnap, Kurt Gödel, Hans
Hahn, Karl Menger, Hans Reichenbach, Richard von Mises, Friedrich Waismann,
Ludwig Wittgenstein. Gomperz führt ihn zu Victor Kraft.
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1928/1929 Teilnahme an einem Seminar Carnaps.
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Ein Onkel führte ihn zu Herbert Feigl. Er regt Popper an,
ein Buch über Wissenschaftslogik zu schreiben.
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Neurath bezeichnete Popper einmal als "offizielle Opposition" des Wiener
Kreises.
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Reichenbach rezensierte ihn "harsch".
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1930:
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Anstellung als Hauptschullehrer (Mathematik, Physik) in Wien. Er bleibt
Lehrer bis 1937.
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Beginn der Ausarbeitung des umfangreichen Manuskripts "Die beiden Grundprobleme
der Erkenntnistheorie". Auseinandersezung mit der Quantentheorie.
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Heirat mit Josefine Anna Henninger ("Hennie"). Sie wohnen im Elternhaus
seiner Frau im XIII. Wiener Bezirk, Anton Langergasse 46.
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1931: Popper verteidigt die schulreformerische Praxis der Arbeitsschule
gegen die reaktionären Verfechter einer konfessionellen Lernschule.
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1932: 30. Geburtstag
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Abschluß des ersten Bandes über "Die beiden Grundprobleme
der Erkenntnistheorie" (Das Induktionsproblem).
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22.6.: Tod seines Vaters im 76. Lebensjahr. Seine Schwester Dora beging
im selben Jahr Suizid.
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Sommerwanderung mit Feigl und Carnap in den Tiroler Alpen.
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1933
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Bei seinen wissenschaftstheoretischen Arbeiten beschäftigt er sich
mit "Kant´s problem of the limits of scientific knowledge"
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1934:
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Ende 1934: Veröffentlichung des Buches: Logik der Forschung. Zur
Erkenntnistheorie der modernen Naturwissenschaft (engl. u.d.T. The Logic
of Scientific Discovery, 1959) - eine radikal gekürzte Version von
"Die beiden Grundprobleme der Erkenntnistheorie." Dieses Buch machte Popper
schnell über die Grenzen Wiens hinaus bekannt.
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Er führt ein langes Winterabendgespräch mit Werner Heisenberg.
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1935:
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Tarski erläutert Popper die Grundidee seines semantischen
Wahrheitskonzepts.
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Vortrag Poppers in Karl Mengers "Mathematischem Kolloquium".
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Popper erhält von Albert Einstein aus den USA einen längeren
Brief (11.9.), der in Bezug auf die "Logik der Forschung" mit dem Satz
beginnt: "Ich habe Ihre Abhandlung angesehen und stimme weitgehend überein."
("Your book pleased me very much in many resepects.") Poppers Freund, der
Pianisten Rudolf Serkin übermittelte den Brief. Er spielte mit dem
Busch Chamber Orchestra und heiratete Adolf und Frieda Buschs Tochter.
Frieda Busch wiederum kannte Einstein durch sein Violin-Spiel und hatte
das Buch im April an Einstein geschickt.
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Beim Internationalen Congress für "Scientific Philosophy" in Paris
lädt ihn Susan Stebbing für eine Vorlesung ans Bedford
College in London ein (das Jahr vorher war Carnap dort eingeladen). Weitere
Einladungen kamen hinzu.
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1935-1937 Aufenthalt in England und und Reisen quer durch Europa
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1935/1936:
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Zweimalige Beurlaubung als Lehrer (für insgesamt etwa neun Monate
ohne Gehalt)
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Längerer Aufenthalt in England: Vorträge in London, Cambridge
(Moral Science Club) und Oxford.
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In London entschied er sich nicht über seine eigenen Ideen, sondern
über Alfred Tarski´s semantische Wahrheitstheorie zu lesen,
die er bei ihm selbst in Wien gehört hatte.
