Informationen zu Jugend 2000
zusammengetragen und kommentiert von Helmut Zenz
Jugend 2000 ist im Gespräch. Jugend 2000 ist ein
neuer Jugendverband (auch die anderen Jugendverbände haben als Bewegungen
angefangen, haben sich erst allmählich strukturiert und organisiert
und tragen den Bewegungscharakter zum Teil sogar noch im Namen - siehe
Kath. Landjugendbewegung), der auf Grund seines umfassenden, wenn auch
sehr viel stärker religiös ausgerichteten Programms sich eigentlich
in den BDKJ einbringen müßte, der historisch als Bund DER deutschen
katholischen Jugend gegründet worden ist und diesen Anspruch bis heute
zu Recht erhebt. Ohne Frage bietet die momentane Ausrichtung des BDKJ wenig
Chancen auf einen vorurteilslosen Dialog, der jenseits der Etiketten "politisch"
hier, "fromm" dort zu den Essentials der katholischen Jugendarbeit durchdringt
und den Common Sense betont. Problematisch ist dabei die Rolle der Bischöfe.
Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten in ihren Diözesen nicht die
nötigen Maßnahmen ergriffen um den klassischen Jugendverbänden
in den Orts- und Kreisebenen die nötige geistliche Begleitung von
Geistlichen zu Teil werden zu lassen. Die Pfarrer von immer größer
werdenden Pfarrverbandseinheiten, mittlerweile sogar die anderen Hauptamtlichen,
haben dafür keine Zeit und keinen Nerv mehr. Es ist logische Konsequenz,
dass sich unter diesen Voraussetzungen die Jugendarbeit vor Ort religiös
nivelliert und auf den höheren Ebenen politisiert (was natürlich
unbequem ist, vor allem wenn es sich die Kritik gegen die Kirche selbst
richtet). Leidtragend sind tatsächlich die religiös überdurchschnittlich
motivierten und auch sozialisierten Jugendlichen, die in den Territorialstrukturen
keine Platz zu finden scheinen. Also nehmen sie Zuflucht bei den Angeboten
der Neuen Geistlichen Gemeinschaften und in den letzten Jahren eben auch
bei Jugend 2000. Seltsamerweise finden sich dort - böse Zungen sagen
nicht ganz unberechtigt, weil pflegeleichter - ausreichend Priester zur
geistlichen Begleitung. Die Pfarrer und geistlichen Begleiter sollten eigentlich
- so legt es Paulus nahe - bei den Glaubensschwachen in den Gemeinden ansetzen.
Leichter ist es natürlich, bei den noch ausreichend sozialisierten
und motivierten Jugendlichen anzusetzen. Leichter ist es natürlich,
mit Jugend 2000 und anderen Gruppen im Hintergrund, die unliebsam gewordenen
klassischen Jugendverbände zu diskreditieren. Als langjähriger
KLJBler und zuletzt auch Geistlicher Begleiter im Landkreis Ebersberg kann
ich aber nur dagegen protestieren, die im BDKJ organisierten Jugendlichen
grundsätzlich als "papstkritisch" und "nur politisch" zu diffamieren
und dagegen das Image der "papsttreuen" und "religiösen" Jugend 2000
zu setzen. Mit einer entsprechenden Begleitung gibt es auch in den Kreisen
der klassischen Jugendverbände viele spirituelle Schätze bei
den Jugendlichen zu entdecken und zu fördern. Nur ist das eben mühsamer,
als bei den ohnehin schon sozialisierten Jugendlichen anzusetzten. In den
kleinen Kreisen von Jugend 2000 lassen sich natürlich auch leichter
fernstehende Jugendliche begeistern und anstecken, das war in der Gründungsphase
der klassischen Jugendverbände auch nicht anders. Aufbruchsstimmung
ist immer missionarisch fruchtbare Stimmung. Allerdings sollte man sich
keiner Illusion hingeben, das für Jugend 2000 nicht die soziologischen
Gesetze der Größe und des Alters gelten: Je größer
und je älter Jugend 2000 wird, desto verfestigter, unflexibler und
einseitiger werden die Strukturen werden. Mag sein, dass dann diese weniger
politisch im Sinne des Apostolats der Politik in der Welt von heute sind,
kirchenpolitisch relevant sind sie allemal! Wie bei den BDKJ-Verbänden
zeigt sich im übrigen auch schon bei Jugend 2000 die Notwendigkeit,
zwischen Verbandsfunktionären und den zugehörigen Mitgliedern
zu unterscheiden. Den wenigsten Teilnehmern an "Prayer Festivals" von Jugend
2000 ist das Politikum bewußt, sie nehmen daran teil, weil das dort
angebotene und ohne Frage für diese Zielgruppe sehr attraktive Programm
sie interessiert.
Was Not tut ist daher solide Informationen, selbstkritische
Einschätzungen auf beiden Seiten und Dialog, Dialog und nochmals Dialog.
Dieser ist aber von den Bischöfen selbst anzuleiten, da sie die Verantwortung
für die gesamte katholische Jugendarbeit in ihrer Diözese tragen.
Alles andere trägt den Spaltplitz der Parteiungen weiter in die Kirche
hinein (ähnliches lässt sich in der gesamten Laienbewegung beobachten,
siehe Verhältnis Zentralkomittee der deutschen Katholiken und Forum
Deutscher Katholiken). Vielleicht können die Ordensgemeinschaften,
insbesondere die, die selbst vor allem in der Jugendarbeit aktiv sind,
ihren Teil dazu beitragen.
Adressen und Internet im Blick auf den Organisationsgrad:
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Jugend 2000 International - deutsche Sektion: Richard Sohler, Gabi Zecha
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Jugend 2000 Deutschland: Richard Sohler, Bundessprecherin: Claudia Senk
-
http://www.jugend2000.com/ (Jugend
2000 International)
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Jugend 2000 inet Portal - http://www.jugend2000.org/
-
Youth 2000 USA- www.youth2000ny.com
-
Youth 2000 Großbritanien - www.youth2000.org
-
Prayerfestival / Anbetungswochenenden
von Jugend 2000: www.prayerfestival.de
-
Weltjugendtag: http://www.weltjugendtag.de/
-
JUGEND 2000 in der Diözese
Augsburg Homepage: www.augsburg.jugend2000.org, Alpspitzstr. 11, 86956
Schongau, Tel.: 08861-1225 augsburg@jugend2000.com
-
JUGEND 2000 Bamberg und Würzburg Wolfgang Gärtig, Tel.: 09321-924213
Wolfgang.Gaertig@gmx.de
-
JUGEND 2000 Eichstätt Tommy Halanke, Tel.: 0841-992020 tommy.mo@t-online.de
-
JUGEND 2000 Freiburg Stefan Willmann, Tel.: 0761-2820522 willmann.stefan@gmx.de
-
JUGEND 2000 in der Erzdiözese
Köln Schwalbengasse 12-14, 50667 Köln, Tel.: 0221-2572206,
Fax.: 0221-2572249 info@jugend-2000.de Kontaktstellen: Kontaktstelle Düsseldorf-Süd:
Markus und Simone Scheelen, Tel.: 0211-71199994, Markus.Scheelen@t-onlinde.de
Kontaktstelle Krefeld: Frank Manthey, Tel.: 02151-782950, mantheyf@aol.com
-
JUGEND 2000 in der Erzdiözese München-Freising Tel.: 08134-7301
Martina-Kristin@gmx.de
-
JUGEND 2000 Paderborn Sandra Ruzinski, Tel.: 02903-1367 sruzi@aol.com
-
JUGEND 2000 in der Diözese
Regensburg Homepage: www.regensburg.jugend2000.org - Ingrid Wagner,
Tel.: 0941-5972237 iwagner.ja@bistum-regensburg.de- Georg Feßlmeier,
Tel.: 09445-750072 jugend2000@hallertau.net Kontaktstellen: Kontaktstelle
Landshut: Norbert Treiber, Tel.: 0871-24721, norbert_treiber@web.de Martin
Müller, Tel.: 0871-2764963, martindoublem@12move.de Kontaktstelle
Riedenburg: Veronika Petz, Tel.: 09442-1208 Petra Silberhorn, Tel.: 09491-1864,
pshaid@freenet.de Kontaktstelle Weiden:
-
JUGEND 2000 in der Diözese
Speyer Homepage: www.speyer.jugend2000.org - Sandra Fischer, Tel.:
089-89693729 sprecher@speyer.jugend2000.org - Thomas Schied, Tel.: 06341-33758
info@speyer.jugend2000.org
-
JUGEND 2000 Trier Uli und Helene Bruch, Tel.: 06835-923780 BruchUli@web.de
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JUGEND 2000 Oberschwaben
- Christoph Osterspey, email: jochrisos@gmx.de - www.rottenburg.jugend2000.org
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JUGEND 2000 Schweiz jugend2000@freessurf.ch
Selbstdarstellung (kursiv meine Anmerkungen dazu):
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"Auf dem Weltjugendtag in Santiago de Compostela 1989 rief Papst Johannes
Paul II. uns zu: "Liebe Jugendliche, machen wir uns mit Maria auf den Weg;
engagieren wir uns, Christus, dem Weg, der Wahrheit und dem Leben, zu folgen.
So werden wir glühende Boten der neuen Evangelisierung und großherzige
Baumeister der Zivilisation der Liebe im neuen Jahrtausend sein."
-
Durch diesen Aufruf inspiriert, entwickelte sich 1989 von England und Deutschland
ausgehend eine neue Jugendbewegung, die sich in Fatima den Namen YOUTH
2000 gab.
-
Im deutschsprachigen Raum arbeiten wir seit 1990 unter dem Namen JUGEND
2000 innerhalb einer internationalen Arbeitsgemeinschaft, um auch andere
junge Menschen für die Weltjugendtage (wirklich nur für die
Weltjugendtage oder doch langfristig als "Alternative" für den "politischen"
BDKJ?) und die damit verbundene Neuevangelisierung der Welt zu begeistern.
„JUGEND 2000 - Aufbruch der jungen Kirche im Geiste Mariens”
(Hierbei
handelt es sich um einen offiziellen, bewußt gewählten Namen,
daher muss er halten, was er verspricht: 1) DER jungen Kirche=>Monopolanspruch,
der ihnen weder organisatorisch noch der Sache nach zusteht! 2) Junge Kirche?
Gibt es eine "alte" Kirche? 3) Im Geiste Mariens?, der Geist geht immer
noch vom Vater und vom Sohn aus! Also meinetwegen in der Haltung und der
Gesinnung Mariens!) ist seither der programmatische Name für
eine Bewegung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Priestern
(!
Welche Priester?), die sich zusammen mit unserem Papst, unseren Bischöfen
und Millionen von Jugendlichen auf der ganzen Welt für dieses Ziel
einsetzen.
-
Als JUGEND 2000 wollen wir unsere Sendung in, mit und für die Kirche
leben. Deshalb liegt uns die Zusammenarbeit aller in der Jugendarbeit engagierten
kirchlichen Einrichtungen, Bewegungen und Gemeinschaften besonders am Herzen.
Hierbei hat der Austausch sowie die Kooperation mit den Jugendseelsorgern
und Bischöfen der einzelnen Diözesen sowie mit der afj (Arbeitsstelle
für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz) eine große
Bedeutung gewonnen (Zusammenarbeit, Austausch, Kooperation klingt gut,
scheitert aber oftmals an wechselseitigen Vorurteilen und elitären
Ansprüchen, wohlgemerkt auf beiden Seiten!)
-
Was geht bei uns ab? Zu unseren „Angeboten” gehören Infoveranstaltungen
rund um die Weltjugendtage in Jugendgruppen, Schulen und ganz spontan auf
Straßen und Plätzen, Anbetungswochenenden („Prayerfestivals”)
(enge Verknüpfung von Prayer=Lobpreis und eucharistischer Anbetung!)
und musikalisch gestaltete Anbetungsstunden („Holy Hours”) mit anschl.
Treffen beim Italiener oder Griechen („Happy Hours”), Jugendkatechesen
("Tankstellen"), Gebetskreise und Lobpreisabende, thematische Wochenenden
und Jugendwallfahrten, Fußballturniere („3-Länder-Cup!”), Skiwochenenden,
Motorradwallfahrten (also doch auch die klassischen nicht-religiösen
Felder der Jugendarbeit. Damit ist Jugend2000 aber ein Jugendverband wie
jeder andere) und nicht zu vergessen: Unsere „Abenteuer-Fahrten” zu
den Weltjugendtagen nach Santiago, Tschenstochau, Denver, Manila, Paris,
Rom, Toronto und ....Willkommen in Köln 2005
-
Das ist uns wichtig! Wir möchten weitergeben, was wir und mit uns
viele andere junge Menschen neu entdeckt, geschenkt und als Aufgabe anvertraut
bekommen haben:
-
- eine lebendige Beziehung zu Christus und seiner Kirche,
-
- eine neue Begeisterung für unseren Glauben,
-
- eine tiefe Liebe zu Maria, unserer Mutter, die uns zu unserem Sohn führen
will,
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- die Erfahrung, dass ich von Gott geliebt und deshalb einmalig und wertvoll
bin,
-
- dass mein Leben in der Liebe zu Gott und meinem Nächsten einen großartigen
Sinn hat.