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Begegnungen mit Erwin Schrödinger (1936), Berlin, Hampshire,
George Edward Moore, Gilbert Ryle, Walter Adams (damals General Secretary
of the Academic Assistance Coucil die später zur Society for the Protection
of Science and Learning wurde)
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Frühjahr 1936: Vor allem mit Ernst H. Gombrich (Research Fellow
am Warburg Institute) traf er sich häufig. Mit ihm verband Popper
eine lebenslange Freundschaft, die über alle Grenzen hinweg Bestand
hatte.
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Er nahm am Seminar von Friedrich August von Hayek (Professor of
Economics an der London School of Economics) teil, stellte dort eine frühe
Version von "The Poverty of Historicism" vor und gab Hayek eine Kopie von
"Logik der Forschung".
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Es folgen Einladungen zu Vorlesungen und Vorträgen in Prag, Brüssel
und Paris.
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Er lernt Freddie Ayer kennen, der ihn wiederum im Frühjahr
1936 mit der Aristotelian Society in Cambridge zusammenbringt. Dort
lernt er Bertrand Russell kennen, den er später durchaus heftig
attackiert.
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Popper bewirbt sich um Stellungen in Cambridge und Christchurch
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21. - 26. Juni 1936: 2. Internationaler Kongreß für Einheit
der Wissenschaft in Kopenhagen.
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Diskussionen mit Niels Bohr über dessen Deutung der Quantentheorie.
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Im Juli 1936 verläßt Popper England und kehrt nach Wien
zurück.
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November 1936: Popper erhält von der Moral Science Faculty der Universität
Cambridge das Angebot einer Gastdozentur für jüdischstämmige
Emigranten, für die Felix Kaufmann sich eingesetzt hatte.
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Weihnachtsabend: Popper erhält das Angebot einer Dozentur für
Philosophie am Canterbury University College in Christchurch, Neuseeland
(später: University of Canterbury). Vermittler war J.H. ("Socrates")
Woodger.
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1937: Popper und seine Frau kündigen ihre Lehrerstellen. Sie entscheiden
sich für Neuseeland, obwohl sie lieber in England geblieben wären.
Grund war wohl auch, dass so ein anderer jüdische Emigrant, nämlich
Fritz
Waismann, die Stelle in Cambridge einnehmen konnte.
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1937-1945 Aufenthalt in Neuseeland
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1937:
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Im Januar verlassen sie Wien, um von London aus nach Neuseeland zu emigrieren.
Nach fünf Wochen Seereise kamen sie dort im März an.
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Popper wird Dozent (Senior Lecturer) für Philosophie an der Universität
in Christchurch.
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Er beginnt, seine Texte auf Englisch zu verfassen.
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Bald nach der Ankunft in Christchurch bemühte er sich um die Bildung
eines Komitees, das Einreiseerlaubnisse für europäische Flüchtlinge
nach Neuseeland beantragte. Zum Schmerz von Popper hatte das Komitee nur
36 mal Erfolg (darunter der Fotograf Bata, der später das Bild schoß,
das auf dem Schilpp-Band erscheint). Immerhin 16 Verwandte von Popper wurden
dagegen von den Nationalsozialisten ermordet.
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Ende 1937: In einem Brief an Rudolf Carnap schreibt er, er wolle
ein "Textbook for Logic" verfassen.
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1938:
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15.5.: Tod seiner Mutter.
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M.A. in Christchurch
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März: Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten beginnt Popper als
"philosophischen Beitrag" gegen den Nationalsozialismus die Arbeit an
den Schriften "Das Elend des Historizismus" und "Die Offene Gesellschaft
und ihre Feinde" (Abschluss des Manuskripts 1943).
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Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Wahrscheinlichkeitstheorie.
Wesentliches Merkmal seiner philosophischen Arbeiten ist die Suche nach
dem verläßlichen Kriterium für wissenschaftliche Rationalität.
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1940
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In Christchurch kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen Popper und
dem "head of department" Sutherland, der über Popper das Gerücht
verbreitet hat, daß er unloyal zur britischen Sache stünde,
worauf sich Popper beim Rektor Dr. Hight beschwerte. Dr. Hight stellte
sich auf die Seite Poppers. Popper war auch der Überzeugung, dass
Sutherland ihn bei der Polizei denunzierte, die ihn verhörte.
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1942: 40. Geburtstag
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Sein Jugendfreund Frederick Dorian schreibt ihm aus Amerika, dass
sie sich oft an seine bemerkenswerten Voraussagen der Katastrophe des Nationalsozialismus
bereits vor der Machtübernahme 1933 in Deutschland erinnern würden.
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1943
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Popper versucht für seine "Offene Gesellschaft" einen Verleger zu
finden, was ihm aber erst nach Ende des Weltkriegs in vereinten Anstrengungen
von Ernst H. Gombrich und Friedrich A. von Hayek gelang (bei Routledge
in London).
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15.5.: Karl Popper schreibt an seinen Freund Fritz Hellin in die
USA: "Wir sind beide fast tot und sehr deprimiert." Am 29.7.: Hennie Popper
spricht von Neuseland als einem Ort "auf halbem Weg zum Mond" (Brief an
Ernst und Ilse Gombrich). Die Poppers kämpften in den neun Jahren
in Neuseeland fast unentwegt mit finanziellen Krisen, weil das geringe
Gehalt als Dozent nahezu ganz für das Haus, Steuern, Versicherung
und die hohen Porto- und Telegrammkosten nach USA und England aufging.
Vor allem im Winter ernährten sie sich daher von einer "Karotten-
und Reis-Diät".
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1944:
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Popper fragt nach einer öffentlichen "investigation" bezüglich
seiner Situation innerhalb des Department, nachdem Sutherland ihm weiterhin
mit größter Intoleranz begegnete, zumal er auch finanziell bei
den Prüfungsgeldern benachteiligt würde. Der neue Rektor scheint
sich dabei nicht sonderlich für Popper eingesetzt zu haben.
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Hayek bietet Popper eine "Readership" an der London School of Economics
an.
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Die "Poverty of Historicism" erscheint in Hayeks Zeitschrift "Economia".
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1945:
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März 1945: Popper schreibt Gombrich: "Das ist das neunte Jahr, dass
ich die GESAMTE Lehre in Philosophie mache, und ich bin das einzige Mitglied
des gesamten Personals, das in dieser Zeit keine Gehaltserhöhung bekommen
habe - oder besser gesagt, da ist kein Mitglied, das in dieser zeit nicht
mindestens vier Gehaltserhöhungen in dieser Periode bekommen hat.
... diejenigen meiner Freunde, die gegen die Behandlung von mir protestierten,
wurde in etwa gesagt: ´Wir wissen, dass er zu gut für diesen
Platz ist. Doch wir können nicht helfen; und wir sollten ihn nicht
halten, wenn er woanders hingehen will."
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21.5.: Popper wird auf einer Rückreise von einem Kurzurlaub in den
Neuseeländer Bergen an einer Busstation namens Fairlie das Telegramm
von Hayek aus: "Congratulations on London appointment".
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30.5.: Die Antwort auf Rudolf Carnaps Nachfrage, ob Popper nicht nach
Wien zurückkehren wolle, lautet: "No, never!"
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November: Veröffentlichung des Buches "The Open Society and Its Enemies"
(deutsch u.d.T.: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, 1957/58). Seither
wurde das Buch in 26 Sprachen übersetzt.
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2.12.: Poppers verlassen mit dem Schiff Neuseeland. Ihre
Schiffsreise führt sie um das Kap Horn.
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1946-1969 Rückkehr nach England, Dozent und Professor an der University
of London bis zur Nobilitierung und Emeritierung
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1946:
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Anfang Januar trifft das Ehepaar Popper wieder in England (Southampton)
ein. Sie leben zunächst in einem gemieteten Haus: Burlington Rise
in London
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Popper wird auf Vermittlung von Friedrich von Hayek außerordentlicher
Professor (Reader) an der Londoner School of Economics and Political Science,
University of London. Er wird Vorstand der Abteilung für Philosophie,
Logik und wissenschaftliche Methodenlehre
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Am 26. Oktober: Zusammenstoß mit Ludwig Wittgenstein im Moral
Science Club in Cambridge.
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1948:
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D. Lit. an der LSE
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Victor Kraft bietet ihm die Nachfolge Schlicks in Wien an.
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Jack Eccles
bietet ihm über Dunedin die Findlay-Nachfolge in Otage, New Zealand
an.