-
Deshalb ...
-
- möchten wir mit anderen den wunderbaren Reichtum unserer Kirche
immer tiefer verstehen und erleben seither die Feier der Hl. Eucharistie
immer mehr als Mittelpunkt und Höhepunkt unseres Lebens
-
- staunen wir in der eucharistischen Anbetung immer wieder neu, dass Jesus
wirklich da ist, uns liebt und unsere Nähe sucht
-
- ist es gigantisch, nach jedem "Absturz" im Sakrament der Versöhnung
und wiedergefundenen Freude (= Beichte) wieder einen Neuanfang machen zu
können
-
- lieben wir das meditative Rosenkranzgebet, das uns Frieden und Vertrauen
schenkt
-
- freuen wir uns am Leben, an anderen Menschen, an der Schöpfung und
auf den Himmel (auch wenn sich so etwas fromm anhört ...)
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Struktur und pastorale Zielsetzung: Die Arbeit der Jugend 2000 ist auf
das kirchliche Leben in den Pfarreien (Wo und wie konkret?) und
Diözesen ausgerichtet. Diese Zielrichtung ist besonders in der Botschaft
zum V. Weltjugendtag angegeben, zu der sie in Absprache und gutem Miteinander
mit den zuständigen kirchlichen Stellen einen positiven Beitrag leisten
möchte: "Privilegierter Ort dieser Neuentdeckung der Kirche und des
Engagements für sie sind die Vereinigungen und Bewegungen und die
verschiedenen Jugendgruppen. Nicht umsonst spricht man heute von einer
'neuen Zeit der Zusammenschlüsse' in der Kirche (vgl. Christefideles
laici, 29). Sie muß als großer Reichtum und kostbares Geschenk
des Heiligen Geistes mit tiefer Dankbarkeit angenommen werden". "Es gilt
gerade die Diözesankirche neu zu entdecken. Die von Christus gegründete
Kirche ist keine abstrakte Realität, keine bloße Idee. Sie nimmt
konkrete Gestalt an, z.B. als Diözesankirche, die sich eint um den
Bischof, den Nachfolger der Apostel. In diesem Sinn müßt Ihr
auch Eure Pfarrgemeinde neu entdecken, ihr Leben, ihre Nöte und die
Gruppen und Gemeinschaften, die in ihr sind und wirken.Tragt die Freude
und die Dynamik, die ihr beim Weltjugendtreffen von Santiago und anderen
Weltjugendtreffen, bei den internationalen Zusammenkünften Eurer Bewegungen
und Vereinigungen erlebt habt, in Eure Diözesen hinein. Seid dort
lebendige und fruchtbare Reben." (Zitat woraus? Von Jugend 2000 werden
meiner Erfahrung und meinem Einblick nach mehrheitlich nicht Pfarrgemeinden
entdeckt, sondern religiöse aufgeschlossene Jugendliche von den Territorialpfarreien
hin zu "Personalpfarreien" abgezogen.)
Geschichte und historische Hintergründe von Jugend 2000:
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2.2.1989: Einige Jugendliche beginnen eine Arbeits-, Gebets- und Lebensgemeinschaft
in Beuren / Lkr. Neu-Ulm.
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25. Mai 1989 Gründung der Marianischen Jugendbewegung
(MJB) - mjb.de
-
Sommer 1989 Ein Priester, der bei den "Beurenern" zu Besuch war, erzählt
vom bevorstehenden Weltjugendtag in Santiago de Compostella. Daraufhin
fahren 15 junge Leute aus verschiedenen Gebetskreisen der MJB mit zwei
VW-Bussen zum IV. Weltjugendtag nach Spanien. Begleitet wird die Fahrt
von Hubert Liebherr
-
Während der Rückfahrt nach Deutschland spricht Richard (Sohler)
die
Notwendigkeit einer neuen Initiative für die Bekanntmachung der Weltjugendtage
im deutschsprachigen Raum an.
-
ebenfalls 1989 Der Engländer Ernest Williams gründet eine eucharistische
Jugendinitiative und gibt ihr im Heiligtum von Fatima den Namen YOUTH 2000
-
Palmsonntag 1990 erste Feier des "Weltjugendtags in den Diözesen"
in Deutschland innerhalb der Jugendkatechese der MJB in Marienfried
/ Neu-Ulm. Anschließend Vorbereitungen zur Gründung einer
internationalen Arbeitsgemeinschaft.
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August 1990: Erste Begegnung zwischen Richard (Sohler) und Ernest, anlässlich
des 1. Internationalen Jugendfestivals in Medjugorje. Mit Blick
auf die geplante Gründung der internationalen Arbeitsgemeinschaft
lud Richard ihn zu einem Besuch in Marienfried und Beuren ein.
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Anfang Oktober 1990: Besuch von Ernest in Beuren und Weiterentwicklung
seiner Vision einer weltweiten eucharistischen Jugendbewegung.
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13. Oktober 1990: gemeinsame Gründung der "Internationalen Arbeitsgemeinschaft
JUGEND 2000" im Schönstatt-Heiligtum Marienfried. zusammen mit etwa
20
Vertreter aus verschiedensten Bewegungen und Gemeinschaften (Selbstdarstellung!!!).
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1991: Gründung der JUGEND 2000 in Österreich mit Kontaktstellen
in Wien und Vorarlberg sowie erstes Empfehlungsschreiben für die Statuten
der Int. Arbeitsgemeinschaft JUGEND 2000 durch den Diözesanbischof
von Feldkirch, DDr. Klaus Küng.
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1991: Teilnahme am VI. Weltjugendtag in Tschenstochau / Polen mit 4 Bussen
und über 200 Jugendlichen.
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Palmsonntag 1992: "Weltjugendtag in den Diözesen" in Augsburg mit
Erzbischof DDr. Joseph Stimpfle (erster deutscher "Weltjugendtag in
den Diözesen" mit Teilnahme eines Diözesanbischofs) und München.
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1993 Teilnahme am VIII. Weltjugendtag in Denver mit 34 Bussen und 1500
Jugendlichen aus 10 Ländern.
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Palmsonntag 1994: "Weltjugendtag in den Diözesen" in den Diözesen
Augsburg und Köln
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14. November 1994: Kirchliche Anerkennung der "JUGEND 2000 in der Erzdiözese
Köln" durch Erzbischof Joachim Kardinal Meisner
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1995: Teilnahme am Weltjugendtag in Manila mit 250 Jugendlichen und jungen
Erwachsenen
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Palmsonntag 1995: Zentraler "Weltjugendtag in den Diözesen" mit über
500 Teilnehmern in Köln.
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1995: Teilnahme am Europäischen Jugendfestival in Loreto / Italien
mit ca. 600 Jugendlichen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz
und Südtirol.
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Palmsonntag 1996: Weltjugendtag in mehreren Diözesen Deutschlands
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1996: Teilnahme am Papstbesuch in Berlin mit 800 Jugendlichen.
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8. September 1996: Gründung der JUGEND 2000 Zentralschweiz.
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Palmsonntag 1997: Weltjugendtag in zahlreichen Diözesen Deutschlands,
Österreichs und der Schweiz
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1997 Teilnahme am Weltjugendtag Paris mit 1500 Jugendlichen
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August 1997: Kirchliche Anerkennung der "JUGEND 2000 in der Diözese
Augsburg" durch Bischof Viktor Josef Dammertz OSB
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Palmsonntag 1998: Weltjugendtagsfeiern in 12 Diözesen Deutschlands
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1998 Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft JUGEND 2000 ("JUGEND
2000 Deutschland")
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1998 Erste Prayerfestivals
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1999 Bestellung eines Geistlichen Begleiters für die JUGEND 2000
auf Bundesebene durch Jugendbischof Dr. Franz-Josef Bode, Osnabrück
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1999 Kirchliche Anerkennung der Statuten der "JUGEND 2000 Schweiz" durch
die deutschsprachige Bischofskonferenz der Schweiz
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2000 Teilnahme am Weltjugendtag in Rom mit über 1700 Teilnehmern
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2000 Feier des Weltjugendtags in Diözesen in 12 Diözesen in Deutschland,
Österreich und der Schweiz
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20.-22.10.2000 Prayerfestival im Marianum in Buxheim bei Memmingen
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Jesus begegnen in der Eucharistie und Anbetung
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Jesus begegnen im Lobpreis, im Gebet, in "Talks", Kleingruppen,
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Jesus begegnen in der Beichte
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Jesus feiern mit vielen netten, coolen Leuten und dir
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Ein Prayerfestival bietet dir die Chance, mal über Dinge nachzudenken,
sie sonst vielleicht im Trubel des Alltags untergehen, ganz neue Seiten
an und in dir zu entdecken und einfach mal mehr von Gott zu erfahren und
dich sogar live mit ihm zu unterhalten.
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Referenten: Jesus, ein Team von Youth 2000 aus den USA, darunter voraussichtlich
zwei Grayfriars aus der Bronx in New York
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Mitzubringen: Schlafsack, Isomatte, Bibel, Musikinstrumente, Rosenkranz
und gute Laune, Für die Verplegung wird gesorgt
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Wieviel: auf freiwilliger Spendenbasis zu Dekung der Unkostenbeitrags.
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November 2000: Kirchliche Anerkennung der "JUGEND 2000 in der Diözese
Regensburg" durch Bischof Manfred Müller
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2001 Feier des Weltjugendtags in 13 deutschen Diözesen, die meisten
von JUGEND 2000 organisiert. Insgesamt nehmen über 3000 Jugendliche
Teil (z.B. München mit 750 Teilnehmern)
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Vom 12.-14. Oktober 2001: Berg- und Wanderwochenende in Bezau und Anbetungswochenende
in Heudorf / Riedlingen mit Weihbischof Renz
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2002 Teilnahme am Weltjugendtag in Toronto, vgl. dazu Bericht von Schwarz,
Sohler und Zecha - http://www.kirche-heute.de/images/WJT9_2002.doc
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7.-9.2.2003 Skiwochenende in Quanten (Schweiz), Skigebiet: Flumser Berge,
Kontakt: Veronika Osterspey, 07351-32125, jochrisos@gmx.de (JUGEND 2000
Oberschwaben)
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14.-16.2.03 Prayer Festival im Marianum in Buxheim in der Diözese
Augsburg. Selbstbericht: "250 Jugendliche von „Prayerfestival" in Buxheim
begeistert: Buxheim (sis). Ein ausnahmslos positives Fazit zogen die rund
250 Jugendlichen, die am Wochenende am Dritten Prayerfestival in Buxheim
teilgenommen haben, das von der „Jugend 2000" organisiert wurde. Hierbei
handelt es sich laut Gabriele Zecha von der Diözese Augsburg um eine
weltweite Bewegung von Jugendlichen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat,
Jugendlichen einen neuen Zugang zum Glauben zu verschaffen. „Als wir 1998
das erste Mal ein Prayerfestival veranstalteten, kamen anfangs 20 Leute,
jetzt sind es schon zwischen 200 und 250 Jugendliche und junge Erwachsene,
die ihren Glauben vertiefen oder neu entdecken wollen und einen Kick in
der Begegnung zu Gott anstreben", erklärte sie. Deshalb bringe man
den Glauben in den Lebensraum der Jugend, wie hier in die Turnhalle des
Marianums. Abwechslungsreiches Programm Das Programm ist eine abwechslungsreiche
Mischung aus lebendigen und meditativen Elementen: Lobpreis, Feier der
heiligen Messe, geistliche Impulse, Gespräche und vieles mehr. Begeistert
zeigten sich die Jugendlichen überwiegend von dem Gemeinschaftsgeist
und der Bereitschaft und Offenheit untereinander. Thomas De Beyer, ehrenamtlicher
Helfer aus Leutkirch, war überwältigt von der Hilfsbereitschaft
und dem Geist, der herrschte: „Wir hatten Essen für rund 200 bis 250
Leute geplant und obwohl es mehr waren, hat es für alle gereicht und
es meldeten sich gleich nochmals zehn Freiwillige, die in der Küche
mithalfen." „Man schöpft Kraft" Robert, 26-jähriger Medizinstudent,
erklärte begeistert: „Das Festival war eine faszinierende Veranstaltung.