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Popper wendet sich an Hayek, dieser wiederum an Robbins. Zusammen setzen
sie sich dafür ein, dass Popper in London bleiben kann.
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1949
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Mitglied der Académie Internationale de Philosophie des Sciences
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1949-1969: Professor für Logik und Wissenschaftslehre (wissenschaftliche
Methodenlehre) an der University of London
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1950-1981: Gastprofessuren und Vorlesungen in Amerika, Australien, Europa,
Hongkong, Indien, Japan, Neuseeland
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1950:
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Im Februar Schiffsreise auf der "Queen Mary" nach New York
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William James-Lectures in Harvard. Dort begegnet er Percy Bridgman.
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Begegnung mit Albert Einstein in Princeton.
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Im Oktober Umzug nach Penn, Buckinghamshire.
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1951:
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Beginn der Arbeit am Postscript zur Logik der Forschung (bis 1956).
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1951-1953:
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Vorsitzender der Philosophy of Science Group of the British Society for
the History of Science
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1952: 50. Geburtstag
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Gerrit J. Vries nimmt in seinem Buch: Antisthenes redivivus, Amsterdam
1952 Bezug auf Popper.
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1956: Oktober bis Juli 1957: Druckfahnenkorrektur der drei Bände des
Postscripts.
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1957:
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Augenoperation.
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Veröffentlichung der Aufsätze "The Poverty of Historicism" als
Buch (deutsch u.d.T.: Das Elend des Historismus, 1965)
-
Paul Feyerabend trägt in Bristol Poppers Konzept der Propensitäten
vor.
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1958:
-
Fellow of the British Academy
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1958/1959:
-
Präsident der Aristotelian Society
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1959:
-
Die englische Übersetzung seiner Logik: "The Logic of Scientific Discovery"
erscheint. Erst 15 Jahre nach seiner Rezeption als Politischer Philosoph
findet Popper daher breitere Resonanz im englischen Sprachraum als Wissenschafts-
und Erkenntnistheoretiker.
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Ralph Dahrendorf nimmt in seinem Buch: Class and Class Conflict in Industrial
Society. Stanford, California: Stanford University Press 1959 Bezug auf
Popper.
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1959-1961:
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Präsident der British Society for the Philosophy of Science
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1960: Beginn der Zusammenarbeit mit Willian Warren Bartley III am Postscript
(bis 1962).
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1961:
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Beginn des sogenannten "Positivismus-Streits" zwischen Theodor W. Adorno
und Popper auf dem Soziologentag (Tagung der "Deutschen Gesellschaft
für Soziologie" in Tübingen. Innerhalb der Studentenbewegung
gilt Popper als "Erz-Positivist".
-
Am 31. Oktober: Herbert-Spencer-Gedächtnisvorlesung in Oxford über
"Die Evolution und der Baum der Erkenntnis".
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1962: 60. Geburtstag
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Hon. LL.D. der Universität Chicago, USA.
-
1963: Veröffentlichung der Aufsatzsammlung: Conjectures and Refutations:
The Growth of Scientific Knowledge
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1964:
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Mario Augusto Bunge gibt die Essay-Sammlung: The Critical Approach to Science
and Philosophy: In Honor of Karl Popper, London: Collier-Macmillan 1964
zu Ehren Karl Poppers heraus.
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Ehrenmitglied des Harvard Chapter of Phi Beta Kappa
-
1965:
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Erhebung in den den Ritterstand (Sir Karl) durch Königin Elizabeth
II.
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21. April: Arthur Holly Compton-Gedächtnisvorlesung an der Washington
University "Über Wolken und Uhren".
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13. Juli: Kolloquium ("Conference on Philosophy of Science") am Bedford
College in London über "Kritik und Erkenntnisfortschritt" (Thomas
S. Kuhn, Imre Lakatos, John W.N. Watkins). Die Kritik durch Thomas S. Kuhn
an Popper führt zu einer Neubelebung des sogenannten "Positivismus-Streits"
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Ehrenmitglied der Royal Society of New Zealand
-
1966:
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Hon. LL.D. der Universität Denver, USA
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Ausländisches Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Science
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1967: 65. Geburtstag
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25. August: Vortrag in Amsterdam über "Erkenntnistheorie ohne erkennendes
Subjekt".
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Bambrough schreibt das Buch: Plato, Popper and Politics, 1967.
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Albrecht Wellmer schreibt sein Buch über die Wissenschaftslehre Poppers:
Methodologie als Erkenntnistheorie. Zur Wissenschaftslehre Karl R. Poppers.
Frankfurt am Main: Suhrkamp 1967; 1968; 1972
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1968:
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Vortrag in Wien "Zur Theorie des objektiven Geistes".
-
M. Cornforth antwortet auf Poppers Marxismus-Kritik in seinem Buch: The
Open Philosophy and the Open Society: A Reply to Dr. Karl Popper's
Refutations of Marxism. New York: International Publishers 1968.
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1969:
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September: Ende der aktiven Lehrtätigkeit (Emeritierung), allerdings
übernimmt Popper bis zu seinem Tod noch zahlreiche Gastprofessuren
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1965?: Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaften
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Der Dokumentationsband: Adorno, T.W. / Popper, K.R. et. al.: Der Positivismusstreit
in der deutschen Soziologie. Neuwied / Berlin - Luchterhand 1969 erscheint.
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Vorlesung an der Emory University: "Knowledge and the Body-Mind Problem:
In Defence of Interaction" (erst 1994 veröffentlicht)
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1970-1994 Zeit der Ehrungen und Veröffentlichungen
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1970-1976
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1970:
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1971:
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Hon. Lit.D. der Universität Warwick, England
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1972: 70. Geburtstag
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Veröffentlichung des Buches: Objective Knowledge (revised 1979 edition)
(deutsch u.d.T.: Objektive Erkenntis: Ein evolutionärer Entwurf, 1973)
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Ehrenmitglied der London School of Economics and Political Science
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1973:
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Sonning-Preis der Universität Kopenhagen
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Hon.LL.D. der Universität Canterbury, Neuseeland
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1974:
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Zwei Bände erscheinen über Popper in "The Library of Living Philisophers".
"Unended Quest" (Poppers intellektuelle Autobiographie).
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20. - 30. September: Diskussionen mit John C. Eccles in der Villa Serbolloni
am Comer See über das Leib-Seele-Problem.
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Korrespondierendes Mitglied des Institut de France
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1976:
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Veröffentlichung des Buches: Unended Quest: An Intellectual Autobiography
(deutsch u.d.T.: Ausgangspunkte: Meine intellektuelle Entwicklung, 1979)
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Großes Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich
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Hon. D.Litt. der Universität Salford, England
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Hon. D. Litt der City-Universität London, England
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Lippincott Medaille der American Political Science Association für
"The Open Society and Its Enemies"
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Fellow der Royal Society in London
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Mitglied der Académie Royale de Belgique
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1977-1981
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1977: 75. Geburtstag
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Veröffentlichung des gemeinsam mit John C. Eccles verfaßten
Buches: The Self and its Brain (deutsch u.d.T.: Das Ich und sein Gehirn,
1982)
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Ehrenmitglied der Académie Internationale d`Histoire des Sciences
in Paris
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1978:
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Ehrendoktor (Dr. rer.nat.h.c.) der Universität Wien
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Erneuerung des Dr. phil von 1928 durch die Philosophische Fakultät
der Universität Wien
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Ehrendoktor (Dr. phil. h.c.) der Universität Mannheim
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Hon. D.Litt. der Universität Guelph, Kanada
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Dr. Karl Renner-Preis der Stadt Wien
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1979:
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Veröffentlichung des Buches: Die beiden Grundprobleme der Erkenntnistheorie
(hrsg. von Troels Eggers Hansen)
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1980?: Ehrendoktor (Dr. rer.pol. h.c.) der Wirtschaftswissenschaftlichen
Fakultät der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am
Main
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Ehrendoktor (Dr. phil. h.c.) der Universität Salzburg
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Goldmedaille für besondere Verdienste für die Wissenschaft des
American Museum of Natural History, New York
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Ehrenmitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
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Ehrenmitglied der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland
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1980:
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Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst und
Mitglied der Kurie für Wissenschaft und Kunst
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Orden Pour le Mérite der Bundesrepublik Deutschland
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Hon. D.Litt. der Universität Cambridge, Großbritannien
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Mitglied der (Delegation Großbritanniens für die) Académie
Européenne des Sciences, des Arts et des Lettres in Paris
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Ehrenmitglied des Darwin College in Cambridge
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Mitglied des Institut de France
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1981:
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Dr. Leopold Lucas-Preis der evangelisch-theologischen Fakultät
der Universität Tübingen
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Hon. D.Sc. des Gustavus Adolphus College, St. Peter, Minnesota, USA
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Ausländisches Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei
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1982-1986
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1982: 80. Geburtstag
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Königin Elizabeth II. belehnt Sir Karl mit den Insignien des Ordens
der Companions of Honour
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Hon. D.Litt. der Universität Oxford, Großbritannien
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Ehrenmitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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Ehrenmitglied des Department of History and Philosophy des King´s
College der Universität London
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Levinson, Paul (ed.): In Pursuit of truth: Essays in Honour of Karl Popper's
80th Birthday. Atlantic Highlands, New Jersey: Humanities Press. 1982
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Veröffentlichung des Buches: Realism and the Aim of Science
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Veröffentlichung eines Gesprächs mit Franz Kreuzer u.d.T.