Es ist wie .heimkommen' und man schöpft eine ungeheure Kraft, denn
es ist nicht der Mensch, der im Mittelpunkt steht, sondern Gott. So wird
auch viel schlechtes Denken von der Kirche wieder relativiert." Karin Plischke,
eine der ehrenamtlichen Hauptorganisatoren, zeigte sich mit der Veranstaltung
sehr zufrieden. Vor allem der Umgang mit den rund 15 katholischen Priestern,
die während des Wochenendes mitgewirkt hatten, sei sehr unkompliziert
gewesen. Dies wurde von einigen Jugendlichen, die eigens aus Speyer angereist
waren, bestätigt: „Die Pfarrer sind echt gut hier und das Tollste
ist, dass man hier aufgenommen wird, wie man ist." Weitere Informationen
zu Prayerfestivals in Süddeutschland beziehungsweise dem Weltjugendtag
in Toronto gibt es unter: www.jugend2000.com oder www.prayerfestival.de
oder www.weltjugendtag.de"
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28.2.-1.3.03 Prayer Festival in der Erzdiözese Freiburg
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21.-23.3.03 Prayer Festival in Heudorf am Bussen (JUGEND 2000 Oberschwaben)
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28.-30.3.03 Prayer Festival im Edith-Stein-Gymnasium, Speyer
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April 2003: Stefan Willmann (Selbstdarstellung!): Erzbistum München:
'Jugend 2000' offiziell anerkannt. Neue Jugendbewegung ist nun offiziell
katholisch. Großes Jugendtreffen am kommenden Palmsonntag München
(kath.net/ok). Die katholische Jugendbewegung „Jugend 2000“ ist jetzt auch
in der Erzdiözese München und Freising offiziell zugelassen und
damit als katholische Gruppierung anerkannt. Die Gruppierung ist bisher
in den Bistümern Augsburg, Köln und Regensburg zugelassen. Laut
Satzung sieht sich die diözesane Gruppe als Teil der nach eigenen
Angaben weltweiten Bewegung „Jugend 2000“, die ihr Entstehen im wesentlichen
den von Papst Johannes Paul II. einberufenen internationalen Weltjugendtagen
verdanke. Jugendliche wollten mit dem Engagement in dieser Gruppierung
eine Antwort auf den Aufruf des Papstes zu einer Neuevangelisierung geben,
heißt es in der Satzung. In der Erzdiözese München und
Freising wolle die Gemeinschaft, die sich ausdrücklich als „Aufbruch
der jungen Kirche im Geist Mariens“ sieht, „den Jugendlichen durch Gemeinschaft
im Glauben, religiöse Bildung und ethische Erziehung dienen“. Der
für die Jugendarbeit im Erzbistum München und Freising verantwortliche
Seelsorgereferent im Münchner Erzbischöflichen Ordinariat, Domkapitular
Josef Obermaier, teilte mit, dass die Anerkennung dieser Gruppierung im
Einvernehmen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) (nach
Auskunft des BDKJ aufgrund der Umstände, nicht aus Überzeugung)
in der Erzdiözese erfolgt sei.Organe der „Jugend 2000“ in der
Erzdiözese sind die Koordinierungsversammlung, Kontaktstellen und
Aktionskreise. Die Koordinierungsversammlung ist das allein beschließende
Organ der Bewegung, das sich mindestens aus sieben stimmberechtigten Mitgliedern
zusammensetzt. Erster Sprecher der Versammlung ist der Betriebswirt Christoph
Friedrich aus München.
Geistlicher Assistent der „Jugend
2000“ ist der Regens des Münchner Priesterseminars, Franz Joseph
Baur. Die Bewegung wirkt über Kontaktstellen und Aktionskreise,
die für die Umsetzung der Ziele der Jugend 2000 sorgen. Am kommenden
Palmsonntag, 24. März, tritt die „Jugend 2000 in der Erzdiözese
München und Freising“ erstmals offiziell unter diesem Namen an die
Öffentlichkeit. Die Bewegung hat Jugendliche eingeladen, am feierlichen
Bischofsgottesdienst und an der liturgischen Palmprozession mit Kardinal
Friedrich Wetter in der Münchner Liebfrauenkirche teilzunehmen. Der
Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr. In den Räumen des Edith-Stein-Gymnasiums
im Kirchlichen Zentrum in der Preysingstraße 83 im Stadtteil Haidhausen
findet anschließend ab 12.30 Uhr ein Jugendtreffen statt. Dazu werden
Hunderte von Jugendlichen aus vielen Nationalitäten erwartet. Veranstaltet
werden unter anderem Vorträge und Workshops zu politischen, sozialen
und spirituellen Themen. Höhepunkt wird ein Live-Konzert mit dem ehemaligen
Jazzsänger und heutigen Franziskanerpater Stan Fortuna aus New York
sein, der jetzt als Streetworker in der New Yorker Bronx arbeitet. Kardinal
Wetter wird zu den Jugendlichen sprechen. Auch der Ordinarius für
Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität
München, Professor Gerhard Ludwig Müller (alsbald Bischof von
Regensburg), und die indische Ordensfrau Margaritha Valapilla werden Gesprächspartner
der Jugendlichen sein. Ähnliche Treffen waren bereits in den vergangenen
Jahren von einem „Arbeitskreis Weltjugendtag“ am Palmsonntag organisiert
worden. Aus dem Arbeitskreis hat sich die neue Gruppierung „Jugend 2000“
gebildet.
-
14. April 2003 kath.net-Bericht): Kardinal Wetter zur Jugend: 'Alle wollen
abnehmen, nur ihr nehmt zu!' Freude beim 18. Weltjugendtag: Nuntius Lajolo
besuchte die Diözese Augsburg, Kardinal Wetter feierte mit über
850 begeisterten Jugendlichen in München. Rund 6000 bis 7000 Jugendliche
feierten in Deutschland am Palmsonntag den 18. Weltjugendtag auf diözesaner
Ebene. Eine der größten Gruppen - 850 Jugendliche - versammelte
sich in München mit Kardinal Wetter. Je rund 500 Jugendliche trafen
sich in den Diözesen Regensburg, Rottenburg und Augsburg. Der Augsburger
Diözesanbischof Viktor Josef Dammertz begrüßte auch den
Apostolischen Nuntius von Deutschland, Erzbischof Giovanni Lajolo, im Kreis
der Jugendlichen. Lajolo übermittelte einen Gruß des Heiligen
Vaters. "Die Freude muss im Herzen lebendig bleiben", betonte Lajolo. Dazu
sei der Rosenkranz eine große Hilfe. "Die Muttergottes führt
uns zu Jesus", hob er im Blick auf das Motto des 18. Weltjugendtags "Siehe,
deine Mutter!" hervor. Die Jugendlichen stellten beim Treffen auch eine
neue Rosenkranzaktion vor. Höhepunkt des Weltjugendtags war die eucharistische
Anbetung. Eine Videoaufzeichnung über die Übergabe des
Weltjugendtagskreuzes auf dem Petersplatz an die Jugendlichen in Deutschland,
ein Weihegebet der Jugendlichen an die Gottesmutter sowie ein Konzert der
christlichen Band Cardiac Move bildeten den Abschluss eines lebendigen
Tages. In München wurde der diözesane Weltjugendtag bereits zum
achten Mal begangen. Organisiert wurde dieses große Glaubensfest
der katholischen Jugend, zu dem sich mehr als 850 Jugendliche und junge
Erwachsene aus allen Teilen der Erzdiözese eingefunden hatten, wie
in den vergangenen Jahren auch von der „JUGEND 2000 in der Erzdiözese
München und Freising“ in Zusammenarbeit mit dem Erzbistum. Der Münchener
Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter, der ebenso wie der erzbischöfliche
Seelsorgeamtsleiter Prälat Josef Obermaier an der Hauptveranstaltung
teilnahm, war sichtlich gerührt über die Freude und Begeisterung
der Weltjugendtagsbesucher und den herzlichen Empfang, der ihm bereitet
wurde. Angesichts der völlig überfüllten Sporthalle des
Edith-Stein-Gymnasiums begrüßte der Kardinal die Jugendlichen
mit den Worten: „Alle Welt will abnehmen – ihr aber nehmt zu! Jedes Jahr
werden’s mehr.“ In seiner folgenden Ansprache, bei der die Jugendlichen
jedes seiner Worte gespannt verfolgten, empfahl er ihnen, dass die Beziehung
zu Gott im Leben immer das Wichtigeste, die Achse des Lebens sein müsse.
Die jungen Menschen könnten sich dabei – so Kardinal Wetter zum Abschluss
seiner mit lang anhaltendem Applaus honorierten Ansprache – gemäß
dem Motto des diesjährigen Weltjugendtages „Siehe deine Mutter!“ (Joh
19,27) ein Vorbild an der Gottesmutter Maria nehmen. Großen Beifall
erntete auch Diözesanjugendpfarrer Martin Cambensy für seine
Ansprache, in der er an die zeitgleich in Rom stattfindende Übergabe
des Weltjugendtagskreuzes an deutsche Jugendliche erinnerte und gegenüber
den anwesenden Jugendlichen auf die große Bedeutung der eucharistischen
Anbetung hinwies. Nach der Hauptveranstaltung des Weltjugendtages wartete
eine abwechslungsreiches Programm auf die Teilnehmer. Der Pallottiner-Pater
und Psychotherapeut Dr. Jörg Müller S.A.C. hielt einen
Workshop zum Thema „Fit for life – oder ewiges Versagen? Vom Umgang mit
der Angst“, sein Mitbruder Pater Hans Buob S.A.C.
erläuterte
in einem Vortrag mit dem Titel „Die Geheimnisvolle Braut Gottes – Maria
und der Heilige Geist“ wie wichtig es für jeden einzelnen ist, sich
vom Heiligen Geist erfüllen zu lassen. Gudrun Lang von der
"European Youth Alliance" in Brüssel ermutigte die Jugendlichen in
ihrem Workshop „Time for courage – Ein Schwimmkurs abseits des Mainstream“
zum beherzten Einsatz für eine Zivilisation der Liebe. Prof. Jörg
Splett sprach über die Wichtigkeit von „Glaube–Hoffnung–Liebe:
verstaubte göttliche Tugenden oder Lösungscode für eine
kaputte Gesellschaft“. Daneben berichtete ein junges Ehepaar über
ihren Weg „Vom Atheismus zur Taufe – Perspektiven der Gnade“, Dr. Franz
Joseph Baur, der geistliche Assistent der JUGEND 2000 und Regens des
Münchener Priesterseminars, erläuterte die „Hauptrollen im Plan
der Liebe – Frauengestalten in der Bibel“. Der bekannte Journalist und
Nahostexperte Dr. Friedrich Schreiber analysierte das heikle Thema
„Kein Frieden zwischen Israel und den Palästinensern?“ und gab auch
Auskünfte über den Irakkonflikt. Großer Andrang herrschte
bei dem von Michael Cech, dem Chefredakteur und Herausgeber des
Jugendmagazins „YOU!“, gehaltenen Workshop, in dem er den Jugendlichen
das Thema „Hip-Hop, Rock und die Suche nach Gott“ nahe brachte. Abgerundet
wurde der Weltjugendtag, der in diesem Jahr schon als ein Meilenstein auf
dem Weg zum internationalen Weltjugendtag 2005 in Köln konzipiert
worden war, von einer musikalisch gestalteten Anbetungsstunde („Holy Hour“)
und dem mitreißenden Musical „Joshua“ der Gruppe YME.
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25.-27.4.03 Prayer Festival in der Erzdiözese Freiburg
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23.-25.5.03 Prayer Festival in der Diözese Speyer
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28.5.-1.6.2003 Info-Stand der JUGEND 2000 auf dem Ökum. Kirchentag
in Berlin
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13.-15.6.03 Prayer Festival in der Erzdiözese Freiburg
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14.-21.6.2003 (Pfingsten) Fahrt nach Polen mit Pater Antonius Sohler (JUGEND
2000 Regensburg)
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13.-17.8.03 Prayer Festival in Waghäusl in der Erzdiözese Freiburg
Namen:
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Pfarrer Hendrick Jolie, St. Michael, Mühltal , ist seit 1992
Priester der Diözese Mainz und Pfarrer zweier Diaspora-Gemeinden im
vorderen Odenwald (Nähe Darmstadt). 2001 gründetete er mit anderen
Priestern das "Netzwerk Katholischer Priester", eine Selbsthilfegruppe
glaubenstreuer Priester. Er ist Mitglied im "Arbeitskreis Weltjugendtage
in der Diözese Mainz" und organisiert mit "Jugend 2000" die regionalen
Weltjugendtage. Im Auftrag der Diözese ist er u.a. auch als geistlicher
Begleiter tätig. Netzwerk Katholischer Priester Impressum und Kontaktadressen
der Verantwortlichen: Pfarrer Dr. Guido Rodheudt Kleikstr. 58, 52134 Herzogenrath
Tel.: 02406/7095 Fax: 02406/93584 Email: pfarrer@st-mag.de; Pfarrer Hendrick
Jolie Hochstr. 23 64367 Mühltal, Tel.: 06151/147851; Fax: 06151/144480
Email: pfarrer@priesternetzwerk.net
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HENDRICK JOLIE, Pfarrer, Mühltal, Leserbrief Taz 24.3.2003: "Niemand
bestreitet mehr, dass der Ökumenische Kirchentag in Berlin einen Dammbruch
bezüglich der "Abendmahlsgemeinschaft" herbeiführen und so die
Spaltung des deutschen Katholizismus vorantreiben wird. Auch die mahnenden
Worte des Papst Johannes Pauls II. können daran nichts ändern.