Offene Gesellschaft - offenes Universum
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1982/1983:
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Veröffentlichung der Postscripts Vol. I., Vol. II und Vol. III, hrsg.
von W.W.Bartley III.
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1983:
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Veröffentlichung des Buches: The Open Universe: An Argument for Indeterminism
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Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik
Deutschland
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Ehrenring der Stadt Wien
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21. Februar: Altenburger Kamingespräch mit Konrad Lorenz.
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24. - 26. Mai: Wiener Symposium anläßlich von Poppers 80. Geburtstag.
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1984:
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Veröffentlichung des Buches: Quantum Theory and the Schism in Physics
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Veröffentlichung der Aufsatzsammlung: Auf der Suche nach einer besseren
Welt (engl. u.d.T.: In Search of a better World, 1992)
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Alexis de Tocqueville-Preis der Universität Valonges, Frankreich
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1985:
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Veröffentlichung des Altenberger Gesprächs zw. Karl Popper u.
Konrad Lorenz u.d.T. Die Zukunft ist offen
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Tod der Ehefrau Hennie in Wien.
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Für kurze Zeit übernimmt Popper den Posten eines Direktors
eines neuen Bereichs des Boltzmann Instituts in Wien.
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1986:
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Verkauf von Fallowfield und Umzug nach Kenley, Surrey. Popper arbeitet
weiterhin viel und wird dabei assistiert von Melitta Mew.
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Hon. D.Sc. der Universität London, Großbritannien
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Ehrenmitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien
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Ausländisches Mitglied der National Academy of Science in Washington,
D.C.
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Medaille der Stadt Linz für Verdienste in der Wissenschaft
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1986-1994
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Senior Research Fellow der Hoover Institution on War, Revolution and
Peace in Stanford, Cal.
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Gastprofessor an der Universität Wien
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1987-1991
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1987: 85. Geburtstag
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1988:
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10. Internationaler Preis "Friedrich Nietzsche" der Universität Palermo,
Italien
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1989:
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Internationaler Preis von Katalonien der Universität Barcelona
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9.Juni: Poppers erster öffentlicher Vortrag an der London Scool of
Economics: "Towards an Evolutionary Theory of Knowlege".
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1990:
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Veröffentlichung des Buches: A World of Propensities (u.d.T.: Eine
Welt der Propensitäten", 1995)
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1991:
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Ehrendoktor (Dr. phil. h.c.) durch die Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlichen
Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt
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Ehrendoktor (Dr. phil. h.c.) der Universität Madrid, Spanien
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Ehrenmitglied der Academia Scientiaum et Artium Europaea in Salzburg
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Emeritiertes Mitglied der Academia Europaea in London
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1992-1994
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1992:
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90. Geburtstag
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Ehrenmitglied der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien
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Kyoto-Preis in Japan
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Goethe-Medaille des Goethe-Instituts in Weimar
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1993:
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21. April: Aufruf an die Europäer, aus Anlaß des Krieges im
ehemaligen Jugoslawien.