Denn der Papst wird von den Katholiken in Deutschland nur dann gehört,
wenn seine Ansichten der eigenen Meinung entsprechen, wie das Beispiel
Irakkrieg gezeigt hat. Dass viele Theologen dem kirchlichen Lehramt in
den Rücken fallen und in einer zentralen Frage im Widerspruch zu Lehre
und Tradition der katholischen Kirche stehen, braucht niemanden ernstlich
zu verwundern. Zu lange haben die Ordinariate zugeschaut, wie in den Gemeinden
im liturgischen und seelsorglichen Leben Praktiken eingeführt wurden,
die die kirchliche Lehre und Ordnung aus den Angeln gehoben haben. Noch
ist nicht ganz klar, ob dies aus Feigheit oder mit klammheimlicher Zustimmung
geschah. In Berlin schlägt deshalb die Stunde der Wahrheit: Niemand
kann es den liberalen Reformbewegungen verübeln, dass sie in Berlin
lediglich das praktizieren wollen, was "vor Ort" längst zur Normalität
geworden ist. Den katholischen Oberhirten wird gewissermaßen die
Rechnung präsentiert für jahrzehntelanges Wegsehen und Vertuschen."
-
Benedikt Nyquist, Jugend 2000, Oberursel, freier Mitarbeiter bei
KATH.NET ist ein unabhängiges, katholisches, österreichisches
Internetmagazin, dessen Aufgabe die Verbreitung von Nachrichten aus der
katholischen Welt ist. Wir bringen aktuelle Berichte aus Österreich,
Deutschland, Schweiz und der Weltkirche, Interviews, vatikanische Dokumente
und lesenswerte Bücher. Träger und Eigentümer ist der Verein
"kath.net" mit Sitz in Linz, der ein non-profit-Unternehmen ist und sich
durch Spenden und Sponsoren finanziert. Das Redaktionsteam ist in Linz,
Wien, Salzburg und Graz.
Regelmäßige Treffen
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in der Münchner Diözese:
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München: jeden dritten Mittwoch im Monat um 18.00 h Friedensgottesdienst
in der Bürgersaalkirche
-
München: jeden Dienstag Holy Hour in St. Ludwig um 19.45 h nach der
Hl. Messe, Infos: 089-65119841
-
München: jeden letzten Dienstag im Monat um 19.30 h Jugendmesse in
St. Ludwig (gegenüber Universität), anschl. Jugendtreff, Infos:
089-99929946
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München: jeden Mittwoch um 19.30 h Gebetstreffen in der Kreuzkirche
(Kreuzstraße); davor hl. Messe in St. Peter um 18.00 h
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Rudelzhofen: (bei Dachau) jeden ersten Freitag im Monat um 19.00 h Anbetung
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in der Augsburger Diözese:
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Maria Stern: jeden 3. Mittwoch um 19.00 h Jugendgottesdienst mit anschl.
Holy Hour u. Pizzaessen
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Katechese: jeweils Sonntag (1x monatl.) im Haus St. Ulrich um 14.00 h mit
anschl. Holy Hour u. gemütl. Beisammensein; Infos: Margit Ertl, 08861-1225
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Bad Wörishofen: Jeden 1. Freitag 20.00 h Lobpreis in St. Justina,
Infos: Stefan Seidlmeier, 08247-7613
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Balzhausen: Jeden 4. Samstag im Monat um 19.45 h Abendlob (Holy Hour) in
St. Vitus; Infos: Katrin Fendt, 0172-6971153
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Marienfried Lobpreisabend: jeden 2. Mittwoch im Monat ab 19.00 h Rosenkranz,
19.30 h Hl. Messe mit anschl. Holy Hour
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Wigratzbad/Allgäu: Jeden Sonntag ab 18.45 h Holy Hour, 19.30 h Jugendmesse;
Infos: Bettina Karg, 08385-921951
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in der Regensburger Diözese:
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"Nacht der offenen Kirche in St. Johann" in Regensburg an jedem 2. Freitag
im Monat. 19.00 h Jugendgottesdienst, Vortrag, eucharistische Anbetung.
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Glaubens-Intensiv-Kurs: Wir wollen die Grundlagen unseres kath. Glaubens
anhand der Bibel und des Katechismus kennen lernen! Beginn um 19.45 h
nach der hl. Messe in Mindelstetten.
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Jugendtreffen (Katechese) jeden 4. Freitag im Monat um 19.15 h in der Klosterkirche
St. Anna in Riedenburg.
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Holy Hour donnerstags nach der Hl. Messe um 19.45 h in der Pfarrkirche
in Mindelstetten, anschl. Nachtanbetung.
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Gebetskreis in Mindelstetten. Infos: Anita Irl, 08403-930976, montags um
19.30 h
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Gebetskreis in Abensberg bei Andy Piendl, Dollingerstr. 16, 09443-3477,
mittwochs 14-tägig um 19.30 h
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Gebetskreis in Regensburg im Don Bosco Zentrum, Hans-Sachs-Str., Infos:
Kristin Triendl, 0941-9455607, mittwochs um 19.00 h
-
Holy Hour donnerstags um 19.30 h (außer Ferien) in der Frauenkapelle
in der Altstadt gegenüber der Basilika St. Martin in Landshut. Infos:
Diakon Daniel Lerch, 0871-8000902
Jugend 2000, Marianische Jugendbewegung und Medjugorje Deutschland e.V.
In der Raingasse 5 in Pfaffenhofen-Beuren gibt es eine auffällige
Adressensidentität, deren Zusammenhang in der Regel nicht offenkundig
gemacht wird:
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JUGEND 2000 International Raingasse 5, D-89284 Pfaffenhofen/Beuren Tel.:
07302/4948, Fax: 07302/4948 Internet: http://www.jugend2000.com e-mail:
info@jugend2000
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Jugend 2000 - AK Prayerfestival: Raingasse 5, D-89284 Pfaffenhofen-Beuren
-
Medjugorje Deutschland eV: Raingasse 5 89284 Pfaffenhofen-Beuren, Nicola
Fehr, Raingasse 5 , 89284 Pfaffenhofen, Tel. 07302-4948; Fax 07302-4984;
e-mail: info@jugend2000.com.
-
MJB - Marianische Jugendbewegung: Raingasse 5, D-89284 Pfaffenhofen; Tel.:
07302 /3610; Fax 073 02/498
Marianische Jugendbewegung und "Der Fels"
-
wirbt in "Der Fels"
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Januar 2000: Wer ist MJB - Interview aus der Zeitung "Der Fels"
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"Die Marianische Jugendbewegung (MJB) besteht seit zehn Jahren. Man
kann also zurückschauen. Was war der Anlaß zur Gründung
der MJB,welche Gründungsidee steht gewissermaßen am Anfang,
und was hat sich daran in den vergangen zehn Jahren geändert?
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Die MJB versteht sich als Gemeinschaft von jungen Menschen, die den Weg
der Nachfolge Jesu ganz bewußt mit Maria gehen will, weil sie in
ihr ein Vorbild des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe sieht. Gründungsidee
der MJB ist es, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zusammen zu führen,
die im Herzen von der Gottesmutter bewegt worden sind und sich nun mit
ihr auf den Weg machen wollen. Ein Ausdruck dieser Weggemeinschaft mit
Jesus und Maria ist die "Weihe an Christus durch die Hände Mariens",
wie sie der Hl. Ludwig Maria Grignion vn Montfort verschlägt, und
zu der die MJB junge Menschen einladen will. Die MJB betreut und begleitet
deshalb Kinder - und Jungendgebetskreise und lädt zu thematischen
Veranstaltungen (z.B. Besinnungswochenende, Katechesen, Vorträge,
Schulungen) ein. Gerne gestaltet sie auch Gottesdienste und andere
liturgische Feiern mit. Seit Anfang dieses Jahres haben Mitglieder und
Freunde der MJB die Begleitung von Jugendwallfahrten nach Medjugorje übernommen,
weil sie es als eine wichtige Aufgabe ansehen, die Begeisterung und die
Freude im Glauben, die viele junge Menschen von dort mitbringen, hineinzutragen
in die Ortskirchen.
-
Können Sie mir die Ziele dieser jungen Bewegung in der Kirche noch
näher beschreiben und was daran spezifisch ist? Oder anders ausgedrückt,
worin untscheidet sich die MJB von anderen katholischen Jugendverbänden.
-
Das Ziel der MJB läßt sich kurz zusammenfassen in de Motto "Durch
Maria zu Jesus". Im einzelnen haben wir fünf inhaltliche und fünf
praktische Ziele formuliert, die wir bildlich an den zehn Fingern zweier
Hände darstellen. Wie die Jünger im Abendmahlssaal, nahmen wir
Maria in unsere Mitte. Wir wollen uns gegenseitig unterstützen, unsere
von Gott geschenkte Freiheit verantwortlich zu gebrauchen. Wir widman uns
intensiv dem Gebet und dem Empfang der Sakramente, um ein Leben aus der
Gnade zu führen. Wir machen uns das Anliegen des Papstes zu eigen,
eine neue Zivilisation der Liebe mit aufzubauen und so im Rahmen unserer
Möglichkeiten zu Versöhnung und Friede beizutragen. Wir sind
mit der Kirche der Überzeugung, daß sich die Welt im Aufbruch
in eine Neue Zeit befindet. Aus dieser Hoffnung heraus schöpfen wir
die Kraft, die Gegenwart aktiv mitzugestalten. Zentrales Anliegen unserer
praktischen Arbeit ist es, die Freude am Glauben für junge Menschen
erfahrbar zu machen. Dazu wollen wir gelebte Gemeinschaft auf der Grundlage
von Offenheit und Vertrauen fördern und zu persönlichen Austausch
ermutigen. Die Talente des Einzelnen sollen eingebracht werden zum Aufbau
des Reiches Gottes. Wir wollen so bei unseren Veranstaltungen einen Raum
eröffnen, in dem heilende Begegnungen möglich wird.
-
Die MJB versteht sich als Bewegung. Aber auch eine Bewegung braucht
eine Organisationsstruktur. Können Sie uns darüber ein paar Worte
sagen.
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Die MJB wird von einem Leitungsteam, das aus 12 Personen (Priester und
Laien) besteht, geleitet, die alle die "Grignionweihe" abgelegt
haben. Die Weihe ist Ausdruck unserer Bereitschaft, uns als Werkzeug in
der Hand Mariens gebrauchen und unserer Bewegung von ihr führen zu
lassen. Nach außen hin wird die MJB von einem Sprecher vertreten,
der aus dem Leitungsteam gewählt wird. Daneben gibt es einen Beraterkreis,
der dem Leitungsteam zur Seite steht . Die Strukturen in den einzelnen
Diözesen befinden sich noch im Aufbau und hängen von der Zahl
der Mitglieder und Freunde der MJB vor Ort ab.
-
In der katholischen Kirche in Deutschland ist eine schwere Glaubens-
und Kirchenkrise nicht zu übersehen. Es gibt neue Bewegungen in der
Kirche , die eine persönliche Heiligung ihrer Mitglieder pflegen,
sich aber nicht mit innerkirchlichen Problemen, z.B. Schwangerschaftskonfliktberatung,
auseinandersetzten. Welchen Haltung hat die MJB zu innerkirchlichen Vorgängen.
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Wie schon erwähnt, will die MJB das Feuer, das der Heilige Geist bei
Wallfahrten zu besonderen Gnadenorten oder anderen Gelegenheiten in den
Herzen junger Menschen entfacht, hineintragen in die Pfarreien vor Ort.
Die MJB will, wie es der Papst in seiner Enzyklika "Evangelium vitae" ausdrückt,
"zusammen mit allen Menschen guten Willens die Zivilisation der Wahrheit
und der Liebe errichten" (Nr. 105). Wir setzen uns deshalb für die
unantastbare Würde des menschlichen Lebens von der Empfängnis
bis zum Tod ein.
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Ein Schlagwort bei vielen Organisationen ist heute Vernetzung. Können
Sie sich vorstellen, bei bestimmten Anlässen und Aktionen mit anderen
katholischen Organisationen zusammenarbeiten und wenn ja, welche Gruppe
könnte das dann sein?
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Die Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen Gruppen wird von den Mitgliedern
und Freunden der MJB vor Ort ganz selbstverständlich praktiziert,
wo immer sich Gelegenheit dazu bietet. Wir bringen uns in das Leben der
Pfarreien ein, indem wir beispielsweise Gottesdienste oder andere liturgische
Feiern gemeinsam mit anderen Gruppen gestalten. Eine Zusammenarbeit gibt
es darüber hinaus besonders mit der Medjugorje Deutschland e.V.,
der die bereits erwähnten, von der MJB begleiteten Jugendwallfahrten
nach Medjugorje veranstalltet.
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Die Laienchristen haben einen besonderen Weltauftrag, d.h. sie sollen
die christliche Botschaft in Familie, Arbeitswelt und Freizeitgesellschaft
umsetzen. Welche Empfehlung gibt die MJB ihren Mitgliedern dafür?
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Die MJB will junge Menschen einladen und befähigen, frohe Zeugen des
Evangeliums in der Welt zu sein. Wir wollen offen auf die Menschen zugehen,
die uns täglich begegnen, und suchen den Dialog auch mit Menschen,
die anderen Bekenntnissen und Religionen angehören, ohne die eigene
Überzeugung aufzugeben. Durch im Alltag gelebte Solidarität möchte
die MJB beitragen zu mehr Frieden und Gerechtigkeit in allen gesellschaftlichen
Bereichen.
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Die MJB versucht seit zehn Jahren für ihre Ideale bei jungen Menschen
zu werben. In welchen deutschen Diözesen konnte sie bisher Fuß
fassen und wieviel Mitglieder has sie insgesamt?
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Derzeit gibt es einen Kern von etwa 80 Mitgliedern. Hinzu kommen etwa 300
Freunde der MJB, die regelmäßig unsere Veranstaltungen besuchen.
Gruppen bestehen vor allen in den südlichen Diözesen Deutschlands
(z.B. in den Diözesen Augsburg, Rottenburg-Stuttgart und Freiburg).
Wir stehen auch im Kontakt mit mehreren deutschen Bischöfen, die unsere
Arbeit begleiten.
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Vielen Dank für das Gespräch. Das Interview führte Hubert
Gindert.
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Kontaktadresse: Birgit Kramer, Laurentiusplatz 7, 92439 Bodenwöhr
Tel. 09464/901177, Internet: http://www.mjb.de, e-mail: info@mjb.de
JUGEND 2000 und Legionäre Christi/"Oase des Friedens"
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"Ohne Maria wäre
ich nicht hier" Zeugnis einer Priesterberufung von P.Klaus Einsle LC:
P. Klaus Einsle LC ist am 2. Januar 2001 gemeinsam mit 36 anderen Legionären
Christi in Rom zum Priester geweiht worden. Bevor er in diese junge, stark
wachsende Ordensgemeinschaft eintrat, war er über zwei Jahre bei
der Gemeinschaft in Beuren tätig. Wir freuen uns, dass P. Klaus
LC nun ein persönliches Zeugnis über seine Berufung und seinen
Weg mit Maria mit uns teilt: Aufgewachsen bin ich in einem idyllischen
kleinen Dorf im Allgäu namens Grünenbach. Gemeinsam mit meinen
vier Brüdern (ich bin der jüngste von fünf Jungen) habe
ich die Kindheit in meiner Familie mit Vater, Mutter und Oma und zahlreichem
Getier (Enten, Katzen, Hund, Pferde, Kühe, Schweine, Vögel) auf
einem Hof verbracht. Glaube und Kirche waren etwas Selbstverständliches.
Als wir Kinder waren, hat uns die Mutter den Umgang mit Gott gelehrt, indem
sie abends mit uns vor dem Zubettgehen ein Gebet sprach und wir gemeinsam
im Oktober den Rosenkranz beteten. Mit neun Jahren wurde ich dann Ministrant.
Es machte mir viel Spass und ich besuchte zwei oder dreimal in der Woche
den Gottesdienst. Leider war meine religiöse Ausbildung in der Schule
vielleicht habe ich auch nur nicht gut aufgepasst -nicht so klar und einfach,
wie sie ein Kind hätte brauchen können. Deshalb gingen die guten
Samen, welche in der Familie gesät wurden, nicht auf. Viele Jahre
lang blieb ich auf dem geistigen Niveau eines Achtjährigen. Ein Beispiel
dafür ist, dass ich über zehn Jahre lang zwar zur Kommunion ging,
aber nichts von der echten Gegenwart Christi in der Eucharistie ahnte.
Der Priester sagte im Gottesdienst immer: " Wer von diesem Brot isst, wird
ewig leben". Da dachte ich: "Na, wenn das so einfach ist, dann esse ich
natürlich von diesem Brot!" Kindliche Gedanken. Aber andere hatte
ich eben nicht. Schon als kleiner Junge trieb ich viel Sport. Mit vier
Jahren lernte ich Skifahren, spielte stundenlang Fussball. Dann kamen Tennis,
Langlauf, Tischtennis und vieles andere dazu. Mit acht Jahren begann ich
auch, in der Musikkapelle des Dorfes ein Instrument zu lernen, denn ich
sollte in die Fußstapfen meines Vaters treten und ihn später
einmal ersetzen, wenn er "in Rente gehen wollte" (inzwischen bin ich Priester,
und mein Vater ist immer noch in der Blaskapelle aktiv). Die Musik sollte
dann die große Leidenschaft werden, die für Jahre meine Aufmerksamkeit
und Zeit in Anspruch nahm. Als 15-Jähriger begann ich als außerordentlicher
Student am Landeskonservatorium für Vorarlberg mein Musikstudium.
In den folgenden Jahren waren mir drei Dinge besonders wichtig: die Musik,
der Sport, die Freundin. Und Gott, der eigentlich schon von klein auf einen
Platz in meinem Leben hatte, wurde immer mehr ins Abseits verdrängt.
Nach Beendigung meiner Schulausbildung studierte ich ausschließlich
Musik und betätigte mich in verschiedenen Bands, Orchestern und Musikgruppen:
Philharmonisches Landesorchester Vorarlberg, Bayerische Jugendbigband,
Tanzmusik, Rockband, und natürlich immer die lasmusik im Dorf. Nach
erfolgreich abgeschlossenem Musikstudium ich studierte zwei Studiengänge,
nämlich Musiklehrer und Musiker, gleichzeitig und konnte beide sehr
gut abschließen - rief mich die Bundeswehr. Und dort sollte nun mein
neuer Glaubensweg beginnen... Beim Gebirgsmusikorps I Garmisch leistete
ich nach beendeter Grundausbildung meinen Wehrdienst ab. Doch schon bald
merkte ich, dass sich in der Gruppe von ca. 60 Musikern ein kleines Grüppchen
abhob. Sie waren etwas merkwürdig, diskutierten immer wieder mit den
anderen, und auf ihren Lippen fanden sich ständig Argumente wie "Lies
doch einfach Johannes 12,25. Dort hast du die Antwort". Ich war verwirrt
und verstand nicht recht. Denn bisher hatte ich noch nie in meinem Leben
eine Bibel in der Hand gehabt, geschweige denn gelesen und noch viel weniger
verstanden. Als diese harten und kritischen Menschen auch mit mir zu diskutieren
begannen, entschied ich mich, eine Bibel zu kaufen und darin zu lesen,
um ihnen Paroli bieten zu können. Meine erste Bibel also: ich las
und verstand herzlich wenig. Aber eines wurde mir immer klarer: Was diese
Leute da sagen, steht ja wirklich in der Bibel. Argumente wie "Der Bischof
soll einmal verheiratet sein", "der Antichrist trägt die Zahl 666
und das ist der Papst in Rom" und andere typisch freikirchliche, gegen
die katholische Kirche gerichtete Argumente, fassten auch in meinem Geist
Fuß und warfen mich aus der Bahn. Das war nur zu leicht möglich,
denn ich besass ja nur das katholische Glaubensfundament eines Achtjährigen.
Nun begann ich meinerseits lange Diskussionen mit Freunden, Bekannten,
Eltern... Das Ergebnis: ich fand heraus, dass fast niemand von ihnen wirklich
seinen Glauben kannte, und mit der Bibel konnten die wenigsten etwas anfangen.
In diesen Monaten der inneren Unsicherheit und vieler Diskussion lernte
ich glücklicherweise Katholiken kennen, die mir durch ihre gütige
und geduldige Art wieder auf den rechten Weg halfen. Obwohl ich noch nicht
wusste, ob mein Weg zu den kritischen Freikirchlern oder zu den gütigen
Katholiken gehen sollte, war mir doch eines klar geworden: Mit Gott darf
ich nicht spielen! Über Umwege kam ich schließlich einige Monate
nach Ableisten meines Wehrdienstes nach Medjugorje. Leicht viel es mir
nicht, dorthin zu pilgern, hatten doch die Leute bei der Bundeswehr nicht
geringe Zweifel in mir gesät. Maria war für mich sehr fragwürdig
und eher ein katholisches Konstrukt als biblische Lehre. Der Papst war
mir ein Dorn im Augen, der Zölibat und vieles andere machten mir die
Entscheidung nicht leicht, mich zu einem "katholischen" Wallfahrtsort zu
begeben. Endlich gab ich doch der Neugierde und dem echten Interesse nach.
Diese erste von inzwischen acht Fahrten nach Bosnien-Herzegowina wurde
zu einem echten Wendepunkt in meinem Leben. Die Atmosphäre in diesem
kleinen kargen Dörflein nahm mich bald gefangen. Alles war sehr einfach,
aber ebenso beeindruckend. Mein stärkstes Erlebnis war die Nacht vor
der Abreise, die wir auf dem Kreuzberg zubrachten. Wir wollten in einer
Gruppe von vielleicht 30 oder 40 Leuten die letzten Stunden unseres Aufenthaltes
dort oben verbringen und deshalb stiegen wir im Schein der Taschenlampen
gegen Mitternacht hinauf. Es war langsam Morgen geworden und die meisten
ruhten in ihren Schlafsäcken aus oder schliefen. Nur ich sass da und
blickte nachdenklich in die Ferne. Die ersten Sonnenstrahlen tauchten schweigend
am Horizont auf. Der Hahn krähte vom Dorf herauf in die Stille hinein.
Erste Lichter in den Häusern und die langsam zunehmende Bewegung dort
unten liessen in mir einen Gedanken wach werden. Es war ein drängender
Gedanke, so als käme er nicht von mir: "Ein neuer Tag in deinem Leben
beginnt. Jeder Tag ist ein Geschenk, das Gott dir macht. Du bist nun 21
Jahre, hast also bereits über 7.000 Tage geschenkt bekommen. Und was
hast du bisher daraus gemacht?" Mir fiel es plötzlich wie Schuppen
von den Augen. Alles, was ich bisher in meinem Leben getan hatte, war für
mich selbst gewesen: der viele Sport -für mich; die Musik -für
mich; sogar die Freundin -so oft nur für mich; und die Bequemlichkeit
in der Schule -für mich ! Eine tiefe Reue stieg in mir hoch und ich
weinte lange. Gleichzeitig fühlte ich eine weite innere Ruhe und Freude,
die auf der Gewissheit beruhten: Und doch ist Gott mein Vater! Gottes Güte
hatte mich angerührt. Ich entschloss mich, mein Leben von nun an mehr
auf Ihn auszurichten. Bis zur Entscheidung Priester zu werden, war es aber
noch ein langer, teilweise steiniger und mit Dornen gespickter Weg... Zuhause
angekommen blies mir ein kalter Wind entgegen. Ich war erfüllt von
einer so tiefen inneren Erfahrung, wie ich sie niemals zuvor gemacht hatte.
Aber niemand wollte davon wissen. Ich war enttäuscht und verstand
die Welt nicht mehr. Um wieder Luft zu holen, kehrte ich alsbald zurück
nach Medjugorje. Nur langsam fand ich mich wieder zurecht, begann zu beten
und zu fasten und die Sakramente zu empfangen. Maria war mir seid der ersten
Fahrt spürbar nah und das war in diesen Monaten mein grosser Rettungsanker.
Zu Ihr suchte ich Zuflucht, vertraute Ihr mein Leben an, erfreute mich
an Ihrer Nähe. In dieser Zeit begann ich, bei Medjugorje Deutschland
und Radio Maria in Marienfried zu arbeiten. Ich hatte diese Gruppe durch
Richard Sohler kennengelernt, der ganz in meiner Nähe wohnte und mit
dem ich so einige Diskussionen führte. Die regelmäßigen
Jugendkatechesen wurden für mich zu wichtigen Momenten, um in Gemeinschaft
mit Gleichgesinnten sein zu können. Ich muss ehrlich gestehen, von
den Inhalten der Katechesen ist nicht viel geblieben. Wahrscheinlich habe
ich wieder einmal schlecht aufgepasst ( wie schon in der Schule).
Immer öfter war ich in Beuren, arbeitete dort mit, las interessante
Bücher und durfte so in einer echten Gebets und Lebensgemeinschaft
innerlich wachsen. Das war in der Zeit der Berufungsentscheidung sehr wichtig.
In
Beuren und Marienfried lernte ich auch junge, frohe Priester kennen.
Und es stellte sich mir -wenn auch nur sehr unbewusst -die Frage: Könntest
du nicht auch als Priester glücklich werden? Nun war das Umfeld also
gegeben, damit eine Berufung wachsen kann. Im Laufe von etwas mehr als
einem Jahr wurde in mir der Wunsch immer stärker, ganz für Gott
da zu sein. Zuerst dachte ich an eine christliche Familie, dann befiehl
mich der ängstigende Gedanke, dass Gott diesen Wunsch zunichte machen
würde. Schließlich war in mir eine so grosse Sehnsucht, Priester
zu werden, dass ich nicht anders als "ja" sagen konnte. Die Entscheidung
war gefallen, die nötigen Trennungen bald vollzogen. Maria war in
dieser Zeit immer nahe bei mir, und ich spürte Ihre Gegenwart auf
so lebendige Weise, dass ich niemals zweifeln konnte. Nun stellte sich
mir die Frage, wo ich denn Priester werden sollte. Ich machte mich auf
die Suche. Diözesanpriester? -Nein. Ich wusste, dass ich die Gemeinschaft
brauche. Bei einem Einkehrtag lernte ich die Legionäre Christi kennen.
Die fröhliche Art des Priesters P. Eamon Kelly LC machte es mir leicht,
einen ersten Kontakt herzustellen. Am Abend dieses Tages hatte ich schon
eine Einladung in der Tasche, die Gemeinschaft in Italien zu besuchen.