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Ehrenbürger der Stadt Wien
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Ehrendoktor (Dr. phil. h.c.) der Universität Athen, Griechenland
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Otto Hahn-Friedensmedaille der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten
Nationen in Berlin
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Veröffentlichung des Buches: "The Myth of Framework",
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Veröffentlichung des Buches: "Knowledge and the Body-Mind-Problem."
(u.d.T.: Alles Leben ist Problemlösen, 1994)
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1994:
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Ehrendoktor (Dr. med.sc. h.c.) der Karls Universität Prag, Tschechische
Republik
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Open Society Prize der Zentraleuropäischen Universität Prag.
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Ehrenmitglied des Wissenschaftlichen Rats der Dritten Medizinischen Fakultät
der Karls Universität Prag
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1994
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Am 17. September: Tod von Sir Karl Popper in East Croydon, London nach
kurzer, schwerer Krankheit im alter von 92 Jahren.
Posthume Ereignisse:
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1994
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Der Teilband I von "Vermutungen und Widerlegungen" erscheint.
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1995
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Eine "Lesebuch. Ausgewählte Texte zu Erkenntnistheorie, Philosophie
der Naturwissenschaften, Metaphysik, Sozialphilosophie" erscheint.
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1996
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1997
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Der Teilband II von "Vermutungen und Widerlegungen" erscheint.
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1998
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"The World of Parmenides. Essays on the Presocratic Enlightenment" wird
veröffentlicht.
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1999
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5. Todestag von Sir Karl Popper
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Jarvie, Ian C. u.a. (Hrsg.): Popper's "Open society" after fifty years,
1999
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2000
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"Vermutungen und Widerlegungen" werden in einem Band herausgegeben.
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2001
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10 Jahre Ehrendoktorat Kath. Universität Eichstätt - Tagung
und Ausstellung
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Tagungsband: Kiesewetter, Hubert/Zenz, Helmut (Hrsg.): Karl Poppers
Beiträge zur Ethik, Tübingen 2002
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Inhaltsverzeichnis:
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Vorwort
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I. Teil: Freiheit und Verantwortung
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1. Hans Albert: Freiheit, Recht und Demokratie. Zur Wirkungsgeschichte
der Sozialphilosophie Karl Poppers
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2. Kurt Salamun: Zum Menschenbild Karl R. Poppers und seinen ethischen
Implikationen.
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3. Hubert Kiesewetter: Karl Popper und die Verantwortung des Wissenschaftlers
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Diskussion der Vorträge 1. bis 3.
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II. Teil: Wahrheit und Humanität
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4. Herberth Keuth: Popper zu Objektivität und Wahrheit
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5. Ferdinand Rohrhirsch: Die Wissenschaftsphilosophie Karl Poppers und
ihr Nutzen für die Biblische Archäologie am Beispiel der Qumranforschung
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6. Wilhelm Baum: Karl Popper und der klassische Humanismus
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Diskussion der Vorträge 4. bis 6.
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III. Teil: Willensfreiheit und Ethik
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7. Volker Gadenne: Die Willensfreiheit und das Leib-Seele-Problem in der
Philosophie Poppers
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8. Helmut Zenz: Karl Popper und die Katholische Sozialethik. Probleme der
Rezeption und zukünftige Impulse
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9. William Petropulos: Wie offen ist die "offene Gesellschaft"? Karl Popper
und Max Scheler: eine Konfrontation
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Diskussion der Vorträge 7. bis 9.
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IV. Teil: Metaphysik und Theologie
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10. Evelyn Gröbl-Steinbach: Popper und die Metaphysik
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11. Dieter Hattrup: Popper und die Religionskritik
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12. Heinzpeter Hempelmann: Christlicher Glaube vor dem Forum kritischer
Vernunft. Kritischer Rationalismus und Theologie als Wissenschaft
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Diskussion der Vorträge 10. bis 12.
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Verzeichnis der Referenten (und Diskussionsteilnehmer: Dr. Euringer, Prof.
Fetz, Prof. Sutor, Prof. Willers, Harald Stelzer), Personenregister, Sachregister
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2002
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2003
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2004
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