Gesagt, getan. Ein paar Wochen später ging es nach Italien, Neapel,
eine alte Sommerresidenz vor der Insel Capri. Ungefähr 130 Brüder
der Legionäre Christi verbrachten dort einige Wochen des brennend
heißen Sommers. Ich war begeistert von der Art dieser jungen Leute.
Sie genossen das Meer, die Sonne und das Wasser; und abends fand ich sie
kniend, innig betend in der Kapelle vor. Ein neues Priesterbild eröffnete
sich mir. Ich hatte ein Leben in Fülle vor mir, wie ich es bisher
nicht kennengelernt hatte... Aber es sollte nicht so einfach sein. Wieder
zuhause, arbeitete ich weiter im Radio und begleitete Reisen und Wallfahrten.
Ich verlor meine Berufung aus den Augen und stürzte mich in die Arbeit.
Aber Gott liess mich nicht mehr los. Nach einigen inneren Kämpfen,
nach zähem Hin und Her war doch letztendlich seine Gnade stärker.
Ein Jahr nach dem Besuch bei den Legionären Christi entschied ich
mich, nun den Schritt zu wagen. Ganz sicher war ich mir nicht (was man
sich bei einer Berufung ja nie ganz sein kann), aber im Vertrauen auf Maria,
die mich bis dahin mit zarter, aber fester Hand geführt hatte, traf
ich die Entscheidung. "Sollte es nicht der richtige Weg sein", so sprach
ich in einem Gebet, "dann wirst du, Maria, mich wieder herausführen."
Im Jahr 1991 trat ich also bei den Legionären Christi ein. Nun sind
über 10 Jahre vergangen, Maria hat mich nicht heraus, sondern tiefer
in die Legion und ihre wunderbaren Reichtümer hinein geführt.
Eine großartige Ausbildung liegt hinter und eine noch spannendere
Aufgabe vor mir. Vor allem hat Maria in diesen Jahren das getan, was ich
während einer meiner ersten Reisen nach Medjugorje in einem selbst
komponierten Lied festgehalten habe: Madonna in weiß! Ich stehe jetzt
vor dir und schau dich an und ich spür', du sagst zu mir: "Komm her,
mein Kind, komm zu mir. Ich führ' dich zum Herrn." Das hat sie getan.
Diese gute und unübertreffliche Mutter! Sie hat mich -wie so viele
andere auch -an der Hand genommen, hat mein Herz für sich gewonnen
und mich dann zu ihrem Sohn geführt. Heute stehe ich als Priester
am Altar. Und wenn ich Christus in meinen Händen halte und ihn anschaue,
dann schweifen meine Gedanken so manches Mal hinüber zu Maria. Sie
hat mich bis hierher geführt. Sie wird mich auch im Priestertum weiter
begleiten. Und an der Pforte zum ewigen Leben wird Sie mich dann endgültig
in die ewige Umarmung mit ihrem geliebten Sohn entlassen. Darauf arbeite
ich hin und darauf warte ich. Die große Sehnsucht meines Lebens,
an diesem Tag so viele Menschen wie möglich hinter mir her in den
Himmel zu führen, wird sich erfüllen, wenn Du mit mir und für
mich betest, damit die Gnade Gottes viele Herzen gewinnen kann, die dann
auch sagen können: Durch Maria zu Christus."
-
"Gott ist die Liebe
meines Lebens! Ein Zeugniss von Sr Rebecca, Oase des Frieden: Das war
nicht immer so. Ich bin zwar katholisch getauft und auch erzogen worden,
aber ich hatte nie einen richtigen Zugang zu Gott. Ich kann mich erinnern,
dass ich als kleines Mädchen oft Angst hatte und darüber nachdachte,
was wohl einmal nach dem Tod sein wird. Eine polnische Flüchtlingsfrau,
die nach dem 2. Weltkrieg bei uns im Haus blieb, half mir, diese Ängste
zu überwinden. Diese Frau, die schon über 70 Jahre alt war, betete
sehr viel. Ich habe sie oft mit dem Rosenkranz gesehen. Sie hat mir viel
von Jesus und Maria erzählt; auch vom Himmel, von den Heiligen und
Märtyrern, die ihr Leben für Gott hingaben. Von ihr hab ich das
Beten gelernt. Im Nachhinein weiss ich, dass diese Flüchtlingsfrau,
die wir alle sehr gern hatten, ein grosses, Geschenk Gottes war. Ungefähr
mit acht oder neun Jahren hat mir ein älterer Mann ein Bild vom barmherzigen
Jesus geschenkt. Ich erinnere mich, dass ich diesem Jesus einmal sagte:
"Wenn ich einmal gross bin, dann heirate ich Dich". Im Laufe der Jahre
hatte ich dieses Versprechen vergessen; Jesus jedoch nicht, denke ich !
Ich war ein sehr lebhaftes und auch fröhliches Kind. Ich spielte jeden
Tag Fußball. Das war eine meiner Leidenschaften. Mit vierzehn begann
ich in einer Tanzband Musik zu machen. Auch in unserer Gastwirtschaft spielte
ich Akkordeon, um die Gäste zu unterhalten. So war ich immer sehr
beschäftigt mit allen möglichen Dingen und hatte aufgehört
zu beten. Es war keine Zeit mehr für Gott, denn alles andere war wichtiger.
Ich war auf der ständigen Suche nach Glück und Erfüllung.
So suchte ich dieses Glück im Vergnügen, in der Rockmusik, in
nächtelangen Discobesuchen. Ich hatte alles was man sich als junger
Mensch nur wünschen kann, aber ich fand keinen inneren Frieden. Jetzt
weiss ich, dass ich Gott suchte, dass man nur in Ihm den wahren Frieden
finden kann und dass man, wenn man in der Sünde lebt, nicht glücklich
sein kann. Mit 18 Jahren begann ich eine Ausbildung zur Fachlehrerin, die
ich mit 22 Jahren abschloss. In diesen Jahren trat Gott wieder in mein
Leben ein. Im Frühjahr 1988 hörte meine Schwester von Medjugorje.
Eine Frau hatte ihr ein Bild von der Gospa geschenkt und erzählte
ihr von den Erscheinungen in Medjugorje. Meine Schwester war begeistert
und wollte dort hinfahren. Nach einem Diavortrag über Medjugorje im
Mai 1988 in unserer Gastwirtschaft informierte sie sich, wann die nächste
Pilgerreise sei. Am 12.08.1988 sassen wir im Bus Richtung Medjugorje. Nach
10 Minuten Busfahrt ging's los mit dem Beten des Rosenkranzes. Während
die anderen beteten, hörte ich Musik und strickte nebenbei. Ich hatte
keine ernsten Absichten zu beten. Ich war wohl etwas neugierig und dachte
vielleicht würde ich in Medjugorje etwas aussergewöhnliches sehen,
aber ich dachte niemals daran, dass sich nach dieser Pilgerreise mein ganzes
Leben verändern würde. Gott hatte einen Plan mit mir und dieser
Plan begann sich zu verwirklichen. In Medjugorje habe ich Gott wiedergefunden.
Ich konnte glauben, dass es Ihn wirklich gibt, dass Er wirklich existiert.
In Medjugorje durfte ich einen tiefen inneren Frieden erfahren wie noch
nie zuvor in meinem Leben. Nach Jahren ging ich wieder zur Beichte. Ich
fühlte mich wie der verlorene Sohn in den Armen des Vaters. In diesen
Tagen habe ich sehr viel geweint. Es waren Tränen der Reue und Tränen
der Freude. Nach der hl. Beichte sagte der Priester zu mir: "Du bist dazu
berufen, ein Soldat Christi zu sein." Damals wusste ich nicht, was er damit
sagen wollte. Mein Leben hat sich nach Medjugorje wirklich verändert.
Ich begann zu beten, regelmäßig zur Hl. Messe zu gehen, ich
hatte Hunger und Durst nach Gott. Nichts war wichtiger. Wochenlang konnte
ich an nichts anderes denken, als an Jesus. Ungefähr nach einem Jahr
kam mir zum ersten Mal der Gedanke in ein Kloster einzutreten. Ich hatte
begonnen jeden Tag zur HI. Messe zu gehen. Das war die schönste Stunde
des Tages. Nach der HI. Messe blieb ich immer noch eine halbe Stunde in
der Kirche um mit Jesus zu sein. Und einmal hörte ich diese Stimme
in meinem Herzen: "Eigentlich könntest du ins Kloster gehen." Und
dieser Gedanke, der mein Herz mit Freude erfüllte, liess mich nicht
mehr los. Ich war entschlossen, mein ganzes Leben Jesus zu schenken. In
den nächsten zwei Jahren pilgerte ich noch viermal nach Medjugorje.
Auf der letzten Fahrt im Mai 1991 war ich mit Elisabeth Sommer im
gleichen Bus. Sie arbeitete beim Medjugorje Deutschland e. V. und
erzählte mir von Beuren und von der Gemeinschaft. Ihr vertraute ich
auch an, dass ich auf der Suche nach meiner Berufung sei. Im Juli des gleichen
Jahres legte ich die letzten Prüfungen ab, im August hatte ich ein
kurzes Gespräch mit Richard Sohler, und im September war ich fest
in Beuren. Eineinhalb Jahre durfte ich in Beuren sein. Es war eine
sehr wichtige Vorbereitungszeit und eine wirkliche Gnadenzeit. Mein Leben
war in den Händen Mariens. Sie hat mich geführt. Sie hat mir
den Weg gezeigt. Noch bevor ich nach Beuren ging war mir klar, dass ich
mein ganzes Leben Gott weihen möchte, aber ich wusste noch nicht wie
und wo. Ich suchte eine Gemeinschaft oder einen Orden, wo ich die Botschaften
von Medjugorje leben könnte. Im September 1991 hörte ich von
der Oase des Friedens. Einen Monat später fuhr ich mit Veronika
Flatz und Petra Weber nach Rom. Wir nutzten die Möglichkeit, drei
ehemalige Beurener in der Oase des Friedens zu besuchen; Bruder David Peter,
Schwester Debora und Schwester Sara Maria. An diesem Samstag, den 18.
Oktober traf ich in meinem Herzen die Entscheidung in die Gemeinschaft
"Oase des Friedens "einzutreten. In der Pfingstwoche 1992 besuchte ich
die Gemeinschaft zum 2. Mal. Ich bat Gott um ein Zeichen. Während
der Pfingstnacht betete Pater Gianni, der Gründer, über jeden
Einzelnen von uns und schlug die Bibel auf. Mein Bibelwort sprach vom Glauben
der Patriarchen und von der Berufung Abrahams, der alles verliess und in
ein anderes Land zog. Voll Freude kehrte ich nach Beuren zurück mit
der Gewissheit, dass es jetzt nicht mehr lange dauern wird, bis sich mein
Wunsch erfüllt. Am Dienstag den 25. Mai kam ich in Passo Corese im
Generalhaus der Oase des Friedens an. Ich war überglücklich.
Ich wusste, rein menschlich wäre es unmöglich gewesen alles zu
verlassen, aber Gott ist allmächtig. In der Oase fand ich alles, wonach
mein Herz sich sehnte: Eucharistische Anbetung -Tag und Nacht, Brüder
und Schwestern, die Gott liebten und seine Freude widerspiegelten, eine
große Liebe zur Mutter Gottes, zur heiligen Kirche und zum Heiligen
Vater, Schweigen, Fasten und Gebet, ja viel Gebet. Am 21. November 1993
begann ich das Noviziat und ein Jahr später legte ich die ersten Gelübde
ab, die ich dann dreimal erneuerte, bis ich schlussendlich am 23. Januar
1998 meinem Bräutigam ewig die Treue schwor. Einen Monat vor den ewigen
Gelübden wurde ich nach Medjugorje versetzt und ich danke Gott für
diese übergrosse Gnade, dass ich an dem Ort meiner Bekehrung wirken
darf." Für meine Eltern war es sehr schwierig diese radikale Entscheidung
zu akzeptieren. Meine Berufung war ein einziger Kreuzweg für sie.
Ich habe viel für sie gebetet vor allem auch um die Gnade, dass sie
einmal nach Medjugorje pilgern. Dieser Wunsch erfüllte sich nach sieben
Jahren Gebet. Ich durfte zusammen mit meinen Eltern hier in Medjugorje
eine wunderschöne Woche erleben. Maria, die Königin des Friedens,
hat unsere Herzen wieder vereint. Gebet: Lieber Gott Vater, ich danke Dir,
weil mein Leben in Deinen Händen ruht und weil du für mich sorgst
wie das nur ein liebender Vater tun kann. Danke für meine Bekehrung
und für das Geschenk meiner Berufung. Lieber Jesus, Sohn Gottes, danke
dass Du mich erwählt hast, Deine Braut zu sein. Danke für Deine
Liebe und Deine Treue und Deine unendliche Barmherzigkeit. Lieber Heiliger
Geist, danke dass Du mir die Kraft und den Mut gegeben hast, ja zu sagen
zu meiner Berufung und danke, dass Du mein Leben mit Liebe, Freude und
Frieden erfüllst Danke Maria, meine Mutter und Königin des
Friedens, dass Du mir mit Deiner mütterlichen Liebe und Hilfe begegnet
bist und dass Du mich zu Gott geführt hast, zu Jesus dem Friedensfürsten,
der lebendig ist in seiner Kirche."
-
Marien-Apostolat:
Folge 10 - 23.03.2003: "Ich komme aus einem rein katholischen Ort in
der Nähe von Karlsruhe, bin 48 Jahre alt, männlich und röm.
katholisch. Meine Mutter war immer religiös und praktizierend, sie
hat mich von klein auf religiös erzogen, mein Vater war ein strenger
Mann. Ich war ein sehr schüchternes, ängstliches Kind, habe immer
viel gebetet, z.B. auch vor Klassenarbeiten oder wenn ich mit dem Bus unterwegs
war. Für meine Hausaufgaben brauchte ich immer viel Zeit, während
die anderen Kinder schon draußen spielten. Auf den Kontakt mit ihnen
legte ich auch keinen Wert. Im Jahre 1970 begann ich eine Lehre, bin weiterhin
immer zur hl. Messe gegangen, wurde im Laufe der Jahre etwas gleichgültiger,
doch sonntags versäumte ich die hl. Messe nie. Ich blieb am liebsten
allein zu Hause, hatte keine Freunde. Immer hatte ich viele Probleme, auch
in der Schule, aber der Lehrer war auf meiner Seite, er erkannte mein Wesen
und unterstützte mich. Auch fand ich immer wieder Menschen die mir
halfen. Erst mit 25 Jahren bin ich, auf Drängen meiner Mutter, zum
ersten Mal in die Disko gegangen. So lernte ich nach und nach drei Freundinnen
kennen, die aber alle das Verhältnis - aus verschiedenen Gründen
- lösten, vor allem aber, weil ich ihnen zu introvertiert und zu sensibel
sei. Auf einer Baustelle erlitt ich einen Unfall, wurde wieder vollständig
geheilt, verlor aber meine Arbeit. Mit einer mehrmaligen Arbeitslosigkeit
über Jahre hinweg begann für mich eine Leidenszeit. Da ich viel
Zeit zum Nachdenken hatte, begann ich mich mit meinem Glauben zu beschäftigen.
Durch Bücher über Marienfried und Fatima bin ich der Mutter Gottes
wieder näher gekommen. Mein Verhältnis zu meinen Eltern war immer
in Ordnung. Seit 1986 habe ich wieder eine feste Arbeit. Ich wollte immer
ein Gott wohlgefälliges Leben führen, kam aber durch Einflüsse
von außen auf Abwege. Meine Mutter hat mein Leben sehr geprägt.
Ich fühlte mich einsam, wie ein Fremder bei anderen Menschen, trotzdem
suchte ich Anschluss an eine Gemeinschaft. Da begann ich an den Sühnenächten
teilzunehmen und stieß auf die ‚Jugend 2000’. Dabei lernte ich einen
jungen Priester kennen, das war im Jahre 1997, der mich zeitweise religiös
betreute, z.B. beim Weltjugendtag in Paris, auf einer Fahrt nach Medjugorje
usw. Allein begann ich Pilgerfahrten mit dem Rad zu unternehmen, nach
Lourdes und La Salette; ich liebte es allein unterwegs zu sein, ich konnte
mehr beten. 1998 erhielt ich Klarheit auf meine dringenden Fragen und wurde
Mitarbeiter bei der „Liebesflamme“, (Ungarn). In diesem Jahr hatte ich
einen schweren Unfall. Für mich war es geradezu ein Wunder, das ich
wieder gesund geworden bin Ich litt lange unter furchtbaren Schmerzen,
die ich Gott aufgeopfert habe. Dadurch bin ich ihm geistig näher gekommen.
Anschließend habe ich mich bereit erklärt, einmal im Monat in
einer Sühnenacht aktiv mitzuwirken. In Marpingen war ich am 5. September1999
zum ersten Mal und dann wieder am 17. Oktober 1999. Durch die ‚Jugend 2000’
hatte ich einen Freund kennen gelernt. Er lud mich ein, nach Marpingen
zu kommen. Den ersten Impuls dazu hatte ich durch einen Kollegen in meinem
Betrieb erhalten, er hatte mich auf einen Artikel in der Bild-Zeitung aufmerksam
gemacht. Doch da hatte ich Zweifel. Marpingen war für mich einfach
ein schönes Erlebnis. Es war friedlich dort, ich versuchte zu beten
wie immer und es war eine wirkliche Gemeinschaft mit den anderen. Obwohl
ich damals selbst keinerlei ungewöhnliche Erlebnisse gehabt habe,
wusste ich, diese Erscheinungen sind echt. Erst in den Jahren 2000 und
2002 hatte ich je ein Dufterlebnis. Seitdem komme ich regelmäßig
- etwa viermal im Jahr - nach Marpingen. Es ist mir wichtig, klar zu machen,
dass ich ein realistisch denkender Mensch bin. "
MJB, Jugend 2000 und Marienfried
-
Marienfried weist ausdrücklich auf Beuren und Jugend 2000 hin: "Weitere
kirchliche Einrichtungen in unserer Nachbarschaft: In unmittelbarer Nachbarschaft
von Marienfried liegt Beuren. Dort sind mehrere Marianische Bewegungen
zu Hause, wie z.B. die Jugend 2000 http://www.jugend2000.org "
Jugend 2000 und Forum Deutscher Katholiken
Beim Forum in Fulda von 20.-22. Juni 2003 traten auf:
-
„Opus Dei“,
-
„Das Werk“,
-
„Neokatechumenat“,
-
„Schönstatt“-Bewegung,
-
„Ritter vom Hl. Grab zu Jerusalem“,
-
„Initiativkreis katholischer Laien und Priester“,
-
„Jugend 2000“
-
Kritischer Bericht der Süddeutsche Zeitung, 24.6.2003 Quelle: http://www.sueddeutsche.de/sz/politik/red-artikel4155/
-
"Notbund gegen den Unglauben: Die Zahl der Bischöfe macht "Freude
am Glauben" zum Erfolg, nicht die der Teilnehmer Was man am Sonntagmorgen
macht, ist den Podiumsteilnehmern klar: Man geht zur Messe, die keinesfalls
durch eine Laienpredigt verhunzt werden darf - am besten ohne Frühstück,
um nicht in die Versuchung faulen Sitzenbleibens zu geraten, wie Bernhard
Müller vom katholisch-konservativen Pur-Magazin vorschlägt. Aber
was ist mit dem Sonntagnachmittag, jenen unerfüllten Stunden, "in
denen die meisten Berufungen verloren gehen", wie der Moderator Jörg
Splett, Professor an der Jesuiten-Hochschule Sankt Georgen, diagnostiziert?
Die Jugendlichen, die in pubertärer Haltlosigkeit allem widerstehen
außer der Versuchung, die sind am Sonntagnachmittag in Gefahr. Es
müsste deshalb "mehr Vespern" geben, sagt Pfarrer Hendrik Jolie,
und der Beifall der 1500 Zuhörer rauscht durch die Richthalle am Fuldaer
Bahnhof. "Wir gehen nachmittags zum Lobpreis in die Fußgängerzone",
sagt Stefan Willmann von der "Jugend 2000", was den Leuten
in der Halle fast noch besser gefällt als die Vesper-Lösung.
Das Forum deutscher Katholiken, ein lockerer Verband "papst- und kirchentreuer
Katholiken" hat zum dritten Kongress "Freude am Glauben" geladen, nach
Fulda, der Stadt des Missionars Bonifatius und des verstorbenen Erzbischofs
Johannes Dyba. Das Forum ist eine Gegen-Organisation zum Zentralkomitee
der deutschen Katholiken, der Kongress als Gegenveranstaltung zum Ökumenischen
Kirchentag in Berlin. Der Vorsitzende Hubert Gindert, Marketing-Professor
aus Kaufering, erzählt, wie er 1994 über den Dresdner Katholikentag
gegangen sei, "da bekam man hier dieses als katholisch verkauft und fünf
Meter weiter das Gegenteil davon". Überall Papstkritik und als Reform
getarnter Unglauben. Da sei ihm klar gewesen, dass es dazu eine Alternative
geben müsse. In die Gefahr, zwischen gegensätzlichen Positionen
auswählen zu müssen, kommen die Richthallen-Besucher nicht. Die
Bandbreite der Referenten, angekündigt vom charmanten Kongress-Leiter
Alois Konstantin Fürst zu Löwenstein, reicht von konservativ
bis ziemlich konservativ. Das Opus Dei ist vertreten, wobei Referenten
wie der Münchner Arzt Josef Dohrenbusch nicht offen als Vertreter
der innerkirchlich umstrittenen Organisation auftreten - was die Veranstalter
als Form der Bescheidenheit werten, keinesfalls als Heimlichtuerei. Manchmal
blitzt intellektuelles Format auf, wenn zum Beispiel Klaus Berger redet,
der katholische Bibelwissenschaftler auf einem evangelischen Lehrstuhl
in Heidelberg. Meist aber ist das Grundmuster schlicht: Die Welt jenseits
der Richthallen-Mauern ist ungläubig, selbst die katholische Kirche
in Deutschland ist geschwächt und aufgeweicht. Die Gläubigen
in der Halle sind dagegen eine Art Notbund und Keimzelle des spirituellen
Aufbruchs, der kommen muss, wenn der Satan nicht siegen soll. Gesetze für
den Satan: Wenn es politisch wird, nehmen sich die Referenten Rote und
Grüne zur Brust, meinen aber die Mehrheit der Christdemokraten mit.
Die Regierung mache Gesetze in der Absicht, dem Satan die Tür zu öffnen,
schimpft die konvertierte Autorin Gabriele Kuby; in der Bundesrepublik
habe die "Machtergreifung des Diktators Sexualität" stattgefunden.
Der Trierer Dominikanerpater Wolfgang Ockenfels sieht "die Ehe im Würgegriff
des Staates " - kein Wunder in einem Land, in dem Kanzler und Vizekanzler
auf insgesamt acht Ehen kämen und sich auch Christdemokraten fröhlich
scheiden ließen. Sätze, derentwegen die Leute nach Fulda gekommen
sind. Bernd Potthoff, 35-jähriger Familienvater aus München,
könnte sich nicht vorstellen, zu einem Katholikentag oder gar Ökumenischen
Kirchentag zu fahren, "wo die Politiker ihre Sonntagsrede halten und ab
Montag wieder gegen die Kirche arbeiten". So sehen es die meisten an den
Ständen, wo sich Pfarrer Abels Kassettenapostolat sowie diverse Kleinverlage
und -sender präsentieren, wo Gemeinschaften wie das Neokatechumenat,
die Jugend 2000 oder die Medjougorje-Wallfahrer nach Interessenten
Ausschau halten. Doch gerade die charismatischen Jugendlichen können
mit der kulturpessimistischen Politisierung wenig anfangen. "Wir waren
auch auf dem Kirchentag in Berlin", sagt Joachim Federhen von der Gemeinschaft
Totus Tuus ("ganz der Deine - der Wahlspruch von Papst Johannes Paul
II.), "wir sind überall, wo wir evangelisieren können". Die biedere
Mehrheit der Richthallen-Besucher wiederum steht ratlos vor den Evangelisations-
Methoden der Marienerscheinungs-Begeisterten. Der Kreis derer, die sich
von organisierter Fraglosigkeit begeistern lassen, bleibt begrenzt. Die
Teilnehmerzahl bei "Freude am Glauben" stagniert bei 1500; zum Kirchentag
nach Berlin kamen allein 70000 Katholiken, was wohl auch die Verhältnisse
in den Gemeinden widerspiegeln dürfte. Trotzdem ist die Arbeit des
Forums erfolgreich: In einer Szene, in der sich häufig eine Gruppe
für frömmer hält als die andere, ist es noch nie gelungen,
ein Bündnis so lange am Leben zu halten. Wobei auch das Forum seine
Spaltung hinter sich hat: Vergangenes Jahr verließen die Fans der
vorkonziliaren tridentinischen Messe das Bündnis - sie wallfahren
statt zum Fuldaer Kongress in derselben Zeit nach Altötting, was natürlich
Zufall ist. Der wahre (und wachsende) Einfluss des Forums erklärt
sich ohnehin nicht aus der Zahl der Kongressteilnehmer. Er resultiert aus
der Zahl der Bischöfe und Kardinäle aus Rom und Deutschland,
die das Forum als Gegengewicht zu den aufmüpfigen Verbänden und
unbotmäßigen Diözesanräten wünschen. Am Sonntag
feiert der Pariser Kardinal Jean-Marie Lustiger den Abschlussgottesdienst;
der deutsche Kurien-Erzbischof Paul Josef Cordes, Kardinal Leo Scheffczyk
und der österreichische Opus-Dei-Bischof Klaus Küng aus Feldkirch
halten Vorträge; 2002 gab sich Kardinal Joseph Ratzinger, der Präfekt
der Glaubenskongregation, die Ehre. Stolz präsentiert Gindert die
Grußworte: Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano übermittelt
den Segen des Papstes, der Kölner Kardinal Joachim Meisner und der
Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller wünschen Erfolg -
aber auch der neue Trierer Bischof Reinhard Marx. Es ist diese Reihung,
die Eindruck macht. Die für Stabilität sorgt, auch wenn 2004
die Richthalle abgerissen wird und der Kongress nach Regensburg geht, wo
er ein Heimspiel haben wird - als Bischof Müller noch Professor war,
gehörte er zu den Referenten bei "Freude am Glauben". Wie sehr ein
solcher Kongress das verändern kann, was ein Bischof sagt, zeigt sich
im Eröffnungsgottesdienst des Kongresses. Heinz Josef Algermissen
predigt, der Bischof von Fulda, der ansonsten gar nicht in der Tradition
seines fröhlich polternden Vorgängers Dyba steht. Doch diesmal
lässt er sich zu einer schlimmen Predigt hinreißen. Er zieht
eine Linie von der Kirchenspaltung über Aufklärung und Säkularisation
zum Nationalsozialismus, der "eine Trümmerlandschaft" hinterlassen
habe. "Schlimmer aber" sei der "Verlust der christlichen Moral und Werte",
und: "Die Feinde des Christentums und der Kirche sind auch heute am Werk.
Sie tun ihr Werk nicht mehr so plump, sondern viel raffinierter, als es
im Dritten Reich geschah." Später zitiert er den Schriftsteller Reinhold
Schneider, der "in dunkler Zeit" gelebt habe, um zu erklären: "Die
Zeiten heute sind ebenso dunkel." Sind Angriffskrieg, Judenvernichtung
und Christenverfolgung der Nazis weniger schlimm als ein wie immer gearteter
"Verlust der christlichen Werte "? Ist die parlamentarische Demokratie
so düster wie die massenmörderische Diktatur? Hätte Algermissen
eine derart demokratieverachtende und die NS-Opfer verhöhnende Predigt
zu Beginn der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda
gesprochen - der Skandal wäre perfekt gewesen. Beim "Freude am Glauben"-Publikum
aber kommt so etwas an. (Matthias Drobinski)"
An
neuen geistlichen Gemeinschaften wirken beim Kongress 2004 in Regensburg
mit:
-
Georg Bickl, Emmanuel
-
Johannes Hartl, Katholische charismatische Erneuerung
-
Ferdinand Hell, Neokatechumenat
-
Andreas Huber, Legio Mariens
-
Daniela Huber, Jugend 2000
-
Matthias Schulte, Totus Tuus
Medjugorje-Deutschland e.V. und Hubert Liebherr
-
http://wallfahrtsort-medjugorje.de/liebherr_1.htm
-
Hubert Liebherr Anfang des Jahres. Er berichtete von seinen "zwei Leben":
vor Medjugorje als Unternehmer und Lebemann; seit Medjugorje als Reisender
in Sachen Neuevangelisierung (Gründer der >Medjugorje-Deutschland<
e.V.).
-
Hubert Liebherr 51 Jahre, Sohn des Großunternehmers Liebherr (Familienbetrieb
in Bieberach bei Ulm 20.000 Angestellte, 56 Gesellschaften weltweit) -
bekannt in der Bauwirtschaft durch Kräne und Baumaschinen Kühlschränke,
hat sich nach mehreren tiefen religiösen Erlebnissen entschlossen,
sein Leben ganz Gott zur Verfügung zu stellen. Sein bisheriger Lebensweg
verlief keinesfalls gerade. Obwohl christlich erzogen ("mit 10 ein braver
Schulbub, der nicht ohne Nachtgebet zu Bett ging") verlor der Unternehmenssohn
bald seinen Glauben. Mit 20 war er ein reicher "Playboy" - und mit 38 ein
"Bekehrter", der sein 3-stelliges Millionenerbe aus dem großen Familienbetrieb
Liebherr (20.000 Angestellte) seinem Vater zurückgab! Ein Bekehrter
ist der inzwischen 51 jähriger (Stand 2001) Hubert Liebherr bis heute
geblieben. Er ist sich nicht zu schade, in Kirchen, Festhallen und Gasthäusern
von seinem Glaubensweg zu berichten, den Menschen aufzuzeigen, was die
Gnade Gottes an einem sündigen, aber suchenden Menschen bewirken kann.
Der Ingenieur Hubert Liebherr, der vor 13 Jahren seine leitende Funktion
und beruflichen Karriere im elterlichen Betrieb aufgab, auf seinen Reichtum
verzichtete und sich seitdem der Verkündigung des Evangeliums widmet,
weiß sich besonders durch die Fürbitte Marias getragen. Vor
der Kirche in Medjugorje Hubert Liebherr im Gespräch mit seiner 50-köpfigen
Pilgergruppe. (Nov.1999) Liebherrs Entschluss war nicht auf einmal gefasst.
Sein Weg zurück zum Glauben ging Schritt für Schritt vor sich.
Mit einem Autounfall 1981 begann dieser Weg, auf dem ein Besuch in Fatima
1987 und im schwäbischen Maria Vesperbild entscheidende Stationen
waren, die den innerlichen Ruf in ihm verstärkten, alles zu verlassen.
Sein Wiederstand dagegen brach bei einer Wallfahrt im Erscheinungsort MEDJUGORJE
endgültig in sich zusammen. Während eines Gottesdienstes erlebte
Hubert Liebherr dort eine schwere innere Erschütterung: "Nach dem
Empfang der heiligen Kommunion konnte ich frei sagen, ich werde alles verlassen,
um Gott zu dienen."
-
Und er hat wahr gemacht, was er versprach. Er gründete zusammen mit
Albrecht Graf Brandenstein-Zeppelin (Urenkel des Graf Zeppelin) und einem
Team junger Christen den Verein "Medjugorje Deutschland e.V.). Als Vorsitzender
ist er bis heute aktiv und hat seither über 3.000 Menschen an den
Wallfahrtsort in der Herzegowina gebracht, von denen wiederum viele seinem
Beispiel folgten. Vor 7 Jahren gründete er den Verein "Kirche für
den Osten". Seitdem baut Liebherr statt Baukränen und Kühlschränken
Gotteshäuser für die Christen in Russland. Etwa 25 einfache Holzkirchen,
in denen jeweils 100 Gläubige Platz finden, wurden bisher in Ober-Bayern
(Ampfing) vorgefertigt, und von meist freiwilligen Helfern im ehemaligen
Ostpreußen, im Kaukasus, im Ural, in Kasachstan und Sibirien aufgestellt.
-
Ferner ist Herr Liebherr maßgeblich beteiligt an der Gründung
von "Radio Maria" und von "Jugend 2000". Weiter ist er 1. Vorstand von
"Kirchen für den Osten e.V" Als ehemaliger Mitinhaber des LIEBHERR-Konzerns
stehen ihm finanzielle und personelle Resourcen zur Verfügung.
-
Hubert Liebherr ist natürlich auch beim Forums Deutscher Katholiken
mit von der Partie - http://www.forum-deutscher-katholiken.de/2003/programm.htm
-
Bei der 5 Euro-Sterne-Aktion
von Liebherr beteiligen sich - http://www.5-euro-sterne.de/ neben vielen
anderen natürlich auch Jugend 2000.
Radio Horeb und Jugend 2000
-
Radio Horeb überträgt zum Teil ganz, zum Teil vortragsweise aus
Prayerfestivals und Diözesanen Weltjugendtagen
Problem: Verhältnis Jugend 2000 und BDKJ
-
Historisch ist der BDKJ der 1947 in Hardehausen gegründete von der
Deutschen Bischofskonferenz anerkannte Dachverband der katholischen
Jugendverbände als Zusammenschluss aller katholischen Jugendorganisationen.
-
"In den Trümmern unseres Volkes, das zerbrechen mußte, weil
es sich selbst zum Maß aller Ordnung gesetzt hat - In der daraus
gewordenen äußeren und inneren Not unserer Tage - Heimgekehrt
aus dem großen Sterben des Krieges und aus der Entwürdigung
des Menschen durch Gewalt und Zwang - ist deutsche katholische Jugend im
Glauben an die alles bezwingende Macht Jesu Christi des Gebots der Stunde
sich bewußt geworden: Über alle Schranken haben sich die
Gruppen und Gemeinschaften katholischer Mannes- und Frauenjugend aller
Stämme und Stände zusammengeschlossen zum Bund der Deutschen
Katholischen Jugend. Geeint in Stamm und Gliederungen, will der Bund
in den Bistümern und im deutschen Raum nach der Vielfalt seiner Wege
und Formen dem inneren Leben seiner Gemeinschaft ebenso dienen wie dem
Ziel: Not zu wenden in opferbereiter Tat, Ordnung zu bauen in selbstlosem
Dienst, Freiheit zu gewinnen in Recht und Bindung, Frieden zu wirken in
der Gemeinschaft der Völker, Christus zu tragen in Volk und Zeit.
Der Bund gibt sich eine feste Ordnung, der sich aller Glieder und Gemeinschaften
verpflichten. Die Ordnung ist eine zeitbedingte. Die Zeit ist im Fluß,
der Bund wird darum offen sein für neue Entwicklungen in Volk und
Kirche und wird dem Rechnung tragen. Immer aber soll diese Ordnung de lebendigen
Leben der Jugend dienen und der Weckung und Bindung der Kräfte zum
gemeinsamen Werk." (Präambel der ersten Bundesordnung der BDKJ
1947) Bei allen Umformulierungen der Bundesordnungen ist dieser grundsätzliche
Anspruch weder von Seiten der Bischöfe noch von Seiten der Jugendverbände
in Frage gestellt worden. Bei vielen Jugendgruppen von neuen Geistlichen
Bewegungen wurde daher auch ganz natürlich der Versuch gemacht, sie
in den BDKJ zu integrieren. Dies ist vielfach gelungen, mitunter und dann
in der Regel bedingt durch beide Seiten abgebrochen worden. Die aktive
Mitarbeit im BDKJ setzt nämlich logischerweise gewisse Binnenstrukturen
in neuen Verbänden voraus, die nicht überall gegeben sind. Daher
war es in vielen Fällen eben sinnvoller, wenn diese Jugendgruppen
zunächst in den entsprechenden Erwachsenenverbänden ihren organisatorischen
Selbststand suchten. Am Vertretungsanspruch des BDKJ, "die Gruppen und
Gemeinschaften" zu vertreten, hat sich daran nichts geändert.
-
Durch die Existenz von Jugend 2000 wird diese Situation in Frage gestellt,
so heißt es im Internet-Angebot des Bistums Regensburg bereits offiziell
der BDKJ sei der Dachverband der in ihm zusammengeschlossenen Jugendverbände.
Was bedeutet das, wenn es gleichzeitig heißt: Daneben gäbe es
noch JUGEND 2000? Was wenn sich nun auch in JUGEND 2000 andere Verbände
zusammenschließen, oder wenn sich Jugend 2000 mit Totus Tuus oder
anderen Gruppen zu einem eigenen Dachverband zusammenschließen? Dann
ist die Spaltung in der kirchlichen Jugendarbeit manifestiert.
-
Sogar in der Erzdiözese München-Freising wurden im Grunde die
selbst gesetzten Richtlinien für die Jugendarbeit durch die Anerkennung
von "Jugend 2000" als kirchliche Jugendbewegung außerhalb des BDKJ
unterlaufen. Dass dies mit dem "Einvernehmen" des BDKJ geschah, ist zwar
formell korrekt, bislang habe ich aber in München-Freising keinen
BDKJ-Verantwortlichen getroffen, der von diesem Schritt wirklich überzeugt
war. An dieser Stelle sei ausdrücklich vermerkt, dass ich auch im
BDKJ viele Schwachstellen und mangelnde Kompromißbereitschaft im
Umgang mit Jugend 2000 sehe. Dass der Kompromiß aber nun gerade darin
liegen soll, dass neben dem BDKJ mit Jugend 2000 eine eigene Struktur geschaffen
wird, leuchtet mir nicht ein. Anders als bei Jugendgruppen von im Wesentlichen
durch Erwachsene getragenen Neuen Geistlichen Gemeinschaften, die in diesen
Gemeinschaften einen Eigenstand haben (so wie früher auch schon die
Kolpingjugend in der Kolpingfamilie) ist Jugend 2000 ein katholische
Jugendverband ohne Erwachsenenpendant. Gerade deshalb wäre eine Zuordnung
der Jugend 2000 zum BDKJ notwendig gewesen.
-
Seit Bischöf Dyba in Fulda einen anderen Weg gegangen ist, er den
BDKJ der integrierenden Funktion enthoben hat und anstelle des BDKJ eine
neugegründete "Alternative" setzte, anstatt die tatsächlichen
und angeblichen Disfunktionen durch entsprechend langfristige und intensive
geistliche Begleitung zu heilen, scheinen immer mehr Bischöfe diesen
Weg als gangbar zu akzeptieren. Er ist auf das Wohl der Kirche hin betrachtet
aus meiner Sicht aber fatal und kirchenspalterisch. Daher sei nochmals
an die eingangs gemachten Bemerkungen erinnert.
Helmut Zenz - 2004